Bin ich kein Freund von "Rückholaktionen"
Hier wurde zu Bundesligazeiten erstmals im April 1995 schon einmal versucht, mit der Rückholaktion eines Trainers (Ribbeck), der 1988 sensationell den ersten Titel (UEFA-Cup) mit Bayer 04 gewonnen hatte, dem schleichenden Spannungsabfall Einhalt zu gebieten, der in den fast 2 Jahren nach dem Pokalsieg von 1993 unter Stepanovic ausuferte.
Dass diese Rückhol-Entscheidung ein fataler Irrtum war, wurde zu lange verkannt, und die Trennung im April 1996 viel zu spät vollzogen. In der Folge konnte der Abstieg am letzten Spieltag im Krimi gegen Kaiserslautern erst kurz vor dem Schlusspfiff abgewendet werden (Tor von Markus Münch zum 1:1-Ausgleich durch Abstauber nach abgewehrtem Schuss von Mike Rietpietsch).
Nach dieser Schock-Therapie wurde nie wieder ein Trainer zurückgeholt, das ist gut so und sollte auch so bleiben.
Etwas anders gelagert ist diese Thematik lediglich bei Interimslösungen. Peter Hermann und Rudi Völler haben, anders als Thomas Hörster, in diesem Kurzzeit-Job mehrfach überzeugend agiert.