Posts by Bergischer Löwe

    bayer04571 Post #14.815

    Kann nicht verstehen, warum man an seinem eigenen Verein so herumnörgeln muss.
    Sollten immer noch Tausende auf der Abo-Warteliste stehen (ist das so?), dann wäre die Preisgestaltung doch absolut nachvollziehbar.

    Schließlich hat längst nicht jeder Abonnent das Modell Bundesliga Plus.
    Wen es also dermaßen drängt, endlich an ein Abo zu kommen, der wird sinnigerweise ja wohl jede Chance nutzen, wenigstens die wenigen Spiele live verfolgen zu können, zu denen er an Karten kommen kann.
    Wenn einer das gerade jetzt in der EL nicht nutzt, was glaubt derjenige wohl, zu welchen Spielen er leichter an Karten zu kommen gedenkt?
    :rolleyes:

    Ich find's etwas fragwürdig, würde glatt sagen albern, aktuelle Zuschauerzahlen mit denen von vor 30 - 40 Jahren zu vergleichen.

    In absoluten Zuschauerzahlen mag das zwar stimmen, nicht aber hinsichtlich der Thematik, um die es hier geht.

    Beispiel 2. Runde UEFA-Cup Saison 1990/91.
    Köln verlor im Müngersdorfer Stadion gegen Bratislava (Tschechoslowakei) 0:1 vor 8.000 von möglichen 50.000 Zuschauern = Stadionauslastung 16%.
    In der gleichen 2. UEFA-Cup-Runde 1990/91 gewann Bayer 04 im Haberland gegen Kattowitz (Polen) 4:0 vor 8.700 von möglichen 22.500 Zuschauern = Stadionauslastung 38,67%.

    Wichtig ist hierbei jedoch nicht nur der Vergleich der jeweiligen Zuschauerzahlen und der Stadionauslastung.
    Hinzu kommt die europapolitische Situation, welche sich just zu dieser Zeit in einem radikalen Umbruch befand.
    Wenige Wochen vor diesen beiden Partien, am 12.09.1990, war durch die Ratifizierung des Zwei-plus-Vier-Vertrages, welcher am 15.03.1991 in Kraft treten würde, das bevorstehende Ende der Sowjetunion besiegelt worden. In der Folge wurde am 03.10.1990 die deutsche Wiedervereinigung vollzogen, Bayer 04 hatte an genau diesem Tag übrigens durch ein 1:1 bei Twente Enschede im Rückspiel der 1. UEFA-Cup-Runde 1990/91 den Einzug in eben diese 2. Runde gegen Kattowitz erreicht.

    Die Teams aus Bratislava (nach Köln) und Kattowitz (nach Leverkusen) reisten zu diesem Zeitpunkt hingegen noch aus der Sowjetunion zugehörigen Ostblock-Staaten an. Denn die endgültige staatliche Souveränität Polens würde erst mit den ersten komplett freien Parlamentswahlen am 27. Oktober 1991 vollzogen werden. Die staatliche Souveränität der Slowakei sollte sogar erst am 31.12.1992 durch die Auflösung der Tschechoslowakei erfolgen.

    Das alles ist für das Verständnis der damaligen Zuschauer-Thematik unverzichtbar. Denn vor diesem zeitpolitischen Hintergrund gibt sich die 'Attraktivität' der beiden quasi zeitgleich als Gäste in deutsche Stadien anreisenden Gegner nachvollziehbarerweise nichts.
    Da auch die aktuelle Stadionauslastung der BayArena bei Europacupspielen weder zu wünschen übrig lässt, noch irgend ein anderes Europacup-Stadion in Deutschland eine signifikant höhere Europacup-Auslastung vorweisen kann, liegt die Lächerlichkeit und Peinlichkeit der gesamten Neiddebatte auf der Hand.

    Alles wie gehabt.
    Kennen wir seit bald 50 Jahren.
    Mund abputzen und weiter geht's.

    Ergänzend zu Post #14.790 weil ebenfalls (längst nicht nur in "derwesten") thematisiert:

    Eine weitere Aussage fokussiert darauf, dass "nicht einmal die Leverkusener Europacup-Heimspiele ausverkauft" seien, und das trotz mittlerweile fast ständiger Europacup-Präsenz. Was zwangsläufig als Behauptung verstanden werden muss, dass Traditionsvereine, welche ihrerseits bereits jahrzehntelang im Europacup gespielt haben, ihre Europacup-Spiele grundsätzlich immer vor randvoll besetzten Stadionrängen austragen. Denn nur durch diesen Gegensatz ergibt die Einlassung "Leverkusen nicht ausverkauft" überhaupt erst einen Sinn.

    Dann werfen wir doch einfach mal einen historischen Blick auf eine Auswahl ausverkaufter Europacup-Spiele diverser Traditionsvereine der vergangenen 5 Jahrzehnte. Achten wir dabei verschärft auf die Feinheiten, sprich die Hochphase in der jeweiligen Vereinsgeschichte nebst der dementsprechend erwartbar zu berücksichtigenden Euphorie der Fans.

    Schalke, 5 Jahre nach seinem 1972er DFB-Pokalsieg, Fan-Rehabilitierung nach überstandenem Bundesliga-Skandal und als Vize-Meister der Saison 1976/77:
    UEFA-Cup 1977/78, 1. Runde
    Mi, 28.09.1977: Schalke 04 - AC Florenz 2:1
    Parkstadion (70.000 Plätze)
    Zuschauer: 30.000

    Der HSV, 2 Jahre nach seinem Doublegewinn als Sieger im Europapokal der Landesmeister (heute Champions League) und Deutscher Meister 1983:
    UEFA-Cup 1985/86, 1. Runde
    Mi, 02.10.1985: Hamburger SV - Sparta Rotterdam 3:4 n.E.
    Volksparkstadion (61.300 Plätze)
    Zuschauer: 20.000

    Köln, nach seiden beiden besten Saisons unter Christoph Daum als zweifacher Vize-Meister 1988/89 und 1989/90:
    UEFA-Pokal 1990/91 2.Runde
    Mi, 24.10.1990: 1.FC Köln - Inter Bratislava 0:1
    Müngersdorfer Stadion (50.000 Plätze)
    Zuschauer: 8.000

    Nürnberg, frisch gebackener DFB-Pokalsieger 2007 und in der gleichen Saison 2006/07 mit Rang 6 die zweitbeste Bundesliga-Platzierung seit der Meisterschaft von 1968:
    UEFA-Cup 2007/08, Gruppenphase, 4. Spieltag
    Mi, 05.12.2007: 1.FC Nürnberg - AZ Alkmaar 2:1
    Frankenstadion (44.308 Plätze)
    35.020 Zuschauer

    Frankfurt, nach dem dritten Wiederaufstieg 2011/12 mit Rang 6 die beste Bundesliga-Platzierung und zugleich die erste Europacup-Qualifikation seit 1993/94:
    Europa League 2013/14, Gruppenphase, 6. Spieltag
    Do, 12.12.2013: Eintracht Frankfurt - APOEL Nikosia 2:0
    Commerzbank-Arena (46.195 Plätze)
    Zuschauer: 32.400

    Wie wir sehen, egal wann und wo, bei Traditionsvereinen ist gerade in Phasen der größten Fan-Euphorisierung immer alles ausverkauft.
    Unbedingt weitersagen.

    Klar, Leverkusen 160.000 Einwohner, mit Städten die über eine Millionen Einwohnern haben vergleichen, macht Sinn. Bin froh, und hat mich damals auch inspiriert für Leverkusen zu sein, und nicht Nummer 154.937 in Dortmund zu werden. Danke, Leverkusen.

    Ruhig immer wieder mal derlei Verschwörungstheorien wie die gestern hier verlinkte aus "derwesten" bei den Hörnern packen, indem man deren fake news stichhaltig und für jedermann nachprüfbar widerlegt.

    Knöpfen wir uns für den Anfang z.B. mal die Behauptungen vor, Bayer 04 sei schließlich
    1. erst vor wenigen Jahrzehnten von der Konzernmutter Bayer AG aus Marketingzwecken zum überhaupt erstmaligen Aufstieg in die Erstklassigkeit gepusht worden, und
    2. habe ebendort immer vor lausiger Kulisse gespielt.

    Nun, derartige Geschichtsverfälschung der zu spät Geborenen spricht für sich.
    Denn bekanntlich feiert die erstmalige und zudem über mehrere Saisons gesicherte Zugehörigkeit zur höchsten deutschen Spielklasse mit dem Aufstieg in die Oberliga West zur Spielzeit 1951/52 just anno 2026 ihr 75jähriges Jubiläum.
    Des weiteren wird der damalige Zuschauerandrang im Stadion am Stadtpark zu den Heimspielen der "Farbenstädter", wie sie zu der Zeit genannt wurden, ausdrücklich hervorgehoben:
    [quote=wikipedia]In der ersten Oberliga-Saison besuchten im Durchschnitt mehr als 10.000 Zuschauer die Spiele am Stadtpark, was für eine Stadt mit damals 70.000 Einwohnern beachtenswert war.[/quote]
    An gleicher Stelle ist nachzulesen, dass Bayer 04 in dieser ersten Hochphase der Vereinsgeschichte sogar eine Saison vorweisen kann, in der die Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Fußballmeisterschaft nur um Haaresbreite verpasst wurde:

    Quote

    1954/55 wurde der Eintritt in die Endrunde zur deutschen Meisterschaft nur um drei Punkte verpasst, auch weil man kurz vor Saisonende in Spiel gegen den direkten Konkurrenten SV Sodingen einen 2:0-Vorsprung verspielte.

    Die Abschlusstabelle, in welcher abzulesen ist, dass Bayer 04 somit schon vor über 70 Jahren erstmals die gesamte Möchtegern-Traditions-Beletage des Westens hinter sich ließ, darf man gern ausdrucken, um sie Ungläubigen über deren Büroschreibtisch an die Wand zu nageln:

    Pl.VereinSp.SUNTorePunkte
    1.Rot-Weiss Essen30205564:3845:15
    2.SV Sodingen30175854:4039:21
    3.Bayer 04 Leverkusen301310754:4236:24
    4.Borussia Dortmund301261263:5730:30
    5.FC Schalke 04301181151:4930:30
    6.Fortuna Düsseldorf301341366:6530:30
    7.1. FC Köln (M)301331460:5529:31
    8.Duisburger SpV (N)301251348:5229:31
    9.Preußen Münster301241470:6028:32
    10.Preußen Dellbrück301241451:5828:32
    11.Alemannia Aachen301161356:6428:32
    12.Schwarz-Weiß Essen301151452:5527:33
    13.Westfalia Herne (N)301071357:6327:33
    14.Borussia Mönchengladbach30981348:6526:34
    15.Meidericher SV30971439:6025:35
    16.VfL Bochum306111336:4623:37

    Neid ist überall dort präsent, wo andere etwas haben, was man selber nicht hat.
    Da sich im verlinkten Artikel nicht der Neid an sich, sondern der Neid insbesondere bei Männern manifestiert (was sich an der Person des Autors stellvertretend für die dominierende Präsenz dieses Geschlechtes in den aktiven Fanszenen festmachen lässt);
    sei all diesen geplagten, seit gefühlten Ewigkeiten titellosen, europacupabwesenden und zweitligafahrstuhlgeschädigten Seelen dieser Artikel hier anempfohlen:

    NEID BEI MÄNNERN TEIL III - Chronischer Neid, Opferhaltung und psychische Störungen – Die verborgene Macht des Neids (III) (Männerrat #38)

    Le Tour 2026 strahlte auch 123 Jahre nach ihrer Premiere einmal mehr den ungebrochen Reiz dieses bekanntesten und bedeutendsten Straßenradrennens der Welt aus.
    Dennoch wird sie aus verschiedenen Gründen wohl als eine der Unglücklichen in die Annalen eingehen.

    Denn sie litt zum einen unter dem verletzungsbedingten Ausfall gleich mehrerer Topp-10-Fahrer, weshalb sich der Gesamtsieg des Slowenen Tadej Pogačar bereits früh abzeichnete - hinsichtlich des diesbezüglichen Spannungsabfalls zu früh.
    Vor allem aber lag die dramatische Waldbrandsaison Südeuropas sowohl wegen der prekären Lage von Millionen Menschen wie ein schwarzer Schleier über dieser Tour, versinnbildlicht durch Hunderte von Kilometern lange Rauchschwaden; als auch durch die sich daraus ergebenden direkten Konsequenzen. Um die Sicherheit der Fahrer wie auch der Tour-Fans an den Strecken nicht zu gefährden, mussten Streckenabschnitte in den Pyrenäen für Zuschauer gesperrt werden. Mehrere Großfeuer, darunter ein in einem weitläufigen Waldgebiet westlich der Hauptstadt Paris wütendes, welches durch die Feuerwehren trotz massiver Unterstützung von Soldaten nicht eingedämmt geschweige denn gelöscht werden konnte, beeinträchtigten die 21. = letzte Etappe massiv. Diese sollte ursprünglich 133 Kilometer umfassen, musste nun jedoch um 44 Kilometer verkürzt, und die Fahrer mit Bussen zum neuen Start- und Zielbereich an den Champs-Élysées gebracht werden. Dort wurden zwei Zusatzrunden gefahren, dann erst ging es auf den finalen Montmartre-Rundkurs.

    Jedoch gab es bei all dieser Unbill auch positive Zeichen, welche für die Zukunft der Tour Hoffnung machen. So wusste z.B. der erneute und nun fünffache Tour-Sieger Tadej Pogačar all diesen Mankos auf der vorletzten 20. Etappe gekonnt entgegenzuwirken, indem er sportliche Größe bewies, als er anders als sonst üblich nicht allen anderen davonfuhr. Sondern seinen Kameraden vom UAE Team Emirates-XRG, den Mexikaner Isaac Del Toro, unterstütze, weil dieser tempomäßig nicht mehr mithalten konnte. Auf diese Weise war es möglich, Del Toros Rückstand auf den enteilten Belgier Remco Evenepoel bis auf eine knappe halbe Minute aufzuholen.

    Wünschen wir der Tour für die nächsten Jahre bessere äußere Umstände.
    Und weiterhin ihre einmalige Radsport-Begeisterung.
    Sie hat es verdient.

    Quote from ksta.de

    Laut einem Fachbeitrag des LANUK sei Monheim jetzt schon die Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf mit dem höchsten Anteil an besonders hitzebelasteten Einwohnern (80 Prozent).

    Diesen Eindruck muss man während der vielen hitzigen Debatten bei den Monheimer "Campus"-Ratssitzungen in der Tat gewinnen. Denn nur die drei nicht überhitzten Stimmen der Bürgermeisterin, des Hauptsprechers der PETO und der Sprecherin der Linken sind da die rühmliche Ausnahme.

    Fazit WM 2026

    1. Allein Spanien als verdienter Weltmeister hielt über die Dauer des gesamten Turniers jenes Niveau, welches man zumindest von den besten 4 einer WM erwarten darf.
    2. 104 Spiele sind mindestens 64 Spiele zu viel.
    3. Sowohl bezüglich des fußballerischen Niveaus als auch der äußeren Umstände (FIFA, Politik, Wucherpreise = faktischer Ausschluss von Normalverdienern, Klimabilanz) eine der schlechtesten WMs aller Zeiten.
    4. Das Image des Fußballs wurde seitens zu vieler Schiedsrichter durch deren unakzeptable Indifferenz gegenüber der insbesondere durch Paraguay und Argentinien betriebenen gesundheitsgefährdenden Brutalität auf dem Platz nachhaltig beschädigt.

    Da wendet sich der Fan mit Grausen.

    Ironiemodus an?

    Man könnte auch einen unschätzbaren Imagegewinn als proaktiv für den Naturschutz eintretender Konzern abschöpfen und dazu auch noch die gesamte Monheimer Bevölkerung als dankbare Freunde gewinnen.
    Im Sinne einer größtmöglichen Fläche für den Naturschutz und die Luftqualität wäre es für die Einwohner der Stadt Monheim und insbesondere für jene, die im äußersten Südwesten der Stadt leben, eigentlich das Beste, wenn die Bayer AG nicht nur das Areal für die angedachte Errichtung des Campus so komplett unverbaut belässt, wie es jetzt ist.

    Sondern darüber hinaus auch die komplette Bebauung südöstlich der Nobelstraße entfernen und die gesamte Fläche der dann vormaligen Crop Science unter den anspruchsvollsten Rahmenbedingungen eines nachhaltigen Naturschutzes aufwändig renaturieren lassen.
    Im nunmehr offenen Zusammenspiel mit dem Buschbergsee, dem Laacher See und der Hitdorfer Seenplatte entstünde ein zusammenhängendes Habitat zuvor unvorstellbaren Ausmaßes.
    Hätte was.

    Ironiemodus aus?

    Wenn man sich in einer strittigen Angelegenheit auf Sachverständige beruft, um die vermeintliche Richtigkeit des eigenen Standpunktes zu untermauern, so sollte man sich der beiden größten Kardinalfehler bewusst sein, welche die Expertise von Sachverständigen ad absurdum führen und die eigene Argumentation absolut unglaubwürdig machen:
    1. Man versäumt das "Einholen einer zweiten Meinung", also das Hinzuziehen kontrovers urteilender Sachverständiger.
    2. Man beruft sich auf einen wegen Befangenheit abzulehnenden Sachverständigen.

    Die in der Causa "Campus" den Naturschutz heranziehenden ablehnenden Begründungen der betreffenden Parteien wie auch sonstiger organisierter und nicht organisierter Gegner tappen tollpatschig in gleich beide Fehlerfallen.
    1. Die ins Feld geführte Expertise beschränkt sich auf eine natürliche Person.
    2. Diese Person, Frau Dr. Lorenz, ist aus gleich zweierlei Gründen wegen Befangenheit abzulehnen:
    2.1. Sie ist gleichzeitig Sachverständige und stimmberechtigtes Mitglied des Stadtrates von Monheim am Rhein.
    2.2. Sie agiert in dieser Sache gleichzeitig als Mitglied einer politischen Partei und als Mitglied einer nichtstaatlichen Organisation.

    Stammtisch- und Feierabend-"Politik" as its best.