Beiträge von Bergischer Löwe

    Heute vor 75 Jahren:
    Das erste Spiel von Bayer 04 in der Erstklassigkeit
    Premieren-Saison mit zwei Derby-Siegen

    Am Sonntag, dem 19. August 1951, startet der Meister der II. Division West Gruppe II und Aufsteiger in die Oberliga West Bayer 04 Leverkusen erstmals in das Abenteuer Erstklassigkeit. Mit einem 5:3-Auswärtssieg bei den Sportfreunden Katernberg läuten die Farbenstädter eine überraschend gute Premieren-Saison in der höchsten deutschen Spielklasse ein, welche sie nach 30 Spieltagen mit einem beachtenswerten 6. Tabellenplatz werden beenden können. Eine so nicht zu erwartende herausragende Hinrunde legt den Grundstein. Am 10. Spieltag gekrönt durch den 2:0-Auswärtssieg beim 1.FC K*ln, welcher Aufsteiger Bayer 04 in der Tabelle zwischenzeitlich sensationell auf Platz 2 klettern lässt, nur 2 Punkte hinter dem angehenden 1952er West-Meister Rot-Weiß Essen.

    Mehr noch, gehen gleich beide Premieren der Mittelrhein-Derbys an Bayer 04. Im Rückspiel am 25. Spieltag im Stadion am Stadtpark gelingt durch einen Doppelschlag in der 83. und 84. Minute ein 2:1-Heimsieg. Überhaupt weist die Bilanz der Mittelrhein-Derbys von Bayer 04 gegen den Nachkriegs-Club eine seit nunmehr 75 Jahren erdrückende Überlegenheit aus. Sprechen doch 5 Siege und 5 Remis bei nur 2 Niederlagen schon zu Zeiten der Oberliga West eine überdeutliche Sprache. In der Bundesliga bislang 31 Siege, 25 Remis und nur 18 Niederlagen. Auch in den bislang 4 Partien des DFB-Pokals ging die Werkself 3 mal als Sieger vom Platz.

    Wer also "Tradition" predigt, der redet von einer 75jährigen Tradition der Derby-Vorherrschaft von Bayer 04 am Rhein. Darf/sollte man jedem unter die Nase reiben, der geschichtsverfälschenden Unfug daher sabbelt. Zumal es bei vergleichbaren Nachkriegs-Derbys anderer Regionen keinen Verein gibt, der eine bessere Quote vorweisen kann. Steht für Bayer 04 im Mittelrhein-Derby bei 39 Siegen und 21 Niederlagen aus 90 Spielen eine Quote von 1,857 unter dem Strich, so kommt der VfB Stuttgart in den Baden-Württemberg-Derbys gegen den SC Freiburg bei 30/19/54 auf eine Quote von 1,579 und gegen den Karlsruher SC bei 37/28/79 auf eine Quote von 1,321, nochmals Bayer 04 im Nordrhein-Derby gegen Borussia Mönchengladbach bei 45/29/110 auf eine Quote von 1,552, Borussia Mönchengladbach im Nordrhein-Derby gegen K*ln bei 61/46/133 auf eine Quote von 1,326, Hannover 96 im Niedersachsen-Derby gegen Eintracht Braunschweig bei 37/29/88 auf eine Quote von 1,276, Borussia Dortmund im Westfalen-Derby gegen Schalke 04 bei 54/44/140 auf eine Quote von 1,227, Werder Bremen im Nord-Derby gegen den HSV bei 61/52/155 auf eine Quote von 1,173, und Borussia Mönchengladbach im Niederrhein-Derby gegen Fortuna Düsseldorf bei 33/29/78 auf eine Quote von 1,138.

    Als Fans unseres Vereins mit "122 Jahren ohne Tradition" wissen wir die Gesamtheit der herausragenden Leverkusener Derby-Leistungen genauso zu schätzen, wie die Leistungen unserer 1951 imponierend ins Abenteuer Erstklassigkeit gestarteten Oberliga-Generation. Und darüber hinaus auch die Tatsache, dass Bayer 04 seit 1936, also seit exakt 90 Jahren, fast durchgehend in den beiden höchsten Spielklassen zu Hause ist. Lediglich unterbrochen durch 2 Jahre Drittklassigkeit in der Mittelrheinliga (1973/74 und 1974/75), wonach jedoch, wie wir heute wissen, das bislang herausragendste halbe Jahrhundert der Vereinsgeschichte erst noch vor uns liegen sollte.

    Die "Internationale Dauerkarte" lässt wohl ahnen, dass nicht gerade wenige Abonnenten die Änderungsphase dazu genutzt haben, um ein Downgrade ihres bisherigen Bundesliga Plus-Abos auf "nur noch" Bundesliga-Abo vorzunehmen.
    Aus nachvollziehbaren Gründen, allen voran die gewagte Preiserhöhung, welche insbesondere bei denjenigen, die mehrere Abos gebucht haben, tiefe Löcher ins seit einigen Jahren eh schon notleidende Portjuchhe haut.
    Des weiteren dürften sich die im Laufe der Jahre immer späteren Anstoßzeiten mitten in der Arbeitswoche als abschreckendes Hindernis erweisen, vor allem für solche, die noch eine längere Rückfahrt antreten müssen.
    Wieder Andere wollen, wenn schon alle internationalen Spiele, dann nur CL.
    Warum auch immer, der Unterstützung der W11 tun solche Abgänge nicht gut, lässt sich aber leider nicht ändern.

    Meine Fresse, jetzt wird hier schon der verbale Putzlappen ausgewrungen, nur weil die Gänsefüßchen, in die das Wort "Hinrunde" bei Post 14.850 gesetzt wurde, beim gleichen Wort in Post 14.852 fehlen.
    Boah, wird höchste Eisenbahn, dass die Saison losgeht. :LEV18

    Mit über 70.000 Mitgliedern im Rücken wird sich für Bayer 04 ganz sicher ein Weg finden, wie auch immer gearteten 50+1-"Verbesserungen" gerecht zu werden.
    Z.B. vermittels einer Mail-Abfrage an diese Mitglieder, ob sie mehrheitlich damit einverstanden sind, für alle Mitglieder offene digitale Versammlungen mit Stimmrecht jährlich abzuhalten. Was in solchen Versammlungen besprochen und was beschlossen wird, wäre dann unser Bier.

    Andere Vereine versuchen sich mittlerweile übrigens auch in digitalen Jahresversammlungen.
    Und das nicht zuletzt, um der Gefahr einer missbräuchlichen Beschlussfassung vorzubeugen.
    Denn bei derart hohen Mitgliederzahlen können und/oder möchten die meisten Mitglieder die Teilnahme an Versammlungen mit persönlicher Präsenzpflicht gar nicht wahrnehmen. Was der Verlockung Tür und Tor öffnet, dass eine Minderheit verhältnismäßig sehr weniger persönlich Anwesender im vorhinein abgesprochene Mehrheiten zur Durchsetzung ihrer Ziele bildet, welche dem Meinungsbild der Mehrheit aller Mitglieder widersprechen.

    Bei Licht betrachtet macht schon allein diese "legale" Unterwanderung von Versammlungen durch verschwindend kleine Minderheiten 50+1 zu einer Farce.

    Die Autobahn vergisst irgendwie jeder

    Bezüglich der Finanzierbarkeit der avisierten Bauvorhaben der Autobahn GmbH hatte es trotz der zusätzlichen Gelder aus dem Sondervermögen schon vor der Verabschiedung des Bundeshaushaltes für 2026 erhebliche Bedenken gegeben:

    Dem Bund fehlen 15 Milliarden Euro für die Sanierung und den Neubau von Autobahnen. Was das für die geplanten Projekte in Leverkusen bedeutet, ist derzeit noch unklar.

    Des weiteren betonte der damalige Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder nur wenig später geschickt verklausuliert, dass Neubau Vorrang vor Instandsetzung habe:

    Zusätzlich zum Erhalt brauchen wir den zielgerichteten Ausbau des Netzes. Alles, was baureif ist, wird gebaut.

    Zwar müssen Einsparungen im Bundesverkehrshaushalt i.H.v. mindestens 15 Milliarden €uro vorgenommen werden. Informationen, welche geplanten Instandsetzungsmaßnahmen denn nun länger auf ihren Baubeginn warten müssen und welche der bereits begonnenen Instandsetzungsmaßnahmen bautechnische Abstriche hinnehmen müssen, gibt es hingegen keine. Somit ist auch völlig unklar, ob die von der Autobahn GmbH präferierte Wunschlösung Mega-Stelze angesichts der prekären Haushaltslage überhaupt noch umsetzbar ist.

    Um sich die immense Kostensteigerung im Bundesstraßenbau zu vergegenwärtigen, lohnt ein genauerer Blick auf die für uns bedeutendsten Zahlen für den Neubau der Rheinbrücke der A1 zwischen Köln-Niehl und Kreuz Leverkusen-West.
    Im Bundeshaushalt 2026 (Stand 23.10.2025) wurden auf Seite 109 der Verkehrswegeinvestitionen für das Neubauprojekt Leverkusener Rheinbrücke die voraussichtlichen Gesamtausgaben in 1.000€ mit 1.621.000 veranschlagt.

    Jeweils in 1.000€ (im folgenden iT€):
    iT€ 934.724 verausgabt bis 2024
    iT€ 220.488 bewilligt 2025
    iT€ 190.023 veranschlagt 2026
    iT€ 275.765 vorbehalten für 2027ff

    Aufgrund der wegen des Iran-Krieges eh schon wesentlich erhöhten Teuerung in 2026 plus zusätzlicher Teuerung durch den noch auf unabsehbare Zeit anhaltenden und historisch niedrigen Rheinpegel steht schon jetzt fest, dass die Gesamtausgaben jedoch erheblich höher ausfallen werden. Will heißen, die für 2026 kalkulierten Kosten werden statt der veranschlagten iT€ von ca. 190.000 auf deutlich über iT€ 210.000 ansteigen. Ganz zu schweigen von den für 2027ff vorbehaltenen iT€ ca. 275.000, da könnten am Ende womöglich nicht einmal iT€ 350.000 reichen. (Überraschung, so etwas ist bei deutschen Bauprojekten ja noch nie passiert . . . )

    Was bleibt, ist eine Ungewissheit, deren Klärung in weiter Ferne zu liegen scheint.
    Werden die explodierenden Kosten der Rheinbrücke womöglich u.a. durch Einsparungen beim Neubau der Stelze teilkompensiert?
    Hat man im Hinterkopf eine Lösung, aus Kostengründen statt der Mega-Stelze eine abgespeckte Version zu bauen, welche mit der gleichen Breite daherkommt wie die jetzige Stelze?
    Was jahrzehntelange Planungsarbeit und Sorgen ad absurdum führen würde?

    Insbesondere für die Verantwortlichen von Bayer 04 unzumutbarer Zustände.

    bayer04571 Post #14.815

    Kann nicht verstehen, warum man an seinem eigenen Verein so herumnörgeln muss.
    Sollten immer noch Tausende auf der Abo-Warteliste stehen (ist das so?), dann wäre die Preisgestaltung doch absolut nachvollziehbar.

    Schließlich hat längst nicht jeder Abonnent das Modell Bundesliga Plus.
    Wen es also dermaßen drängt, endlich an ein Abo zu kommen, der wird sinnigerweise ja wohl jede Chance nutzen, wenigstens die wenigen Spiele live verfolgen zu können, zu denen er an Karten kommen kann.
    Wenn einer das gerade jetzt in der EL nicht nutzt, was glaubt derjenige wohl, zu welchen Spielen er leichter an Karten zu kommen gedenkt?
    :rolleyes:

    "Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix."
    Damit ist die sprachliche Nähe zum international vertriebenen Insektenspray Raid vom Tisch. ---> klick

    Die entscheidende Frage ist ob ihm die gleiche Kohle aufs Konto fliesst.
    Alles andere wird ihn eher nicht interessieren.

    So isses, RB heißt jetzt Roger Bull, sonst ändert sich null.

    Ich find's etwas fragwürdig, würde glatt sagen albern, aktuelle Zuschauerzahlen mit denen von vor 30 - 40 Jahren zu vergleichen.

    In absoluten Zuschauerzahlen mag das zwar stimmen, nicht aber hinsichtlich der Thematik, um die es hier geht.

    Beispiel 2. Runde UEFA-Cup Saison 1990/91.
    Köln verlor im Müngersdorfer Stadion gegen Bratislava (Tschechoslowakei) 0:1 vor 8.000 von möglichen 50.000 Zuschauern = Stadionauslastung 16%.
    In der gleichen 2. UEFA-Cup-Runde 1990/91 gewann Bayer 04 im Haberland gegen Kattowitz (Polen) 4:0 vor 8.700 von möglichen 22.500 Zuschauern = Stadionauslastung 38,67%.

    Wichtig ist hierbei jedoch nicht nur der Vergleich der jeweiligen Zuschauerzahlen und der Stadionauslastung.
    Hinzu kommt die europapolitische Situation, welche sich just zu dieser Zeit in einem radikalen Umbruch befand.
    Wenige Wochen vor diesen beiden Partien, am 12.09.1990, war durch die Ratifizierung des Zwei-plus-Vier-Vertrages, welcher am 15.03.1991 in Kraft treten würde, das bevorstehende Ende der Sowjetunion besiegelt worden. In der Folge wurde am 03.10.1990 die deutsche Wiedervereinigung vollzogen, Bayer 04 hatte an genau diesem Tag übrigens durch ein 1:1 bei Twente Enschede im Rückspiel der 1. UEFA-Cup-Runde 1990/91 den Einzug in eben diese 2. Runde gegen Kattowitz erreicht.

    Die Teams aus Bratislava (nach Köln) und Kattowitz (nach Leverkusen) reisten zu diesem Zeitpunkt hingegen noch aus der Sowjetunion zugehörigen Ostblock-Staaten an. Denn die endgültige staatliche Souveränität Polens würde erst mit den ersten komplett freien Parlamentswahlen am 27. Oktober 1991 vollzogen werden. Die staatliche Souveränität der Slowakei sollte sogar erst am 31.12.1992 durch die Auflösung der Tschechoslowakei erfolgen.

    Das alles ist für das Verständnis der damaligen Zuschauer-Thematik unverzichtbar. Denn vor diesem zeitpolitischen Hintergrund gibt sich die 'Attraktivität' der beiden quasi zeitgleich als Gäste in deutsche Stadien anreisenden Gegner nachvollziehbarerweise nichts.
    Da auch die aktuelle Stadionauslastung der BayArena bei Europacupspielen weder zu wünschen übrig lässt, noch irgend ein anderes Europacup-Stadion in Deutschland eine signifikant höhere Europacup-Auslastung vorweisen kann, liegt die Lächerlichkeit und Peinlichkeit der gesamten Neiddebatte auf der Hand.

    Alles wie gehabt.
    Kennen wir seit bald 50 Jahren.
    Mund abputzen und weiter geht's.

    Ergänzend zu Post #14.790 weil ebenfalls (längst nicht nur in "derwesten") thematisiert:

    Eine weitere Aussage fokussiert darauf, dass "nicht einmal die Leverkusener Europacup-Heimspiele ausverkauft" seien, und das trotz mittlerweile fast ständiger Europacup-Präsenz. Was zwangsläufig als Behauptung verstanden werden muss, dass Traditionsvereine, welche ihrerseits bereits jahrzehntelang im Europacup gespielt haben, ihre Europacup-Spiele grundsätzlich immer vor randvoll besetzten Stadionrängen austragen. Denn nur durch diesen Gegensatz ergibt die Einlassung "Leverkusen nicht ausverkauft" überhaupt erst einen Sinn.

    Dann werfen wir doch einfach mal einen historischen Blick auf eine Auswahl ausverkaufter Europacup-Spiele diverser Traditionsvereine der vergangenen 5 Jahrzehnte. Achten wir dabei verschärft auf die Feinheiten, sprich die Hochphase in der jeweiligen Vereinsgeschichte nebst der dementsprechend erwartbar zu berücksichtigenden Euphorie der Fans.

    Schalke, 5 Jahre nach seinem 1972er DFB-Pokalsieg, Fan-Rehabilitierung nach überstandenem Bundesliga-Skandal und als Vize-Meister der Saison 1976/77:
    UEFA-Cup 1977/78, 1. Runde
    Mi, 28.09.1977: Schalke 04 - AC Florenz 2:1
    Parkstadion (70.000 Plätze)
    Zuschauer: 30.000

    Der HSV, 2 Jahre nach seinem Doublegewinn als Sieger im Europapokal der Landesmeister (heute Champions League) und Deutscher Meister 1983:
    UEFA-Cup 1985/86, 1. Runde
    Mi, 02.10.1985: Hamburger SV - Sparta Rotterdam 3:4 n.E.
    Volksparkstadion (61.300 Plätze)
    Zuschauer: 20.000

    Köln, nach seiden beiden besten Saisons unter Christoph Daum als zweifacher Vize-Meister 1988/89 und 1989/90:
    UEFA-Pokal 1990/91 2.Runde
    Mi, 24.10.1990: 1.FC Köln - Inter Bratislava 0:1
    Müngersdorfer Stadion (50.000 Plätze)
    Zuschauer: 8.000

    Nürnberg, frisch gebackener DFB-Pokalsieger 2007 und in der gleichen Saison 2006/07 mit Rang 6 die zweitbeste Bundesliga-Platzierung seit der Meisterschaft von 1968:
    UEFA-Cup 2007/08, Gruppenphase, 4. Spieltag
    Mi, 05.12.2007: 1.FC Nürnberg - AZ Alkmaar 2:1
    Frankenstadion (44.308 Plätze)
    35.020 Zuschauer

    Frankfurt, nach dem dritten Wiederaufstieg 2011/12 mit Rang 6 die beste Bundesliga-Platzierung und zugleich die erste Europacup-Qualifikation seit 1993/94:
    Europa League 2013/14, Gruppenphase, 6. Spieltag
    Do, 12.12.2013: Eintracht Frankfurt - APOEL Nikosia 2:0
    Commerzbank-Arena (46.195 Plätze)
    Zuschauer: 32.400

    Wie wir sehen, egal wann und wo, bei Traditionsvereinen ist gerade in Phasen der größten Fan-Euphorisierung immer alles ausverkauft.
    Unbedingt weitersagen.

    Klar, Leverkusen 160.000 Einwohner, mit Städten die über eine Millionen Einwohnern haben vergleichen, macht Sinn. Bin froh, und hat mich damals auch inspiriert für Leverkusen zu sein, und nicht Nummer 154.937 in Dortmund zu werden. Danke, Leverkusen.

    Ruhig immer wieder mal derlei Verschwörungstheorien wie die gestern hier verlinkte aus "derwesten" bei den Hörnern packen, indem man deren fake news stichhaltig und für jedermann nachprüfbar widerlegt.

    Knöpfen wir uns für den Anfang z.B. mal die Behauptungen vor, Bayer 04 sei schließlich
    1. erst vor wenigen Jahrzehnten von der Konzernmutter Bayer AG aus Marketingzwecken zum überhaupt erstmaligen Aufstieg in die Erstklassigkeit gepusht worden, und
    2. habe ebendort immer vor lausiger Kulisse gespielt.

    Nun, derartige Geschichtsverfälschung der zu spät Geborenen spricht für sich.
    Denn bekanntlich feiert die erstmalige und zudem über mehrere Saisons gesicherte Zugehörigkeit zur höchsten deutschen Spielklasse mit dem Aufstieg in die Oberliga West zur Spielzeit 1951/52 just anno 2026 ihr 75jähriges Jubiläum.
    Des weiteren wird der damalige Zuschauerandrang im Stadion am Stadtpark zu den Heimspielen der "Farbenstädter", wie sie zu der Zeit genannt wurden, ausdrücklich hervorgehoben:
    [quote=wikipedia]In der ersten Oberliga-Saison besuchten im Durchschnitt mehr als 10.000 Zuschauer die Spiele am Stadtpark, was für eine Stadt mit damals 70.000 Einwohnern beachtenswert war.[/quote]
    An gleicher Stelle ist nachzulesen, dass Bayer 04 in dieser ersten Hochphase der Vereinsgeschichte sogar eine Saison vorweisen kann, in der die Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Fußballmeisterschaft nur um Haaresbreite verpasst wurde:

    Zitat

    1954/55 wurde der Eintritt in die Endrunde zur deutschen Meisterschaft nur um drei Punkte verpasst, auch weil man kurz vor Saisonende in Spiel gegen den direkten Konkurrenten SV Sodingen einen 2:0-Vorsprung verspielte.

    Die Abschlusstabelle, in welcher abzulesen ist, dass Bayer 04 somit schon vor über 70 Jahren erstmals die gesamte Möchtegern-Traditions-Beletage des Westens hinter sich ließ, darf man gern ausdrucken, um sie Ungläubigen über deren Büroschreibtisch an die Wand zu nageln:

    Pl.VereinSp.SUNTorePunkte
    1.Rot-Weiss Essen30205564:3845:15
    2.SV Sodingen30175854:4039:21
    3.Bayer 04 Leverkusen301310754:4236:24
    4.Borussia Dortmund301261263:5730:30
    5.FC Schalke 04301181151:4930:30
    6.Fortuna Düsseldorf301341366:6530:30
    7.1. FC Köln (M)301331460:5529:31
    8.Duisburger SpV (N)301251348:5229:31
    9.Preußen Münster301241470:6028:32
    10.Preußen Dellbrück301241451:5828:32
    11.Alemannia Aachen301161356:6428:32
    12.Schwarz-Weiß Essen301151452:5527:33
    13.Westfalia Herne (N)301071357:6327:33
    14.Borussia Mönchengladbach30981348:6526:34
    15.Meidericher SV30971439:6025:35
    16.VfL Bochum306111336:4623:37

    Neid ist überall dort präsent, wo andere etwas haben, was man selber nicht hat.
    Da sich im verlinkten Artikel nicht der Neid an sich, sondern der Neid insbesondere bei Männern manifestiert (was sich an der Person des Autors stellvertretend für die dominierende Präsenz dieses Geschlechtes in den aktiven Fanszenen festmachen lässt);
    sei all diesen geplagten, seit gefühlten Ewigkeiten titellosen, europacupabwesenden und zweitligafahrstuhlgeschädigten Seelen dieser Artikel hier anempfohlen:

    NEID BEI MÄNNERN TEIL III - Chronischer Neid, Opferhaltung und psychische Störungen – Die verborgene Macht des Neids (III) (Männerrat #38)

    Le Tour 2026 strahlte auch 123 Jahre nach ihrer Premiere einmal mehr den ungebrochen Reiz dieses bekanntesten und bedeutendsten Straßenradrennens der Welt aus.
    Dennoch wird sie aus verschiedenen Gründen wohl als eine der Unglücklichen in die Annalen eingehen.

    Denn sie litt zum einen unter dem verletzungsbedingten Ausfall gleich mehrerer Topp-10-Fahrer, weshalb sich der Gesamtsieg des Slowenen Tadej Pogačar bereits früh abzeichnete - hinsichtlich des diesbezüglichen Spannungsabfalls zu früh.
    Vor allem aber lag die dramatische Waldbrandsaison Südeuropas sowohl wegen der prekären Lage von Millionen Menschen wie ein schwarzer Schleier über dieser Tour, versinnbildlicht durch Hunderte von Kilometern lange Rauchschwaden; als auch durch die sich daraus ergebenden direkten Konsequenzen. Um die Sicherheit der Fahrer wie auch der Tour-Fans an den Strecken nicht zu gefährden, mussten Streckenabschnitte in den Pyrenäen für Zuschauer gesperrt werden. Mehrere Großfeuer, darunter ein in einem weitläufigen Waldgebiet westlich der Hauptstadt Paris wütendes, welches durch die Feuerwehren trotz massiver Unterstützung von Soldaten nicht eingedämmt geschweige denn gelöscht werden konnte, beeinträchtigten die 21. = letzte Etappe massiv. Diese sollte ursprünglich 133 Kilometer umfassen, musste nun jedoch um 44 Kilometer verkürzt, und die Fahrer mit Bussen zum neuen Start- und Zielbereich an den Champs-Élysées gebracht werden. Dort wurden zwei Zusatzrunden gefahren, dann erst ging es auf den finalen Montmartre-Rundkurs.

    Jedoch gab es bei all dieser Unbill auch positive Zeichen, welche für die Zukunft der Tour Hoffnung machen. So wusste z.B. der erneute und nun fünffache Tour-Sieger Tadej Pogačar all diesen Mankos auf der vorletzten 20. Etappe gekonnt entgegenzuwirken, indem er sportliche Größe bewies, als er anders als sonst üblich nicht allen anderen davonfuhr. Sondern seinen Kameraden vom UAE Team Emirates-XRG, den Mexikaner Isaac Del Toro, unterstütze, weil dieser tempomäßig nicht mehr mithalten konnte. Auf diese Weise war es möglich, Del Toros Rückstand auf den enteilten Belgier Remco Evenepoel bis auf eine knappe halbe Minute aufzuholen.

    Wünschen wir der Tour für die nächsten Jahre bessere äußere Umstände.
    Und weiterhin ihre einmalige Radsport-Begeisterung.
    Sie hat es verdient.

    Zitat von ksta.de

    Laut einem Fachbeitrag des LANUK sei Monheim jetzt schon die Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf mit dem höchsten Anteil an besonders hitzebelasteten Einwohnern (80 Prozent).

    Diesen Eindruck muss man während der vielen hitzigen Debatten bei den Monheimer "Campus"-Ratssitzungen in der Tat gewinnen. Denn nur die drei nicht überhitzten Stimmen der Bürgermeisterin, des Hauptsprechers der PETO und der Sprecherin der Linken sind da die rühmliche Ausnahme.

    Fazit WM 2026

    1. Allein Spanien als verdienter Weltmeister hielt über die Dauer des gesamten Turniers jenes Niveau, welches man zumindest von den besten 4 einer WM erwarten darf.
    2. 104 Spiele sind mindestens 64 Spiele zu viel.
    3. Sowohl bezüglich des fußballerischen Niveaus als auch der äußeren Umstände (FIFA, Politik, Wucherpreise = faktischer Ausschluss von Normalverdienern, Klimabilanz) eine der schlechtesten WMs aller Zeiten.
    4. Das Image des Fußballs wurde seitens zu vieler Schiedsrichter durch deren unakzeptable Indifferenz gegenüber der insbesondere durch Paraguay und Argentinien betriebenen gesundheitsgefährdenden Brutalität auf dem Platz nachhaltig beschädigt.

    Da wendet sich der Fan mit Grausen.