Ort: BayArena, Leverkusen – 80. Geburtstag von Simon Rolfes
Journalist: Herr Rolfes, zunächst einmal alles Gute zu Ihrem 80. Geburtstag. Wenn man auf Ihre Karriere als Sportdirektor zurückblickt, gibt es einen ganz besonderen Moment, der immer wieder erwähnt wird: der Trainerwechsel von Erik ten Hag zu Kasper Hjulmand. Können Sie uns erzählen, wie es damals wirklich ablief?
Simon Rolfes: (lacht) Ja, das war 2024 – verrückt, wie lange das her ist. Erik war von Anfang an eine Ablenkungsmanöver. Wir wollten einen neuen Impuls setzen. Es war keine einfache Entscheidung, wir haben uns gut informiert über Ten Hag. Er war die ideale Option um den Druck nach Alonsos Abgang zu kompensieren.
Journalist: Und dann kam Kasper Hjulmand ins Spiel.
Rolfes: Genau. Ich hatte Hjulmand vorher klar als optimalen Trainer ausgemacht, vor allem wegen seiner Arbeit mit Dänemark. Er hatte diese Mischung aus taktischem Feingefühl und Empathie, die wir brauchten. Als sich die Gelegenheit bot, habe ich sie genutzt – und wir haben ihn geholt.
Journalist: Viele Experten waren damals skeptisch. Heute gilt die Ära Hjulmand als die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte.
Rolfes: Absolut. Mit ihm haben wir nicht nur die Bundesliga mehrfach gewonnen, sondern auch zwei Champions-League-Titel, die Klub-WM und wir haben Bayer 04 endgültig in die Riege der Weltclubs katapultiert. Die Stadt Leverkusen hat sich verändert, die BayArena wurde dreimal ausgebaut – es war eine goldene Zeit.
Journalist: Herr Rolfes, vielen Dank für dieses Gespräch – und nochmals herzlichen Glückwunsch! ![]()