• Es gab mal die Regel, dass der Moment gilt, wenn der Ball den Fuß des Passspielers verlässt. Das wurde vor 3-5 (?) Jahren mal geändert auf den Moment wann der Fuß den Ball zum abspielen erstmals berührt, weil das wohl einfacher und genauer zu beurteilen ist.

    Ob das heute noch der letzte aktuellste Stand ist weiß ich nicht.

    Also, ich dachte eigentlich, dass wir seit dieser Spielzeit die halbautomatische Abseitserkennung haben; und soweit ich informiert bin, funktioniert die mit einem Chip (Gyroskop) im Ball, die die Ballberührung als Signal herausfiltern kann. Das Signal sieht, als ich es mal gesehen habe, wie eine einfacher, jedoch nicht annähernd perfekter Peak aus. Hier hab ich jedoch kA, ob man die Mitte oder den Beginn des Peaks verwendet, um die Berührung zu markieren. Danach wird dieser Zeitpunkt in die synchronisierten, hochfrequenten Bildern der speziellen Aufnahmekameras eingesetzt. Soweit Automatisch. Danach kann bei unpräzisem Signal oder sonstigen Belangen der VAR die Bildsequenzen hin- und herscrollen, um einen genaueren Eindruck zu bekommen - der zeitaufwendigste Schritt. Deswegen nur Halb-Automatisch.

    Das ist aber nur das, was ich bisher zusammentragen konnte. Falls es jemand besser oder präziser weiß, würde ich mich sehr freuen.

    BigB, an einigen Tagen gehe ich mit deinen Auffassungen durchaus konform, an anderen glaube ich, dir hat während des Postens jemand das Hirn rausgelöffelt.

    Heute ist ein anderer Tag.

  • Irgendwo muss man aber die Grenze ziehen, also ist Abseits eben Abseits, Punkt. Wenn wir anfangen plötzlich Graubereiche zuzulassen, diskutieren wir demnächst noch darüber, ob man nicht auch die individuelle Zehenlänge berücksichtigen muss.

    Das eigentliche Problem liegt mE nicht an der Abseitsregel, sondern den teils endlosen VAR-Überprüfungen und den völlig intransparenten Bildern. Wenn ich mir zum Beispiel das angebliche Abseits von Maza gegen Dortmund im Pokal anschaue, erkenne ich selbst beim zehnten Hinschauen nichts, auch keine Fußspitze.

    Genau für solche Situationen bräuchte es dann eine klare Linie: wenn nach 30–45 Sekunden VAR-Check kein eindeutiges Abseits erkennbar ist, wird die Überprüfung beendet und zugunsten des Angreifers entschieden.

    Ich finde, man sollte immer bedenken ob eine Regel im Sinne des Fußballs ist, oder nicht. Und so wie sie aktuell umgesetzt wird, ist sie es meiner Meinung nicht. Auch wenn ich mir noch keine intensive Gedanken darüber gemacht habe, aber die Idee von Infantino/Wenger, das der Spieler "komplett" im Abseits stehen muss, nicht verkehrt und eine Überlegung wert. Dadurch hat der Stürmer 1.) wirklich einen Vorteil (der Regel entsprechend) und 2.) der VAR-Einsatz wird minimiert und 3.) diese damliche Grafik ist überflüssig.

    Das wäre aber eine fundamentale Änderung. Und kommt in einer "konnservativen" Welt, die der Fußball ist, nicht wirklich gut an. Siehe Diskussion über die Elfmeteränderung.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)

  • Irgendwo muss man aber die Grenze ziehen, also ist Abseits eben Abseits, Punkt. Wenn wir anfangen plötzlich Graubereiche zuzulassen, diskutieren wir demnächst noch darüber, ob man nicht auch die individuelle Zehenlänge berücksichtigen muss.

    Das eigentliche Problem liegt mE nicht an der Abseitsregel, sondern den teils endlosen VAR-Überprüfungen und den völlig intransparenten Bildern. Wenn ich mir zum Beispiel das angebliche Abseits von Maza gegen Dortmund im Pokal anschaue, erkenne ich selbst beim zehnten Hinschauen nichts, auch keine Fußspitze.

    Genau für solche Situationen bräuchte es dann eine klare Linie: wenn nach 30–45 Sekunden VAR-Check kein eindeutiges Abseits erkennbar ist, wird die Überprüfung beendet und zugunsten des Angreifers entschieden.

    Interessanter Punkt: Maximale Überprüfungsdauer für einen VAR-Check. So könnte man grundsätzlich dann wieder mehr nach dem Prinzip "nur klare Fehlentscheidungen" gehen. Wenn man für eine Entscheidung so lange braucht mit VAR, dann ist es keine klare Fehlentscheidung. Dann sollte das gelten, was auf dem Feld entschieden wurde.

  • Auch wenn ich mir noch keine intensive Gedanken darüber gemacht habe, aber die Idee von Infantino/Wenger, das der Spieler "komplett" im Abseits stehen muss, nicht verkehrt und eine Überlegung wert. Dadurch hat der Stürmer 1.) wirklich einen Vorteil (der Regel entsprechend) und 2.) der VAR-Einsatz wird minimiert und 3.) diese damliche Grafik ist überflüssig.

    Sehe ich überhaupt nicht so, das verschiebt das Problem nur um einen halben Meter und wir haben die gleichen cm-Diskussionen. Es wird genau so viele VAR Einsätze geben und die Grafik braucht es genauso immer noch. Stürmer und Verteidiger würden sich der Regel doch anpassen.

    Meister 2024
    Bayer 04 Leverkusen

  • Sehe ich überhaupt nicht so, das verschiebt das Problem nur um einen halben Meter und wir haben die gleichen cm-Diskussionen. Es wird genau so viele VAR Einsätze geben und die Grafik braucht es genauso immer noch. Stürmer und Verteidiger würden sich der Regel doch anpassen.

    Sehe ich teilweise ähnlich. Sicherlich wird die cm-Diskussionen dann auf der "anderen Seite" geführt. War der Stürmer tatsächlich 2 cm mit vollem Körper vor dem Verteidiger? Allerdings kann ich mit der Entscheidung dann deutlich besser leben, als wenn ein Stürmer nicht gleichauf, sondern angeblich 1 cm vor dem Verteidiger stehen soll.

    Neverkusen. Es ändert sich ein Buchstabe, aber das verändert die Welt. :bayerapplaus

  • Warum kannst du damit besser leben? Wenn dann ein Tor gegen uns fällt und die Nasenspitze unseres Verteidigers auf gleicher Höhe wie die Hacke des gegnerischen Stürmers wäre, und es deswegen kein Abseits ist, wäre es dann fairerer?


    Stürmer haben sowieso schon einen Vorteil ggü. Verteidigern weil sie vorwärts laufen während der Verteidiger oft aus der gegenläufigen Bewegung kommt. Wenn die Stürmer jetzt noch einen knappen Meter extra bekommen, kriegst du schnelle Stürmer gar nicht mehr hoch verteidigt, was im Zweifel dazu führt, dass sich noch mehr Mannschaften hinten rein stellen. Ich glaube nicht, dass das Sinn der Sache wäre.

    Meister 2024
    Bayer 04 Leverkusen

  • Zunächst ist mit dem VAR die frühere „Regel“ im Zweifel für den Stürmer nicht mehr vorhanden und diese Millimeter-Entscheidungen kann man teilweise nicht mehr nachvollziehen. Ich finde es mittlerweile extrem emotionstötend, wenn ich nach einem Tor erst mai zwei Minuten auf den VAR und die Entscheidung warten muss, Tor ja oder nein.

    Es ist auch kein Argument, „wenn dann ein Tor gegen uns fällt…“ Was ist, wenn wir das Tor schießen?

    Der Stürmer bekommt doch keinen knappen Meter extra. Der Ort der Entscheidung ist nur ein anderer. Wenn der Stürmer sich einen knappen Meter vor dem Verteidiger positioniert, ist es für den Verteidiger wahrscheinlich sogar noch leichter den Stürmer ins Abseits zu stellen.

    Und die Stürmer haben auch keinen generellen Vorteil gegenüber dem Verteidiger. Wenn dem so wäre, müssten viel mehr Tore fallen.

    Neverkusen. Es ändert sich ein Buchstabe, aber das verändert die Welt. :bayerapplaus

  • Wenn man eine Toleranz von zum Beispiel x cm einführt, hat man die gleiche Diskussion bei Abseitssituationen von x,1 cm.

    Vielleicht gibt es dann immer noch Haarspalterei, aber im Grundsatz hat die Diskussion über knappe Entscheidungen dann doch eine völlig andere Qualität. Denn mit einer Toleranz von zum Beispiel 5 oder 10 cm ist immerhin klar, dass der Spieler bei einer knappen Entscheidung in jedem Fall im Abseits stand. Man kann sich zwar immer noch ärgern, wenn eine knappe Entscheidung nicht zugunsten des eigenen Vereins ausgefallen ist, aber die Frage, ob es wirklich Abseits war, stellt sich dann nicht mehr. Ich hätte damit meinen Seelenfrieden und so etwas verstehe ich letztendlich auch unter "im Zweifel für den Angreifer".

  • Im Sinne des Fussballs sollte man solange mit einer Toleranz von 2-2.5 cm arbeiten, bis die Technologie genau genug ist, darauf zu verzichten. Wenn selbst die Anbieter sagen, dass sie es nicht auf den Millimeter genau bestimmen können, brauchen wir doch nicht wegen genau solchen Margen Tore aberkennen. Und wie Ansteff treffend gesagt hat: wenn jemand dann 2.51 cm im Abseits steht, kann man wenigstens davon ausgehen, dass es wirklich so ist.

    w11 - 3. Liga 16/17

    Baumann - Bicakcic, Bernat, Ignjovski (R. Hilbert) - V. Stocker, T. Müller, Halilovic, Jairo, L. Gustavo (H. Altintop) - R. Kruse, Aubameyang

    W11-Liga 4 Meister 2015

  • Ist zwar irgendwie surreal. Aber als es anfangs nicht so gut lief, habe ich ihn immer noch in unserer Nähe gesehen. Jetzt entfernt er sich stetig mit jedem Treffer und Erfolgserlebnis. :LEV15

    „Manche Saisons sind einfach von Gott gesegnet." Roma Coach Daniele de Rossi nach dem 2:2 in Leverkusen

  • Das war zwar gestern mit Barnsley nur ein Drittligist im Pokal (der in der Liga zudem gegen den Abstieg in Liga 4 kämpft), aber dennoch schön, dass er weiterhin Selbstvertrauen, Tore/Assists zu sammeln scheint.

    On er sich durch den Treffer immer weiter von uns entfernt sei mal dahin gestellt. Glaube nicht, dass das Forum hier sonderlich ausgeflippt wäre, wenn er für uns in der 1. oder 2. Runde des DFB-Pokals gegen Erzgebirge Aue einen Treffer erzielt hätte. :LEV18


    Ein wenig Off-Topic:

    Dieser englische FA-Cup ist doch relativ seltsam.
    Wie kann es sein, dass Liverpool als amtierender Premier League Champion ein Heimspiel gegen einen Drittligisten haben kann?!

    Das gleiche gilt ja übrigens auch für Manchester City, die ebenfalls am letzten Wochenende im Pokal gegen einen Drittligisten (Exteter City) zu Hause gespielt haben und mal eben mit 10:1 gewonnen hat. :LEV5

    Die nächste Runde des FA-Cups wurde gestern Abend übrigens noch ausgelost, und da kommt es dann knüppeldick für Manchester City.

    Man hat wieder ein Heimspiel, diesmal aber nochmal eine Liga tiefer gegen einen Viertligisten (Salford oder Swindon) :LEV14:LEV14:LEV14

    Warum haben im englischen Pokal die unterklassigen Vereine (wie in Deutschland) nicht immer automatisch Heimrecht?!

    In Deutschland kann es zwar auch mal vorkommen dass man im Pokal als Bundesligist ein Heimspiel gegen einen Zweitligisten haben kann (was meiner Meinung nach aber ebenfalls geändert werden sollte).

    Aber immerhin hat ja alles in Deutschland ab Liga 3 oder niedriger immerhin IMMER ein Heimspiel im Pokal...

  • Quote

    Warum haben im englischen Pokal die unterklassigen Vereine (wie in Deutschland) nicht immer automatisch Heimrecht?!

    Salford oder Swindon werden 50% der Spieltagseinnahmen des Auswärtsspiels im Etihad erhalten. Deswegen.

  • Haben sie doch auch in Deutschland nicht.

    Doch - haben sie. Ab Liga 3 und tiefer hat in Deutschland im Pokal immer ein Heimspiel.

    Die einzige Ausnahme (Bundesliga gegen 2. Bundesliga) habe ich ja in meinem Post bereits erwähnt, zusätzlich mit dem Hinweis dass auch das eigentlich mal geändert werden müsste (Also das der Zweitligist immer Heimrecht haben müsste wenn er gegen einen Bundesligist spielt).

    Aber dass wie in England bspw. wir im Pokal ein Heimspiel gegen den Wuppertaler SV aus der Regionalliga zugelost bekommen, dass kann ich Deutschland halt nicht passieren - in England eben schon...

  • Salford oder Swindon werden 50% der Spieltagseinnahmen des Auswärtsspiels im Etihad erhalten. Deswegen.


    Da frage ich mich nur, ob sich das wirklich lohnt.

    Wieviele City Fans kommen denn zu einem (für sie) uninteressanten FA-Cup Heimspiel gegen einen Viertligisten?!

    Könnte mir vorstellen, dass zu solchen Spielen das Stadion gerade mal zu nem Drittel oder so gefüllt ist... (Wissen tu ich es aber auch nicht)

  • Was auch maximal wild ist, dass wenn es Unentschieden ausgeht, es dann wohl nicht in Verlängerung und Elfmeterschießen geht, sondern es dann ein Rückspiel gibt. Und das in England, die ohnehin sogar schon 2 Pokalwettbewerbe und somit eh schon ein viel zu vollen Terminkalender haben. Oder wurde das mittlerweile geändert?