• Der Rat der Stadt kann es mehrheitlich entscheiden. Ich spreche nicht von einem Bürgerbegehren.

    Ein Bürgerentscheid, setzt aber nun einmal ein vorangegangenes Bürgerbegehren voraus und kann nicht einfach vom Rat beschlossen werden! Ergo greift der Negativkatalog dann auch hier!

    Was du meinst nennt man Ratsbegehren und man braucht hierzu eine 2/3 Mehrheit im Stadtrat! Der Negativkatalog greift aber auch hier!

    5 Mal editiert, zuletzt von bewapo (10. Juli 2026 um 09:13)

  • Was uns langjährige leidvolle Erfahrung lehrt:
    Wer infrastrukturbedingte Belastungen vor seiner eigenen Haustür ablehnt, der gehört in aller Regel zu genau denen, die für sich in Anspruch nehmen, selber jederzeit und beliebig oft mit dem Flugzeug überall hin fliegen und mit dem Auto überall hin fahren zu dürfen;
    und jeden Menschen, jedes Tier und jede Pflanze gleich wo auf der Welt durch seine eigene lärmende und umweltverschmutzende Anwesenheit belästigen und/oder schädigen zu dürfen.

    Was so natürlich einmal mehr Unfug ist.

  • Die neuen Pläne überzeugen mich stärker als die Fassung aus dem November 2025. Sie zeigen, dass Kritik und Gespräche zu Verbesserungen führen können. Umso unverständlicher finde ich es, wenn nun schon vor der fachlichen Prüfung öffentlich gegen das Projekt mobilisiert wird.
    Für mich ist klar: Die offenen Fragen müssen sauber geklärt werden. Genau deshalb unterstütze ich ein neues B-Plan-Verfahren. Erst danach kann sachlich entschieden werden, ob und unter welchen Bedingungen der Campus genehmigungsfähig ist.
    Monheim kann von diesem Projekt profitieren — ökologisch, sportlich, wirtschaftlich und städtebaulich. Diese Chance sollte nicht durch eine vorschnelle politische Vorfestlegung verspielt werden.“

    Pia Kops
    Ratsmitglied Die Linke

    Initiative „Campus möglich machen“


    Finde der Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf.

    Spoiler anzeigen

    Ignore-Liste: Caminos, Merkels Erbe, Stahli, Werkself-04, Jon Snow, Tommi0952, Schuster1972, Gunimo, nezzy

  • Geschichtlich betrachtet ist es keine "Erpressung", sondern Konsequenz einer neuen Politik. Zimmermann sahnte 30 Millionen ab (pro Jahr vermute ich), indem er 2012 den Hebesatz auf 250 Punkte absenkte und Bayer aus Dank Unternehmensteile nach Monheim umsiedelte. Wenn die Politik ihr Interesse an Bayer nun rückabwickelt, ist es nur logisch, dass auch Bayer sein Monheimer Engagement rückabwickelt.

    Dass andere Unternehmen nachziehen liegt ebenfalls auf der Hand, weil auch andere Unternehmen in die "Steueroase" Monheim eingetaucht sind und sich nun neu orientieren mögen.

    Quelle: Meine Erinnerung und meine Einschätzung

    Aber was, wenn es kein Morgen gibt? Heute gab's nämlich auch keins.

  • Geschichtlich betrachtet ist es keine "Erpressung", sondern Konsequenz einer neuen Politik. Zimmermann sahnte 30 Millionen ab (pro Jahr vermute ich), indem er 2012 den Hebesatz auf 250 Punkte absenkte und Bayer aus Dank Unternehmensteile nach Monheim umsiedelte. Wenn die Politik ihr Interesse an Bayer nun rückabwickelt, ist es nur logisch, dass auch Bayer sein Monheimer Engagement rückabwickelt.

    Dass andere Unternehmen nachziehen liegt ebenfalls auf der Hand, weil auch andere Unternehmen in die "Steueroase" Monheim eingetaucht sind und sich nun neu orientieren mögen.

    Quelle: Meine Erinnerung und meine Einschätzung

    Es ist vor allem juristisch keine Erpressung.

  • Ich finde die nahende Entscheidung, ob der Campus durch ein erneutes B-Plan Verfahren weiter an Substanz gewinnt, oder ganz abgelehnt wird, auch aus der Sicht der Fanentwicklung sehr wichtig und interessant.
    Ist das doch, neben dem sportlichen, das zweite wichtige Standbein einer Vereinsentwicklung.

    Wie bekannt, ist unser Einzugsgebiet durch eine eigene fehlende Metropole als Stadt, anders aufgebaut. Umso wichtiger, das wir über Lev hinaus Gebiete für uns "gewinnen und sichern" die dann klar in Lev Hand sind.

    Ich war am Wochenende in Langenfeld und war positiv überrascht wie stark präsent wir im Stadtbild sind und keine Fortuna oder FC zu sehen war.

    Wenn man sich mal anguckt, welche Städte und Gemeinden um uns herum liegen, müssen wir gen Nord/Nord-Ost auch eine (hoffentlich länger andauernde) Schwächephase der Fortuna nutzen.

    Lengenfeld - Ca. 60.000 Einwohner - In Lev Hand
    Monheim - Ca. 40.000 - Lev / Fortuna ? - hier würde das Leistungszentrum denke ich auch nochmal viel bewirken
    Leichlingen - ca. 30.000 - Lev ?
    Burscheid - ca. 20.000 - Lev
    Odenthal - ca. 15.000 - Lev

    Macht also ca. 165 und somit nochmals die Einwohnerzahl von Lev aus.
    Wenn das oben so stimmt, könnte man also sagen, das "Kerneinzugsgebiet" umfasst mittlerweile knapp über 300.000 Einwohner.


    Darüber hinaus mittelfristig wichtig aber umkämpft bzw. teilweise aktuell in der Hand anderer Vereine:
    Wermelskirchen - ca. 35.000 (diverse Fanlager?)
    Solingen - 165.000 (Fortuna und Ruhrgebiet?)
    Bergisch Gladbach - 110.000 (FC)

    Vielleicht wohnt jemand in den 3 letzt genannten Städten und kann dazu aktuell was sagen?
    Ich finde so etwas immens wichtig, wenn man nicht nur auf Erfolge und Entwicklung in den nächsten 1-2 Jahren gucken will.
    Denn ganz klar ist: Sind manche/viele der Kinder einer Stadt Fan eines Vereines X, werde automatisch dies auch weitere Kinder, sozusagen ein Selbstverständnis.

  • Bergisch Gladbach ist klar FC land. Wir hatte da ja auch mal einen Fanshop von Bayer der sich überhaupt nicht rentiert hat. Es fahren von Bergisch Gladbach aus zwar einige zu unseren Heimspielen aber im Vergleich zum FC sind wir da klare Minderheit.

    „Die AfD ist eine Partei der Niedertracht. Es ist falsch dort Mitglied zu sein oder sie zu wählen. Jemand, der dies tut ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Mitglieder freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches wollen und tun”

  • Bergisch Gladbach ist klar FC land. Wir hatte da ja auch mal einen Fanshop von Bayer der sich überhaupt nicht rentiert hat. Es fahren von Bergisch Gladbach aus zwar einige zu unseren Heimspielen aber im Vergleich zum FC sind wir da klare Minderheit.

    Darüber hinaus gibt es ja auch noch den SV Bergisch Gladbach 09, der in diesem Jahr auch aufgestiegen ist und ab dieser Saison Regionalliga West spielt. Natürlich zieht der in Bergisch Gladbach ggf. nicht so viele Leute an wie den "FC", aber ein paar Lokalmatadoren werden gemäß den Motto "Support your local club" Samstag Mittag um 14 Uhr eher zum Heimspiel von Bergisch Gladbach in der Regionalliga fahren anstatt die paar KM weiter um 15:30 Uhr in der BayArena.

  • Rate mal gegen wen der SV 09 demnächst spielt? effzeh...
    Ganze Stadt ist damit zugepflastert...

    In Schildgen waren/sind einige Stromkästen schwarz/rot... die werden aber oft dann wieder rot/weiss angemalt...
    und Aufkleber sieht man auch fast nur FC...

    Die sind halt verstrahlt... Schäbbisch Gläbbisch

  • Meine Freundin wohnt in Berg. Gladbach, Unterherbborn-Stadtmitte in der Ecke.

    Da ist alles FC. Ganz klar. Über Voiswinkel-Schildgen (den Norden) dreht es sich aber zu unseren gunsten. Würde da Paffrath (ich weiß, etwas versetzt, eher Nord-westen) als Grenze ausmachen.


    Meine klar. Aus Berg Gladbach kommend hat man ja allein mit der S11 mehr Kontaktpunkte nach Köln, als mit der 227 oder 222 nach Leverkusen.

    Als Gott die Welt erschuf, fragte er die Steine: "Wollt ihr Leverkusener werden?"
    "Nein" antworteten die Steine "wir sind nicht hart genug!"

  • Danke für eure Einschätzungen für Bergisch Gladbach!

    wird irgendwann auch mal aufhören dass da junge Leute noch zu diesem jahrzehntelangen Versagerverein rennen

    Das wird so einfach nicht passieren.
    Die laufen ja da nicht hin wegen dem Fußball oder dem Club als solches hin, sondern der gesamt Gemenge des "kölschen jefühls".

    Sprich bei diesem Verein ist ganz viel losgelöst vom fußballerischen zu betrachten.
    Kann man jetzt gut oder schlecht finden, aber ist einfach so. Daher ist eine Fangewinnung in durch den FC "besetzte" Gebieten auch richtig schwer. Köln als Stadt mit Strahlkraft für junge Leute, zieht halt einfach.

    In Morsbach (oberbergischer Kreis) war/ist seit der Meisterschaft auch viel Lev (gewesen).
    Um sowas dauerhaft im obergerischen zu stärken, muss neben einer erfolgreiche Zukunft, aber auch die Ausrichtung des Vereins, sowie die Möglichleit des Stadionganges (für junge Fans) gegeben sein.

    Nach Norden, speziell Nord-Ost, ist es "einfacher", zu versuchen das Bergische Dreieck für uns zu gewinnen.
    Aber auch hier fällt das nicht einfach vom Baum und bedingt neben den genannten Faktoren auch, das Fortuna und der WSV nicht erfolgreich sind.
    Wobei mit Schalke und Dortmund in der Region schon viel aus dem Pott abgegrast wurde aus meiner Wahrnehmung.

  • Solche Überlegungen sind imho deshalb obsolet, weil sie das wichtigste aktuelle Charakteristikum der Leverkusener Fanszene unberücksichtigt lassen.

    Denn das Einzugsgebiet von Bayer 04 hat sich über die letzten 5 Jahrzehnte zumindest unserer beobachtenden Einschätzung nach grundlegend verändert. Während die überschaubare Zahl der Fans zu Zweit-, Dritt- und den ersten Bundesliga-Spielzeiten aus dem Stadtgebiet und der näheren Umgebung kam, bildet die Zahl der "Hiesigen" heute nur mehr eine Minderheit unter den ca. 25.000 Bayer 04-Fans in der BayArena ab.

    Und genau das unterscheidet uns von den meisten anderen Städten im Profifußball. Sowohl Gespräche mit "fremden" Fans in den Umlaufebenen vor den Spielen und in den Halbzeitpausen, als auch die Autokennzeichen der Fahrzeuge auf den Parkplätzen und Straßen im Stadtgebiet bei Heimspielen versetzen daran Interessierte ins Staunen: Mindestens die Hälfte der Anreisenden dürfte einen Strecke von Hin- und Rückweg in der Summe mehr als 100 Kilometern auf sich nehmen, um das Spiel/die Spiele in der BayArena sehen zu können. Vom Niederrhein, aus dem Münsterland, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland kommen sehr viele. Auch die Fahrten aus weiter entfernten Bundesländern sind für viele kein Hindernis, und das, obwohl die Stadien anderer Bundesligisten für sie mit wesentlich weniger Aufwand zu erreichen sind als die BayArena.

    Damit nicht genug, ist die internationale Fanszene von Bayer 04 absolut vorzeigenswert. Aus den Niederlanden, aus Belgien, Luxemburg, (insbesondere Nordost-)Frankreich, der Schweiz kommen etliche regelmäßig, sogar unter den DKs sind sie zu finden. Klar, positiv Verrückte, die aus dem europäischen Ausland oder gar von anderen Kontinenten kommend zu Spielen einfliegen, gibt es nur wenige. Aber es gibt sie.

    Es gibt keinen anderen Verein im Rheinland, der ein Publikum mit derart umfänglichen Anreisen und ein, insbesondere auch vor den weltweiten Fernsehbildschirmen, derart internationales zig-Millionen-Publikum sein eigen nennen kann. Und genau das ist das Faustpfand von Bayer 04: Über alle Grenzen des Provinziellen hinweg Fans zu begeistern und anzulocken. Gleich wo, gleich welchen Geschlechtes, gleich welcher Hautfarbe, gleich in welcher Sprache sie ihr Bayer 04-Fan-Dasein artikulieren.

    Wichtig ist unser aller Bekenntnis zu Bayer 04. Nicht unser Wohnort.

    Bayer 04 Leverkusen.
    Weil seit 1904 drin ist, was drauf steht.

  • ...Nach Norden, speziell Nord-Ost, ist es "einfacher", zu versuchen das Bergische Dreieck für uns zu gewinnen.
    Aber auch hier fällt das nicht einfach vom Baum und bedingt neben den genannten Faktoren auch, das Fortuna und der WSV nicht erfolgreich sind.
    Wobei mit Schalke und Dortmund in der Region schon viel aus dem Pott abgegrast wurde aus meiner Wahrnehmung.

    Ja, aber auch Wuppertal hat einen rel. kleinen, aber harten Kern Bayer 04-Fans. :levz1

  • Ich fände es eigentlich ganz schön, die bergische Identität weiter herauszuarbeiten.

    Leverkusen ist eine klar bergische Stadt und wenn man wie ich im oberbergischen Kreis wohnt, könnte man meiner Meinung nach noch Leute ziehen oder binden, in dem man die regionale Zugehörigkeit stärkt. Ich wohne sehr gerne hier (nördliches OBK) und finde man könnte da noch mehr rausholen, als “nur” die bergischen Löwen im Logo.

    Das bergische Land war schon immer stark mit Industrie verzahnt.


    Klar sind wir irgendwo alle Rheinländer, aber ich sehe mich eher als Bewohner des Bergischen Landes anstatt in erster Linie als “Umland-Kölner”. Ich habe in Köln gewohnt und arbeite noch dort, aber merke schon deutlich, dass die Schäl Sick mir viel verbundener ist als die westlichen Stadtteile.
    Was hab ich beispielsweise mitm Rhein-Erft-Kreis zu tun?

    Sondertrikot in Schwarz-Grau-Grün, angelehnt an die Fachwerkhäuser und Schiefertafeln, die unser bergisches Land so einzigartig machen, fände ich zum Beispiel sehr schön. Schieferplatten-Elemente im Stadion - wie geil wäre das?