Carles Martinez (Trainer)

  • Finde ich als pauschalisierte Aussage schwierig. Mit Schick und Kofane im Zentrum kann man schon auch von einer Hand voll gewonnener Kopfballduelle ausgehen. Das einzige Mittel sollte es nicht sein, da gebe ich dir Recht.

    Absolut, aber kamen die fast alle viel zu flach und auch nur als letztes Mittel. Deswegen "uninspiriert". Das wirkte wie "ach, keine Möglichkeit, dann mal reinschaufeln".. und was war dann im Ergebnis einfach schlecht. Klar kamen da auch ein paar durch, aber viel zu wenige.

  • Es hätte auch zur Halbzeit 4/5 zu 2 stehen können/ müssen. Auch die anderen Chancen waren 100% , nur sind die von Eddy halt versenkt worden. Das war gestern kollektives Totalversagen, da einen Spieler rauszusuchen und alleine verantwortlich zu machen, kann ich nicht.

  • Klar ist auch der beste Trainer gegen individuelle Fehler machtlos.

    Aber man darf halt schon fragen (und mit Flekken hat das ja ein prominenter Spieler auch schon öffentlich getan), warum die Mannschaft mit so pomadiger Einstellung auf den Platz geht, warum offensichtliche Schwachstellen wie die RV-Position erst so spät korrigiert wurden, warum es scheinbar so gut wie gar kein effektives Coaching während des Spiels gab.

    Und: Was war eigentlich unser grundsätzlicher taktischer Plan? Besser sein als der Gegner?

    Ehrlich gesagt, hat sich Alonso auch ziemlich oft mit seinen Startaufstellungen vercoacht, aber er hat halt regelmäßig eingegriffen, die Mannschaft im laufenden Spiel gut umgestellt, und generell ein Klima geschaffen, in dem die Leute auch bis zur 98. Minute gefightet haben.

    Nach unseren Erfahrungen mit Alonso, Ten Hag und Hjulmand müsste die sportliche Führung eigentlich inzwischen wissen, was für eine Art Trainer wir brauchen. Unsere Mannschaft ist heterogen zusammengesetzt, mentalitätsmäßig entsprechend eher schwach und kommt eher über das spielerische als über die Physis. Man braucht also einen Trainer, der die fehlende Kohäsion durch sein Charisma herstellen kann, der die Mannschaft menschlich begeistert und zu höherer körperlicher Anstrengung motiviert - und der eine solide Taktik vorgibt, an der das Team seine Spielfreude entwickeln kann.

    Wir brauchen also keinen laptopschwingenden Taktikfuchs, wir brauchen keinen brüllenden Diktator - wir brauchen vor allem anderen einen Menschenfänger.

    Mit Alonso hatten wir genau diesesn Typen (Schwächen im taktischen Bereich hat er durch gutes Coaching im Spiel ausgeglichen). Ten Hag war ein Autoritätsfürst, der unsere Sensibelchen quasi an Tag 2 schon verloren hatte. Und Hjulmand war ein relativ belangloser Kumpeltyp, der am Ende zu blass war, um dieses komplizierte Team weiter zu bringen.

    Martinez hat während der Vorbereitung den Eindruck gemacht, dass er vor allem viel experimentieren wollte. Ein echtes Profil entwickelt oder gezeigt hat er noch nicht. Nach dem ersten Saisonspiel bleiben die Fragezeichen, welchen Plan er für uns hat, welchen Einfluss er auf unser Spiel nimmt.

    Man muss natürlich sagen, dass es für einen Trainer auch die Pest ist, wenn er erst eine Woche nach Saisonstart die komplette Mannschaft beisammen hat, und wenn darüber hinaus noch 3, 4, 5 Spieler verletzt sind (dazu noch sehr auf eine Position konzentriert), dann verringert das auch die Möglichkeiten.

    Aber dennoch: Dieses katastrophale Saisonstart sorgt bei mir viel eher für Sorge Richtung Trainerbank, als Richtung Spielermaterial. Wir haben gute Leute, man muss sie aber natürlich richtig einsetzen. Und es besorgt mich, wie krass das Martinez gestern nicht gelungen ist.

  • Man braucht also einen Trainer, der die fehlende Kohäsion durch sein Charisma herstellen kann, der die Mannschaft menschlich begeistert und zu höherer körperlicher Anstrengung motiviert - und der eine solide Taktik vorgibt, an der das Team seine Spielfreude entwickeln kann.

    Wir brauchen also keinen laptopschwingenden Taktikfuchs, wir brauchen keinen brüllenden Diktator - wir brauchen vor allem anderen einen Menschenfänger.

    Sehr sehr gut geschrieben. Spricht mir aus der Seele.

    In Leverkusen muss der Trainer der Star sein, weil der Rest zum Koma neigt. Das war schon mit Daum und Toppmöller so.

    Den Typus Trainer hast du perfekt beschrieben, zusätzlich würde ich mir folgende Grundregel wünschen:

    Der Trainer sollte schon so erfolgreich, etc. gewesen sein, dass Leverkusen stolz sein muss, dass er hier anfängt.

    Wir holen gerne Trainer, die stolz sind, bei Leverkusen arbeiten zu dürfen.

    Einmal editiert, zuletzt von Schuster1972 (30. August 2026 um 12:51)

  • Habe den spieltagsthread (noch) nicht gelesen aber bin mal gespannt ob es dann zur Pause mehrfach heißt das ganz klar Jonas hofmann fehlt. Wenn das ja so offensichtlich war

    Ich habe das geschrieben; aber nicht weil ich Hofmann so überragend finde, sondern weil ich Maza auf RA grottig und verschenkt fand. Aber ich verstehe auch, dass man in der HZ redet und dann denen, die man aufgestellt hat, die Chance gibt, es zu korrigieren.
    Aus meiner Sicht hätte es auch Arthur auf RA sein können.

    Saison 2018/19 W11-1.Liga (M):

  • In diesem Forum fragt man sich dauernd, wie viele es schaffen zu schreiben und gleichzeitig im Komma zu liegen.

    Wenn ein Trainer so etwas sagt, muss man ihn nicht entlassen, sondern erschießen
    (Udo Lattek zu Thomas Hörsters Aussage, er habe die Hoffnung aufgegeben)
    (Osram zu Sami Hyypiäs Aussage, er habe keine Ideen mehr und brauche jetzt dringend Hilfe)
    wenn der FC Bayern schwächelt, ...

  • Das ist irgendwie alles wieder viel zu spät. Viel zu viele späte Transfers um einen guten Start in die Saison zu haben.
    Vielleicht nach der Länderspielpause. Hoffe bis dahin lassen wir nicht zu viele Punkte liegen, denn sonst hat man wieder eine Saison verschenkt und für den Trainer wird es auch nicht leichter.

  • Sehr sehr gut geschrieben. Spricht mir aus der Seele.

    In Leverkusen muss der Trainer der Star sein, weil der Rest zum Komma neigt. Das war schon mit Daum und Toppmöller so.

    Den Typus Trainer hast du perfekt beschrieben, zusätzlich würde ich mir folgende Grundregel wünschen:

    Der Trainer sollte schon so erfolgreich, etc. gewesen sein, dass Leverkusen stolz sein muss, dass er hier anfängt.

    Wir holen gerne Trainer, die stolz sind, bei Leverkusen arbeiten zu dürfen.

    Jeder Spieler - ob Profil oder Freizeitkicker - sollte einem neuen Trainer einen Vertrauensvorschuss geben und seine Entscheidungen akzeptieren. Wie soll ein Trainer sein Konzept umsetzen, wenn sofort jeder murrt und rebelliert? Lattek zum Beispiel entschied sich, ohne Maradona zum Spiel zu fahren, weil der wieder mal viel zu spät kam und alle warteten. Weisweiler war es leid mit Cruyff, weil der in Auswärtsspielen nur halb so viel lief wie in Heimspielen oder leid mit den FC-Spielern, die sich nach Niederlagen darüber amüsierten, welche schlechten Fußballer ihre Gegner - von denen sie grade besiegt worden waren - sind. Von Happel gibt es die berühmte Geschichte mit der Getränkedose im strömenden Regen als "Gamechanger". Doch auch damals konnten sich - sogar etablierte - Trainer nicht immer gegen Spieler durchsetzen. So zog Weisweiler gegen Cruyff den Kürzeren. Vogts war der erste Trainer, der auch noch gegen Spielerfrauen (zB Frau Ilgner und Frau Häßler) kämpfen musste und wir haben jetzt Frau Andrich an der Backe. Doch hier im Forum dasselbe. Lasst den Coach einfach mal ein paar Monate IN RUHE arbeiten. Die Spieler werden nie erfahren, was er kann, wenn sie nicht respektieren, was er sagt. Für die Fans gilt dasselbe!

  • Nüchtern betrachtet hätten wir gestern 4-5 Tore schießen können. Latte Garcia mit anschließendem"Kopfball" von Moreira, Kopfball Bade, die Chance von Schick kurz vor Schluss, die Szene, wo Schick hätte nach links passen müssen und wahrscheinlich habe ich da sogar noch was vergessen. Nach dem 3:0 kam von Elversberg fast nichts mehr. Der Knackpunkt waren die katastrophalen Klopse in der Verteidigung. Wäre Eddy nicht Spielführer, hätten ihn 95% der Trainer nach dem 2:0 ausgewechselt.

    Ne, da war viel zu viel Ideenlosigkeit und Pässe ins nichts dabei.

    Zweite Bälle fast alle beim Gegner.

    Ein Traum wurde wahr: Deutscher Meister SVB!

  • Jup, sehr guter und zutreffender Artikel.

    Du bist für uns die beste Mannschaft auf der Welt, deine Fans sind immer bei dir...Wenn hier ein Spiel beginnt, gibt es nur einen der gewinnt ... Bayer 04!

  • Ne, da war viel zu viel Ideenlosigkeit und Pässe ins nichts dabei.

    Zweite Bälle fast alle beim Gegner.

    Hast Du gelesen, was Willi geschrieben hat. Ich sehe das auch so, dass wir mit ähnlichem Abschlussglück wie Elversberg trotz katastrophaler Defensive 3 Tore hätten machen können. Der Kopfball von Moreira war im Prinzip auf's leere Tor.

    Saison 2018/19 W11-1.Liga (M):

  • Hast Du gelesen, was Willi geschrieben hat. Ich sehe das auch so, dass wir mit ähnlichem Abschlussglück wie Elversberg trotz katastrophaler Defensive 3 Tore hätten machen können. Der Kopfball von Moreira war im Prinzip auf's leere Tor.

    Ja, weil der Gegner ab der 70. Minute auch extrem abgebaut hat. War aber dann bei uns die Brechstange. Spielerisch war das schwach.

    Ein Traum wurde wahr: Deutscher Meister SVB!

  • Salem Aleikum Habibis,

    Mon Dieu, Nixe verstehen Trainermanne.
    Stehen hinter dick Fichte.

    Muße viel lernen. Isse Haram.

    Erstes Bundesligawochende Note 6.

    100 Narren auf einem Haufen ersetzen keinen gescheiten Mann.