• Diese Koalition wird sehr wahrscheinlich zu keinen gemeinsamen Befürworten des Projektes kommen.

    Wobei man ja davon ausgehen wird, dass, wenn CDU, SPD und FDP mit Bayer 04 einen Konsens finden und eine geeignete Planung (auch wenn das aktuell eher unrealistisch klingt), dann wird auch die PETO dem zustimmen. Dann werden die Grünen Stimmen nicht mehr gebraucht.

    Für mich ist das ganze nach den Wortbeiträgen der gestrigen Sitzung aber noch unverständlicher, warum man den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan aufhebt. Sämtliche Umplanungsideen kann man doch in dem anberaumten Termin mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und Bayer 04 besprechen und dann die geänderte Planung im weiteren Verfahren zu den regulären Verfahrensschritten im Bplanverfahren vorlegen und beschließen lassen.

    Unnötig, dass Verfahren jetzt komplett zu stoppen und auf komplett 0 zu setzen, um es dann ggf im nächsten Sitzungsblock wieder starten zu lassen.

  • Ich als Monheimer, der das auch stark verfolgt und viel hört (was wahr ist und was nicht, vermag ich nicht zu beurtilen) sage, dass der Campus kommen wird. In einer abgespeckten Version, aber er wird kommen. Das ist jetzt alles Geplänkel, damit am Ende alle ihr Gesicht wahren. Bayer 04 und allen voran der neu zusammengestellte Stadtrat.

    Der Stadtrat musste das in erster Instanz komplett ablehnen, um sein Wahlversprechen zu halten. Die Sache war einer DER Hauptpunkte im Wahlkampf. Jetzt wird das Ding wie von Anfang neu aufgerollt, der Bayer mach Eingeständnisse, die die Lokalpolitik als Gewinn verkaufen kann und dann wid es was.

    Endlich sind wir Deutscher Meister und es ist wunderschön

    Edited once, last by KingBerbo (November 6, 2025 at 9:39 AM).

  • Ich als Monheimer, der das auch stark verfolgt und viel hört (was wahr ist und was nicht, vermag ich nicht zu beurtilen) sage, dass der Campus kommen wird. In einer angespeckten Version, aber er wird kommen. Das ist jetzt alles Geplänkel, damit am Ende alle ihr Gesicht wahren. Bayer 04 und allen voran der neu zusammengestellte Stadtrat.

    Der Stadtrat musste das in erster Instanz komplett ablehnen, um sein Wahlversprechen zu halten. Die Sache war einer DER Hauptpunkte im Wahlkampf. Jetzt wird das Ding wie von Anfang neu aufgerollt, der Bayer mach Eingeständnisse, die die Lokalpolitik als Gewinn verkaufen kann und dann wid es was.

    ... angespeckt also noch größer? Das glaube ich eher nicht! :S  8) 8o

    Vermutlich hast du aber recht, ärgerlich nur das es dadurch zu einer mE. unnötigen Verzögerung kommt!

  • Ich denke, dass es am Ende auf wenige Plätze hinausläuft. Wenn dann die Einrichtungen wie gefordert in vorhandener Infrastruktur untergebracht wird, ist das am Ende ein notgedrungener Flicken und nichts, was das Ausbildungszentrum auf ein neues Niveau bringen würde. Sowas hätte man wahrscheinlich an vielen anderen Standorten umsetzen können.

    Wer anderen eine Grube gräbt, hat ein Grubengrabgerät.

  • Wenn man es seitens des Rates ernst meint, mit, „…eine geänderte Planung soll vorgelegt werden…“ ist es völlig überflüssig, den Aufstellungsbeschluss aufzuheben. Das klingt dann nach den üblichen Lippenbekenntnissen a la: „…wir wollen den Investor nicht verärgern, sagen also, joooah, kann gehen, aber nicht so…“. Mit der Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses wird aber klar dokumentiert, dass man überhaupt keine Planung haben möchte. Ein klareres Signal gibt es nicht. Natürlich möchte man ein Wahlversprechen einlösen. Das, also die Einhaltung des Versprechens „wir wollen das nicht“, geht aber auch nur, wenn man in der weiteren Diskussion konsequent bei einer Ablehnung bleibt. Dann wiederum macht aber die Forderung, eine andere Planung vorzulegen, keinen Sinn.

  • Habe die Übertragung der Sitzung über weite Strecken verfolgt.

    Es drängte sich der Eindruck auf, dass nicht jede/r, die/der sich zu Wort meldete, sich seiner Verantwortung bewusst war, was die Art und Weise seiner eigenen Präsentation für das Renommee der Stadt Monheim bedeutete. Ein Renommee, welches live auf Sendung und damit im besonderen Rampenlicht der kritischen Beobachtung einer aufgrund der selbst herbeigeführten Thematik ungleich größeren Öffentlichkeit hätte standhalten sollen.

    Dabei kam mir angelegentlich etwas in den Sinn, was weder mit Bayer 04 noch mit dem Campus direkt zu tun hat, ich hier aber trotzdem einmal einbringen möchte.

    Monheim zuliebe.

    Bei den Kommunalwahlen in Monheim erhielt die CDU 28,5% der Stimmen, die SPD 14,6%, die Grüne 7,0%, die FDP 2,4%.

    Dementsprechend entfielen an abgegebenen Stimmen, welche die jeweilige Partei nicht erhielt, auf die CDU 71,5%, die SPD 85,4%, Grüne 93,0% und FDP 97,6%.

    Ein aus 4 Parteien geschmiedetes Bündnis, bei dem jede einzelne Partei auch nicht annähernd den Wählerzuspruch der Partei mit dem größten Stimmenanteil (PETO, 36,6%) vorweisen kann, sondern lediglich die Stimmen von mehr oder weniger kleinen Minderheiten erhielt, soll in der Lage sein, über einen Zeitraum von 5 Jahren die schwierigen Geschicke einer Stadt mit 43.630 Einwohnern zu lenken, ohne dass dieses Zweckbündnis wegen seiner vielfältigen divergierenden Interessen schon bei der ersten höheren Hürde auseinanderbricht?

    Wer geglaubt hatte, die Querelen der Berliner Ampel seien nicht zu toppen, der könnte schon sehr bald eines Besseren belehrt werden.

    Warum mir das wichtig ist?

    Weil es imho die sehr unterschiedliche Art und Weise des Vortrages der Wortmeldungen erklärt.

    Mich hat der insbesondere von älteren Personen männlichen Geschlechtes mit grauen Haaren bevorzugte unversöhnliche Ton sehr irritiert. Immer wieder emotional gesteuert, sowohl unüberhörbar (aggressiv), teilweise auch unübersehbar (rot anlaufendes Gesicht). Zumal dieser für Außenstehende sehr irritierende Ton im krassen Gegensatz zum sehr sachlichen Ton der Bürgermeisterin und dem überwiegend ebenfalls sachlichen Ton jüngerer Ratsmitglieder beiderlei Geschlechts (Überraschung, auch bei der Ratsdame der Linken) stand.

    Man möchte ja nie jemandem zu nahe treten, aber wenn uns solche mit erhitztem Gemüt dargebotenen Vorträge gewählter Volksvertreter, die in einem Zuschauer/Zuhörer den Eindruck erwecken, da wolle sich jemand dem Wahlvolk aus dem Wutbürger-Milieu anbiedern, selbst auf kommunaler Ebene zugemutet werden, dann zeigen sie uns auf, warum den beiden ehemals "großen Volksparteien" die Wähler weglaufen.

    Debatten wie die gestrige in Monheim zeigen uns des weiteren auf, dass es im Sinne einer sachorientierten und auf die Zukunftsperspektive fokussierten Politik der aktiven Problembewältigung, gleich ob in Kommune, Land oder Bund, besser wäre, das Durchschnittsalter in der Politik tätiger Menschen signifikant zu senken. Und das sagt in meiner Person wohlgemerkt jemand, der in naher Zukunft 70 Jahre alt wird.

    Danke für die Aufmerksamkeit.

    Bayer 04 Leverkusen.
    Weil seit 1904 drin ist, was drauf steht.

    Edited 2 times, last by Bergischer Löwe (November 6, 2025 at 11:00 AM).

  • Mich hat der insbesondere von älteren Personen männlichen Geschlechtes mit grauen Haaren bevorzugte unversöhnliche Ton sehr irritiert. Immer wieder emotional gesteuert, sowohl unüberhörbar (aggressiv), teilweise auch unübersehbar (rot anlaufendes Gesicht). Zumal dieser für Außenstehende sehr irritierende Ton im krassen Gegensatz zum sehr sachlichen Ton der Bürgermeisterin und dem überwiegend ebenfalls sachlichen Ton jüngerer Ratsmitglieder beiderlei Geschlechts (Überraschung, auch bei der Ratsdame der Linken) stand.

    Der Herr ist Ratsmitglied? Ich hatte gedacht, er wäre ein hoch emotionaler Anwohner, der angehört wurde. Vielleicht trifft auch beides zu? In der Tat glänzten vor allem die jüngeren Stadträte und explizit auch die Dame von den Linken durch sachliche Beiträge. Generell wirkte es, als ob eine ganze Reihe der Stadträte noch im eher aggressiven Wahlkampfmodus agieren.

  • Der Herr ist Ratsmitglied? Ich hatte gedacht, er wäre ein hoch emotionaler Anwohner, der angehört wurde. Vielleicht trifft auch beides zu? In der Tat glänzten vor allem die jüngeren Stadträte und explizit auch die Dame von den Linken durch sachliche Beiträge. Generell wirkte es, als ob eine ganze Reihe der Stadträte noch im eher aggressiven Wahlkampfmodus agieren.

    Das ist ja genau das, weswegen ich sagte, dass ich gerne mal wissen würde, wo insbesondere die emotionalen Herren ihr zu Hause haben. Neben dem bereits benannten Herren aus der SPD waren auch die CDU Kollegen sehr emotional unterwegs. Das lässt für mich einfach nur die Schlussfolgerung zu, dass es dort um mehr ging als nur das Projekt. Ob man da jetzt der PETO einen reindrücken wollte oder andere eigene Interessen eine Rolle spielten, werden wir wohl nie erfahren.

    Wer anderen eine Grube gräbt, hat ein Grubengrabgerät.

  • Interessant, wie schnell Missverständnisse entstehen können.

    Denn das . . .

    Neben dem bereits benannten Herren aus der SPD waren auch die CDU Kollegen sehr emotional unterwegs.

    . . . steht so nicht in meinem Beitrag #13.987.

    Dort ist nicht von einem Einzelnen die Rede, schon gar nicht von einem Bestimmten oder von einer bestimmten Partei, sondern von mehreren Herren.

    Wobei wir beide bezüglich deren Parteizugehörigkeit die gleichen Personen meinen.

    Wo diese zu verorten sind, beschrieb ich ja mit den Worten "ehemals große Volksparteien".

    :LEV19

    Die entscheidende Frage nach einer solchen Ratssitzung, in der gleich mehrere Ratsmitglieder sich nicht darüber im klaren sind, dass sie in einer bundesweit, bei Bedarf letztendlich auch weltweit empfangbaren Live-Übertragung unter enorm umfänglicher öffentlicher Beobachtung stehen, ist natürlich, welch nachhaltigen Eindruck so etwas auf jene macht, die den alles entscheidenden Faktor für das Wohl jeder Kommune darstellen:

    Große, mittlere und kleine Unternehmen.

    Bin zwar im Unruhestand, war als Selbständiger aber zeitlebens im niederbergischen Raum berufstätig.

    Und mich in aktive Selbständige hineinversetzend, insbesondere solche, die sich überlegen, wo in unserer Region sie sich niederlassen möchten, würde ich absolut verstehen, wenn nicht wenige darunter dies nunmehr lieber in Langenfeld, Leichlingen, Burscheid usw. machen würden.

    Denn Betriebe, die im harten Existenzkampf überleben wollen, benötigen absolute, langfristig verlässliche Planbarkeit.

    Welche sie unmöglich alle 5 Jahre wieder der akuten Gefährdung durch Wahlergebnisse aussetzen dürfen, welche statt der verlässlichen Planbarkeit schwerwiegende kommunalpolitische Unwägbarkeiten nach sich ziehen.

    Es geht in Monheim also nur vordergründig und nicht "nur" um Bayer 04 und den Campus.

    Das Übel scheint dort wie in vielen anderen Kommunen Deutschlands viel tiefer zu wurzeln.

    Bayer 04 Leverkusen.
    Weil seit 1904 drin ist, was drauf steht.

    Edited once, last by Bergischer Löwe (November 6, 2025 at 1:37 PM).

  • Ja, die emotional-aggressiven, alten, weißen Boomer-Männer. :LEV18

    An Schlagworten mangelt es nicht. ^^

    Ich bin sehr gespannt, ob sich die verschiedenen Lager soweit annähern können, dass am geplanten Standort eine Campus-Maßnahme, in welcher Form auch immer, umgesetzt werden kann.

    Eigentlich bekommt Bayer immer seine "Wünsche" durch. Zunächst wird mit Geld/geldwerten Vorteilen und Greenwashing-Maßnahmen gewunken. Klappt das nicht, zeigt man sich "irritiert" und als Utima Ratio wird mit Personalabbau oder gar Abwanderung vom Standort gedroht.

    Daher meine Erwartung: Der Campus in Monheim wird nach etwas "geplänkel" kommen. So sicher wie der "Groundhog Day".

  • Ich bin sehr gespannt, ob sich die verschiedenen Lager soweit annähern können, dass am geplanten Standort eine Campus-Maßnahme, in welcher Form auch immer, umgesetzt werden kann.

    Laut gestern getätigten Angaben des CDU-Franktionschefs sollen ja noch andere Grundstücke in unmittelbarer Nähe zu Crop Science zur Verfügung stehen.

    Anstatt innerhalb des Campus könnte man dort doch die den größten Anstoß erregenden Gebäude, also das Parkhaus und die Indoor-Halle, errichten.

    Die Verbauung durch hohe Gebäude wäre vom Tisch, und der kurze Fußweg dazwischen darf ja wohl kein Hindernis sein.

    Kompromiss go.

    Wie wäre es mit Bill Murray als Mediator.

    :levz1

    Bayer 04 Leverkusen.
    Weil seit 1904 drin ist, was drauf steht.

  • Man ist gerade damit beschäftigt, den Bayer-Autohof (Ecke B8/Südring) abzureißen. Wäre das nicht ein geeigneter Platz für den Campus? Das hieße wirklich "unter dem Kreuz"! Für das/die Gebäude wäre sowesosicherer Platz jenseits der Bahn.

  • Man ist gerade damit beschäftigt, den Bayer-Autohof (Ecke B8/Südring) abzureißen. Wäre das nicht ein geeigneter Platz für den Campus? Das hieße wirklich "unter dem Kreuz"! Für das/die Gebäude wäre sowesosicherer Platz jenseits der Bahn.

    Sag' ich doch! 8) Werksgelände:

  • Viel zu klein und würde auch an der Seveso Richtlinie scheitern

    Die Seveso-Richtlinie scheint kein großes Hindernis zu sein, sonst wären nicht schon etliche Projekte in wirklich unmittelbarer Werksnähe umsetzungfähig geworden:

    - fertiggestellte Neubaumaßnahme (Wohnungsbau) in der Niederfeldstraße.

    - geplante Neubebauung am Kreuzhof nähe Bürgerhalle.

    (beide Maßnahmen direkt neben dem Gefahrstofftanklager )

    - Neubau des Verwaltungsgbäude der "Pronova BKK" am Chempark "Tor 4", gegenüber des Chloranilin-Betriebes.

    - Betrieb von Hotels in der Lichstraße i unmittelbarer Werksnähe.

    - Betrieb von Kita, Kindergärten und einef Schule am Kurtekotten in Sichtweite zum Werk.

    - Bau der großen Feuerwache in der Edit-Weydestraße. (Da wären die Rettungskräfte bei eine Chemie-Unfall sogar selbst betroffen.) :LEV11

    - Geplanter Bau von Bayer am Kurtekotten-Weg als Sportinternat. Übrigens auch höchst Umstritten gegen Bürgerwiderstand auf einer ökologisch relevanten Naturfläche (Heide-/Brachland)!! :LEV17