Posts by Tom78

    Also wurde Dein Ticket einfach so gesperrt, damit bei der Wiederfreigabe geprüft werden konnte, ob tatsächlich Du ins Stadion gehst?

    Achso sorry, ich hatte das gestern garnicht aufgelöst. Ja, die wirklich sehr netten Mädels am Service Point haben mir den Hintergrund erklärt und mir dann das Ticket ausgedruckt. Nicht der alleinige Weg aber immerhin ein Weg, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen

    Erklär noch mal. Bayer entfernt ohne Grund dein Ticket ohne dich aktiv zu benachrichtigen?

    Korrekt, keine Info. Wobei wenn man wirklich vor Ort schauen will wer das Ticket nutzt auch nachvollziehbar, das nicht anzukündigen. Spannend wäre zu wissen, ob das Ticket generell deaktiviert wurde (für den Fall, dass es z.B. als PDF weiterverkauft wurde über Viagogo oder so). Hinter mir standen noch zwei, die auch ihren Perso vorzeigen mussten, bei denen lief es auch so

    Ich muss mal ein Ticketing Erlebnis teilen: Heute Mittag habe ich bemerkt dass mein Ticket für heute Abend aus der App verschwunden ist. Hab bei der Hotline angerufen und die meinten, ich soll mit meinem Perso und Rechnung zum Servicepoint in Südost gehen. Dort haben die sich dann aufmerksam meinen Perso angeschaut und erklärt dass der Bayer stichprobenartige Kontrollen macht, ob Tickets weitergegeben / verkauft werden oder selbst genutzt werden. Um gegen den Schwarzmarkt anzugehen. Ich finde das super, Chapeau!!

    Also mal abgesehen davon, dass Du die vermeintlich positiven Aspekte auch pauschalisiert hast, gebe ich Dir Recht, dass unser Strafrecht im Regelfall keine Gruppenbestrafungen kennt. Es ging mir aber nicht um eine strafrechtliche Bewertung - Bayer kann sein Hausrecht nahezu willkürlich ausüben, und das natürlich auch gegenüber Gruppen.

    Da sind wir uns näher, als es vielleicht wirkt. Mir ging es darum, Pauschalurteile über ganze Gruppen zurückzuweisen – egal ob strafrechtlich oder über Hausrecht. Natürlich kann ein Verein sein Hausrecht ausüben, auch gegenüber Gruppen. Das ändert aber nichts daran, dass die Bewertung „Ultras = Straftäter“ Unfug bleibt.

    Schwierig ist doch eher Deine Idee, dass man überhaupt irgendetwas "aufrechnen" könne. Die können noch zehn Jahre was auch immer für Aktionen durchführen, mMn ist deren generelles Verhalten schlicht inakzeptabel. Und ich verstehe dabei nicht, wieso von Vereinsseite diesbezüglich nicht massiv durchgegriffen wird.

    Genau da liegt für mich der Denkfehler: Du sprichst von „deren generellem Verhalten“, als wäre das einheitlich. Ultras sind aber keine homogene Masse, sondern viele unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen.

    In einem Rechtsstaat wird Verhalten individuell bewertet. Wer sich strafbar macht, muss sanktioniert werden – unabhängig davon, ob er Ultra ist oder nicht. Aber man kann nicht einer gesamten Szene pauschal ein „inakzeptables Verhalten“ zuschreiben.

    Das steht außer Frage. Doch gibt es ihnen Sonderrechte? Uli H. hat auch ab und an was gespendet. Tun manch andere Straftäter auch. Ich sehe derzeit keinen Überhang an "guten Taten". Und selbst wenn...

    Ich finde halte das Pauschalisieren etwas schwierig. Ultras = Straftäter. Und da es ja Ultras (=Straftäter) sind brauchen die einen Überhang an guten Taten. Nach der Logik wären auch alle Autofahrer Straftäter, nur weil manche zu schnell oder rücksichtslos fahren.

    Danke. Ja, weit mehr als 1000 Spiele und, sofern ich nichts verdränge, ganze zweimal mit der Ordnungbehörde (Bielefeld und Stuttgart) ein Problem gehabt. Klar gibt es Leute, die m.E. aber nicht grundlos, häufiger diesbezügliche Konflikte erfahren. Sei es durch eigenes Verhalten, sei es durch Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Natürlich habe ich ebenso schon aus der Distanz miterleben können, wie die Polizei weit über das Ziel hinausschoß. Doch dies quasi zu einer Regel mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50% zu erheben, geht nach meiner Einschätzung, zumindest was "normale" Fans anbetrifft, erheblich zu weit.

    Was die DK "der Ultras" angeht: Sie verursachen finanzielle und immaterielle Schäden großen Ausmaßes. Ein erträgliches Level ist mittlerweile in meinen Augen weit überschritten. Eine für mich schwer zu beziffernde Gruppe von ihnen darf man getrost als Straftäter (Intensivtäter?) bezeichnen. Bewußt möchten sie als Einheit gesehen werden und treten regelmäßig so auf. Entsprechend muß der Bayer irgendwann im Interesse der normalen Stadionbesucher, aber auch in Eigeninteresse handeln.

    Ein etwas differenzierter Blick auf das Ganze würde den Ultras wohl gerechter. Es gibt neben den negativen auch viele positive Punkte, z.B. die ehrenamtliche Arbeit, die Orga von Choreos, Spendenaktionen für Kinderhospize, Flutopfer, den Wildpark, Blutspende-Aktionen, Sammelaktionen, der Einsatz für bezahlbare Tickets und und und.

    Ja, die Gästefans konnten zum Beispiel viel zu oft eine große Anzahl an Bengalos ins Stadion schmuggeln.


    Mal zur Erinnerung: Beim vorher letzten Besuch des FC in der Bayarena Anfang des Jahres, musste das Spiel für 10 Minuten unterbrochen werden, da die Kölner Gästefans so massiv Pyros abgebrannt haben.

    Bei so einem Verhalten muss man sich nicht wundern, dass genauer hingeguckt wird.

    Das war vereinsschädigend (zu zahlende Strafen), gefährlich, nervig für die meistens Zuschauer, Umweltverschmutzung und ein sportlicher Eingriff!

    Da sind genug fragliche Maßnahmen dabei, die alle Auswärtsfans betreffen und nicht nur die Ultras (Verbot von kleinen Fahnen, aggressive Ordner, ungeschulte Ordner, Zacken auf dem Zaun, Verbot genehmigte Choreo usw.). Unabhängig davon, wie man zu der Reaktion unserer Ultras steht, scheint es ein Problem zu geben, das man benennen sollte statt sich nur auf die Ultras einzuschießen

    Solche UL braucht eigentlich keiner. Viele depperte Kriminelle plus Lemminge, die sie schützen. Aber wenn Carro den letzten Euro melken will und die Rentner nicht klatschen wollen.
    Ich gehe wegen Fussball schauen ins Stadion und Stimmung kann ich selber machen. Da reichen ergänzend 100 Beauftragte in der Kurve als Vorturner und das Gesocks wäre überflüssig.

    Prima Idee und absolut sachlich geschrieben! Hinter den 100 beauftragten Vorturnern dann vollflächig anstatt dem D Block eine Loge für meckernde Wutbürger-Rentner mit getönten Brillen

    Auch wenn ich es gestern stimmungstechnisch gut (da spielbezogen) fand habe ich trotzdem Verständnis für das Agieren der Ultras. Wenn man weiß, wie die seit Wochen auf das Derby hingefiebert haben und noch 5 Minuten vor Spielbeginn heiß waren ist das Verlassen des Blocks sicherlich nicht der einfachste und bequemste Schritt, aus deren Sicht aber konsequent. Ja die "Nacktkontrollen" haben sich anscheinend relativiert aber dass nicht alles in bester Ordnung ist haben schon die Spiele gegen Dortmund und Gladbach gezeigt und auch die Kieler hatten letzte Saison aus Protest das Stadion verlassen. Wenn man häufiger auswärts fährt, weiß man, wie beschissen so etwas ist

    Ja, fantastisch. Und dann noch in unterschiedlichen Zeitzonen. Mensch war das laut und spaßig. Ohne Orga entdeckt dann jeder Heinz-Willi seinen inneren Animateur und Leute mit Handy steigen vorne auf den Zaun. Das ist nicht Oldschool, das ist unkoordiniert und unangenehm.

    Kann sogar sein, dass das für C-B-D netter war, in SD war es gruselig.

    Sehe ich anders, fand es unter den gegebenen Umständen echt gut. Und den Heinz-Willi auch. War aber auch in C