Nach Sir Erich und dem UEFA Cup kam der große Rinus Michels, der war auch schneller weg als er Löcher im Käse hatte. Kam damals als Europameister.
Zitate zu Rinus Michels aus dem Taschenbuch "Kicken beim Feind? Der ganz alltägliche Friede hinter dem deutsch-niederländischen Fußballkrieg" von Ingo Schwieck:
„In Köln bin ich an den Stars gescheitert. In Leverkusen daran, dass keine Stars da sind. Die Spieler hier sind viel zu brav für das Fußballgeschäft. Die Mannschaft ist einfach nur Mittelmaß.“
Harald Schuhmacher über Rinus Michels:
„Michels war ein knochenharter Kerl, abgrundtief gehasst und geachtet zugleich. … Das Training war eine einzige Quälerei: Gymnastik, Laufen bis zur Erschöpfung, 'angefeuert' durch beleidigende Bemerkungen wie 'Kriecher', 'Flaschen', 'Idioten', 'Dilettanten'. Meine Freunde Pierre Littbarski und Klaus Allofs waren zutiefst gekränkt, glühend vor Wut, fühlten sich wie Sklaven behandelt. Es drohte ein regelrechter Aufstand. … Rinus Michels konnte nie nett sein; wie kein anderer konnte er seinen Spielern auch noch den letzten Rest an Humor austreiben, sie erniedrigen.“
Pierre Littbarski:
„Vielleicht besaß er wirklich ein strategisches Geschick, und der moderne Fußball zeigt, dass er eine Vision hatte, die heute bereits Realität ist. Aber für Individualisten wie mich war er tödlich. ... Er wollte einfach meinen Willen brechen, mir meine Spielfreude austreiben und aus mir jemand anderen machen.“
Was diese bürgerliche Gesellschaft als "Erfolg" in ihrem kranken Zivilsationsmodell begreift, beruht immer auf Ausbeutung und Menschen-Quälerei, die bereits den Keim der eigenen Selbstzerstörung in sich trägt.