Robert Enke ist tot! Freitod am 10.11.2009

  • Und obendrein liegt diese Beurteilung ob das der richtige Weg ist oder nicht an dir Shady_04.
    Das war offenbar der ausdrückliche Wunsch seiner Witwe und ist somit auch indiskutabel.



    Zudem gibt es auch Unterschiede zwischen den medialen Ausschlachtungen über die man sich hier aufregt (Paparazzi Fotos) und einer tocken-sachlich übertragenen Trauerfeier.

    ... es ist egal woher du kommst,
    es ist wichtiger wohin du gehst,
    auf welcher Seite du dann stehst...

    Edited once, last by MarcoSVB ().

  • Quote

    Original von MarcoSVB
    Und obendrein liegt diese Beurteilung ob das der richtige Weg ist oder nicht an dir Shady_04.
    Das war offenbar der ausdrückliche Wunsch seiner Witwe und ist somit auch indiskutabel.


    Zudem gibt es auch Unterschiede zwischen den medialen Ausschlachtungen über die man sich hier aufregt (Paparazzi Fotos) und einer tocken-sachlich übertragenen Trauerfeier.


    Hab ich das behauptet? Ich hab nur meine Meinung dazu kundgetan und das wird doch wohl noch erlaubt sein...


    Ich finde Trauerfeiern im TV höchstgradig pervers. Aber jedem das seine.

  • die trauerfeier war sehr emotional ,bei mir selber lief die ein oder andere träne :LEV15, ... die reden waren auch alle toll, dass einzige quäntchen was mir nicht sooo gefallen hat war dieses gekünstelte-mädchen was die lieder gesungen hat (you ll never walk alone mmn. total verbockt)..aber das tut jetzt nichts zur sache....


    rip robert...

  • Ich hab die Trauerfeier ebenfalls gesehn.
    Ich fand sie eigentlich ganz ok und unglaublich traurig.
    Ich war interessiert wie die Trauerredner das alles zu Wort bringen, was doch so viele sprachlos gemacht hat. Allerdings fand ich, hätte man nicht jede Minute die Frau Enke filmen sollen. Die Arme muss so fix und fertig sein. Das man sie nicht in Ruhe lässt...

    „Du siehst die Welt nicht so, wie sie ist. Du siehst die Welt so, wie Du bist.“ (Mooji)

  • Ich fand die Trauerfeier sehr schön und vor allem richtig.


    Ich sehe das ganz und gar NICHT als Ausschlachten in den Medien, sondern diese starke Frau hat seinen Fans die Möglichkeit gegeben, sich von ihm zu verabschieden. Und das ist sehr wichtig, wenn man trauert.


    Vor der Größe dieser Frau kann ich nur den Hut ziehen.
    Unglaublich !!!

    Wer kämpft, darf auch verlieren;
    wer gar nicht kämpft, der hat schon verloren !

  • Quote

    Original von nezzy
    die trauerfeier war sehr emotional ,bei mir selber lief die ein oder andere träne :LEV15, ... die reden waren auch alle toll, dass einzige quäntchen was mir nicht sooo gefallen hat war dieses gekünstelte-mädchen was die lieder gesungen hat (you ll never walk alone mmn. total verbockt)..aber das tut jetzt nichts zur sache....


    rip robert...


    nun ja, die musikalische begleitung mit verstimmten gitarren und einem gesangsmäßig vergurkten "You'll nerevr ..." war leider ein kleiner wehmutstropfen - dafür waren die streicher mit albinonis adagio in c-moll seeeeeeeeeehr schön und passend und ergreifend. den rest muß ich persönlich erstmal sacken lassen - habe (noch) immer keine meinung zum umgang mit diesem ereignis.
    und im doppelpass bei DSF hat man dann gleich wieder gesehen, wie es in ein paar wochen sein wird: die sache - wenn schon halb vergessen - mit den üblichen phrasen kommentieren. am schlimmsten war dieser "mental-coach", der auch auf nachfrage keine konkreten angaben zu seiner "arbeitsweise" machen konnte - da sieht man mal wieder, was sich da für scharlatane in diesem fußballgeschäft rumtreiben. leuten wie mir, die sechs jahre studium bestreiten mussten, um auf die menschheit losgelassen zu werden stehen da nur noch die haare zu berge!! und dann kommt noch ein lattek und labert die ganze zeit laienpsychologischen humbug in die runde - :LEV11 ... und das schlimmste ist, daß 99 % der leutchen das auch noch für wahr halten - HILFE! - jetzt greifen die üblichen mechanismen des "buisness" halt doch wieder sofort: mehr schein als sein und kommerzielle oberflächlichkeit ... :LEV15

  • 15.11.2009 14:45 Nationalmannschaft


    Zwanziger: "Fußball ist nicht alles"


    Bei der Trauerfeier für Nationaltorwart Robert Enke hielt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger eine Ansprache. Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert die Worte des DFB-Präsidenten in Auszügen:


    "Die Bilder dieser Woche, dieser Tage stehen vor unseren Augen. Vor Euren und auch vor meinen. Diese unfassbare Nachricht am Dienstagabend, noch nicht wissend, was ist passiert? Es nicht fassen können. Am nächsten Tag die Gespräche mit unseren Nationalspielern. Wie geht es weiter? Was können wir tun? Jungs, ich bin stolz auf Euch. Es gibt die Zeit die wir brauchen. Der Trauer, um dies alles zu verkraften.


    Die Pressekonferenz am Nachmittag, einen großen Respekt, liebe Frau Enke, für das, was Sie glaubten für Ihren Mann und ich denke auch für uns, tun zu können. Die Bilder aus den Medien, die uns betroffen machten von der Unfallstelle. Das Mitgefühl für alle, die unbeteiligt und doch beteiligt waren. Die Lokomotivführer, die Rettungskräfte, die Polizei. Alle, die ihren Dienst leisten mussten. Und dann am Abend die Trauerfeier hier in Hannover. Die Spontanität der Menschen in dieser Stadt, der Fans von Hannover 96, der Fans von Robert Enke. Danke an Euch. Diese Bilder verändern sich. Sie werden mal stärker und verblassen. Die Zeit wird vergehen. Das Leben wird wieder seinen Anfang nehmen.


    Aber vor mir, vor meinen Augen, stehen auch zwei Sätze, gesprochen von Bischöfen der Evangelischen Kirche. Der eine am Mittwochabend von Bischöfin Käßmann: 'Fußball ist nicht alles'. Fußball, meine Damen und Herren, liebe Trauergemeinde, darf nicht alles sein. Das Leben, das uns geschenkt ist, ist vielfältig. Es ist interessant. Es ist lebenswürdig. Wir können auch auf das, was wir tun, ein Stück stolz sein. Wir können etwas leisten. Aber wir erfüllen uns immer nur in der Vielfalt und in der Gemeinschaft. Fußball darf nicht alles sein, liebe Eltern, wenn Ihr daran denkt, ob Eure Kinder einmal Nationalspieler werden könnten. Denkt nicht nur an den Schein, an dass was sich dort zeigt, über die Medien verbreitet. Denkt auch an das, was im Menschen ist, an Zweifel und an Schwächen. Fußball ist nicht alles.


    Aber meine Damen und Herren, es gibt auch den anderen Satz. Vor dreieinhalb Jahren begann die Weltmeisterschaft mit einem Gottesdienst in München. Damals, die Sonne begann genauso wie hier den Nebel und den Regen zu verdrängen, sprach Bischof Wolfgang Huber: 'Fußball ist ein starkes Stück Leben'. Ja, Fußball kann ein starkes Stück Leben sein, wenn wir nicht nur wie Besessene hinter Höchstleistungen herjagen. Wir dürfen uns anstrengen. Ja. Aber nicht um jeden Preis. Denn, so formulierte er damals 'den wirklichen Siegerpreis, den werden wir auf Erden nicht empfangen. Wir müssen uns diesem Preis würdig erweisen'.


    Ein wenig mehr, nach diesen schlimmen Tagen an die Würde des Menschen zu denken. In seiner Vielfalt, nicht nur in seiner Stärke sondern auch in seiner Schwäche, empfinde ich als Auftrag dieses an sich sinnlosen Sterbens.


    Wir alle sind dazu aufgerufen, liebe Trauergemeinde, unser Leben wieder zu gestalten, aber in ihm einen Sinn, nicht nur in überbordenden Ehrgeiz zu finden. Maß, Balance, Werte wie Fairplay und Respekt sind gefragt. In allen Bereichen des Systems Fußball. Bei den Funktionären, bei dem DFB, bei den Verbänden, den Clubs, bei mir, aber auch bei Euch liebe Fans. Ihr könnt unglaublich viel dazu tun, wenn ihr bereit seid, aufzustehen gegen Böses. Wenn ihr bereit seid, Euch zu zeigen, wenn Unrecht geschieht. Wenn ihr bereit seid, dass Kartell der Tabuisierer und Verschweiger einer Gesellschaft (....) zu brechen.


    Ihr könnt mithelfen, mit Eurem ganz persönlichen Engagement. Ich denke, so wie ich Euch hier in Hannover kennengelernt habe und viele Fans in den Bundesligastadien. Aber auch auf den Plätzen des Amateurfußballs kenne. Ein Stück mehr Menschlichkeit, ein Stück mehr Zivilcourage, ein Stück mehr Bekenntnis zur Würde des Menschen, des Nächsten, des Anderen. Das wird Robert Enke gerecht. Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit."


    dfb.de


    :LEV5 Herr Zwainziger


    :bayerapplaus

  • Ich fand auch alles angemessen und richtig, was bisher lief. :bayerapplaus



    Meine persönliche Meinung jedoch - man sollte es jetzt, nach der Beerdigung, bei Enkes Tod belassen!!!


    Das Löw morgen zum Thema eine PK abgeben möchte, finde ich nun langsam übertrieben. Es gibt auch noch weitaus andere Probleme unter uns, denen die Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte.

  • War direkt im Stadion ...


    als Alte Liebe gespielt wurde, musste man sich nur umgucken ... da brachen bei sogut wie jedem alle Dämme ... und natuerlich am ende nochmals bei You´ll never walk alone, als auf der Leinwand Roberts einlaufen in die Arena kam ... Gänsehaut pur und auch viele Tränen.


    Theo Zwanzigers Rede war auch sehr gelungen, frei vorgetragen - kann man nur :LEV5 zollen!


    Insgesamt für uns Fans eine sehr schöne Veranstaltung um endgültig abschied zu nehmen, fühle mich danach jetzt auch viel besser und es lässt mich langsam los...


    Man kann sich als H96/Enke Fan nur bei Teresa bedanken, das sie dies ermöglicht hat, natuerlich auch aus Schutz, das die wirkliche Feier mit der Familie nicht durch Fans gestört wird, da sie ja Abschied nehmen konnten. Diese Frau ist der wahnsinn!


    Ruhe in Frieden,
    danke für ALLES
    Robert Enke Nr.1!

  • Die Trauer um den höchst sympathischen Menschen Robert Enke ist das Eine.
    Wer da als Fußballfan nicht betroffen ist, findet auch mein Verständnis nicht.
    Was da allerdings seit vier oder sind es schon fünf Tage in den Medien abgezogen wird, ist eigentlich nicht erträglich. Allerdings reagieren diese quotengeil auf den Trauerfuror, der mittlerweile bei jeder halbwegs günstigen Gelegenheit reichlich über das Land hereingebrochen ist. Enkes Tod (oder war es vielleicht doch Michael Jackson oder Lady Diana) war wieder mal ein Anlass für ein massenhafte Lust am eigenen Gefühlsrausch - eine Endlosschlaufe in der Selbstberauschung Befriedigung zu finden. ( Solcherlei ist mir bereits vor zwanzig Jahren ständig in der verbotenen Stadt aufgefallen, egal ob Trude Herr oder Willi Millowitsch stirbt, im Grunde feiern sich die Kölner immer selbst.) Hauptsache wir fühlen alle zusammen was. Die größte Trauerfeier seit Adenauers Tod. Bei aller Sympathie gegenüber ENke in diesem Land läuft einiges schief.


  • habe mich heute auch nicht mehr wiedererkannt.Habe die Trauerfeier vorm Fernseher geshen und musste bei Alte Liebe plötzlich meinen Emotionen freien lauf lassen :LEV15.Habe mich von den bildern der weinenden leute und den spielern von 96 leiten lassen.

  • Ich akzeptiere durchaus die Gefühle derjenigen, die diese öffentliche Veranstaltung bzw. deren TV-Übertragung als angemessen empfunden haben. Ich kann allerdings auch die Kritik an der teilw. exzessiven medialen Aufbereitung des tragischen Todes von Robert Enke (der einen vergleichsweise bescheidenen und zurückhaltenden Lebensstil führte) nachvollziehen.

  • so belassen wir es doch jetzt einfach dabei, dass jeder daraus das gesehen hat, was er persönlich denkt und fühlt zu diesem schrecklichen Tod und lassen damit auch jetzt Robert Enke die Ruhe, die er wohl zumindest in dem Moment gewollt hat, als er das getan hat.

    Wer kämpft, darf auch verlieren;
    wer gar nicht kämpft, der hat schon verloren !

  • Quote

    Original von RBI_08


    ich mir auch nicht ... ich finde vieles an der "verarbeitung" mittlerweile etwas "bizarr"


    Na wenigstens freuen sich die Nachrichtensender über die hohen Einschaltquoten und die Werbeeinnahmen.
    Die könnte sie spenden an eine Fussballschule oder Stiftung die sich mit Depression befasst. Das wäre mal eine Aktion.


    PRO diesen Fred zu schliessen, alles ist gesagt.


    Es wurde genügend getrauert, lasst Ihn und seine Familie endlich in Ruhe!


  • schließe mich dem an! das ist mal eine mutige aber wahre ansage!

  • Wenn alles gesagt ist! Und keiner mehr was sagt, erledigt die Sache sich von slebst, wie sie sich erledigen sollte. Da brauch keiner den Thread zu schließen!

  • Quote

    Original von SVB91
    Ich werde nie verstehen warum ein gewisser Christoph Daum der Öffentlichkeit Informationen andeutet, die er nicht verraten darf. Will der sich wichtig machen oder was. Abslout amateurhaftes Verhalten!



    Jörg Neblung kritisiert Christoph Daum


    Erschienen am 15. November 2009


    Jörg Neblung hat den ehemaligen Bundesliga-Trainer Christoph Daum wegen dessen Aussagen über den verstorbenen Nationaltorwart Robert Enke kritisiert. "Es gibt viele Menschen, die Robert in seinem Leben kurz kennenlernen durften und nun mit sehr abenteuerlichen Aussagen in der Öffentlichkeit auftauchen, wie zuletzt zum Thema Fenerbahce Istanbul", sagte der Berater und gute Freund von Enke in einem Interview mit der "Welt am Sonntag". Enke hatte sich am Dienstag offensichtlich infolge von starken Depressionen das Leben genommen.


    Daum, der Enke bei Fenerbahce trainierte, hatte in einem Interview behauptet, er wäre bereits seit 2003 über die schweren Depressionen des Torhüters informiert gewesen. "Das ist sehr beschämend, denn die Fakten sind andere", äußerte Neblung, der sich "zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter darüber auslassen" wollte.


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