• Wenn es also eine Kontroverse gibt, dann ist die nicht der "Tod jedes Projekts", sondern ein Auftrag, eine bessere Lösung zu finden, differenziert einen Kompromiss oder gar einen Konsens (verwechseln viele....) auszuarbeiten oder sich ggf. mal um die Diskussion der Prämissen, ob, wann und in welchem Umfang überhaupt "investiert werden muss" zu kümmern.

    Ich bin gar kein Projektgegner, ich würde als Betroffener nur auch mehr Bemühung in bessere Lösungen fordern, allein schon pro forma; Reibung erzeugt Wärme und so.

    das ist ja aber aktuell der Hauptkritikpunkt das sich der erarbeitete Kompromissvorschlag von Bayer von der Politik gar nicht angehört wurde

    w11 Liga2 2019/2020: Schwolow, Flekken - Sinkgraven, Sane, Zimmermann, Halstenberg, Torunarigha - Haberer, Duda, Sabitzer, Schmid, Serdar, Darida - Mateta, Weghorst, Finnbogason, Mamba

  • Ich bin gar kein Projektgegner, ich würde als Betroffener nur auch mehr Bemühung in bessere Lösungen fordern, allein schon pro forma; Reibung erzeugt Wärme und so.

    Ich bin da ja gar nicht weit von Dir entfernt. Eigentlich bin ich bei Dir.

    Ich habe ja auch nirgendwo gesagt, „Hey, das Projekt finde ich doch super, was wollen die Anwohner denn eigentlich?“ Ich habe nur die üblichen Mechanismen aufgeführt, die bei Projekten immer zum tragen kommen. Schwarz oder weiß? Stones oder Beatles? Natur oder Zerstörung? Heutzutage wird mehr polarisiert als vermittelt. Ist leider so. Und meine Intention war oder ist, Rolfes und Carro nicht zu verdammen, weil sie etwa alles falsch gemacht hätten. Ich habe auch gesagt, dass beide eine Projektidee nach vorne getragen haben, sich der Zustimmung des Bürgermeisters versichert haben und dann nach vorne marschiert sind, vielleicht ein wenig naiv, aber sie haben das getan, was man tun muss. Dann aber wird jede Idee dem politischen Schafott ausgeliefert, Sachlichkeit wird Partikularinteressen geopfert und man wird im wahrsten Sinne des Wortes zum Spielball. Diese Mechanismen nerven. Und um nochmal zum Thema zurückzukommen, ich sehe nicht, was man Rolfes und Carro da vorwerfen kann. Ein wenig Blauäugigkeit womöglich, aber das war es.

    Und ach ja: Jede Planung funktioniert ja eigentlich so, wie ich (und du auch) beschrieben habe. Man hat eine Idee und die wird unter Berücksichtigung aller (!) Belange (Verkehr, Umwelt, Natur, Arbeitsplätze usw.) in ein Verfahren gebracht um zu checken, was zu tun ist. So ist es auch im Gesetz geregelt.

  • Mir ist das Areal nicht nur "bekannt", ich bin dort sehr häufig beobachender Weise mit dem Rad unterwegs, wenn ich u. a. den Monheimer Rheinbogen oder die Urdenbacher Kämpe zur Vogelbeobachtung aufsuche.

    Ich habe es an anderer Stelle hier schon geschrieben, wiederhole es aber gerne nochmals: Die Fläche ist durchaus relevant z. B. für den Feldhasen und als Rastplatz für Zugvögel, insbesondere im Zusammenhang mit dem nahen Rheinbogen. Für z. B. Fasan, Rebhuhn, Kiebitz und andere Feldflurbewohner ist sie ein Habitat. Ebenso für Turteltaube, Saat- und Rabenkrähe. Ich habe dort Bussarde, Milane und Turm- und Baumfalken registriert, welche die Fläche zur Jagd nutzen und im Sommer tummeln sich dort Rauch- und Mehlschwalben, sowie die Feldlerche und Stare.

    DAS ist der Istzustand den man vorfindet, wenn man nicht nur mit dem Auto dort vorbeirauscht und stadtnahe Naturflächen grundsätzlich für verzichtbar hält.

    DAS trifft auf jede freie Feldfläche zu. Im Vergleich zu naturbelassenem Areal ist das, was du beschreibst, der kümmerliche Rest der Fauna, den man ab und an noch auf intensiv benutzten Feldflächen vorfindet. Du musst dich gar nicht aus Bürrig/Küppersteg bis Monheim bewegen, um das zu finden. Die Felder in Rheindorf an der Wupper bieten dir das und noch deutlich mehr. Es ist aber schön, dass du dich in der Natur bewegst. Das, was du zu deinen Beobachtungen als Argument gegen eine Nutzung durch Bayer 04 äusserst, wäre jedoch das Todschlagargument gegen die Bebauung oder Nutzung jeglicher Feldfläche.

    Ich bin ganz sicher auch nicht dafür, blind Flächen zu versiegeln. Aber gehaltvolle Argumente dagegen sind das für mich eher nicht. Da finde ich den Einwand des Mikroplastikeintrags ins Grundwasser durch mehrere Hektar Kunstrasen deutlich relevanter. Letztendlich wirkt es auf mich, als ob diese Ansiedlung nun einfach politisch nicht mehr gewünscht ist. Und Beobachtungen von Kiebitz oder Rabenkrähe durch Vogelkundler haben für diese Entscheidungsfindung meines Wissens keinerlei Rolle gespielt.

  • Am Rand: Über 20 Millionen Tonnen (Mikro)Plastik gelangen p.a. in die Meere, z.T. aus synthetischen Kleidungsanteilen beim Waschen, Kosmetika, Haushalt-Reinigungsmitteln usw. Der Reifenabrieb bei zunehmendem Verkehr ist ein Thema für sich. Verwahrlosung unserer Lebensräume plus politische Konflikte, Klimawandel ...wir sind längst close to the edge. Ob ein paar Hektar Kunstrasen dazu in nicht vertretbarem Maße beitragen, ist sicher eine Frage des Standpunkts. In Monheim und andernorts wir auch ohne schon genug "Dreck" produziert.

  • DAS trifft auf jede freie Feldfläche zu. Im Vergleich zu naturbelassenem Areal ist das, was du beschreibst, der kümmerliche Rest der Fauna, den man ab und an noch auf intensiv benutzten Feldflächen vorfindet. Du musst dich gar nicht aus Bürrig/Küppersteg bis Monheim bewegen, um das zu finden. Die Felder in Rheindorf an der Wupper bieten dir das und noch deutlich mehr. Es ist aber schön, dass du dich in der Natur bewegst. Das, was du zu deinen Beobachtungen als Argument gegen eine Nutzung durch Bayer 04 äusserst, wäre jedoch das Todschlagargument gegen die Bebauung oder Nutzung jeglicher Feldfläche.

    Ich bin ganz sicher auch nicht dafür, blind Flächen zu versiegeln. Aber gehaltvolle Argumente dagegen sind das für mich eher nicht. Da finde ich den Einwand des Mikroplastikeintrags ins Grundwasser durch mehrere Hektar Kunstrasen deutlich relevanter. Letztendlich wirkt es auf mich, als ob diese Ansiedlung nun einfach politisch nicht mehr gewünscht ist. Und Beobachtungen von Kiebitz oder Rabenkrähe durch Vogelkundler haben für diese Entscheidungsfindung meines Wissens keinerlei Rolle gespielt.

    Ich denke, ich bin so ziemlich der letzte dem man hier erklären muss, wo man in dieser Region relevante Stellen zur Vogelbeobachtung finden kann. Ich bin viel mit Fernglas und Kamera unterwegs und das natürlich nicht nur im Raum Monheim und der Rheinschiene.

    Sorry, dass ich Dir erneut widersprechen muss. Es geht in dem Gebiet am Rande von Monheim nicht einen "kümmerlichen Rest von Fauna" wo Vogelkundler die Rabenkrähe beobachten, sondern um ein relevantes Stück zusammenhängendem Naturraum, dem sogenannten "Zugvogeltrichter", einer grünen Schneise für die Vogelwanderungen. Der nahe Buschbergsee ist sogar ein Vogelparadies von überregionaler Bedeutung, nebst der vielen angrenzenden Baggerseen bei Monheim und Hitdorf. Und hier mal wieder ein verbindendes Puzzlestück dieses grünen Bandes zu opfern, weil da ja angeblich nur kümmerliche Brache vorliegt, ist die typische Vorgehensweise. Kleinreden und negieren der Bedeutung, denn alles andere ist wichtiger als Umwelt- und Naturschutzbelange.

    Ein interessanter Artikel in der RP dazu:

    Vogelparadies Buschbergsee in Leverkusen-Hitdorf: „Hier klingt’s wie im Urlaub an der See“
    Der Buschbergsee in Hitdorf ist ein Vogelparadies. 130 verschiedene Arten leben dort, darunter viele sehr seltene. Naturschützer informieren über Tiere und…
    rp-online.de


    Am Rand: Über 20 Millionen Tonnen (Mikro)Plastik gelangen p.a. in die Meere, z.T. aus synthetischen Kleidungsanteilen beim Waschen, Kosmetika, Haushalt-Reinigungsmitteln usw. Der Reifenabrieb bei zunehmendem Verkehr ist ein Thema für sich. Verwahrlosung unserer Lebensräume plus politische Konflikte, Klimawandel ...wir sind längst close to the edge. Ob ein paar Hektar Kunstrasen dazu in nicht vertretbarem Maße beitragen, ist sicher eine Frage des Standpunkts. In Monheim und andernorts wir auch ohne schon genug "Dreck" produziert.

    Und das "anderen Ortes" Umweltfrevel an der Tagesordnung ist rechtfertigt jetzt, dass man auch noch die letzten verbliebenen paar Rückzugsgebiete und Ausgleichflächen platt machen darf? - Komisches Argument!

    Ist der Planet erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Scheiß doch auf Umwelt und Natur, die braucht doch kein Mensch.

  • Ja gut. Dann bauen wir nirgendwo mehr.

    Lassen die Wirtschaft weiter den Bach runtergehen.

    Die junge Generation von der Abgabenlast (Rente!) erdrücken.

    Wohnraum können die dann ja völlig überteuert von den Boomern mieten, die fröhlich in den Frühruhestand gehen. Bauen geht nicht, da man da ja den Marder verscheuchen würde.

    In China werden derweil Inseln künstlich aufgeschüttet und die deutsche Industrie zieht dahin um (siehe golden Island in Zhanjiang).

    Ein Traum wurde wahr: Deutscher Meister SVB!

    Edited once, last by Nordisch (November 5, 2025 at 8:47 PM).

  • gaaaaaaaaay.

    Wir schlugen Juuuuuve,Baaarceloona und die Tüüürken sowieso...Liveeerpool und ManUnited, und in Glaaasgow war'n wir schon...

  • Ja gut. Dann bauen wir nirgendwo mehr.

    Lassen die Wirtschaft weiter den Bach runtergehen.

    Die junge Generation von der Abgabenlast (Rente!) erdrücken.

    Wohnraum können die dann ja völlig überteuert von den Boomern mieten, die fröhlich in den Frühruhestand gehen. Bauen geht nicht, da man da ja den Marder verscheuchen würde.

    In China werden derweil Inseln künstlich aufgeschüttet und die deutsche Industrie zieht dahin um (siehe golden Island in Zhanjiang).

    Die jungen Generationen werden ganz andere Probleme haben als die Abgabenlast.

    Der Klügere kippt nach!

  • Und hier mal wieder ein verbindendes Puzzlestück dieses grünen Bandes zu opfern, weil da ja angeblich nur kümmerliche Brache vorliegt...

    Der Acker grenzt an das Pflanzenschutzzentrum, ein Gewerbegebiet und Wohngebiete. Wenn er etwas verbindet, dann diese Areale. Das von dir bemühte Vogelparadies Buschbergsee liegt etwa 1 Km entfernt auf der anderen Seite des Pflanzenschutzzentrums. Dieses Argument halte ich daher für fadenscheinig. De facto hat der Monheimer Stadtrat (CDU Fraktion) eben sogar öffentlich Flächen, die direkt an diesen See angrenzen, als Alternativfläche für das Leistungszentrum ins Spiel gebracht.

  • Der Stadtrat bleibt bei der Ablehnung (noch keine Abstimmung, aber die Parteien haben sich klar positioniert in der Sitzung).

    Man bietet Bayer 04 aber an, weitere Gespräche zu führen, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, bei der der Rat mehr Vorteile für die Stadt Monheim versprochen bekommen möchte und eine (nicht vorhandene) kleinere Ersatzfläche gesucht werden soll.

    Man glaubt auch, dass die Bayer AG sich weiterhin stark in Monheim engagieren wird, da Bayer 04 keine Alternative zum Standort sieht.

    Ein Traum wurde wahr: Deutscher Meister SVB!

  • Der Stadtrat bleibt bei der Ablehnung (noch keine Abstimmung, aber die Parteien haben sich klar positioniert in der Sitzung).

    Man bietet Bayer 04 aber an, weitere Gespräche zu führen, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, bei der der Rat mehr Vorteile für die Stadt Monheim versprochen bekommen möchte und eine (nicht vorhandene) kleinere Ersatzfläche gesucht werden soll.

    Man glaubt auch, dass die Bayer AG sich weiterhin stark in Monheim engagieren wird, da Bayer 04 keine Alternative zum Standort sieht.

    Mal sehen. Die PETO wird eine geheime Abstimmung vorschlagen. Wer weiß, ob es dann doch anders ausgeht. Glaube aber nicht dran.

  • Der Stadtrat bleibt bei der Ablehnung (noch keine Abstimmung, aber die Parteien haben sich klar positioniert in der Sitzung).

    Man bietet Bayer 04 aber an, weitere Gespräche zu führen, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, bei der der Rat mehr Vorteile für die Stadt Monheim versprochen bekommen möchte und eine (nicht vorhandene) kleinere Ersatzfläche gesucht werden soll.

    Man glaubt auch, dass die Bayer AG sich weiterhin stark in Monheim engagieren wird, da Bayer 04 keine Alternative zum Standort sieht.

    Der Stadtrat möchte ‚mehr Vorteile‘ für eine kleinere Fläche und denkt, dass die AG sich weiter engagiert, weil es keine Alternative zum Standort gibt, den der Stadtrat ablehnt?

    Das ergibt zusammen wenig Sinn.

  • Sorry, will jetzt eigentlich nicht die Forumspolizei spielen, aber es wäre sehr nett, wenn das Thema im "Die Zukunft von Bayer 04" Thread weiterdiskutiert wird und nicht noch zusätzlich im "Simon Rolfes" Thread, der mit den letzten Posts eigentlich gar nichts mehr zu tun hat.

    BigB, an einigen Tagen gehe ich mit deinen Auffassungen durchaus konform, an anderen glaube ich, dir hat während des Postens jemand das Hirn rausgelöffelt.

    Heute ist ein anderer Tag.

  • Ja gut. Dann bauen wir nirgendwo mehr.

    Lassen die Wirtschaft weiter den Bach runtergehen.

    Die junge Generation von der Abgabenlast (Rente!) erdrücken.

    Wohnraum können die dann ja völlig überteuert von den Boomern mieten, die fröhlich in den Frühruhestand gehen. Bauen geht nicht, da man da ja den Marder verscheuchen würde.

    In China werden derweil Inseln künstlich aufgeschüttet und die deutsche Industrie zieht dahin um (siehe golden Island in Zhanjiang).

    Um Bauvorhaben kannste dich kümmern, wenn du die 60-100 Mrd. Steuerbetrug jedes Jahr durch Cum-Ex im Griff hast ;). Die kannste dann direkt in Wirtschaftssubventionen umwidmen....oder Investitionsanreize für grüne Siedlungen schaffen. Schon erstaunlich, was wir an Wohnraum brauchen, wo die Sau des demografischen Wandels doch seit 30 Jahren durchs Dorf getrieben wird. Und China ist ja bekannt für die gute Luftqualität und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen (wie Kies, den man braucht, um Inseln aufzuschützen). Vielleicht sind wir konsequent und siedeln die Monheimer direkt dahin mit um. Dann kann auch der Marder bleiben.

    Sorry, will jetzt eigentlich nicht die Forumspolizei spielen, aber es wäre sehr nett, wenn das Thema im "Die Zukunft von Bayer 04" Thread weiterdiskutiert wird und nicht noch zusätzlich im "Simon Rolfes" Thread, der mit den letzten Posts eigentlich gar nichts mehr zu tun hat.

    Simon, bist du es? Da hast was von vor dem Spiel:

    https://www.beinsports.com/en-us/soccer/u…lfes-2025-11-04

    "Die Spieler wissen, dass ich keine Konzessionen mache. Sie müssen sich in die Mannschaft reinboxen. Das geht nur über die Leistung. Es gibt nichts Anderes" - Don Jupp