• Ich habe die gesamten Redebeiträge der Ratssitzung aufmerksam verfolgt. Eines ist sicher, Herr Risse (Peto) hat mal wieder sehr eloquent und souverän seine ausschließlich wirtschaftsfreundliche Klientelpolitik zur Schau gestellt und gleich dem politischen Gegner komplett die Redlichkeit ihrer fundierten Argumentation abgesprochen.

    Das ist sein Job, eine politische Agenda zu vertreten ...und zwar möglichst qualifiziert und auf den Punkt. Er wirkte auf mich auch nicht so, dass er implizit anderen die "Redlichkeit" ihrer Argumente absprach. Der Kollege von der CDU war sozus. die rhetorische Antipode: Masse statt Klasse, bis die Bürgermeisterin ihn bat, seine Endlos-Schleife zu beenden.

  • Was habt ihr immer mit Gutachten? Die Fläche ist doch nicht ohne Grund in großen Teilen als Umwelt- und Klimarelevant eingestuft. Das wird von Experten begutachtet und eingestuft. Sonst gäbe es ja dort keine behördlichen Bebauungseinschränkungen z. B. aus dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG).

    Umweltbehörden setzen Bebauungseinschränkungen durch, um Natur, Klima und Mensch zu schützen. Diese umfassen strikte Vorgaben zu Artenschutz, Immissionsschutz, Wasser- und Bodenschutz. Sie können Bauvorhaben im Außenbereich blockieren, Ausgleichsflächen verlangen oder Grenzwerte für Lärm und Emissionen vorschreiben. Das machen Experten!

  • Man muss es leider so sagen aber der Standort Monheim ist gestorben.

    Dann ist es so. Mund abputzen und andere Standorte suchen. Wenn man jetzt weiterhin dranbleibt zeigt das nur wie verzweifelt man ist.

    Du bist für uns die beste Mannschaft auf der Welt, deine Fans sind immer bei dir...Wenn hier ein Spiel beginnt, gibt es nur einen der gewinnt ... Bayer 04!

  • Weil man doch damit argumentiert. Der Bürger hat denen doch angeblich die Stimme insbesondere aufgrund der Ablehnungshaltung gegenüber dem Campus erteilt. Damit hätte man das verifizieren können.

    Nein, da hat der Vögelchenkundler schon einen Punkt. Diese Leute sind gewählt und sollen in einer Demokratie entscheiden.

    Wünschenswert wäre, wenn es dann aber auch zu Konsequenzen von solchen ökogetriebenen Entscheidungen kommen würde.

  • Nein, da hat der Vögelchenkundler schon einen Punkt. Diese Leute sind gewählt und sollen in einer Demokratie entscheiden.

    Wünschenswert wäre, wenn es dann aber auch zu Konsequenzen von solchen ökogetriebenen Entscheidungen kommen würde.

    Sehe ich anders. Diesem Instrument bedient man sich einfach viel zu selten. Auch wenn Politiker mal irgendein Wahlprogramm zusammen gestellt haben, wäre es viel sinnvoller bei gewissen Entscheidungen die Bürger mit ins Boot zu holen.

    Ich habe in der letzten Zeit öfters schon Parteien gewählt, die dann auch ins Amt kamen. Vertreten gefühlt habe ich mich dennoch eher selten und das lag nicht daran, dass ich mich mit dem Wahlprogramm nicht auseinandergesetzt habe.

    Wer anderen eine Grube gräbt, hat ein Grubengrabgerät.

  • Das ist sein Job, eine politische Agenda zu vertreten ...und zwar möglichst qualifiziert und auf den Punkt. Er wirkte auf mich auch nicht so, dass er implizit anderen die "Redlichkeit" ihrer Argumente absprach. Der Kollege von der CDU war sozus. die rhetorische Antipode: Masse statt Klasse, bis die Bürgermeisterin ihn bat, seine Endlos-Schleife zu beenden.

    Tja, da kann man mal sehen, wie unterschiedlich verschiedene Zuhörer den gleichen Redebeitrag bewerten.

    Herr Risse hat die politischen Gegenspieler aufgefordert ihre quasi als Denkzettel an "Peto" zu verstehende reine Blockadepolitik aufzugeben. Damit wäre diese Haltung wieder besseren Wissens zustande gekommen und unredlich.

    Übrigens: Frau Dr, Lorenz (Mitglied des Stadtrates von Monheim am Rhein) engagiert sich für Bündnis 90/Die Grünen. Als Agrarwissenschaftlerin und Naturschutzbeauftragte des NABU liegt ihr Schwerpunkt besonders auf Klima- und Artenschutz, Stadtplanung sowie sozialer Gerechtigkeit.

    Ich sage mal so: Ich sehe da sehr viel mehr Expertise als bei bei jenen Schlaumeiern hier im Forum, die aus blanker Unwissenheit Grünzügen ihre Umweltrelevanz absprechen, Hauptsache der Ball rollt. :D

  • Was habt ihr immer mit Gutachten? Die Fläche ist doch nicht ohne Grund in großen Teilen als Umwelt- und Klimarelevant eingestuft. Das wird von Experten begutachtet und eingestuft. Sonst gäbe es ja dort keine behördlichen Bebauungseinschränkungen z. B. aus dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG).

    Umweltbehörden setzen Bebauungseinschränkungen durch, um Natur, Klima und Mensch zu schützen. Diese umfassen strikte Vorgaben zu Artenschutz, Immissionsschutz, Wasser- und Bodenschutz. Sie können Bauvorhaben im Außenbereich blockieren, Ausgleichsflächen verlangen oder Grenzwerte für Lärm und Emissionen vorschreiben. Das machen Experten!

    Da bin ich in einem Punkt bei dir: Die Fläche ist nicht zufällig als wertvoll eingestuft. Kaltluftschneise, Trinkwassereinzugsgebiet, Artenschutz, das ist real und gut belegt.

    Aber dein Argument beißt sich selbst in den Schwanz. Du schimpfst über Gutachten und feierst im nächsten Satz die Experten - dabei sind Gutachten genau das: die Arbeit von Experten. Die artenschutzrechtliche Prüfung, der Umweltbericht, die Immissionsgutachten. Das ist kein Trick, um den Naturschutz auszuhebeln, sondern das gesetzlich vorgeschriebene Werkzeug, mit dem überhaupt festgestellt wird, was auf so einer Fläche geht und was nicht. Ohne die Gutachten hätte der Naturschutz gar keine Handhabe.

    Und der zweite Denkfehler: Dass es Einschränkungen aus dem BNatSchG gibt, heißt nicht automatisch „hier darf niemals gebaut werden". Das Gesetz läuft über Vermeiden, Minimieren, Ausgleichen. Restriktionen sind Auflagen und Hürden, kein Baustopp per Knopfdruck. Ob am Ende gebaut werden darf, entscheidet die Monheimer Politik im Bebauungsplanverfahren, und die stützt sich dabei genau auf diese Gutachten.

    Und genau hier wird's kurios. Wenn all das stimmt, dann ist es absurd, dass die aktuelle Koalition das Verfahren gar nicht erst einleitet. Wer sich sicher ist, dass der Naturschutz hier überwiegt, kann das Verfahren ergebnisoffen laufen lassen und am Ende auf sauberer fachlicher Grundlage Nein sagen. Stattdessen wird vorher am grünen Tisch entschieden, bevor ein einziges Gutachten auf dem Tisch liegt.

    Meine Vermutung: Genau davor hat man Angst. Vor den fachlichen Einschätzungen. Denn ein ordentliches Verfahren könnte auch zeigen, dass sich das Projekt mit Auflagen und Ausgleich doch verträglich umsetzen ließe – und dann wäre das „geht alles nicht"-Argument weg. Da beruft man sich ständig auf Experten, traut sich aber nicht, sie wirklich ranzulassen.

    Dem SVB ganz in schwarz und rot!!

  • Sehe ich anders. Diesem Instrument bedient man sich einfach viel zu selten. Auch wenn Politiker mal irgendein Wahlprogramm zusammen gestellt haben, wäre es viel sinnvoller bei gewissen Entscheidungen die Bürger mit ins Boot zu holen.

    Ich habe in der letzten Zeit öfters schon Parteien gewählt, die dann auch ins Amt kamen. Vertreten gefühlt habe ich mich dennoch eher selten und das lag nicht daran, dass ich mich mit dem Wahlprogramm nicht auseinandergesetzt habe.

    Das mag sein, dass sieht unser Politiksystem aber so nicht vor. Wir sind eben nicht in der Schweiz.

  • Tja, da kann man mal sehen, wie unterschiedlich verschiedene Zuhörer den gleichen Redebeitrag bewerten.

    Herr Risse hat die politischen Gegenspieler aufgefordert ihre quasi als Denkzettel an "Peto" zu verstehende reine Blockadepolitik aufzugeben. Damit wäre diese Haltung wieder besseren Wissens zustande gekommen und unredlich.

    Übrigens: Frau Dr, Lorenz (Mitglied des Stadtrates von Monheim am Rhein) engagiert sich für Bündnis 90/Die Grünen. Als Agrarwissenschaftlerin und Naturschutzbeauftragte des NABU liegt ihr Schwerpunkt besonders auf Klima- und Artenschutz, Stadtplanung sowie sozialer Gerechtigkeit.

    Ich sage mal so: Ich sehe da sehr viel mehr Expertise als bei bei jenen Schlaumeiern hier im Forum, die aus blanker Unwissenheit Grünzügen ihre Umweltrelevanz absprechen, Hauptsache der Ball rollt. :D

    Ich sag ja, sobald man ins Detail geht kommt nur noch leerer Populismus.

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    Ignore-Liste: Caminos, Merkels Erbe, Stahli, Werkself-04, Jon Snow, Tommi0952, Schuster1972, Gunimo, nezzy

  • Übrigens: Frau Dr, Lorenz (Mitglied des Stadtrates von Monheim am Rhein) engagiert sich für Bündnis 90/Die Grünen. Als Agrarwissenschaftlerin und Naturschutzbeauftragte des NABU liegt ihr Schwerpunkt besonders auf Klima- und Artenschutz, Stadtplanung sowie sozialer Gerechtigkeit.

    Ich sage mal so: Ich sehe da sehr viel mehr Expertise als bei bei jenen Schlaumeiern hier im Forum, die aus blanker Unwissenheit Grünzügen ihre Umweltrelevanz absprechen, Hauptsache der Ball rollt. :D

    Ob die Expertise von jemandem mit so einem ‚Profil‘ über Öko-Themen hinaus geht, sei aber mal dahingestellt.
    Jedoch bekommt jede Stadt auch die Politiker, die sie verdient…

  • Da bin ich in einem Punkt bei dir: Die Fläche ist nicht zufällig als wertvoll eingestuft. Kaltluftschneise, Trinkwassereinzugsgebiet, Artenschutz, das ist real und gut belegt.

    Aber dein Argument beißt sich selbst in den Schwanz. Du schimpfst über Gutachten und feierst im nächsten Satz die Experten - dabei sind Gutachten genau das: die Arbeit von Experten. (...)

    Wo schimpfe ich denn über Gutachten? :/

    Nein, es macht m. E. nur keinerlei Sinn weitere Gutachten einzuholen zu Arealen, die schon begutachtet sind und deren belegte Umweltrelevanz ein Bauprojekt im Ausmaß des geplanten Campus niemals genehmigungsfähig wären.

  • Wo schimpfe ich denn über Gutachten? :/

    Nein, es macht m. E. nur keinerlei Sinn weitere Gutachten einzuholen zu Arealen, die schon begutachtet sind und deren belegte Umweltrelevanz ein Bauprojekt im Ausmaß des geplanten Campus niemals genehmigungsfähig wären.

    was bisher „begutachtet" ist, ist die Fläche - also ihr Status: Kaltluft, Trinkwasser, Freiraum, Artenschutz. Das sagt dir, dass das Areal empfindlich ist. Es sagt dir aber nicht, ob dieses konkrete, inzwischen zweimal verkleinerte Projekt mit Auflagen, Ausgleich und Anpassungen genehmigungsfähig ist oder nicht. Das sind zwei verschiedene Prüfungen. Die erste ist gemacht, die zweite projektbezogene eben nicht. Und genau die passiert im Bebauungsplanverfahren.

    „Niemals genehmigungsfähig" ist deshalb keine Tatsache, sondern eine Prognose. Und wenn die so eindeutig ist, wie du sagst, dann hast du im Verfahren doch leichtes Spiel: sauber geprüft, rechtssicher abgelehnt, fertig. Warum dann die Prüfung scheuen, die dir angeblich recht gibt?

    Für mich klingt das alles nach verhindern statt gestalten und das ist mMn verantwortungslos in Zeiten von klammen Kassen in Monheim und einer Wirtschaftskrise am Standort Deutschland. Was in Monheim passiert ist sinnbildlich für eine "not in my backyard" Mentalität in Deutschland die jeden der gestalten und investieren will behindert.

    Dem SVB ganz in schwarz und rot!!

  • Wo schimpfe ich denn über Gutachten? :/

    Nein, es macht m. E. nur keinerlei Sinn weitere Gutachten einzuholen zu Arealen, die schon begutachtet sind und deren belegte Umweltrelevanz

    Dann zeig es doch mal. Wo sind denn diese Belege?

    Aber um nicht nur zu pöbeln. Dann mal ganz konkret, ich freue mich auf fundierte Antworten, die dich von den "Schlaumeiern" hier abheben und zeigen, dass du nicht nur hohle Phrasen drischst.

    Klima:
    Im Klimaatlas des LANUK (Landesamt für Natur, Umwelt & Klima) ist im betroffenen Gebiet kein Kaltluftvolumenstrom eingezeichnet. Er ist laut den Experten also nicht vorhanden! Das einzige was dort markiert ist, ist dass dort kalte Luft entsteht. Eine Kaltluftentstehungszone. Der Abstrom dieser kalten Luft ist angegeben mit: 10 bis 20 m³/(s*m).

    Übrigens der gleiche Wert, mit dem lokale Fußballplätze oder etwa das NLZ des FC Köln ausgewiesen ist (von den Experten des LANUK!).

    Wie verschlechtert sich dieser Wert durch die Bebauung mit Hybrid- / Naturrasenplätzen inklusive der Aufwertung des daneben liegenden Gebiets?


    Lärm:
    Welchen Lärmemissionen von der aktuellen "Industriestraße" sind die Bewohner der Einfamilienhaussiedlung aktuell ausgesetzt? Wie verändern sich die Werte durch die geplante Bebauung (samt Bäumen in der "Pufferzone")


    Artenschutz:
    Welche besonders geschützten Arten leben dort in welcher Population? Inwiefern sind die Ersatzlebensräume und Grünzüge auf dem neuen Gelände für diese ungeeignet?

    Reicht das, oder noch mehr? :)

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