Wie und Warum seid ihr Bayer Fans geworden?

  • Warum bin ich Fan geworden? Ich bin in Leverkusen geboren und wohne mein ganzes Leben in der Stadt. Vom Vater als Fan selbstverständlich erzogen worden. Ich war 1998 zuhause gegen 1860 das erste Mal im Stadion . Tore Kirsten und Hobsch.. was aber viel geiler ist war mein erstes Auswärtsspiel. Böckelberg - Gladbach - 8:2 :LEV5

    Meine Eltern waren in Unterhaching und in Glasgow. Ich hab die Spiele bei meiner Verwandtschaft vor dem TV verfolgt und bin in Tränen ausgebrochen. Gerade das CL Finale war das schlimmste was ich jemals erlebt habe .

    Meine erste Dauerkarte hab ich 2008 bekommen und ebenso das Pokalfinale gegen Bremen 2009. ich war in Berlin und das war vermutlich der schlimmste Stadionbesuch aller Zeiten.

    Jetzt sitzen wir hier und sind Deutscher Meister. Ich kann es immernoch nicht realisieren. Als Fan hat man gefühlt den Profifußball durchgespielt. Ich freue mich für alle Leute die solange drauf gewartet haben . Egal ob jung oder alt.


    SVB :LEV3

    Du bist für uns die beste Mannschaft auf der Welt, deine Fans sind immer bei dir...Wenn hier ein Spiel beginnt, gibt es nur einen der gewinnt ... Bayer 04!

  • Mein erstes Spiel war in der Aufstiegssaison 79/80, mein Vater, der in Bürrig lebte, nahm mich als kleiner Junge das erste Mal mit. Bin dann immer mal wieder mitgegangen, lebte damals bei meiner Mutter in Solingen.

    In den 80er Jahren war man als Bayer 04 Fan ungefähr so angesehen wie ein NS-Kriegsverbrecher. Kein Vergleich zu heute... Allererste zaghafte Respektsbekundungen in der Schule erlebte ich 1988 nach dem UEFA-Cup Sieg. Kann mich noch erinnern, mein Vater hatte Karten besorgt und wir standen beim Rückspiel in der Baustelle Haberland mit ca. 10 Leverkusenern auf der provisorischen Tribüne Nord zwischen 2000 Katalanen. Heute undenkbar.

    Dauerkarte seit den frühen 90ern, alle Traumata vor Ort abgeholt (Unterhaching, Berlin, Glasgow, Berlin).

    Alles vergessen seit gestern! 45 years of hurt never stopped me dreaming! Laufe heute mit meinem Meistertrikot durch Köln, man, das fühlt sich gut an. Die Bayer 04 Fahne weht über Köln-Sülz!

    :LEV3

  • Komme aus dem nördlichen Ruhrgebiet. Hier ist ca. 70 Prozent Schalke, 20 Prozent BVB und 9,9 Prozent Bayern Fan. Und dann gibt es mich :D.

    Mutter Schalke und Vater Dortmund Fan. 1994 war dann mit 7 Jahren Zeit für eine Entscheidung und eine entfernt Verwandte aus Leverkusen tauchte auf und erzählte von Bayer 04. Der Rest ist Geschichte und ich fahre jetzt jedes zweite Wochenende 200 km pro Heimspiel... ^^

  • Mein Opa - Inventar in der PA "beim Bayer" und Arbeitskollege von Ömmes Kentschke & Co. hat mich 1975 im November im ersten Jahr in der 2. Liga ohne Karte mitgenommen. "Der Kleine sitzt bei mir".

    Auf dem Gymnasium war ich in unserer Stufe der Einzige "Bayer-Fan".

    Saison 2018/19 W11-1.Liga (M):

  • Mein erstes Spiel im Haberland, so hieß das wohl, war das gegen Union Solingen in der letzten Zweitligasaison 1978/79. Irgendein Unioner-Onkel hatte mich mitgenommen, ich war 12 oder 13 und ich wurde keineswegs zum Bayer-Fan, ich war ja ein Blau-Gelber, wir wurden mit 2:0 nach Hause geschickt. Bayer stieg sowieso auf.

    Also Liebe erst auf den zweiten Blick, viel später, und auch wieder auf dem Umweg Gästeblock. Hoffenheim hatte nach Aufstieg 2008 bekanntlich bundesweit keine breite Fanbase, ein Freund war an der - halb ironisch gemeinten - Gründung eines lokalen TSG-Fanclubs in einem Hildener Pub beteiligt, der fortan von Kraichgau aus gepimpt wurde, für ein paar Auswärtsspiele wie in in Dortmund (schon Signal IDUNA?) machte ich gute Miene zum bösen Spiel, also zum für "Hopp-Sklaven" üblichen Spießrutenlaufen auswärts und leider auch zum sportlichen Niedergang ab dem Ausfall von Ibišević zur Saisonmitte.

    Um den Umweg hier abzukürzen: die TSG-Sache hatte selbst als Ironie immer weniger Reiz, aber ein paarmal fuhr ich noch mit: Stadionatmo, erste Liga, selbsterklärende Gründe.

    So auch zu Beginn der neuen Saison: mit Jupp saß da in Leverkusen pötzlich ein alter Held auf der Bank, es war Zeit und die Anreise war kurz. Warum also nicht? Ich ahnte noch nicht, dass etwas Klick machen würde und dass das mit dem Haberland-Nachgeschmack von dreißig Jahren zuvor nicht mehr zusammenpassen würde. Alles war verheißungsvoll, so viel erschien stimmig: die Bedeutung von Kieß war offensichtlich, auf den ersten Blick diesmal, das Stadion schien voller Rheinischer und Bergischer Menschen (und ein paar Griechen), Tonfall, Musik und Temperament schienen vertraut. (Dabei war das, wenn ich mich nicht irre, das Heimdebut in der "neuen" BayArena nach dem Düsseldorfer Exil?).

    Jedenfalls: Hoffenheim verlor das Spiel, ich das Interesse am Gästedasein, und heimlich hatte sich der Bayer bei mir festgesetzt. Das war mir noch nicht ganz bewusst, aber als ich ein paar Monate später, in derselben Saison, einen Freund mitnehmen wollte, war die Erinnerung oder die Verheißung noch stark genug, wir fuhren zum 0:0 gegen Werder. Ein schlechtes Spiel und als "so ein 0:0 gegen Werder" schnell sprichwörtlich geworden - aber die Bindung war da und bis zu meiner Dauerkarte sollte es nicht mehr lange dauern, 0:0 gegen Werder hin und her. Dass es Werder sein musste, verstehe ich seit gestern.

    Und "wie und warum" man in der Saison damals Bayer-Fan wurde, erklärt sich für nicht erfolgsfanatisch aus der langzeitigen Tabellenführung als vielmehr aus der mythischen Spieleröffnung gegen Eintracht Frankfurt zwei Monate später. Ich hatte meinen Vater überredet, der nie ein Fußballstadion besucht hatte, mit mir im H-Block zu sitzen, erste Reihe hinter dem Tor. Hinter Fährmanns Tor, und von den ersten 11 Minuten dieses Spiels, Fährmanns Albtraum, führt im Grunde eine gerade Linie zu allem, was gestern passiert ist.

    Von ein paar Umwegen nachher und falschen Vereinen vorher abgesehen.


    Cannstatter Exilbayer.

  • Mein Vater kam in den 60er-Jahren nach Deutschland, studierte und lebte in Köln. Wurde zum FC-Fan. Später der beruflich bedingte Umzug nach Düsseldorf, wo ich geboren wurde und lange gelebt habe.

    Es hat mich nie zum FC (auch wenn mein Vater das versucht hat) oder zur Fortuna gezogen, auch wenn ich ein Herz für die Fortuna habe und früher auch ab und an dort im Stadion war.

    Als ich anfing, mich für Fußball zu interessieren, war das eher Spieler-bezogen und nicht Vereins-bezogen. Ich fand vor allem Eintracht Frankfurt gut - wegen Tony Yeboah und Jay Jay Okocha. Rudi Völler war ebenfalls einer meiner Lieblingsspieler, den ich aber nur von der Nationalmannschaft her kannte, da er im Ausland spielte und das hier damals nicht so wirklich zu verfolgen war. Dann kam sein Wechsel nach Leverkusen. Und damit fing alles an.

    Bis zu meinem ersten Spiel im Stadion hat es dann noch eine ganze Weile gedauert. Muss die Saison 98/99 gewesen sein. Gladbach, 3 oder 4 zu 1. Ich hab nie eine Dauerkarte gehabt, war aber in der Regel ca 5 mal pro Saison im Stadion. Mit Corona ist das etwas eingeschlafen, aber zumindest am TV hab ich so gut wie kein Spiel verpasst.

    2000 und 2002 waren echt üble Tiefschläge. Ich erinnere mich noch, wie mein Radio 2000 schlapp gemacht hat und ich kurzzeitig das Spiel im Videotext (!) verfolgt habe. Plötzlich stand da 1:0 für uns durch Ballack. Während ich noch juble, wird der Spielstand korrigiert, bei Ballack steht nun (ET) dran. Werd ich nie vergessen.

    Ich hab zwischenzeitlich in Leverkusen gewohnt, vorher in Düsseldorf, jetzt in Köln, wo ich auch stets gearbeitet hab. Fußballerisch ist man da nunmal der Außenseiter und kriegt immer wieder mal Sprüche ab. Gestern hab ich von vielen, auch FC-Fans, Glückwünsche und nette Nachrichten bekommen. Irre.

    Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einen Meistertitel von uns erlebe. Vielleicht mal einen Pokal, aber die Meisterschaft? Ne. Diese Truppe mit allen, die dazu gehören, haben Geschichte geschrieben, viele Leute glücklich und sich zu Legenden gemacht. Danke dafür.

    Aufstieg W11 Liga 1 2012

    Weltmeister 2010
    Europameister 2012

  • Die Antwort auf diese Frage wird zukünftig sehr oft der 14.04.24 sein.

    Gehört dazu . Aber so wird oft der Grundstein gelegt.

    Du bist für uns die beste Mannschaft auf der Welt, deine Fans sind immer bei dir...Wenn hier ein Spiel beginnt, gibt es nur einen der gewinnt ... Bayer 04!

  • In Schlebusch geboren, in Manfort anfangs aufgewachsen, wurde mir der Club in die Wiege gelegt. Die Nachbarin nahm mich zu meinem ersten Spiel im Jahr 2001 mit, mit zarten 11 Jahren sah ich ein CL Gruppenspiel. Die Atmosphäre war toll in unserem alten Stadion. Das Fanprojekt würfelte in den folgenden Jahren jährlich neue Fanclubs mit jungen Fans zusammen. Die erste Saison mit Jahreskarte war ich so bei den neu gegründeten Fanatics Leverkusen, da sich einige danach als Fanatics abspalteten ging es zur Generation Leverkusen, wo ich tolle neue Leute kennenlernte und bei den Las Pildoraz landete. Eine tolle Truppe. Die sich nach ein paar Jahren auch auseinanderlebte, zum großen Teil für Studium und Arbeit (zT vorübergehend) wegzog. Ich auch. Man freute sich und litt stets gemeinsam. Die vergangenen 10 Jahre erlebte ich die Höhen und Tiefen der Mannschaft daher aus der Distanz. Aber ich hatte eine gute Zeit damals. Der Fußball und die der Fanclub haben einen großen Teil meiner Jugend geprägt, positiv wie negativ. Missen möchte ich es nicht. Der Wunsch irgendwann eine Meisterschaft mit dem Verein zu erleben blieb. Tief drin. Auch wenn ich objektiv nicht mehr daran glaubte. Und jetzt ist es wahr und ich erlebe Emotionen, die ich noch gar nicht kannte und auch gar nicht verbalisieren kann.

    Ich bin mittlerweile kein Brötchen mehr. Ich bin wirklich ein Brot.

    „Du siehst die Welt nicht so, wie sie ist. Du siehst die Welt so, wie Du bist.“ (Mooji)

  • Meine Familie und ich sind 1998 als Spätaussiedler nach Deutschland gekommen. Ich war damals 11 Jahre alt, hatte null Ahnung von Fußball und noch weniger Interesse daran. Stattdessen war ich glühender Fan der Chicago Bulls und von Michael Jordan.

    Leider musste ich schnell feststellen, dass sich in der Schule alle anderen nur für Fußball interessierten. Da wir nach Franken gekommen sind, waren die Fanglager strikt zwischen Bayern und dem FCN gespalten. Um mitreden zu können, habe ich mit der Zeit angefangen, die Sportschau zu schauen.

    Der entscheidende Moment für meine Sympathie mit dem Bayer kam Ende der Saison 01/02, als wir tragisch die Meisterschaft und die beiden Finalspiele verloren haben. Die Jungs haben mir damals so leidgetan, dass ich ihnen von da an jeden Sieg gegönnt habe.

    Heute bin ich stolz, der einzige Bayer-Fan in meinem Umfeld zu sein. Das ist mir tausendmal lieber, als so ein 08/15-Bayern-Erfolgsfan zu sein.

  • Vater nahm mich mit. Zuerst immer etwas nach Anpfiff. Beim freundlichen Herrn an der Kasse der Nordkurve musste man spätestens zur 2. Halbzeit keinen Eintritt zahlen und dann später auf den Stehplätzen der Tribüne West hinter den Sitzplätzen. Als kleiner Junge durfte ich immer nach vorn in die erste Reihe der Stehplätze. Die Erwachsenen)"lasst mal den Kleinen nach vorne, der sieht doch sonst nix") haben mir immer nett Platz gemacht. Wir wohnten damals nur wenige hundert Meter vom Stadion entfernt.

  • Als designierter Basketballfan ( der Leverkusener Basketball wurde an meiner Schule erfunden) bin ich auf dem Weg zur Schule immer am Bayerplatz vorbeigeradelt und in der Saison 67/68 waren diese Balltreter so gut, dass sie um ein Haar in die Bundesliga aufgestiegen wären. Da wollte ich auch mal gucken (Pokalspiel gegen den kommenden Deutschen Meister Nürnberg am 28. Januar 68); durch ein Loch im Zaun geschlüpft und hängengeblieben. Seitdem hänge ich halt da.

    Will sagen, nächste Saison ist meine 60.

  • Als designierter Basketballfan ( der Leverkusener Basketball wurde an meiner Schule erfunden) bin ich auf dem Weg zur Schule immer am Bayerplatz vorbeigeradelt und in der Saison 67/68 waren diese Balltreter so gut, dass sie um ein Haar in die Bundesliga aufgestiegen wären. Da wollte ich auch mal gucken (Pokalspiel gegen den kommenden Deutschen Meister Nürnberg am 28. Januar 68); durch ein Loch im Zaun geschlüpft und hängengeblieben. Seitdem hänge ich halt da.

    Will sagen, nächste Saison ist meine 60.

    du willst uns sagen dass du seit 60 Jahren am Zaunloch am kleinen Haberlandstadion festhängst? :LEV6

    Sieg in München nach 23 Jahren....meine Tochter ist 22......soll ich wirklich noch mal nachlegen ? :LEV7

    groß- und kleinschreibung haben in einem forum nichts zu suchen

  • Komme aus einer Bayer-Familie (Ur-Opa,Opa,Vater - ‚solange es aus dem Schornstein qualmt, geht es uns gut‘ - nun ja). Einer der x Brüder meines Opas war Calmunds Vorgänger, Geschichten von dessen Besuchen im Haus meiner Großeltern gehörten zur Familienfolklore - was auch immer davon stimmen mag.

    Als Kind wollte ich zum Leidwesen meines Vaters in den C-Block (und zwar pünktlich um 13.30h!), mit Einführung der Family-Street musste ich mich zwischen Vater (B3) und Opa (F2) entscheiden.

    Glasgow war mein letztes Live-Spiel, bevor es zum Studium nach BW ging. Es folgten ~10 Jahre leichte Entfremdung aufgrund anderer Prioritäten im Leben.

    Mittlerweile seit einigen Jahren wieder zurück im Rheinland und in B3.

  • 85er Jahrgang aus dem bergischen Land. Papa hatte keinen Verein und hat sich alles mögliche angesehen und mich mitgeschleppt. Bochum, Schalke, Wattenscheid, Dortmund, Köln, Düsseldorf, damals auch noch Remscheid, Wuppertal.. alles easy zu erreichen. War aber überall kacke.... (zu viele Asoziale)

    92/93 das erste Mal Lev (C Block, 1:1 gegen den HSV), von da an wollten wir nur noch dort hin und nirgendwo anders.

    Seit 97/98 haben wir nun unsere Dauerkarten. Auch wenn ich seit 2007 in Niedersachsen lebe freue ich mich immer noch auf jedes Spiel

  • Es war der letzte Spieltag der Saison 1995, als ich bei meiner Oma als kleiner Junge zu Besuch war. Ich war zwar schon etwas fußballinteressiert und kickte selbst beim Köpenicker SC in Südost-Berlin, aber so richtig hatte ich bisher keinen Verein für mich finden können. Mein Vater hatte mich zwar schon mehrfach mit zu Union Berlin in die Alte Försterei genommen, aber das hatte den Funken noch nicht wirklich überspringen lassen.

    So saß ich also am 17.06.1995 bei meiner Oma auf der Couch und sah den Spielbericht zu diesem Spiel bei ran: Spielinfo | Bayer 04 Leverkusen - 1. FC Dynamo Dresden 2:2 | 34. Spieltag | Bundesliga 1994/95 - kicker

    Bayer Leverkusen - Dynamo Dresden 17. Juni 1995 - youtube

    Niemand konnte damals ahnen, dass das bis heute das letzte Spiel von Dynamo Dresden in der 1. Bundesliga gewesen sein sollte.

    Und meine Frage dazu war, so erzählt es mir mein Vater noch heute:"Wer sind denn die in den rot-schwarzen Trikots? Die spielen so gut!" Das 1:0 von Hapal muss mir besonders gefallen haben. :bayerapplaus

    Ab da an war es um mich geschehen. Ich war natürlich ein Alien in Berlin als Bayer-Fan, aber das war mir egal, hat mir eigentlich sogar gut gefallen. Sicherlich schlägt mit dem FC Union Berlin, durch die räumliche Nähe und meinen Vater, auch noch ein zweites Herz in meiner Brust. Aber den Verein, den ich mir ausgesucht habe, das ist der Bayer! :LEV2

  • Dresdner Fans damals schon mit ihrer Asi-Seite. Hoffentlich steigen die nie mehr auf.

    Der Klügere kippt nach!