Es muß ein permanentes Geben und Nehmen vorherrschen. Anderenfalls ergibt sich eine Situation, wie sie derzeit bei uns anzutreffen ist:
Es wird einsetig gegeben und im Gegenzug gibt es hin und an Wiedergutmachung in Form von Normalleistung.
Mir sind Vereine bekannt, wo, um einen meiner Vorredner aufzugreifen, der Bus an der Fankneipe hält, hupt, man sich zuwinkt, bevor er seinen Weg fortsetzt.
Dort werden die Fans (scheinbar ungekünstelt) vor dem Spiel begrüßt, danach (gefühlt) das halbe Stadion abgeklatscht und ab und zu trotz sichtbarer, körperlicher Erschöpfung den Fans zuliebe noch ein einstudiertes Tänzchen der Mannschaft hingelegt. Da es derzeit vom DFB noch nicht verboten wurde, klettern dort auch regelmäßig nach Spielende Kicker auf den Zaun. Klar, fällt das immer leichter, wenn man alles gegeben und möglichst gewonnen hat.
Das ist mir beim Bayer in fast 20 Jahren bisher eher unter Daum/Vogts/Auge im Gedächtnis haften geblieben, während es später eher zu einer Entfremdung zwischen Fanbasis und kickendem Personal einschließlich Trainer und GF gekommen ist. Dies, obwohl eine gwisse Art der Interaktion doch einigen Spielern wichtig zu sein scheint.
Herpes-Kandidat nezzy solte sich vielleicht nach erfolgter Clearasiltherapie auch mal fragen, warum wir recht häufig weniger gut spielen und die Konkurrenz scheinbar immer stärker wird. Sollten daran tatsächlich die Zuschauer schuld sein? Oder könnte eventuell doch das Ensemble, das dafür bezahlt wird , an der Misere irgendwie beteilgt sein?