Fussball ist alles... auch schwul!


  • Ich kann mir auch denken, daß es in der Realität weitaus weniger schwule Fußballspieler gibt als man sich so denkt. Geht man von besagten 10 Prozent der "schwulen Gesamtpopulation", bedeutet das ja nicht, daß JEDER dieser Personen auch Fußball spielt, geschweige denn es dann auch noch bis in die höchste Spielklasse schafft ... Laßt es vielleicht gerade mal einen einzigen im aktuellen Spielbetrieb sein. Und das ist dann wahrscheinlich nicht mal ein prominenter. Das würde auch erklären, warum bislang nirgendswo auch nur das kleinste Foto etc. aufgetaucht ist.

  • Ist doch völlig egal ob es nun 2, 7 oder 19% sind..
    Wäre ich allerdings ein schwuler Profi dann würde ich mich über so ein Fakeinterview so richtig freuen..


    Es ist nicht egal ob es 2, 7 oder 19% sind. Wenn es zwei Prozent sind, wäre es für die doch "riskanter" sich zu outen, als wenn es 19 Prozent sind. Je mehr es sind um so höher ist die Chance, dass die entsprechenden Leute von einander wissen. Umso besser könnten die sich zusammen tun, gemäß dem Motto: Gemeinsam sind wir stark. ABER eben weil es nicht sehr viele Schwule in der Bundesliga (1 bis 3) gibt, outen diese sich auch nicht... Zumimdest glaube ich das. Wenn es so viele wären (jeder 10te) wäre es längst bei einem unfreiwillig bekannt geworden...
    Das Thema wird einfach viel zu hoch gekocht...

  • Würde man davon ausgehen, dass im Fussball weniger Schwule als in der Gesamtgesellschaft rumlaufen und sagen es wäre nur jeder zwanzigste so wäre das immer noch im Schnitt 1er pro Kader (und in Wolfsburg zwei). Letztlich sieht man aber doch in fast allen Berichten und Diskussionen die zu dem Thema geführt werden, dass das Problem eigentlich gar nicht mehr so existent ist. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Fussballer heute noch weil er schwul ist damit rechnen müsste im Stadion schlecht behandelt zu werden. Sicher könnte man Situationen nicht ausschließen in denen das mal zurückfallen würde, aber das kann eigentlich nicht das Aufwiegen was in diesem Interview geschildert wird.

  • . Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Fussballer heute noch weil er schwul ist damit rechnen müsste im Stadion schlecht behandelt zu werden. Sicher könnte man Situationen nicht ausschließen in denen das mal zurückfallen würde, aber das kann eigentlich nicht das Aufwiegen was in diesem Interview geschildert wird.

    Ich behaupte, dass der aber mal so richtig Lack bekommt, falls er zB mal Foul spielt oder sich mit demSchiri anlegt. Jede Wette, dass dann Schmägesänge kommen!

  • Ich behaupte, dass der aber mal so richtig Lack bekommt, falls er zB mal Foul spielt oder sich mit demSchiri anlegt. Jede Wette, dass dann Schmägesänge kommen!

    Aber werden die schlimmer sein als sie jetzt schon sind?


    Gesänge wie "Schweini ***** den Poldi in den *****" oder "Ihr seid schwule Kölner" gibt es ja jetzt schon. Wenn sie dann tatsächlich stimmen, nimmt ihnen das doch eher Wind aus den Segeln statt sie zu verschlimmern. Schmähgesänge kämen doch nur von einer Minderheit. Die Minderheit, die sich auch jetzt schon gerne mal im Ton vergreift. Es wird kaum so sein, dass dann das ganze Stadion pöbelt.


    Problematisch fänd ich eher die Reaktionen aus der eigenen Mannschaft. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die in großen Teilen eh schon bescheid wissen. Und homophobe Trainer, wie bei Fashanu damals, sollte es eigentlich auch nicht mehr geben. Ganz im Gegenteil, in der Nationalmannschaft hast du möglicherweise sogar einen Vorteil, wenn du schwul bist.


  • Problematisch fänd ich eher die Reaktionen aus der eigenen Mannschaft. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die in großen Teilen eh schon bescheid wissen. Und homophobe Trainer, wie bei Fashanu damals, sollte es eigentlich auch nicht mehr geben. Ganz im Gegenteil, in der Nationalmannschaft hast du möglicherweise sogar einen Vorteil, wenn du schwul bist.

    Gilt vielleicht für Deutschland und für in westlichen Ländern sozialisierte Mitspieler und Trainer. Aber als Fußballer, zumal, wenn du erste Liga und international spielst, wirst du nunmal auch mit Personen aus anderen Sozialisierungshintergründen zu tun haben bzw hast vielleicht sogar mal Spiele in diesen Regionen oder wolltest vielleicht einfach mal zum fetten Geld nach Russland wechseln. - Alles dann ein großes Problem. Nimmt man das freiwillig auf sich?

  • Es ist wohl was anderes wenn man als "dreckige Schwuchtel" oä. bezeichnet ist wenn man nicht schwul ist. Aber solange es Leute gibt, die so ekelhafte Aussagen wie "In der Nationalmannschaft hast du möglicherweise sogar einen Vorteil, wenn du schwul bist" treffen, ist es was die Köpfe sowieso noch ein weiter angeht noch ein weiter Weg..

  • Es ist wohl was anderes wenn man als "dreckige Schwuchtel" oä. bezeichnet ist wenn man nicht schwul ist. Aber solange es Leute gibt, die so ekelhafte Aussagen wie "In der Nationalmannschaft hast du möglicherweise sogar einen Vorteil, wenn du schwul bist" treffen, ist es was die Köpfe sowieso noch ein weiter angeht noch ein weiter Weg..

    Sachlich aber womöglich nicht ganz falsch, auch wenns hart klingt.


    Wenn ich allerdings den Fall Pezzoni sehe und mir dann vorstelle, dass sich bei uns ein Castro oder Schürrle oder Rolfes outen würden, Spieler, die ohnehin kritischer beäugt werden als andere, kann ich mir schon vorstellen, dass es auch hier ein heftiges Spießrutenlaufen geben kann, spätestens ab dem Moment, wo die Leistung nicht stimmt.

  • Sachlich aber womöglich nicht ganz falsch, auch wenns hart klingt.


    Wenn ich allerdings den Fall Pezzoni sehe und mir dann vorstelle, dass sich bei uns ein Castro oder Schürrle oder Rolfes outen würden, Spieler, die ohnehin kritischer beäugt werden als andere, kann ich mir schon vorstellen, dass es auch hier ein heftiges Spießrutenlaufen geben kann, spätestens ab dem Moment, wo die Leistung nicht stimmt.


    Es stellt sich da mir allerdings immer ein bisschen die Frage, was denn schlimmer ist. Ein Spießrutenlauf von ein paar Dünnbrettbohrern oder aber eben dieses Versteckspiel. Ich kann mir gut vorstellen, wenn man sich bewusst macht, welche Intelligenzallergiker das sind die dann so beleidigend immer werden, dann finde ich persönlich das längst nicht so schlimm, als aller Welt immer was vorspielen und meine wahren Gefühle verstecken zu müssen.

    C. Streich: "Ich habe zwar einen deutschen Pass, aber ich fühle mich nicht als Deutscher. Ich bin ein Mensch, der einen Pass hat, in dem deutsch drin steht"
    Möge die Macht mit Bayer04 sein!

  • "In einem Gespräch mit "hr1" rät Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus homosexuellen Profis vom Outing ab. "Die Gehässigkeit der Fans sei sehr groß", sagt der 51-Jährige. Ob es im Profi-Fußball homosexuelle Spieler gebe, wisse er nicht, denn es habe sich ja noch keiner geoutet." spox.com