• Umso wichtiger, dass da ein grüner Rasen, statt eines Bürogebäudes hinkommt ;)

    Wenn das mal so wäre: Ein großer Teil der geplanten Anlage wird aus Kunstrasen- und Hybridrasenflächen bestehen. Und auch Fußballrasenfelder sind ökologische "Todeszonen".

    Ich wohne nicht in der betroffenen Region, kann aber jeden der von den Anwohnern gegen diese riesige, überdimensionierte Maßnahme vorgebrachten Einwand nachvollziehen.

    Übrigens ist das ja nicht die einzige Bayer04- Baumaßnahme, die durch Versiegelung zur Vernichtung von relevanten Grünflächen führt.

    Am Kurtekotten betreibt der Verein ebenso Flächenfraß mit Zündstoff-Potential.

    Dort entsteht demnächst auf einer heideartigen Brachfläche eine Wohnanlage für Sportler. Auch dort "freuen" sich die Anwohner über die Maßnahme die zu weiterer Versiegelung und Zersiedelung von naturrelevanten Freiflächen führt sowie zu erhöhtem Autoverkehr in der bestehenden, angrenzenden Siedlung.

    Hier im BayerAG-Devoten Leverkusen geht sowas ja eher leicht durch den abnickenden Stadtrat. In Monheim ist man da wohl (noch) nicht so unterwürfig.

  • Ich persönlich wohne einige Hundert Meter entfernt von diesesm Feld und ich kann der Argumentation von "Gunimo" grundsätzlich folgen. Aber wenn man sieht, wie dieser Bereich vor einigen Jahren aussah, bevor bebaut wurde (Stichwort Autostrasse zwichen Monheim und Schwarz Pharma/Bayer, Grundschule und Kita Pfingster Feld), ist das Kind eh schon in den Brunnen gefallen. Das war früher ein schönes Fleckchen Erde, wo man toll mit den Kindern spazieren konnte, die Zeit ist längst vorbei. Jetzt kann man argumentieren, deshalb muss man es erst recht schützen, ich würde eher argumentieren, jetzt ist eh egal. Und das Konzept vom Bayer versucht wenigstens grüne Oasen einzubeziehen, so wie ich es gesehen habe.

    Endlich sind wir Deutscher Meister und es ist wunderschön

  • Ein Campus dieser Größenordnung wird allerdings nirgends ohne Versiegelung/Flächenfraß auskommen. Irgendeinen Tot wird man sterben müssen! Entweder wir haben einen für einen Verein unserer Größenordnung repräsentativen zentralen Campus, oder wie jetzt viele kleine Plätze überall verstreut. Und wenn Monheim nicht will, dann wird die Suche weitergehen und dann halt im Bergischen Land, Kölner Raum (was ist eigentlich mit dem Niemandsland zwischen Opladen und Reusrath?), oder sontwo fündig werden. Die Zeitschiene ist halt ein Problem.

  • Ich kenne die betreffende Gegend auch sehr gut, bin dort und im benachbarten "Monheimer Rheinbogen" häufig mit dem Rad unterwegs.

    Die dortigen Acker- und Wiesenflächen sind für z. T. selten gewordene Vögel ein wichtiger Landschaftsteil. (Feldlerche, Kiebitz, sowie Fasane, u. a.). Zugvögel lassen sich im Frühjahr und Herbst temporär gerne zur Rast dort nieder und Greifvögel wie Turm- und Baumfalken, sowie Rotmilane konnte ich da schon beobachten. Ebenso Feldhasen.

    Es geht also nicht um ein Alibi, es würde "irgend so ein Vogel herbeibehauptet", wenn nichts anderes mehr geht. Für bestimmte Tierarten sind Acker-, Wiesen und Brachflächen lebenswichtiger als Waldbestände. Es handelt sich also nicht um minderwertige Flächen nur weil kein alter Baumbestand vorhanden ist.

    Eigentum verpflichtet. Das bedeutet, dass auch ein Grundbesitzer nicht einfach machen kann, was er will. Es gibt Gesetze und Verordnung, die zum Glück vor allem das Gemeinwohl in Betracht ziehen und "Raubbau" verhindern. Man kann als Grundstückseigentümer auch nicht einfach ein Windrad in die Gegend setzen. Aus guten Gründen.

  • War auch nicht ganz ernstgemeint - dachte das ging aus dem Smiley hervor.

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  • War auch nicht ganz ernstgemeint - dachte das ging aus dem Smiley hervor.

    Das habe ich sehr wohl verstanden.

    Dennoch habe ich Dein Zitat als Gegenargumentationsgrundlage hergenommen. Ich kann mir nämlich durchaus vorstellen, dass manche tatsächlich so denken. :levz1

  • Herr Danke Merzel hat trotz Sonderschulden gar kein Geld für den Ausbau der A1. Kannst du dir nicht ausdenken was die rechtsrotversiffte Truppe da gerade nicht liefert.

    100 Narren auf einem Haufen ersetzen keinen gescheiten Mann.

  • Gibt es denn hier einen Plan-B? Wenn die Megastelze kommt, wird es ja schon eng mit der Betriebserlaubnis. Wenn der Campus nicht in Monheim gebaut werden kann, leidet die Wettbewerbsfähigkeit enorm. Gibt es wirklich keine Alternative im Umkreis?

    überdachte Trainingssplätze sind doch auch was Geiles... nur die Akustik dürfte grottig sein, wobei, auch da kann man sicherlich was dran tun :)

    Registrierungsdatum

    Samstag, 13. Dezember 2003, 16:21

  • überdachte Trainingssplätze sind doch auch was Geiles... nur die Akustik dürfte grottig sein, wobei, auch da kann man sicherlich was dran tun :)

    Die jetztigen Trainingsplätze müssen weichen, damit dort Parkplätze hingesetzt werden, damit das Stadion weiterhin eine Betriesberlaubnis hat. Da wird es keine überdachte Lösung geben.

  • Die beste (Fantasie) - Lösung wäre folgende:

    Das TSV Gelände wird platt gemacht und für die benötigten Parkplätze verwendet. Zum Ausgleich bekommt der TSV die Fläche des Stadtparks (zwischen Realschule und Calevornia), was kein Verlust wäre, da der jetzige Stadtpark Leverkusen ohnehin absolut schäbig ist.

    Nach Fertigstellung der A1-Brücke wird der Parkplatz auf dem ehemaligen TSV-Gelände dann in einen neuen (schönen) Stadtpark umgewandelt.

    Bayer 04 könnte die alten Trainingsplätze an der BayArena weitestgehend behalten bzw. dem VFL Leverkusen das Gelände abkaufen um es selbst zu nutzen.


    Das wäre nebenbei mal eine gute Gelegenheit diese schreckliche Gegend rundum den Stadtpark neu zu gestalten.

  • Herr Bundesverkehrsminister Schnieder sagt im Interview mit der FAZ, dass er den Durchgangsverkehr aus den Ortschaften rausholen will. Damit scheint der explizit nicht Leverkusen zu meinen, aber wir sind ja auch ne Großstadt. Und so ne kleine Autobahn mitten durch die Stadt, stellt euch nicht so an. Tunnel gibt es nur in Bayern und Düsseldorf.

    100 Narren auf einem Haufen ersetzen keinen gescheiten Mann.

  • oder 3km Autobahn in Berlin für 720 Millionen...
    Aber für das meistbefahrendste Kreuz Europas gibt es kein Geld...

    Was ist aus den ganzen Versprechen von Slawik, Lauterbach und der anderen Tröte geworden? Nix...

  • Win-Win-Win! Wenn man dem TSV die maroden Hallen neu baut, denke ich haben die nix dagegen. Reicht es auch für ne neue Basketball-Halle? :levz1

    Aber ist direkt an der Dhünn nicht mittlerweile Naturschutzgebiet, so dass da nichts gebaut werden darf?

  • Die jetztigen Trainingsplätze müssen weichen, damit dort Parkplätze hingesetzt werden, damit das Stadion weiterhin eine Betriesberlaubnis hat. Da wird es keine überdachte Lösung geben.

    reicht dafür nicht die Autobahn, ich meine da parken doch mehr als genügend PKWs und LKWs. :LEV14

    Registrierungsdatum

    Samstag, 13. Dezember 2003, 16:21

  • Ich als Monheimer kann das leider auch alles nicht mehr nachvollziehen. Die Stadt war in den letzten 10-15 Jahre ein einziges Trümmerfeld voller Baustellen. Ich wohne eigentlich an einer einigermaßen ruhigen 30er-Straße, die aber in den letzten Jahren fast durchgängig als Umgehungsstraße genutzt wurde. Die Straße unten am Rhein Richtung Baumberg ist dauergesperrt oder nur einseitig befahrbar. Auf der 2. Straße Richtung Baumberg haben sie erst Jahrelang zick Kreisverkehre nach und nach gebaut, um DANN wieder einen Kreisverkehr zu einer normalen Kreuzung (mit einer beschissen-geschalteten Ampelschaltung) zurückzubauen. Als Anwohner hat man in den sauren Apfel gebissen, weil man dachte irgendwann kehrt auch wieder Normalität ein, aber der Größenwahn hat im Rathaus Einzug gehalten. Immer wieder extrem strittige Entscheidungen und völlig überzogene Bauprojekte, die die Stadtkassen leergesaugt haben. Die Pyramide und die Marina wären nun auch noch gefolgt, wenn die PETO weiter den Bürgermeister gestellt hätte.

    Wirklich schade, dass deswegen vermutlich auch der Campus scheitern wird, aber einen Funken Resthoffnung habe ich noch. Die neue Bürgermeisterin wurde ja sowohl von der CDU, SPD, den Grünen und der FDP unterstützt und die PETO ist noch stärkste Partei im Stadtrat. Sollte die CDU mit der PETO FÜR den Campus stimmen, dann sollte es stimmenmäßig reichen. Die PETO wollte Monheim ja zur "Hauptstadt der Kinder" deklarieren, da würde ein NLZ natürlich super reinpassen.

    Wir schlugen Juve, Baaaarcelonaaa, und die Türken sowieso....

  • oder 3km Autobahn in Berlin für 720 Millionen...
    Aber für das meistbefahrendste Kreuz Europas gibt es kein Geld...

    Was ist aus den ganzen Versprechen von Slawik, Lauterbach und der anderen Tröte geworden? Nix...

    Das Problem ist, dass die genannten lediglich versprochen hatten, sich gegen den komplett oberirdischen Ausbau an entscheidender Stelle "stark" zu machen. Wie stark sie wahrgenommen wurden, sehen wir ja jetzt.

    Eine mehrköpfige Abordnung von Kommunalpolitikern aus Leverkusen, die tausende Unterschriften Leverkusener Bürger hinterlegen wollten, wurde im Bundesverkehrsministerium in Berlin nicht mal empfangen und angehört, sondern wie lästige Bittsteller an der Rezeption respektlos abgewimmelt.

    Die Industriestadt Leverkusen hat einfach keine Lobby in der Landes- und Bundespolitik. Da ist Denke: Wer eh schon freiwillig auf der gefährlichsten und größten Giftmülldeponie Europas lebt, umringt von mehreren großen Chemiestandorten und den beiden am stärksten befahrenen Bundesautobahnen, dem werfen wir doch keine teuren Sonderbaumaßnahmen wie Tunnel in den Rachen. "Perlen vor die Säue".

    Das ist die Realität.

  • (...)Als Anwohner hat man in den sauren Apfel gebissen, weil man dachte irgendwann kehrt auch wieder Normalität ein, aber der Größenwahn hat im Rathaus Einzug gehalten. Immer wieder extrem strittige Entscheidungen und völlig überzogene Bauprojekte, die die Stadtkassen leergesaugt haben. (...)

    Naja, dass die Kasse in Monheim leer ist, das liegt zum Großteil auch daran, dass die Stadt die Gewerbesteuer als Lockmittel über Jahre extrem gesenkt hatte Stichwort: "Steueroase", um Firmen aus der Umgebung nach Monheim zu locken, auf Kosten der verlassenen Kommunen. Das ist dann, neben der grassierenden "Großmannsucht" (Prestige-Objekjte) die Kehrseite der Medaille.

    Monheim am Rhein: Der Aufstieg und Fall einer Steueroase
    Mit extrem niedriger Gewerbesteuer brachte es Monheim am Rhein zum Krösus. Jetzt wachsen die Schulden. Und die Bürger gehen auf die Straße.
    www.wz.de