Posts by SOIA

    Toaster und Waffeleisen habe ich vor 16 Jahren schon vorgeschlagen, sogar mal persönlich an den damals zuständigen T.N., der mittlerweile den Verein gewechselt hat. Da war man auch ganz begeistert und wollte das unbedingt aufnehmen. Passiert ist nichts.

    HJB war ein solider Bundesligatorhüter. Er wurde damals extrem gehypt, weil er eben die Elfmeter geschossen hat, und weil jede einzelne Aktion, auch vollkommen belanglose, mit einem "Butt, Butt, Butt" gefeiert wurden. Abstöße konnte er nicht, das hat zumeist Lucio übernommen. In Erinnerung ist auch sein "verharren" in Sprungstellung und dabei dicke Backen machen.

    Nicht zu vergessen, dass er Frank Rost in der N11 erzählt hat, welche Taktik er bei Elfmetern anwendet, und Frank diese Info dankend angenommen hat.


    Fairerweise muss man sagen, das die Meisterschaft daraufhin in Nürnberg verschenkt wurde.


    Butt war kein Schlechter Torwart. Meilenweit über der Kategorie "Zauberbühler", aber eben auch Meilenweit entfernt von dem oben genannten Buffon (der nicht umsonst mehrfach Welttorhüter war). Das Tor von Raul im Cl Finale geht auf seine Kappe.


    Bayern hat ihn später Ablösefrei von Benfica geholt (da hat er genau ein Spiel in einer Saison gemacht). Bei Bayern stand er auch nur immer wieder im Tor, weil Uli geglaubt hat, das ein Michael Rensing einmal Welttorhüter werden wird, und damit offensichtlich falsch lag. Selbst ein Thomas Kraft wurde zwischenzeitlich vorgezogen. Mit der Verpflichtung von Neuer hatten die Bayern dann einen zukünftigen Welttorhüter und Butt war für so einen Verein ein solider 2. Torwart.

    Was ich besonders schön finde ist, dass jetzt im Prinzip genügend, wenn nicht alle, Fans die Chance haben unsere Heimspiele anzusehen.


    Vor Jahren waren ausverkaufte Heimbereiche gg Darmstadt, Heidenheim etc. unvorstellbar gewesen. Auch Freiburg sieht sehr gut aus.


    Und einige bemängelten die zu kleine Kapazität seinerzeit in der Erfolgszeit über 22500 Plätze und eben keine Zugänge zu unseren Spielen, das sieht heute anders aus.


    Ich halte das nach wie vor für eine Fehlplanung, bei der die Nachteile überwiegt haben und sich auch auf negativ auf den zweiten Umbau ausgewirkt haben. Das alte Haberland hatte 27.000 Plätze. Ich erinnere mich sehr gut daran, dass Calli uns erklärt hat, dass wir ein Stadion analog zum Ruhrstadion in Bochum bekommen werden.


    Was wir bekommen haben, ist ein Stadion, dass nach dem ersten Umbau kleiner war als das vorige, bei gleichzeitig ansteigendem Erfolg bis hin zu der (bis dato) erfolgreichsten Zeit unter Daum und Toppmöller. Das hat dazu geführt, dass zwar die Hütte immer ausverkauft war, aber auch die Möglichkeit gefehlt hat, für viele Sympathisanten (die auf den Leverkusener Fussball aufmerksam wurden) mal ins Stadion zu gehen. Das hat später dazu geführt, dass in der Fanszene eine ganze Generation gefehlt hat. Dortmund hat in der gleichen Zeit das Stadion dreimal vergrößert.


    Man hätte direkt auf 30.000 erweitern sollen. Das heißt nicht das wir nicht nach wie vor Probleme gehabt hätten, die Kiste voll zu machen oder dass >7.000 Gästefans je nach Verein da gewesen wären, es hätte aber trotzdem zu einer größeren Fanszene geführt.


    Dann war es ein Riesenfehler ein reines Sitzplatzstadion (bis auf den Gästeblock) zu schaffen, ohne richtige Heimkurve. Stattdessen saßen dann Leute die nur das Spiel gucken wollten neben Leuten die eine aktive Fankultur auslebten. Ständige Umzüge, endlose Diskussionen über aktive und passive Stimmungsbereiche. Fanclubzwang, der dazu geführt hat das sich ganze Fanclubs wegen günstiger Karten gegründet haben, obwohl sie mit aktiver Stimmung gar nichts zu tun haben wollen. Und das zieht sich ja durch bis heute. Hätte man damals zumindest hinterm Tor einen durchgängigen Stehblock geschaffen, wären da immer schon die Leute gewesen die Stimmung machen,und die anderen säßen halt drumherum. Wir wären 20 Jahre weiter in der Entwicklung. Mit dem Bau des Hotels hintendran hat man sich dann auch noch zusätzlich bautechnisch limitiert > Dauerthema Statik.


    Die Glaswand in der Süd ist ein unfreiwilliger Schallverstärker und zusätzlicher Standortfaktor für den Gästeblock. So können schon ein paar Hundert Gästefans mit wenig Aufwand das ganze Stadion beschallen.


    Auf der anderen Seite scheint nach der Völler-Ära ("Dabei sein ist alles!") der ganze Verein und das Umfeld gerade aus dem Dornrösschenschlaf zu erwachen und es zeigt was für ein Potential hier schlummert.

    In der gestrigen Ausgabe von Zeiglers wunderbarer Welt des Fussballs wurde in den Archiven gekramt, und ein Derby gegen den EffZeh von 1963 (vor Bundesligagründung) gezeigt. 9 Tore! Torwart mit Schiebermütze und Wollpulli, der andere ohne Handschuhe. Der Platz ein richtiger Acker. Voll abgefahren!


    Die Kunst des Elfmeters

    Das wahrscheinlich größte Transfer-Missverständnis in der Vereinsgeschichte. Ein Königstransfer, gestandener Spieler im besten Fussballalter, müsste nach der ersten Halbsaison bereits der Unterschiedsspieler sein, und nach 4 Jahren rückblickend ein eher durchschnittlicher Mittelfeldspieler der nie richtig gezündet hat, wenn gleich er nicht ganz so schlecht war wie er teilweise gemacht wurde. Das Problem was ich mit ihm hatte war auch seine Aussendarstellung, nach katastrophalen Leistungen und Niederlagen noch Interviews geben als wäre er der Babo. Erfahrungsgemäß sind solche Charaktäre auch im Mannschaftsgefüge eher schwierig.


    Als Seoane gekommen ist, sah es in den ersten Spielen so aus als würde er endlich die Kurve kriegen, das ist dann aber auch schnell wieder versandet. Konnte sich letztendlich auch unter keinem der Trainer durchsetzen.


    Das Problem an dem Kapitel Demirbay ist übrigens nicht (nur) die Rekordablöse, sondern das Rekordgehalt. Das Jahresgehalt wurde auf ca. 5,5 Millionen € geschätzt, da es keinen Leistungsbezogenen Vertrag gab (zumindest wurde das nicht kommuniziert) war das das Gehalt das er bekommt, ob er nun spielt oder nicht. Wenn er spielt kommen noch die ganzen Prämien (Auflauf-, Sieg-, Tor, Assist- international usw.) dazu (neben sonstigen Vorzügen des Fussballerlebens wie Auto, Wohnen, Leben). Dieser Spieler hat den Verein vermutlich mehr als 50 Millionen € gekostet.

    Ich bin froh das dieses Kapitel vorbei ist.

    So wie das alles zur Zeit läuft, hoffe ich eigentlich nur das Bochum, Schalke und Stuttgart es noch schlechter machen als wir. Ich will auf gar keinen Fall in die Relegation (denn das läuft bei unserem Glück auf 2 Spiele gegen Lautern hinaus, und wir alle wissen was dann kommen wird).


    Wir haben ein halbes dutzend Spieler im Kader, die eigentlich den Verein in der Sommerpause verlassen wollten oder sollten. Von denen sind nur Weiser und Alario (der natürlich gegen uns trifft) weg. Aufgrund der üppigen Ablösen und Gehälter die wir generell in Spieler investiert haben, finden wir dann keinen Käufer, oder den Spielern ist bewusst das ein Wechsel nur mit monetären Einbußen einher geht, und die bleiben dann lieber noch 1-2 Jahre.

    Abgegeben wurde übrigens auch ein Baumgartlinger, der bis zu seiner Verletzung sehr gut gespielt hat, und sich vor allem immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Solche Typen sind auch beim Training oder in der Halbzeit wichtig. Ansprachen, Motivation, Zusammenhalt. Auch mal den anderen bei nem verschossenen Elfer oder einem verschuldeten Gegentor aufmuntern, Mut zu sprechen, unterstützen. Eine leistungsbezogene Vertragsverlängerung wäre doch sicher eine Option gewesen.


    Aranguiz ist jetzt gefühlt seit 2-3 Jahren vor seiner Rückkehr nach Südamerika. Nach den vielen Verletzungen hat er nie mehr an vorige Leistungen angeknüpft. Außerdem muss man auch bei jedem Spiel damit rechnen, dass wieder eine Verletzung kommt. Ich weiß nicht ob er sich, oder wir uns, noch einen Gefallen mit dieser Saison tun.


    Und dann wird es auch schön dünn mit erfahrenen Spielern. Tha ist jetzt 7-8 Jahren da und müsste demnach eigentlich unser Abwehrchef sein. Das ist er aber nicht, im Gegenteil. Er ist langsam, oft überfordert, hat Probleme mit dem Stellungsspiel und ist für seine Körpergröße auffallend torungefährlich bei Standards (fairerweise sind Standards aber auch seit Jahren eine Baustelle im Verein). Tah ist ein Spieler der eher mit dem Strom schwimmt, aber Niemanden wach rüttelt. Ich glaube auch nicht, das da noch etwas besser wird. Seit Jahren keine Weiterentwicklung.


    Demirbay müsste unser Topverdiener sein, 5 Mio. p.a. plus Prämien und Spesen. Das muss zwingend unser Unterschiedsspieler sein. Sicherlich mit einer Leistungssteigerung zu den Jahren zuvor, für mich aber ein sehr teure Missverständnis.


    Unser Torwart läuft bei der Wahl zum Kacktor des Monats nur noch unter gesammelten Werken, und unser Topstürmer trifft kein Scheunentor mehr.


    Frimpong, Andrich und Hincapie sind die Lichtblicke, Diaby ist nicht in der Form der Vorsaison. Der Rest der Mannschaft besteht aus zumeist 18-23 jährigen Talenten.


    Für die aktuelle Form von Hradecky und Schick kann die Geschäftsführung nichts. Der Fehler liegt allerdings in einer falschen Einschätzung des Grundgerüsts dieser Mannschaft. Wir brauchen mehr Erfahrung (mind. in DM und Abwehr), einen breiteren Kader. Auch mal Typen die auf und neben dem Platz laut werden. Es war Hyypiä der gesagt hat, dass ihm aufgefallen ist, dass nach dem Spiel keiner in der Kabine über das Spiel und einzelne Situationen geredet hat. Die haben sich alle Kopfhörer aufgesetzt oder hingen am Smartphone. Da sind wir jetzt wieder.


    Ich hatte große Erwartungen in Seoane, das hat leider nicht funktioniert. Ich wünsche Alonso den größtmöglichen Erfolg hier, aber einer so verunsicherten Mannschaft keinen Schleifer der Kategorie Magath, sondern einen ehemaligen Topfussballer ohne nennenswerte Trainererfahrung (war Alonso in seiner Karriere jemals im Abstiegskampf?) zu verpflichten ist ein ALL IN von Rolfes und Carro. Wenn das in die Hose geht dürften beide Weg sein.

    Ich glaube nicht, dass ein Umzug zu einem anderen Forum etwas bringen wird. Das führt maximal dazu, dass eine Handvoll User mitwandert. Das Forum hier gibt es jetzt seit mind. 20 Jahren. Das Forum ist der erste Treffer bei Google unter Werkself, noch vor der Bayer 04 Seite. Die Abgewanderten werden in absehbarer Zeit einfach durch neue User ersetzt. In dem anderen Forum wäre man dann hauptsächlich "unter sich".

    Ich entsinne mich, das früher intensiv durch Marc für Werkself.de geworben wurde (Sticker, Plakate, Banner) und es auch da einige Zeit gedauert hat bis die Userzahlen hoch gegangen und somit auch die Frequentierung.


    Dieses Forum war übrigens immer schon sehr merkwürdig "geführt" bzw. hatte der Admin eine recht exklusive Sicht auf verschiedenste Dinge. Was hier z.B. alles für Wörter zensiert waren, oder es lange Zeit vollkommen unklar war wer hier eigentlich Admin ist, oder warum auf einmal Beiträge oder ganze Threads verschwunden sind. Die Forderung nach Moderation ist auch schon 20 Jahre alt. Ich glaube das sogar mal BigB Moderator war und sich mit dem Admin dann überworfen hat.


    Dieses Forum hat eigentlich nach wie vor alles was es braucht. Es ist gut strukturiert, übersichtlich und aktuell. Das Einzige was hier tatsächlich fehlt ist eine auf ein paar simplen Regeln basierende Moderation! Hier sind eine handvoll User nur da um zu provozieren, die kickt man raus. Andere, die z.b. nicht in der Lage sind vernünftig zu zitieren, oder die Herrschaften die anstatt einem Beitrag 3 oder 4 hintereinander posten (noch schlimmer, die sich selbst zitieren und antworten) nochmal den Unterschied zwischen der privaten Pinnwand und dem öffentlichen Bereich erklären und ggfls. verwarnen. Und wenn das mal einen Monat gemacht wird, kehrt hier auch wieder Ruhe ein.


    Es sind auch zahlreiche User von früher nur noch in den sozialen Netzwerken aktiv. Bin ich zwar kein Fan von, aber das ist oft aktueller und einfacher zu bedienen.


    Der ehemalige Power User Bayerbolz3000 hatte auch mal ein anderes Forum hochgezogen (nachdem er hier gesperrt wurde), mit sehr überschaubaren Erfolg.

    Das stimmt, allein deswegen kann der nicht mehr zurück!

    Ich ergänze noch: "Das Komfortzone-Interview" am Vorabend des Pokalfinales und bereits laufende Verhandlungen mit dem HSV. Einziger Lichtblick an der ganze Geschichte ist, dass der HSV tatsächlich eine Ablöse gezahlt hat.

    Ich hatte eigentlich große Hoffnungen in Seoane gesteckt, aber das sieht schon mehr als deutlich so aus als würde der die Mannschaft nicht mehr erreichen.


    Da Völler nicht mehr da ist, besteht immerhin die Hoffnung, dass in der laufenden Saison keine Trainer Marke Wolf, Korkut oder Skibbe kommen. Damit scheiden eigentlich auch Namen wie Hoeneß oder Tedesco aus. In der jetzigen Situation sehe ich leider auch keinen fremdsprachigen Trainer als Soforthilfe.


    Adi Hütter hat die damals strauchelnden Young Boys Bern in der laufenden Saison übernommen, und in der Folgesaison zum ersten Meistertitel nach 30 Jahren geführt. Bei der Eintracht war er auch einer der Wegbereiter des späteren Europapokalsiegs, und ist von den freien Trainern schon einer der besseren Kandidaten.


    Ansonsten hilft uns im Abstiegskampf wohl Übergangsweise nur so ein erfahrener Schleifer der Kategorie Magath, der weiß wie man da wieder raus kommt, und auch keine Probleme damit hat auszusortieren, und Missstände im Verein klar anzuspricht (der wäre ja nach einer Saison eh wieder weg). Man muss hier auch im Blick haben, das im Kader zahlreiche Spieler weg sollen und andere wohl nach der Saison weg wollen. Wenn wir die CL verpassen ist das die gefühlt 20ste Umbruchsaison, da wir nächstes Jahr dann wieder von vorne anfangen. Wir brauchen eingentlich mal einen, der hier klar macht das die aktuelle Vereinsphilosophie nicht ausreicht um dauerhaft oben mitzuspielen oder um sich in den TOP16 fest zu setzen. Wir brauchen hier mal dringend richtiges Tabula Rasa um den richtigen Gang einzulegen.


    Ein Trainer des Formates Tuchel kostet nicht nur eine Stange Geld, sondern der will auch Zugeständnisse, Handlungsfreiraum und Planungssicherheit. Das ist meines Erachtens genau der Typ den wir hier brauchen (Ralf Rangnick, den ich für unaustehlich halte, wäre übrigens auch ein guter Kandidat um den Finger in die Wunde zu legen), und äusserst unwahrscheinlich das Trainer dieser Kategorie hier auftauchen. Ein starker Trainer würde Rolfes z.B. noch unerfahrener aussehen lassen.


    Wir brauchen übrigens nicht nur einen neuen Trainer, sondern sollten uns auch mal mit einem neuen Torwarttrainer auseinander setzten, oder mit der Frage wieso Stürmer mit mind. internationaler Klasse trotz zahlreicher Abschlüsse in jedem Spiel das Tor nicht mehr treffen.

    Daum hat hier jede Schraube rumgedreht! Der hat mit jedem Angestellten, vom Greenkeeper bis Koch, persönlich gesprochen und eine Aufbruchsstimmung im ganzen Verein erzeugt, die wir auch auf den Rängen gespürt haben. Ich behaupte auch nach wie vor, dass wir mit Daum mehrere Titel geholt hätten, und jetzt ein ganz anderer Verein geworden wären. Die Leistung von Toppi möchte ich nicht schmälern, aber ich glaube dass wäre ohne die Vorarbeit von Daum nicht möglich gewesen.


    Mit Holzhäuser hatten wir dann einen Geschäftsführer mit dem Charme und der Strahlkraft eines Sachverständigen aus der Anlagenbuchhaltung, was auch zu einer Entfremdung der aktiven Fanszene zur Geschäftsführung geführt hat (das war unter Calli natürlich komplett anders).

    Der erste große Fehler wurde Mitte der 90er begonnen, als man die ursprüngliche Kapazität von 27.000 auf 22.500 reduziert hat. Zeitgleich wurde unter Christoph Daum ein Umbruch eingeläutet und alles im Verein auf links gedreht, so dass man in den Folgejahren immer ganz oben mitgespielt hat. Das hatte zur Folge das das Stadion irgendwann immer ausverkauft war. Das Dauerkartenkontingent war immer ausgeschöpft. Vielleicht erinnern sich noch einige an die Zeit Ende der 90er Anfang der 00 Jahre als unzählige Fanclubs gegründet wurden, um überhaupt eine Chance zu haben um an eine Dauerkarte zu kommen. Ich entsinne mich da an Wartelisten und generell große Probleme mit dem Ticketing. Wir haben also genau das Gegenteil von Dortmund in den 90ern gemacht (die haben in der Erfolgswelle 3 mal das Stadion ausgebaut). In irgend einer der Lev-Podcasts wurde das mal thematisiert, das da quasi in der Fanszene eine ganze Generation gefehlt hat.


    Dann hat man, und auch hier entsinne ich mich das Calli ursprünglich mal andere Pläne verkündet hat, die Südtribüne mit einer riesigen Glasfront ausgestattet, die für den Gästeblock quasi als unfreiwilliger Schallverstärker dient. Das führt dazu das große Teile des Stadions permanent vom Gästeblock beschallt wurden, während man vom Heimbereich kaum was vernommen hat. Und das auch, wenn da nur ein paar hundert Gästefans sind.


    Dann war es ein großer Fehler bei dem Umbau keinen Heimbereich mit Stehplätzen zu schaffen. Stattdessen Sitzplätze und eine niemals endende Diskussion über Aktive und Passive Stimmungsbereiche, Umzüge der aktiven Fanszene hin und her in verschiedene Blöcke und jahrelang saßen Leute die eine günstige Dauerkarte haben wollten und das Spiel in Ruhe gucken, zusammen mit Leuten die standen und Fahnen geschwenkt haben usw. Kann man hier im Fourm aufgrund entsprechender Historie alles nachlesen. Die Folgen daraus ziehen sich auch bis heute.


    Tja, und dann haben wir nun einmal unser Image als ewiger Verlierer in beispielhafter Weise gepflegt. Das war dann auch der Todestoß für die breite Masse um nach Leverkusen zu kommen. Wir sind dann halt doch ohne Titel eher so ein Liebhaber-Ding.


    Ich habe übrigens auch so manches Heimspiel noch vor 5-6.000 Zuschauer erlebt. Ich finde 23.000 für ein Spiel gegen Augsburg gar nicht so schlecht.

    Irgendwie kommt mir die Konstellation bekannt vor ;)

    Aber nur bezogen auf die Vorstadtgeschichte, oder?


    In der frühen deutschen Fussballgeschichte waren die Spvgg Fürth und Nürnberg die beiden Topvereine. Fürth hat in den 20ern einen Großteil der Nationalmannschaft gestellt. Erster deutscher Verein der in Barcelona gegen Barca gewonnen hat. Endspiele und Derbies vor (damailigen) Rekordkulissen.

    Nach dem Krieg hat sich dann nur Nürnberg fangen können, Fürth ist abgeschmiert was dann letztendlich zu der Fusion und der Umbennung geführt hat.


    Mich würde das als Fürther auch abfucken, wenn in der Radiokonferenz "Tor in Greuth" angekündigt wird. Oder in der Sportschau die Spieler ständig "die Greuther" genannt werden. Das ist so als wenn unsere Spieler als "die Bayer" bezeichnet werden.


    Ist mir einfach extrem aufgefallen, das bei so einem Spiel 1/3 der Plätze leer bleiben.

    Glaube nicht, dass da von deren Seite noch groß Hoffnung bestand.


    Abgesehen davon hat der Verein dort in der Region auch einen unfassbar schweren Stand. Die kann eigentlich kaum jemand leiden bzw. nimmt sie für voll.

    Der Glubb hat gestern vor 40.000 gegen Sandhausen gespielt (und verloren). Ist schon klar das Nürnberg da unten wahrscheinlich bis nach Thüringen und BW eine ganz andere Strahlkraft hat, und die Fürther mehr der Vorstadtverein sind. Aber die Stadt ist ja jetzt so klein nicht, und da war auch feiertechnisch gut was los. Vermutlich hat die Fusion mit Vestenbergsgreuth die Identifikation gekillt. Die könnten ja genauso ein Verein in der Größenordnung von Mainz oder Augsburg sein.

    Das war ein insgesamt sehr guter Spieltag! Und auch im Stadion hatte ich nach der frühen Fürther Führung nicht das Gefühl als würde das ein Rabenschwarzer Tag werden. Man hat da schon einen deutlichen Klassenunterschied gespürt, und auch eine eher holprige Leistung reicht für 4 Tore.


    Apropo Klassenunterschied, da waren nur 11.500 Zuschauer (und davon vermutlich 1500 Lev ) im Stadion. Das fand ich schon extrem krass für ein Spiel, bei dem es um alles oder nichts geht.