• Viel zu klein und würde auch an der Seveso Richtlinie scheitern

    Die Sowieso-Richtlinie betrifft ja nur den (nicht näher spezifizierten) angemessenen Abstand zur Wohnbebauung, und der beginnt nicht am Werksgelände, sondern dort im Werk, wo was Hochgefährliches produziert wird, und ist auch vom jeweiligen Gefahrenpotential abhängig. Könnte also theoretisch (ich hab keine Ahnung, was wo im Chempark produziert wird) auch am Rheinufer sein. Wenn's beim Bayer stinkt und qualmt ... :LEV16 Aber die Größe ist wirklich ne Kleine, da passen tatsächlich nur 4,5 Fußballplätze hin. Schade aber auch.

  • Sorry, aber hier wird wieder ziemlich viel Unsinn verbreitet. - Ich habe mir die gesamte Diskussion zum relevanten TOP 17 der Sitzung angesehen. Das war insgesamt eine engagierte und angeregte, aber eher unaufgeregte Debatte. Hart in der Sache, aber da war niemand der "mit hochrotem Kopf" oder "mit Schaum vor dem Mund" aufgetreten ist.

    Der Redebeitrag von Frau Dr. Lorenz (B90/ Die Grünen) war der kompetenteste in Bezug auf die vielfältige ökologische Relevanz der Fläche. Sehr erfreulich, dass diesen Aspekten hohe Relevanz bezüglich der Verträglichkeit dieses Megaprojektes beigemessen wird.

    Alles in allem gefällt mir, dass von allen Parteien klar kommuniziert wurde, dass man ergebnisoffen und konstruktiv in weitere Gespräche gehen wird.

    Es geht also nicht um eine Verhinderungspolitik, aber man will sich von Bayer auch nicht in die Tasche stecken lassen, wie das in Leverkusen meist so gut funktioniert.

    Man darf gespannt sein, wie der Konsens aussehen wird.

  • Sorry, aber hier wird wieder ziemlich viel Unsinn verbreitet. - Ich habe mir die gesamte Diskussion zum relevanten TOP 17 der Sitzung angesehen. Das war insgesamt eine engagierte und angeregte, aber eher unaufgeregte Debatte. Hart in der Sache, aber da war niemand der "mit hochrotem Kopf" oder "mit Schaum vor dem Mund" aufgetreten ist.

    Der Redebeitrag von Frau Dr. Lorenz (B90/ Die Grünen) war der kompetenteste in Bezug auf die vielfältige ökologische Relevanz der Fläche. Sehr erfreulich, dass diesen Aspekten hohe Relevanz bezüglich der Verträglichkeit dieses Megaprojektes beigemessen wird.

    Alles in allem gefällt mir, dass von allen Parteien klar kommuniziert wurde, dass man ergebnisoffen und konstruktiv in weitere Gespräche gehen wird.

    Es geht also nicht um eine Verhinderungspolitik, aber man will sich von Bayer auch nicht in die Tasche stecken lassen, wie das in Leverkusen meist so gut funktioniert.

    Man darf gespannt sein, wie der Konsens aussehen wird.

    Ich stimme dir sehr oft zu und schätze deine Beiträge, aber hier gehen unsere Meinungen auseinander.

    Auch ich habe die komplette Sitzung geschaut. Zuerst, mit der „hochrote Kopf“ ist vermutlich der Herr der CDU gemeint, der als Letzter geredet hat.

    Zum Punkt alle Parteien wären ergebnisoffen habe ich eine andere Meinung. Die CDU hat das in der Tat deutlich klargemacht. Die Grüne und die SPD haben aber eher die Position eingenommen (insbesondere die Dame der Grünen), dass man außerhalb von Monheim etwas finden soll, wobei die Dame der Grünen noch sachlich wirkte, der Herr der SPD unsäglich.

    Was aber für mich klar wurde. Das ist eine (unnötige) Entscheidung, um das Gesicht zu wahren bzw. ein Zeichen zu setzen. In leider blindem Aktionismus. Erstaunlich fand ich, dass die Dame der Linken als Stimme der Vernunft (abgesehen von PETO) aufgetreten ist.

    Bin gespannt was am 12.11. rum kommt.

  • Ich stimme dir sehr oft zu und schätze deine Beiträge, aber hier gehen unsere Meinungen auseinander.

    Auch ich habe die komplette Sitzung geschaut. Zuerst, mit der „hochrote Kopf“ ist vermutlich der Herr der CDU gemeint, der als Letzter geredet hat.

    Zum Punkt alle Parteien wären ergebnisoffen habe ich eine andere Meinung. Die CDU hat das in der Tat deutlich klargemacht. Die Grüne und die SPD haben aber eher die Position eingenommen (insbesondere die Dame der Grünen), dass man außerhalb von Monheim etwas finden soll, wobei die Dame der Grünen noch sachlich wirkte, der Herr der SPD unsäglich.

    Was aber für mich klar wurde. Das ist eine (unnötige) Entscheidung, um das Gesicht zu wahren bzw. ein Zeichen zu setzen. In leider blindem Aktionismus. Erstaunlich fand ich, dass die Dame der Linken als Stimme der Vernunft (abgesehen von PETO) aufgetreten ist.

    Bin gespannt was am 12.11. rum kommt.

    Exakt meine Gedanken. Ich denke auch, das die CDU im weiteren Verlauf aber "umkippen" bzw. einem geänderten Konzept zustimmen wird. Dann wäre mit PETO eine Mehrheit gegeben und die Stimmen von Grünen/SPD werden nicht mehr weiter benötigt!

    Einmal editiert, zuletzt von bewapo (7. November 2025 um 21:28)

  • …das würde mich interessieren, was Du damit meinst….

    Zum Beispiel:

    - Die Stadt Leverkusen hat der Bayer AG in der Vergangenheit Teile der alten Chemiemüllkippe abgekauft, z. B. Teile der Dhünnaue. (Kein Scherz!)

    Das Fatale daran: Mit dem Erwerb von Grund und Boden übernimmt der Käufer auch die Verantwortung für das Grundstück. Ist ein Grundstück mit Schadstoffen belastet, haftet neben dem Verursacher auch der neue Eigentümer für die Beseitigung möglicher Umweltgefahren - mit allen damit verbundenen finanziellen Risiken.

    Kippe Du mal im großen Stil nicht sanierbaren Giftmüll auf Dein Grundstück und versuche einen Doofen zu finden, der es Dir mit Risikoübernahme abkauft. :LEV6

    - Die Bayer-Baumaßnahme "Sportinternat" nebst eigener Zufahrtsstraße am Kurtekotten auf einem ökologisch wertvollen Stück Heide-/Brachland. Wie in Monheim ist auch hier die Bayer AG Eigentümerin.

    Der Stadtrat hatte seinerzeit (2023) sofort mehrheitlich für die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens gestimmt, obwohl es großen Protest dagegen gibt, nicht nur durch die direkten Anwohner. Der Vorsitzende des NABU-Leverkusen bewertet dieses Ansinnen als "skandlös". Es gibt dort seltene Vogelarten (Schwarzkehlchen / Neuntöter) und das Grundstück liegt unmittelbar in der Einflugschneise kurz vor der Landebahn des Flugplatzes. Alles kein Problem.

    Dass das Projekt umgesetzt wird ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Der Kampfmittelräumdienst ist schon mit der Untersuchung beauftragt. Im 2. WK gab es dort wohl eine FLAK-Stellung zur Sicherung des Chemiewerks gegen Luftangriffe.

  • Woher weißt Du, dass die Stadt die Dhünnaue mit Risikoübernahme gekauft hat?

  • Ich stimme dir sehr oft zu und schätze deine Beiträge, aber hier gehen unsere Meinungen auseinander.

    Auch ich habe die komplette Sitzung geschaut. Zuerst, mit der „hochrote Kopf“ ist vermutlich der Herr der CDU gemeint, der als Letzter geredet hat.

    Zum Punkt alle Parteien wären ergebnisoffen habe ich eine andere Meinung. Die CDU hat das in der Tat deutlich klargemacht. Die Grüne und die SPD haben aber eher die Position eingenommen (insbesondere die Dame der Grünen), dass man außerhalb von Monheim etwas finden soll, wobei die Dame der Grünen noch sachlich wirkte, der Herr der SPD unsäglich.

    Was aber für mich klar wurde. Das ist eine (unnötige) Entscheidung, um das Gesicht zu wahren bzw. ein Zeichen zu setzen. In leider blindem Aktionismus. Erstaunlich fand ich, dass die Dame der Linken als Stimme der Vernunft (abgesehen von PETO) aufgetreten ist.

    Bin gespannt was am 12.11. rum kommt.

    PETO als Stimme der Vernunft. Der Scherz ist gut! - Aber wenn Du die Bayer04-Geschäftsführer fragen würdest, dann hättest Du 100 % Zustimmung. Das sind Bayer-Klatschpappen und Ja-Sager, die alles andere der Wirtschaftsförderung und dem Kapital unterordnen. Scheiß auf Natur, ein paar angebotene Greenwashing-Alibi-Maßnahmen wie eine Sträuchereinfassung und ein Blühstreifen für Bienchen am Rand des Campus reichen allemal.

    Trotz der detailreichen und sachkundigen Ausführungen von Dr. Lorenz zu dem hohen ökologischen und dabei überregionalen Wert der Fläche behaupten PETA-Vertreter, die Fläche sei eine Crop-Science-Versuchsfläche und reine Ödnis. Ein riesiger eingefriedeter Sport-Campus mit Kunstrasenflächen, Trainingshallen und Gebäuden sei auch ein "Grünzug". :LEV11

    Das wurde nur noch getoppt von dem jungen Mann aus der PETA-Fraktion, der sich von versprochenen 150 Arbeitsplätzen blenden lässt. Die kämen ja schließlich der Monheimer Bevölkerung zugute, die keine akademische Ausbildung vorweisen könnten. Tja, da kam dann gleich die kalte Dusche in Form der Gegenrede, dass im High-End-Vorzeige-Campus eines Bundesligisten mit internationalen Ambitionen wohl Trainer, Staff, Greenkeeper und medizinisches Personal :LEV8 höchster Güte, Ausbildung und Kompetenz zum Einsatz kämen, die man wohl kaum aus der Monheimer Bevölkerung der niederen Bildungsschicht rekrutieren könnte, und wohl vom Campus-Betreiber von extern mitgebracht würden. - Touchet!

    Zur jungen Dame der "Linken" und deren zur Schau getragener Kompetenz schweige ich besser...

    Soweit ich es verstanden habe, ich bin aber alles andere als ein Experte für Baurecht, war der Ablehnungsbeschluss wohl notwendig, wenn man andere mögliche Grundstücke in die überarbeitete Planung einbeziehen will. Aber das habe ich vielleicht falsch interpretiert/verstanden?

  • Woher weißt Du, dass die Stadt die Dhünnaue mit Risikoübernahme gekauft hat?

    Weil ist lesen kann und mich interessiere...

    Die Stadt Leverkusen behandelt Grundstücksangelegenheiten grundsätzlich nicht-öffentich.

    Pressevertreter hatten Einsicht in die Dokumente und haben es öffentlich gemacht.

    Ausweislich Artikel im "Kölner Stadt Anzeiger", Lokalteil Leverkusen

  • Weil ist lesen kann und mich interessiere...

    Die Stadt Leverkusen behandelt Grundstücksangelegenheiten grundsätzlich nicht-öffentich.

    Pressevertreter hatten Einsicht in die Dokumente und haben es öffentlich gemacht.

    Ausweislich Artikel im "Kölner Stadt Anzeiger", Lokalteil Leverkusen

    Sofern Du diesen Artikel meinst

    Grundstücke: Stadt Leverkusen kauft Bayer das nächste Stück der Kippe ab
    Die Stadt Leverkusen kauft Land von Bayer – darunter eine Altlast.
    www.ksta.de

    geht daraus nicht hervor, dass der Vertrag eine Riskoübernahme enthält. Hast Du eine andere Quelle oder war das einfach eine unbewiesene Tatsachenbehauptung?

  • Es ist korrekt, dass die Fläche Teil eines regionalen Grünzugs ist – aber man sollte ehrlich sagen, was das bedeutet: Es handelt sich nicht um ein unberührtes Stück Natur oder ein geschütztes Biotop, sondern um konventionell, landwirtschaftlich genutzte Fläche, die seit Jahren für Versuchsanbau dient. Wer so tut, als stünde hier ein ökologisches Paradies auf dem Spiel, verzerrt die Realität.

    Frau Dr. Lorenz nutzt ökologische Argumente, um grundsätzlich jede Form von Entwicklung zu blockieren. Das ist kein Naturschutz, sondern eine Verhinderungsstrategie. Die SPD läuft dem blind hinterher und die CDU in Monheim probiert sich ggü. der PETO in Monheim verzweifelt zu profilieren, vergisst nur dabei, dass sie mit der anti-Campus Politik den Ruf des wirtschaft- und investitionsfreundlichen Standorts Monheim gefährdet. Ein moderner, nachhaltig geplanter Sport-Campus mit Ausgleichsmaßnahmen kann sich sehr wohl in den bestehenden Grünzug einfügen, ohne dessen ökologische Funktion zu zerstören.

    Dem SVB ganz in schwarz und rot!!

    Einmal editiert, zuletzt von Leverkusener Jung (7. November 2025 um 23:04)

  • Stand der Dinge:

    Dem Außenstehenden bietet sich das Bild eines schon seit vielen Jahren schwelenden Diskurses, der sich, je länger, je mehr, in ein starres konfrontatives Muster versteift hat und damit zu einem ebenbürtigen Spiegelbild der gesamtpolitischen Diskussions-Un-Kultur in unserem Lande abgeglitten ist.

    Statt themen- und sachbezogener konstruktiver Vorschläge und Lösungsideen, welche den Weg zu einem für alle Seiten tragbaren Kompromiss ebnen könnten, wird in den Wortmeldungen Ideologien gehuldigt, schwingen ganz offensichtlich emotional unverarbeitete "olle Kamellen" mit, die mit dem Thema Campus nicht das Geringste zu tun haben.

    Kurzum, das schlechte Vorbild der "großen" Politik schlägt auch in der Kommunalpolitik seine unseligen Wellen.

    Im Ergebnis macht emotionaler Kontrollverlust Menschen in der Außenwirkung kleiner, als sie sein müssten.

    Dabei könnten alle Beteiligten Größe zeigen, indem sie beweisen, dass sie Vernunft walten lassen können.

    Wollen sie das?

    Dem Kompromiss eine Chance zu geben bedeutet, dass alle Beteiligten ihre Narrative der eigenen verkrusteten Position aufzugeben bereit sind, um sie durch eine lösungsorientierte Verhandlungsstrategie ersetzen zu können.

    Bedauerlicherweise scheint die Situation bereits so festgefahren, dass der Zeitpunkt, diesen Weg der Vernunft einzuschlagen, verpasst worden ist.

    Oder ist irgendwo doch noch ein kleiner Türspalt offen?

    Diese Frage wird imho dadurch beantwortet, wie die Gespräche zwischen der Monheimer Bürgermeisterin und Bayer 04 verlaufen werden.

    Die Dame macht auf mich persönlich einen ausgesprochen kompetenten Eindruck, und daraus leite ich die Hoffnung ab, dass sie in Abwesenheit der Damen und Herren Ratsmitglieder einer wesentlich konstruktiveren Verhandlungsführung sowohl fähig als auch willens sein wird.

    Das Beste wird sein, wir warten jetzt erst einmal diese Verhandlungen ab.

    Deren Gesprächsatmosphäre und Ergebnisse werden uns den Weg weisen.

    Bayer 04 Leverkusen.
    Weil seit 1904 drin ist, was drauf steht.

  • Alles in allem gefällt mir, dass von allen Parteien klar kommuniziert wurde, dass man ergebnisoffen und konstruktiv in weitere Gespräche gehen wird.

    Es geht also nicht um eine Verhinderungspolitik, aber man will sich von Bayer auch nicht in die Tasche stecken lassen, wie das in Leverkusen meist so gut funktioniert.

    Warum hat man dann nicht eine Woche mit der Ablehnung gewartet?

    Es ging darum, PETO eins reinzuwürgen, weil man damit Wahlkampf gemacht hat.

    Ein Traum wurde wahr: Deutscher Meister SVB!