• Man muss ja das vereinsbestimmte Modell ja auch nicht abschaffen. Aber dieser Zwang. Das ist Profi- und kein Anateursport.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)

  • Ich hoffe, dass die Fußballabteilung wieder in den TSV eingegliedert wird und die Mitglieder mehr Einfluss bekommen. Ich sehe keinen Grund, warum die Bayer AG dann nicht weiter 20 Mio. im Jahr + Geld für den Stadionnamen als Sponsoring zahlen sollte. Wenn man dann wie dieses Jahr einen immensen Überschuss hat, muss man diesen nicht an die Bayer AG abführen, sondern könnte zB andere Abteilungen, wie die Basketballer unterstützen, damit sie als Rekordmeister und Rekordpokalsieger sich es mal wieder leisten können, nach einem Aufstieg in der ersten Liga zu spielen. Gleiches gilt für die Handballerinnen, die auch aus finanziellen Gründen als Rekordmeister und einziges Urgestein der ersten Liga nächstes Jahr zweitklassig spielen werden. Auch wenn man keine Verluste mehr steuertechnich ausgleichen kann, überwiegen für mich die Vorteile.

    Das ist ein sehr theoretischer Ansatz.

    Wenn die Bayer AG dem TSV sagt, dass sie x Euro Sponsoring für Zweck y ausgeben möchten, bestimmt der Sponsor wo das Geld hinfließt.

    Und die Bayer AG hat offensichtlich seit mehreren Jahren nicht mehr die Absicht mehr Geld in die sogenannten Randsportarten zu stecken, was ich sehr bedaure. Sieht man auch bei der Medaillenausbeute bei olympischen Spielen etc.

    Realistischer ist, dass die Bayer 04 Clubmitlgieder demnächst zu ner Versammlung antanzen dürfen dort mit 80% dafür stimmen, dass operationell alles so bleibt wie bisher und das Thema ist durch.

    Meine Einschätzung als zahlendes TSV Mitglied.

  • Die Clubmitglieder sind Kunden und nicht in einem Verein. Das ist ja gerade der Trick. Natürlich könnte man einen Verein gründen und die Kunden einladen. Man wird sich Beschränkungen ausdenken, die aber nicht so weit wie bei RB gehen können. Also kein Bayer AG Vorstandsverein durch zum Beispiel einen sehr hohen Mitgliedsbeitrag.

    100 Narren auf einem Haufen ersetzen keinen gescheiten Mann.

    Einmal editiert, zuletzt von Merkels Erbe (16. Juni 2025 um 13:25)


  • Der richtig Schwarze Peter wird doch immer wieder Richtung Bayer 04 und – man muss sie nennen – WOB und RBL geschoben. Deswegen verstehe ich auch nicht, was das "Endgame" für den Bayer bedeuten könnte.

    DFB und DFL haben RedBull auf dem Weg in die Bundesliga hofiert, wo es nur ging. Dadurch hat sich für den Bayer ein neuer sportlicher Konkurrent ergeben, aber in der 50+1 Geschichte kann man nun sehr entspannt sein.

  • Aber ich frage mich, wäre es denn so schlimm, wenn die Bayer AG nicht mehr Haupteigner wäre? Für die Fußball GmbH doch bestimmt nicht?

    Klär mich da bitte einer auf, warum ich als Fußballfan an so einer 50+1 Regel hängen sollte! Danke.

    Hilfe! 👆

  • Ich sach mal so, als Fußballfan musst du nicht unbedingt Anhänger von 50+1 sein. Wenn du jedoch der Meinung bist, Fußball gehört nur den Fans und zwar nur den Fans, dann ist es elementar ein Anhänger davon zu sein. Weil sonst kommen all die bösen Oligarchen und Investoren und nehmen die den Fußball weg.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)

  • Ich sach mal so, als Fußballfan musst du nicht unbedingt Anhänger von 50+1 sein. Wenn du jedoch der Meinung bist, Fußball gehört nur den Fans und zwar nur den Fans, dann ist es elementar ein Anhänger davon zu sein. Weil sonst kommen all die bösen Oligarchen und Investoren und nehmen die den Fußball weg.

    Ich meine jetzt aus Sicht von Bayer Leverkusen! Bin ich als Bayer-Fan dafür oder dagegen oder isses mir Wurscht?

  • Ich hoffe, dass die Fußballabteilung wieder in den TSV eingegliedert wird und die Mitglieder mehr Einfluss bekommen. Ich sehe keinen Grund, warum die Bayer AG dann nicht weiter 20 Mio. im Jahr + Geld für den Stadionnamen als Sponsoring zahlen sollte. Wenn man dann wie dieses Jahr einen immensen Überschuss hat, muss man diesen nicht an die Bayer AG abführen, sondern könnte zB andere Abteilungen, wie die Basketballer unterstützen, damit sie als Rekordmeister und Rekordpokalsieger sich es mal wieder leisten können, nach einem Aufstieg in der ersten Liga zu spielen. Gleiches gilt für die Handballerinnen, die auch aus finanziellen Gründen als Rekordmeister und einziges Urgestein der ersten Liga nächstes Jahr zweitklassig spielen werden. Auch wenn man keine Verluste mehr steuertechnich ausgleichen kann, überwiegen für mich die Vorteile.

    Vor allem auch Gewinne ausgleichen, darum geht es ja auch. Macht die GmbH immense Gewinne, so wie sehr wahrscheinlich dieses Jahr, dann kann das in diesem riesen Gebilde Konzern einfach verrechnet werden und die GmbH muss keine Gewinne versteuern.

    Das ist schon ein großer Vorteil, dass man etwas unabhängiger von Schwankungen ist.

    Die jetzigen Gewinne in andere Sportarten zu überführen klingt zwar ganz nett, ist aber eher belanglos. Der Fußball ist so dermaßen entrückt, das ist Wahnsinn. Gestern beim Handball CL-Finale meinten die auch, dass der Gewinner sich über insgesamt ca. 1 Millionen Euro freuen kann und das ca. 10% des Gesamtetats ausmacht. Schon alleine 20 Millionen bekommst du so nur ganz schwer ausgegeben und am Ende würden die restlichen Sportarten dauerhaft am Tropf Männer-Bundesliga hängen.

    Gleichzeitig würde der Nachteil Bayer im Namen bestehen bleiben. Nach wie vor sind wir unattraktiv für viele Sponsoren, da Bayer alles andere überstrahlt.

    Ich denke, es wäre gar nicht so problematisch, die Strukturen so zu ändern, wie du es angesprochen hast. Nachteil wäre eben der besagt Verlust der Sicherheit, quasi nie wirklich finanzielle Probleme zu bekommen (siehe Zeit während Corona) und eben Gewinne nicht versteuern zu müssen (hier kann man natürlich auch die gesellschaftliche Verantwortung mit in die Betrachtung ziehen.) Man kann das machen und ich denke auch, dass wir dadurch jetzt nicht krass abrutschen würden. Aber tendenziell denke ich, würden wir eher in Richtung Platz 4-8 rutschen und alles darüber würde unrealistisch werden.

    Ich könnte damit leben, mit der Saison 23/24 habe ich mehr bekommen, als ich mir je erhofft hatte.

    C. Streich: "Ich habe zwar einen deutschen Pass, aber ich fühle mich nicht als Deutscher. Ich bin ein Mensch, der einen Pass hat, in dem deutsch drin steht"
    Möge die Macht mit Bayer04 sein!

  • v1nce

    Das bleibt dir überlassen, wie du den Fußball siehst. Ist mehr ne Gewissensfrage. Ich find die Regel, bzw. den Zwang doof. Jeder sollte frei entscheiden können, welche Form er bevorzugt und ob er jemanden (Investor) ins Boot holt. Nur weil 50+1 fallen könnte, heißt ja nicht, dass du gezwungen wirst Geld aus Katar anzunehmen. Das zum einem. Zum anderen wird doch schon jetzt nicht konsequent gehandelt. Gibt die AG's, die GmbHs, dann haben Hertha und 1860 München mehr als 50% ihrer Anteile (nicht Stimmrecht) verkauft. Gibt Mäzen, gibt Vereine die durch die Kommune gepimt werden.Dann wurde, wie hier erwähnt, Seitens DFB/DFL die Grenzen so weit gedehnt, dass RB Platz hat. Dann gibt es Multi-Club-Ownership, Hertha lässt Grüßen.

    Dieser Zwang ist nur der Versuch den Kommerziellen Fußball ein Hauch von Tradition und Teilhabe zu verleihen. Im übrigen hat die Mehrheit der e.V. für einen Investoren Einstieg gestimmt. Als wenn Kind/Hannover das Problem wäre .

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)

  • Ich meine jetzt aus Sicht von Bayer Leverkusen! Bin ich als Bayer-Fan dafür oder dagegen oder isses mir Wurscht?

    Schwer zu beantworten, kommt auf die Perspektive an. Will man eine Bundesliga haben, die international mithalten kann, dann sollte man gegen 50+1 sein. Mehr Geld in der Bundesliga würde auch zu mehr Qualität führen. Klar, paar Mannschaften würden auch weiterhin schlecht arbeiten und Geld verbrennen (siehe Hertha mit ihren 250 Mio, die man auch genauso gut in den Ofen hätte schieben können). Andere würden damit besser umgehen. Gleichzeitig wäre ich mir sicher, würde kein Investor in unseren Verein investieren, wir würden wohl eher abfallen, da die Konkurrenz in Deutschland zulegen würde.

    Bleibt 50+1 bestehen und wir müssen Anpassungen machen, dann würden wir vermutlich nur ein wenig Abstriche machen und nur leicht an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

    Ich persönlich denke, 50+1 mit Anpassungen wäre für uns als Fans besser, als eine komplette Abschaffung.

    Am Ende muss ich aber auch sagen, finde ich Fußballfans auch ein bisschen niedlich in Deutschland. Wenn man Probleme mit dem Kapitalismus hat, dann soll man sich generell für ein anderes Gesellschaftssystem einsetzen. Aber sich nur so eine Oase-Fußball herbeizusehnen, finde ich ziemlich weltfremd und naiv.

    Zumal es denselben Leuten auch kackegal ist, dass z.B. der FC Bayern sich in die Frauen-Bundesliga und den Basketball eingekauft hat und dort aktiv Traditionsvereine verdrängt hat. Genauso viele andere Mannschaften, besonders im Frauen-Fußball. Siehe Eintracht Frankfurt, aber da habe ich nur wenige Beschwerden (es gab welche, aber man hätte sich ja als Mitgliedschaft auch dagegen aussprechen können) der organisierten Fanszene mitbekommen.

    C. Streich: "Ich habe zwar einen deutschen Pass, aber ich fühle mich nicht als Deutscher. Ich bin ein Mensch, der einen Pass hat, in dem deutsch drin steht"
    Möge die Macht mit Bayer04 sein!

  • 50+1 geil finden und sich Turniere Internationaler Verbände anzugucken ist in etwa so konsequent wie ne vegane Wurst in Bacon einzuwickeln. Naja, da wird genau ein juristisches Schlupfloch gefunden und/oder geklagt werden und dann kostet das alles vor allem erstmal eins: Zeit. Alternativ einfach so lange in Feststellungsverfahren investieren,bis das Endergebnis so ist, dass die Befürworter der Gestalt mitgestraft werden,dass das kleinere Übel drei plus x Vereine sind und nicht die resultierende Auflage .

    "Die Spieler wissen, dass ich keine Konzessionen mache. Sie müssen sich in die Mannschaft reinboxen. Das geht nur über die Leistung. Es gibt nichts Anderes" - Don Jupp

  • 50+1 geil finden und sich Turniere Internationaler Verbände anzugucken ist in etwa so konsequent wie ne vegane Wurst in Bacon einzuwickeln. Naja, da wird genau ein juristisches Schlupfloch gefunden und/oder geklagt werden und dann kostet das alles vor allem erstmal eins: Zeit. Alternativ einfach so lange in Feststellungsverfahren investieren,bis das Endergebnis so ist, dass die Befürworter der Gestalt mitgestraft werden,dass das kleinere Übel drei plus x Vereine sind und nicht die resultierende Auflage .

    Viele der Fans der Traditionsvereine haben einen Hass auf unsern Verein und sind große Befürworter der 50+1 Regeln.

    Aber wiederum ein Großteil davon schwärmt von englischen Clubs ala Liverpool, Manchester und co..

    Diese finden sie wieder gut, da es ja große Traditionsvereine sind.

    Dabei sind alle englischen Clubs reine Kapitalgesellschaften, wo Fans nichts zu melden haben.

    Die lautesten Hater, wünschen sich ja, dass Wolfsburg und wir komplett verschwinden. Sie meinen, dass Liga dann attraktiver wird durch mehr Traditionsvereine.
    Aber ich wage es mal zu bezweifeln, ob die Liga mit Elversberg und Paderborn attraktiver wäre als mit Wolfsburg und uns.

    Auch international hätte Freiburg in CL nicht mehr Strahlkraft und ganz sicher nicht mehr Erfolg als wir.

    Zudem wäre Leipzig überhaupt nicht betroffen, da sie sich ja ganz "legal" sich an 50+1 halten. Die wurden halt nach der Einführung gegründet und bewusst alle Schlupflöcher ausgenutzt.

  • Doch, deren „Konstrukt“ wird vom Kartellamt auch deutlich kritisiert.

    Aber anders als bei uns, wird hier nur kritisiert, dass RB lediglich 23 stimmberechtigte Mitglieder hat, die stark mit dem Investor Red Bull verbunden sind. Da ist die Sache nicht so schwarz und weiß wie bei Wolfsburg und uns mit der Sonderreglung.

    Bei der Forderung vom Kartellamt wird RB nicht direkt angesprochen. Habe aber natürlich nur Artikel gelesen und nicht das originale Dokument.

    Zitat

    Das Kartellamt fordert daher von der Deutschen Fußball Liga (DFL), sicherzustellen, dass alle Vereine einen offenen Zugang zur Mitgliedschaft bieten und die Mitbestimmung der Fans gewährleisten.

    RB könnte das auch relativ leicht umsetzen. Einfach neue Mitglieder zulassen. Das wären dann wohl mit ziemlicher Sicherheit RB Fans und die würden wohl kaum gegen RedBull Entscheidungen stimmen.
    Nach dem Motto. Hey, ich bin Fan von RB Leipzig und RedBull hat hier nichts mehr zu entscheiden.

    Also zumindest in Theorie, kann mir das nur schwer vorstellen, dass sich dadurch groß etwas ändern wird.

    Wir hingegen müssten uns komplett neu aufstellen, was einiges an Arbeit wäre und nicht von heute auf morgen umsetzbar ist.

  • RB könnte das auch relativ leicht umsetzen. Einfach neue Mitglieder zulassen. Das wären dann wohl mit ziemlicher Sicherheit RB Fans und die würden wohl kaum gegen RedBull Entscheidungen stimmen.

    Nach dem Motto. Hey, ich bin Fan von RB Leipzig und RedBull hat hier nichts mehr zu entscheiden.

    Also zumindest in Theorie, kann mir das nur schwer vorstellen, dass sich dadurch groß etwas ändern wird.

    Wenn das aus RB-Sicht so unproblematisch wäre, hätten die ja gar nicht erst dieses Konstrukt implementieren müssen. Red Bulls wollte und will die volle Kontrolle, und wenn man jetzt unbegrenzt Mitglieder zulassen müsste, wäre diese Kontrolle weitgehend ausgehebelt.

    Wir hingegen müssten uns komplett neu aufstellen, was einiges an Arbeit wäre und nicht von heute auf morgen umsetzbar ist.

    Von heute auf morgen wird da sowieso gar nichts passieren; auch das Kartellamt spricht ja von Übergangsfristen. Außerdem hängt ja über der ganzen 50-plus-1-Idee das Damoklesschwert, dass mal jemand konsequent juristisch dagegen vorgeht, was nach Auffassung vieler Experten unweigerlich dazu führen würde, dass dieses als Ganzes zu verwerfen wäre. Insofern wird man da bei der DFL ganz sicher den Kompromiss mit den betroffenen Vereinen suchen. Wie der dann aussehen wird, ist die eigentlich interessante Frage.

  • Außerdem hängt ja über der ganzen 50-plus-1-Idee das Damoklesschwert, dass mal jemand konsequent juristisch dagegen vorgeht, was nach Auffassung vieler Experten unweigerlich dazu führen würde, dass dieses als Ganzes zu verwerfen wäre. Insofern wird man da bei der DFL ganz sicher den Kompromiss mit den betroffenen Vereinen suchen. Wie der dann aussehen wird, ist die eigentlich interessante Frage

    allerdings wären die betroffenen Vereine mit die größten Verlierer wenn jemand dagegen klagt, daher gibt es aktuell nicht wirklich Klägerkandidaten. Die kommen erst dann wenn die Vereine wie Bayern, Hamburg auch die letzten möglichen Anteile verkauft haben und irgendwann mehr verkaufen wollen/müssen.

    w11 Liga2 2019/2020: Schwolow, Flekken - Sinkgraven, Sane, Zimmermann, Halstenberg, Torunarigha - Haberer, Duda, Sabitzer, Schmid, Serdar, Darida - Mateta, Weghorst, Finnbogason, Mamba

  • allerdings wären die betroffenen Vereine mit die größten Verlierer wenn jemand dagegen klagt, daher gibt es aktuell nicht wirklich Klägerkandidaten.

    Weiß ich nicht. Kind/Hannover hat ja schon öfter damit gedroht. Ein „abgewirtschafteter“ Traditionsverein mit großem Namen könnte seine einzige (realistische) Chance darin sehen, wieder nach oben zu kommen. Und auch Bayer/VW könnten bzw. müssten sich überlegen, was sie machen, wenn ihre Sonderregel stark beschnitten wird — kleinere Brötchen backen oder ihr Engagement auf eine andere rechtliche Basis stellen.

  • Wenn das aus RB-Sicht so unproblematisch wäre, hätten die ja gar nicht erst dieses Konstrukt implementieren müssen. Red Bulls wollte und will die volle Kontrolle, und wenn man jetzt unbegrenzt Mitglieder zulassen müsste, wäre diese Kontrolle weitgehend ausgehebelt.

    Das leicht umsetzen war vor allem auf die Umsetzung bezogen. Sie können es sofort umsetzen, wenn sie müssen. Neue Mitglieder zulassen und die Sache ist getan.

    Das mit Kontrolle stimmt. Aber so ein großer Aufwand war es ja nicht, das Konstrukt zu implementieren. Wenige Mitglieder zulassen nur welche aus Red Bull Family. Fertig.

    So hat man wie du sagst volle Kontrolle. Und das würde sich so gut wie kein großes Unternehmen ohne Not nehmen lassen.

    Grade zu Beginn der "Übernahme"/"Neugründung" hätte es bei Entscheidungen durchaus auf Gegenwehr stoßen können.

    Jetzt ist RB aber ganz oben und hat sich komplett aufgebaut. Die wichtigsten Entscheidungen sind getroffen.

    Und solange sie nicht gezwungen, werden sie natürlich die Kontrolle nicht hergeben. Und wenn sie es müssen, so minimal wie möglich.

    Aber bleibe bei meiner Meinung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass RB-Fans gegen große Entscheidungen bei RB stimmen würden. Wenn doch und zu krass und oft, würde sich RB wohl nicht mehr so investieren oder im WorstCase für den Verein komplett die Segel streichen.

  • Weiß ich nicht. Kind/Hannover hat ja schon öfter damit gedroht. Ein „abgewirtschafteter“ Traditionsverein mit großem Namen könnte seine einzige (realistische) Chance darin sehen, wieder nach oben zu kommen. Und auch Bayer/VW könnten bzw. müssten sich überlegen, was sie machen, wenn ihre Sonderregel stark beschnitten wird — kleinere Brötchen backen oder ihr Engagement auf eine andere rechtliche Basis stellen.

    Warum sollte die Bayer AG dann "kleinere Brötchen backen"? Seit dem die Sonderregeln gilt, hat die AG im relativen Vergleich zu den gestiegenen Ausgaben in der Branche nicht mehr Geld in die Fußballabteilung gesteckt als zuvor. Stattdessen wurde kurz nach der Übernahme erstmal ein radikaler Sparkurs unter Holzhäuser eingeleitet. Die Bayer AG steckt zudem nur einen Bruchteil des Werbewertes als Sponsoring in die Fußballabteilung, daher gibt es keinen Grund, auch wenn man weniger Einfluss haben wird, hier weniger Geld zu investieren. Keinen Euro, den man in andere Werbemaßnahmen reinsteckt, zahlt auch nur im Ansatz so aus, wie die 25 Mio. jährlich. Das soll nicht einmal die Hälfte von dem sein, was Audi als kaum wahrnehmbarer Sponsor jährlich dem FC Bayern überweist (siehe https://sport.sky.de/fussball/artik…/11908324/33896) und auch weniger, als Vodafone bald jährlich an Dortmund zahlt (https://www.derwesten.de/sport/fussball…d301595827.html).