"...Entscheidet der EuGH am Ende pro Leverkusen und Wolfsburg, würde die 50+1-Bombe platzen – und die Investorenregel wäre pulverisiert." s.o.
Das ist doch schlussendlich das, was die Liga bzw. die "Traditionalisten" unter ihnen am meisten fürchten: quasi ein Bosman reloaded (s. EuGh, 15.12.1995).
Andererseits wäre eine, wie auch immer geartete Lösung (zu unserer! Zufriedenheit), eine Möglichkeit, diesen nervenden Driss hoffentlich finalemente von der Platte zu bekommen.
Das ironische ist, dass DFL das ganze selbst ins Rollen gebracht hätte.
Hätte man Kartellamt niemals zur Prüfung beauftragt, würde aktuell kaum jmd drüber sprechen und alles weiterlaufen wie bisher. Und Gefahr, dass jmd vor Gericht zieht, wäre auch sehr gering.
Die DFL (bzw. Großteil der Vereine/Fans) wollte jedoch, dass der Sonderstatus aberkannt wird.
Probleme sieht der Großteil der Fans der Tradtionsvereine nicht.
Sie wollen, dass "50+1" umgesetzt wird und glauben, wir verstoßen gegen die Regel.
Dass aber genau darin die Sonderregeln für Wolfsburg und uns festgeschrieben sind, sehen sie nicht als Problem.
Das würde vor Gericht ziemlich kompliziert werden.
Man hätte etliche Ansatzmöglichkeiten vor Gericht zu argumentieren. Angefangen von Bestands- und Vertrauensschutz.
Und die Gefahr, dass komplette "50+1" dadurch gekippt werden könnte, ist zumindest im Bereich des Möglichen.
Wäre schon ironisch, wenn das passieren würde. Dann hätte DFL quasi selbst die Regel gekippt, nur um Wolfsburg und uns den Sonderstatus zu entziehen.
Ich glaube nicht, dass es überhaupt so weit kommen wird. Wobei ich Gefühl habe, dass Wolfsburg noch eher dagegen vorgehen würde als wir.
Man wird Entscheidung wahrscheinlich nochmals aufschieben. Oder sehr lange Übergangszeit einführen.