• Nur mal ein kleiner Punkt zudem ich mir von Beginn an des Krieges Gedanken mache, wenn ich hier immer wieder lesen, ist das die NATO den Angriff provoziert hat, weil sie sich ausdehnt.

    Im Falle der Ukraine ist die Sache doch gar umgekehrt?

    Die Ukraine selbst wollte der Nato beitreten und die Nato-Länder haben abgelehnt, weil sie eben Russland nicht provozieren wollen.

    Außerdem, weil die Ukraine nicht als "stabiler Partner" galt.

    Seit dem Regierungswechsel in der Ukraine hat sich das Land nach und nach aber stabilisiert. Korruption hat abgenommen und demokratische System wurde zunehmend stärker.

    Und SIE wollten immer noch in die Nato und waren auf guten Weg ein wirklicher Beitrittskandidat zu werden.

    Es wird oft dargestellt als wäre die NATO auf die Ukraine zugekommen und hätte sie ständig gebeten der NATO beizutreten. Quasi schon angefleht und genötigt.

    In der Realität war es doch sogar der umgekehrte Fall, oder nicht?

    Die Ukraine wollte in die NATO, aber viele westliche Staaten waren dagegen.

    Nur durch die Entwicklung, die das Land genommen hat und die reale Bedrohung von Russland, ist die Ablehnung in den letzten Jahren schwächer geworden.

    Hätte Russland sich nicht eingemischt und das Land nicht destabilisiert (schon vor der Spezial-Operation), wäre ein Beitritt in den nächsten Jahren realistischer geworden. Dies sehe ich auch für den Grund der Spezial-Operation an. Man hatte Angst, die Ukraine an den "Westen" zu verlieren.

    Meine Meinung ist, dass die Ukraine den Beitritt wollte und nicht die NATO.

    Die Ukraine hat sich von Russland bedroht gefühlt und wollte sich lieber den westlichen Ländern anschließen.

    Oder wie seht ihr das?

    Ich behaupte mal, dass in den nächsten 50 Jahren die Ukraine niemals Russland angegriffen hätte. Vor allem nicht, wenn man der NATO beigetreten wäre.

    Hier beschäftigen sich ja einige mit dem Thema. Würde mich über sachliche Antworten freuen. Auch gegensätzliche Meinungen gerne, solange sie mit Fakten erklärt werden.

  • Die mehr als 1 Millionen Menschen, die in Kiew demonstriert haben, waren alle vom CIA.

    Alle!

  • Die Ukraine selbst wollte

    Wer ist "die Ukraine"?

    Seit dem Regierungswechsel in der Ukraine hat sich das Land nach und nach aber stabilisiert. Korruption hat abgenommen und demokratische System wurde zunehmend stärker.

    Seit 2014 tobt in der Ukraine ein Bürgerkrieg.

    Im Jahre 2012 - zwei Jahre vor 2014 - fand eine Fußballeuropameisterschaft mit Millionen von europäischen Fans u.a. in der Ukraine statt.
    2009 wurde eines der für mich schönsten Stadien Europas in einer phänomenalen Eröffnungsfeier eingeweiht: die Donbassarena in Donetzk.

    >>>Eröffnungszeremonie

    >>>Donbass Arena UEFA Euro 2012

    Und dann:

    >>>Zerstörungen Donbass Arena

    Die hatten in Donezk auch einen entsprechenden Flughafen, über den viele Fans eingeflogen wurden:

    >>>Donezk Airport - Then und now

    Woher hast Du Deine Informationen, dass die Ukraine sich "stabilisiert" haben soll und Korruption abgenommen hätte? Bitte links einfügen.

    Die Ukraine ist massiv im Ausland mit 125,7 Milliarden US-Dollar (2020) verschuldet und am Rande der Zahlungsunfähigkeit gegenüber ihren Gläubigern.

    In diesem Jahr werden sich die Schuldendienstkosten voraussichtlich auf etwa 6,2 Milliarden Dollar belaufen. Das sind etwa 12 Prozent der staatlichen Haushaltsausgaben.

    >>>berliner zeitung

    Der Krieg könnte somit ein letzter Ausweg sein, die Auslandsschulden erlassen zu bekommen.

    Oder wie seht ihr das?

    Ich behaupte mal, dass in den nächsten 50 Jahren die Ukraine niemals Russland angegriffen hätte.

    Ich behaupte, dass Afghanistan in den nächsten 200 Jahren die Bundesrepublik Deutschland nicht angegriffen hätte. Dennoch wurde das Land 20 Jahre lang u.a. von der deutschen Bundeswehr militärisch besetzt und ein Krieg gegen dortige Einwohner geführt und verloren. Afghanistan hat der BRD nie den Krieg erklärt, dennoch sahen sich die Deutschen von den Afghanen bedroht.

    Warum?

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Seit dem Regierungswechsel in der Ukraine hat sich das Land nach und nach aber stabilisiert. Korruption hat abgenommen und demokratische System wurde zunehmend stärker.

    Oberflächliches Gesülze in dem der eigene Wunsch die Realität sein soll.

    Ukraine 2019:

    Der Sieg von Wolodymyr Selensky bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine ist vor allem eins: eine klatschende Ohrfeige für den bisherigen Amtsinhaber Petro Poroschenko. Dieser hat sich seine Abwahl redlich verdient. Vor allem bei zwei Problemen - der durchdringenden Korruption und der Dominanz der ukrainischen Wirtschaft, Politik und Medien durch einige wenige Oligarchen - versagte Poroschenko oder hintertrieb entsprechende Reformen gar bewusst. Kein Wunder: Schließlich war Poroschenko selbst ein Oligarch. Davon haben die Ukrainer genug. Alles, nur nicht noch mehr Poroschenko, das war die zentrale Botschaft dieser Wahl.


    Doch Wolodymyr Selenskys kometenhafter Aufstieg ist ebenfalls Ausdruck des kranken ukrainischen Systems: Er war nur möglich, weil ukrainische Medien von Oligarchen dominiert werden, die bestimmen, wer in ihre Fernsehsender kommt - und wer nicht. Ex-Verteidigungsminister Anatolij Grizenko zum Beispiel, der ebenfalls Präsidentschaftskandidat war und seit Jahren glaubwürdig für Korruptionsbekämpfung und gegen die Interessen der Oligarchen auftrat, kann ein Lied davon singen: Er kam jahrelang praktisch nicht ins Fernsehen und bekam in einem Land, in dem sich 85 Prozent der Bevölkerung ausschließlich über das Fernsehen informieren, nie eine nationale Bühne. Das Gleiche gilt für echte Reformparteien, die es in der Ukraine immer wieder gibt, über die aber in den Oligarchensendern kaum berichtet wird und die auch deshalb kaum je über den Rang von Kleinparteien hinauskommen.

    >>>SZ

    Wer ist der Oligarch hinter Selensky?

    >>>Selenskys gefürchteter Helfer

    >>>Selenskys Oligarch Connection

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

    Einmal editiert, zuletzt von Caminos (20. März 2022 um 19:25)

  • Sie nennen sich Squad303: Das ist eine Gruppe internationaler Programmierer und sie wollen, dass Russinnen und Russen die Wahrheit über den Krieg erfahren. Dafür haben sie ein Tool entwickelt, mit dem jeder Nachrichten an russische Kontakte senden kann.

    swr3.de

    Aber was, wenn es kein Morgen gibt? Heute gab's nämlich auch keins.

  • Du kannst doch selber lesen, so lang ist der Beitrag nicht.

    SMS, E-Mail, Whatsapp.

    Signal, Telegram sollen folgen.

    Das war ironisch gemeint. SMS ist wie Postkarten schicken. Es gibt kein schnelleres und sichereres Kommunikationsmittel zwischen Alice und Bob als (natürlich verschlüsselte) E-Mails und jeder verfügt darüber. Doch gibt es, aber dann wird es technisch sehr aufwendig.

  • Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg Peter Hauk hat sich für einen Einfuhrstopp von Gas und Öl aus Russland ausgesprochen. Etwas Frieren sei angesichts des Krieges zumutbar, so der CDU-Politiker.


    Hauk hält es für die deutsche Bevölkerung zumutbar, wenn sie auch mal etwas frieren müsste, so der Minister.


    "15 Grad im Winter hält man mit Pullover aus. Daran stirbt niemand."

    >>>swr

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)