• Kurze technische Frage: wieso sehe ich in einigen Threads blockierte Faschos und Schwurbler nicht blau, in allen anderen aber schon? War mir leider gerade aufgefallen.

    Die Schwurbler, die schon vor Jahren in diesem Forum geschrieben haben, dass wir Corona jemanden zu verdanken haben, der in China eine Labortüre offen gelassen hat?

    @Willibert, dieser Typ ist gefangen in seinem Fantasieland. :wacko: Der hält alle, die nicht seiner beschränkten Sichtweise folgen, pauschal für "Faschos" und "Schwurbler" und behauptet damit umgekehrt, er sei ein Demokrat. :LEV14  Solche Leute halten auch Schulden für Vermögen. Da kann man nichts machen... :LEV9

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Bayer spielt Glyphosat-Aus durch – Aktie steigt

    Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer stellt den Fortbestand seines Glyphosat-Geschäfts in den USA offen in Frage. CEO Bill Anderson erklärte in einer vorab veröffentlichten Rede zur Hauptversammlung am 25. April, dass sich das Unternehmen einem kritischen Punkt nähere: "Wir kommen sogar langsam an einen Punkt, an dem uns die Klageindustrie zwingen könnte, die Vermarktung dieses systemkritischen Produktes einzustellen."

    Diese Aussage befeuert an den Märkten Spekulationen über einen möglichen Verkauf des US-Geschäfts mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Roundup, einst Teil der Monsanto-Übernahme.

    Bayer kämpft seit Jahren mit milliardenschweren Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat. Anderson betonte, man arbeite intensiv daran, die kostspieligen Verfahren zu lösen – auch durch Vergleiche, sofern sie wirtschaftlich vertretbar seien. "Der Status quo ist keine Option", sagte der CEO und verwies auf die finanzielle und operative Belastung durch die Klagewelle. Ziel sei es, die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten bis Ende 2026 deutlich einzudämmen. Bisher habe man in Berufungsverfahren bereits Schadenersatzforderungen um bis zu 90 Prozent reduzieren können.

    Um Bayer für mögliche weitere Schritte finanziell handlungsfähig zu halten, bittet Anderson die Aktionäre auf der Hauptversammlung um ihre Zustimmung zu einer möglichen Kapitalerhöhung von bis zu 35 Prozent. Das Kapital würde ausschließlich zur Eindämmung der US-Rechtsstreitigkeiten verwendet – und auch nur dann, wenn andere Finanzierungsoptionen nicht ausreichen. "Wir würden es nicht zur Finanzierung externer Wachstumschancen wie M&A verwenden", stellte Anderson klar. Den Aktionären sollen dabei Bezugsrechte eingeräumt werden.

    Gleichzeitig begrüßte der CEO erste politische Entwicklungen, die Bayer in seiner mehrgleisigen Strategie stützen könnten. So hätten die Bundesstaaten Georgia und North Dakota bereits Gesetze verabschiedet, die Bayer im Glyphosat-Streit entgegenkommen. Man hoffe, dass weitere US-Staaten diesem Beispiel folgen werden.

    Für das operative Geschäft sieht Anderson langfristig Licht am Ende des Tunnels. Ab 2026 rechne er mit einer deutlich besseren Entwicklung des Unternehmens und mit positiven Wachstumsimpulsen aus dem Innovationsbereich ab 2027.

    An der Börse kamen die Aussagen gut an: Die Bayer-Aktie notiert am Dienstag um 2,7 Prozent höher. Damit summiert sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf 11,3 Prozent.

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Trumps neuer Angriff auf die Wirtschaftsordnung

    Stand: 22.04.2025 16:32 Uhr

    Erst die Disruption des Welthandels, nun der erneute Angriff auf die Unabhängigkeit der Geldpolitik: Donald Trumps Manöver hinterlassen bleibende Schäden im wirtschaftlichen Gefüge.
    Eine Analyse von Detlev Landmesser, ARD-Finanzredaktion

    Was Donald Trumps aggressive Zollpolitik mit der Weltwirtschaft angerichtet hat, ist erst in Ansätzen absehbar. Jetzt haben die jüngsten Attacken des US-Präsidenten auf die US-Notenbank Fed erneute Schockwellen über die Finanzmärkte gesendet.

    In Reaktion auf Äußerungen von Notenbankchef Jerome Powell zu den negativen Folgen der Zollerhöhungen für Wirtschaft und Inflation hatte Trump am Freitag dessen Entlassung gefordert - die er nach geltendem Recht nicht grundlos veranlassen darf.

    Am Montag legte Trump nochmals nach. Er gab Powell die Schuld an einer nachlassenden Dynamik der US-Wirtschaft, da die Fed den Leitzins entgegen seinen Wünschen nicht gesenkt hat und nannte ihn "Mr. Zu Spät" und einen "großen Loser". Eine Tonalität, die viel mehr an Schulhof denn an fachliche Auseinandersetzung erinnert.


    17.04.2025

    Nach Kritik an US-Zollpolitik Trump erhöht Druck auf Notenbankchef Powell

    Powells Entlassung könne "nicht schnell genug" kommen, schreibt der US-Präsident auf seiner Plattform. mehr

    Vertrauen in US-Märkte erschüttert

    Doch die Taktik des rabiaten Zurückschlagens, die schon früh zu Trumps Geschäftspraktiken gehört haben soll, zeitigt auch an den Finanzmärkten Folgen, die der US-Präsident schwerlich einschätzen kann. Seine jüngsten Attacken rütteln am Fundament der amerikanischen Wirtschaft, nämlich dem Vertrauen in die Funktionsweise des Finanzsystems.

    Die Finanzmärkte reagierten prompt. Der US-Leitindex Dow Jones brach am Montag um 2,5 Prozent ein. Noch alarmierender war für Experten aber der Kursverfall am Anleihen- und Devisenmarkt. Zehnjährige Staatsanleihen brachen erneut ein und boten zuletzt eine Rendite von 4,405 Prozent. Der Dollar rutschte gemessen am Dollar-Index, der das Verhältnis der US-Währung zu den wichtigsten Fremdwährungen ausdrückt, auf ein Drei-Jahres-Tief von 97,921 Punkten.

    Das sind unverkennbare Warnzeichen dafür, wie stark das Vertrauen einerseits in die Verlässlichkeit der USA als Schuldner und andererseits in die Unabhängigkeit der Geldpolitik gesunken ist.

    Quelle: tagesschau.de

    Bayer 04 Leverkusen.
    Weil seit 1904 drin ist, was drauf steht.

  • Kein unangemessenes Eingreifen des Staates: 100 Universitäten stellen sich gegen Trump

    In den USA haben mehr als 100 Universitäten, Colleges und Wissenschaftsorganisationen eine gemeinsame Erklärung gegen die Hochschulpolitik von Präsident Trump unterzeichnet. Hinter dem Vorstoß stehen Institute wie die Elite-Universität Princeton oder auch das Connecticut State Community College.

    22.04.2025


    Sie werfen Trumps Regierung beispiellose Übergriffe und politische Einmischung vor, die das amerikanische Hochschulwesen gefährdeten. In der Erklärung heißt es, die Bildungseinrichtungen seien offen für konstruktive Reformen und lehnten auch eine legitime staatliche Aufsicht nicht ab. Einem unangemessenen staatlichen Eingreifen werde man sich aber entgegenstellen. Den Preis für das Beschneiden von Freiheiten zahlten ultimativ die Studierenden, warnen die Verfasser abschließend.

    Princeton-Präsident spricht von Krise

    Der Präsident der Elite-Universität Princeton, Eisgruber, hatte bereits vor zwei Wochen von einer Krise für die amerikanischen Universitäten gesprochen und zum Widerstand aufgerufen. Man müsse für die akademische Freiheit eintreten, sagte Eisgruber in einem Interview mit der New York Times. Dass die Regierung über das Druckmittel der finanziellen Fördergung Macht und Einfluss ausübe, sei schwerwiegend. Mit der unsicheren Finanzierung sei auch die Qualität der amerikanischen Forschung bedroht.

    Harvard verklagt Regierung

    Die Universität Harvard verklagt zudem Trumps Regierung wegen der Streichung von Fördergeld. Die renommierte Hochschule widersetzt sich dem von Trump geforderten Kurswechsel, etwa bei der Zulassung von Studenten.

    Quelle: Deutschlandfunk

    Bayer 04 Leverkusen.
    Weil seit 1904 drin ist, was drauf steht.

  • Falscher Thread?

    Nope.

    Alarmsignale wie der irreparable Vertrauensverlust in die Verlässlichkeit des Schuldners USA, wie auch die durch den staatlichen Frontalangriff heraufbeschworene Krise der unverzichtbaren Bildungseliten, insbesondere der US-amerikanischen Wissenschaftsorganisationen, Universitäten und Colleges, erinnern zwar frappierend an die unheilvollen Vorgänge im Deutschland der 1930er Jahre.

    Nur dass es sich nunmehr um eine der weltweit führenden Wirtschaftsnationen handelt, welche schreckgelähmt mit ansehen muss, wie sie sich im Eiltempo selbst demontieren lässt und deshalb vor der Herausforderung steht, fortan mit dem Image eines Hochrisikopartners für jedwede Investitionen leben zu müssen.

    Da es in diesem Fred um die Bayer-Aktie geht.

    Man kann der Bayer AG wie jedem beliebigen anderen Unternehmen nur dringend davon abraten, den Standort USA in die eigenen Zukunftsplanungen einzubeziehen.

    Die bereits kommunizierten Überlegungen, sich baldmöglichst von der kompletten Monsanto-Sparte zu trennen, sind ein erster Schritt in die richtige Richtung.

    Denn gerade für die Bayer AG erweisen sich die 2025 real existierenden USA als unternehmensfeindliche Hydra.

    Wem wie der Bayer AG per US-Bundesgesetz untersagt wurde, auf Verpackungen Glyphosat-haltiger Produkte einen Warnhinweis bezüglich möglicher gesundheitlicher Gefahren aufzudrucken, weil dies in den USA nur bei Produkten erlaubt ist, welche durch die obersten US-Behörden bereits als nachweislich gesundheitsschädlich eingestuft wurden, was zum Zeitpunkt der Monsanto-Übernahme (immer?) noch nicht der Fall war/(ist?);

    der dann jedoch durch Gerichtsurteile in einzelnen Bundesstaaten, welche die Vorschriften dieses Bundesgesetzes ignorieren, trotzdem mit einer Klagewelle wegen angeblicher Gesundheitsschäden überzogen wurde und wird;

    dem wegen der betriebenen Demontage der wissenschaftlichen Arbeit - nicht nur an den Instituten - nun in den USA auch noch zugemutet wird, seine unverzichtbaren Forschungsprozesse nur unter strikter und willkürlicher staatlicher Kontrolle samt tagtäglich möglichen unkalkulierbaren neuen Verboten und Vorschriften betreiben zu dürfen;

    für den gibt es weltweit weiß Gott bessere Standorte als die USA für seine unternehmerische Tätigkeit und seine Märkte, und zuallererst, mit Verlaub, unser heutiges in ein erwachendes und "erwachsen werdendes" Europa eingebundenes Deutschland.

    Und all das gilt auch für die avisierte Stabilisierung und Neubelebung der Bayer-Aktie.

    Bayer 04 Leverkusen.
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    Einmal editiert, zuletzt von Bergischer Löwe (23. April 2025 um 17:59)

  • Bayer-CEO warnt vor härtestem Jahr – Dividende bleibt auf Minimum!

    Der Bayer-CEO Bill Anderson hat auf der Hauptversammlung am Freitag ein offenes Bild gezeichnet: Die Situation des Konzerns sei angespannt, aber nicht hoffnungslos – mit klaren Plänen für den Turnaround. Die drängendsten Themen aus Sicht der Aktionäre: Rechtsstreitigkeiten, Schulden, Dividende, Profitabilität und strategische Ausrichtung.

    Bayer kämpft weiterhin mit den finanziellen Altlasten aus den Glyphosat-Klagen in den USA. "Die Rechtsstreitigkeiten in den USA […] kosten uns sehr viel Geld und liegen wie ein dunkler Schatten über uns", sagte der CEO. Zwar habe Bayer die Mehrheit der Verfahren gewonnen, doch der juristische Kampf sei noch nicht vorbei. Ziel bleibe, die Risiken bis Ende 2026 signifikant einzudämmen.

    Bayer setzt dabei auf eine mehrgleisige Strategie: Berufungen gegen Urteile, politische Arbeit für regulatorische Klarheit und – wenn notwendig – Vergleiche, "wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen". Er machte auch klar: "Der Status quo ist keine Option."

    Für Aufsehen sorgte der Antrag auf genehmigtes Kapital. Der Vorstand bittet um Zustimmung zur Ermächtigung für eine mögliche Kapitalerhöhung um bis zu 35 Prozent, betont jedoch: "Es gibt derzeit keine konkreten Pläne." Es gehe allein um finanziellen Spielraum für eine mögliche Lösung der Rechtsrisiken, nicht um Zukäufe. Die Mittel sollen nur im Zusammenhang mit dem Glyphosat-Komplex verwendet werden, so das klare Versprechen.

    Auch zur Dividende fand der CEO klare Worte: Sie bleibe vorerst auf gesetzlichem Minimum – auch 2025. Die Ursache liegt in der hohen Verschuldung von 32,6 Milliarden Euro. Ziel sei weiterhin, Bayer auf einen profitablen Wachstumspfad zurückzuführen.

    2025 werde dabei "das schwierigste Jahr unseres Turnarounds". Beim Umsatz rechne Bayer mit Stagnation, Ergebnis und Cashflow sollen leicht zurückgehen. Besonders belastend: der erwartete Patentverlust bei Xarelto, der allein 1 bis 1,5 Milliarden Euro kosten dürfte. Dennoch versprühte der CEO Zuversicht: "Wir bewegen uns in die richtige Richtung."

    Für Hoffnung sorgen Fortschritte bei neuen Medikamenten wie Elinzanetant (gegen Wechseljahresbeschwerden) und Beyonttra (bei Herzkrankheiten). Auch der Umsatz mit Kerendia und Nubeqa soll durch neue Indikationen auf über 2,5 Milliarden Euro steigen.

    Ein weiteres zentrales Thema war die Umstrukturierung. Bayer habe in den letzten zwei Jahren 10.000 Stellen abgebaut und Hierarchien drastisch reduziert. Ziel sei eine schlankere, agilere Organisation. In China habe ein selbstorganisierter Vertrieb trotz schrumpfenden Markts Umsatzrekorde gebrochen.

    Am Ende appellierte der CEO an das Vertrauen der Aktionäre: Bayer sei entschlossen, "mit Herzblut" für den Wandel zu kämpfen. Ab 2026 erwartet er wieder eine bessere Geschäftsentwicklung, ab 2027 sollen Innovationen wieder Wachstum bringen.


    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Jetzt erst erkennt man die strategische Weitsicht des flying Dutchman, der vor ca. 13 Jahren die (gescheiterte) Absicht hatte, den Firmensitz nach USA zu verlegen. Joot, das und die Weigerung, PCB Monsanto zu kaufen, hat ihn die Brocken hinschmeissen lassen. Zwar nicht ganz freiwillig, aber letztendlich konsequent. Immerhin war es eine goldene Episode.

    Wenn ein Trainer so etwas sagt, muss man ihn nicht entlassen, sondern erschießen
    (Udo Lattek zu Thomas Hörsters Aussage, er habe die Hoffnung aufgegeben)
    (Osram zu Sami Hyypiäs Aussage, er habe keine Ideen mehr und brauche jetzt dringend Hilfe)
    wenn der FC Bayern schwächelt, ...

  • Virtuelle HV, Boni, Kapitalerhöhung, Entlassungen, Entlastung, Aktienkurs auf dem Weg zur Null.

    Die Vollverarschung der Aktionäre durch Angestellte. Und die Nicken alles ab.

    100 Narren auf einem Haufen ersetzen keinen gescheiten Mann.

  • Jetzt erst erkennt man die strategische Weitsicht des flying Dutchman, der vor ca. 13 Jahren die (gescheiterte) Absicht hatte, den Firmensitz nach USA zu verlegen. Joot, das und die Weigerung, PCB Monsanto zu kaufen, hat ihn die Brocken hinschmeissen lassen. Zwar nicht ganz freiwillig, aber letztendlich konsequent. Immerhin war es eine goldene Episode.

    Baumann bereut nichts

    Sein ganzes Berufsleben hat er "gedient". Anfang 2010 wurde er Finanzvorstand. Zahlen, Fakten, Soll und Haben sind seine Leitgrößen. Kaum im Amt als Vorstandschef, ging er im Mai 2016 den Kauf von Monsanto an. Der US-Konzern hatte damals schon einen schlechten Ruf. Kritiker nannten ihn "Evil Incorporated" oder "Mutanto". Bereits 2005 beschrieb Greenpeace die Machenschaften von Monsanto. 2015 veröffentlichen der kanadische Musiker Neil Young und die US-Rockband Promise of the Real ein Album mit dem Titel The Monsanto Years . Roundup, das Herbizid mit dem Wirkstoff Glyphosat, bringe die Giftwelle, heißt es in einer Zeile des Songs.

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Virtuelle HV, Boni, Kapitalerhöhung, Entlassungen, Entlastung, Aktienkurs auf dem Weg zur Null.

    Die Vollverarschung der Aktionäre durch Angestellte. Und die Nicken alles ab.

    Ein paar Aktionäre haben schon gemault und Forderungen gestellt. Nebenbei: die virtuelle HV hatte so ihre technischen Probleme und brach immer wieder ab, so ein Freund... Das passt.

    Aktionäre zeigen sich deutlich unzufrieden - Kapitalerhöhung möglich

    "Aus Sicht des Kapitalmarktes hat Bayer drei große Herausforderungen: die Klagewelle, die Zukunft von Glyphosat und eine schwache Pharmapipeline", fasst Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei Deka Investment, die Lage aus seiner Sicht zusammen. Bayer stecke in einer strategischen Sackgasse. Zwar habe Bayer-Chef Bill Anderson den 2018 abgeschlossenen Kauf des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto nicht zu verantworten, so Speich. "Aber nächstes Jahr um diese Zeit sind Sie fast drei Jahre an der Spitze von Bayer. Bis dahin muss sich der Aktienkurs nach oben bewegt haben."

    "Der Schuldenabbau, der laut Herrn Anderson 'Priorität hat', kommt kaum voran", kritisiert Janne Werning, Leiter ESG Capital Markets & Stewardship bei der Fondsgesellschaft Union Investment. Die Agrarsparte, um derentwillen man Monsanto übernommen habe, sei das neue Sorgenkind. Operativ laufe es nicht rund, von den versprochenen Synergien zwischen Pflanzenschutz und Saatgut sei nicht viel zu sehen.

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • US-Minister plant Warnung vor Glyphosat – Aktie knickt ein

    US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. will Pflanzenschutzmittel wie den Unkrautvernichter Glyphosat laut einem Medienbericht als potenziell gesundheitsgefährdend einstufen. Eine derartige Warnung soll in Kennedys Initiative „Make America healthy again“ enthalten sein, die er in der kommenden Woche vorstellen will. Das berichtete das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Mittwoch.

    Glyphosat wird in den USA von Bayer verkauft. Die Aktie reagierte umgehend auf den Bericht. Der Kurs knickte am Mittwochnachmittag zeitweise um fast neun Prozent auf 22,22 Euro ein. Anleger befürchten einen Rückschlag für Bayer bei dem Ziel, bis Ende 2026 die Rechtsrisiken durch Glyphosat in den USA weitgehend einzudämmen.

    Der Leverkusener Konzern sieht sich weiterhin einer Welle von Klagen in den USA gegenüber, in denen der Unkrautvernichter für Krebserkrankungen verantwortlich gemacht wird. Bayer hat die Mehrheit der bisherigen Prozesse gewonnen, wird aber immer wieder auch zu Schadenersatz teils in Milliardenhöhe verurteilt.

    Derzeit sind noch mehr als 65.000 Klagen anhängig. Bayer will ihnen durch ein Grundsatzurteil des obersten US-Gerichts den rechtlichen Boden entziehen und hat dort eine Klage eingereicht. Zugleich wirbt der Konzern für Gesetzesänderungen in den USA, mit denen das gleiche Ziel erreicht werden könnte.

    Mit diesen Lobbyinitiativen war Bayer auf Ebene mehrerer Bundesstaaten schon erfolgreich. Auch in Washington will der Konzern Gesetzesänderungen durchsetzen. Jetzt aber könnten die Pläne des US-Gesundheitsministers Bayer dabei zurückwerfen.

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Bayer-Aktie wieder in Grün: EU empfiehlt längeres Behandlungsintervall mit Eylea 8mg - MAHA-Bericht der US-Regierung

    Bayer hat vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur für sein Augenmedikament Eylea 8mg die Empfehlung für eine Verlängerung der Behandlungsintervalle von zwei Netzhauterkrankungen auf bis zu sechs Monate bekommen.

    Eine Entscheidung der EU-Kommission werde in den nächsten Wochen erwartet, teilte Bayer in Berlin mit. Hochdosiertes Eylea hätte damit ein Alleinstellungsmerkmal bei der Behandlung der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD) und dem diabetischen Makulaödem (DMÖ) in Europa.

    Bislang gilt eine Zulassung für bis zu 5-monatige Behandlungsintervalle. Da das Medikament in den Augapfel gespritzt werden muss, ist ein längeres Behandlungsintervall für Patienten von großem Nutzen.

    Bayer hat 2024 mit Eylea einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro erzielt. Der Patentschutz des Wirkstoffs Aflibercept läuft im November aus. Bayer verfügt jedoch über Patente für höherdosierte Formulierungen in verschiedenen Anwendungen.

    Die verlängerten Intervalle, kombiniert mit dem einzigartigen Produktprofil von Eylea 8 mg hätten das Potential ein neuer Standard in der Behandlung von Netzhauterkrankungen zu werden, sagte Christine Roth, die Leiterin für Global Product Strategy and Commercialization bei Bayer.


    MAHA-Bericht der US-Regierung weniger scharf gegenüber Pestiziden

    Die US-Regierung nimmt gegenüber Pestiziden in der Landwirtschaft eine weniger scharfe Position ein als zunächst vermutet. Der "Make America Healthy Again"-Bericht des Weißen Hauses, der von einer Kommission unter Leitung von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. erstellt und am Donnerstag veröffentlicht worden ist, kritisiert Lebensmittelzusatzstoffe, Lobbyisten und Impfstoffe, geht aber mit Pestiziden vergleichsweise schonend um.

    Nach Informationen des Wall Street Journal hat das Weiße Haus in letzter Minute noch Änderungen an dem Bericht vorgenommen. Gestrichen wurden demnach unter anderem Verweise auf die Bayer-Agrartochter Monsanto. Das Wall Street Journal hatte in der vergangenen Woche unter Berufung auf Insider bereits über den Entwurf des Berichts berichtet. Die Informanten hatten darauf hingewiesen, dass Änderungen noch möglich seien.

    In dem Bericht wird die Frage möglicher Gefahren von zwei gängigen Unkrautvernichtungsmitteln, die von US-Landwirten verwendet werden, auf die Gesundheit von Kinder aufgeworfen. Sie werden jedoch nicht als unsicher eingestuft. Landwirtschaftsverbände und auch Regierungsvertreter hatten sich gegen die Einschätzung von Kennedy gewehrt, dass Glyphosat, der Wirkstoff im Unkrautvernichter Roundup von Bayer, und Atrazin, ein vom Syngenta-Vorgänger Ciba-Geigy entwickeltes Herbizid, das bei Gräsern und Mais eingesetzt wird, wahrscheinliche Ursachen von Kinderkrankheiten sind. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat mehrfach erklärt, dass Glyphosat wahrscheinlich nicht krebserregend ist.

    Der MAHA-Bericht fordert eine staatliche Gesundheitsbewertung von Unkrautvernichtern im nächsten Jahr. "Wenn es das Ziel der Regierung ist, mehr Effizienz in die Verwaltung zu bringen, warum verdoppelt die MAHA-Kommission dann ihre Bemühungen, indem sie Fragen zu Pestiziden aufwirft, die bereits wiederholt durch Forschung und Überprüfungen der Umweltschutzbehörde beantwortet wurden", fragte Kenneth Hartman Jr., einen Farmer aus dem US-Bundesstaat aus Illinois und Präsident der National Corn Growers Association.

    Die Aktien von Bayer haben sich am Freitag zunächst erholt und ihren Wochengewinn auf fast 10 Prozent hochgeschraubt. Dann drehten die Titel jedoch wegen neuer Zolldrohungen zeitweise ins Minus. Inzwischen konnte er sich jedoch wieder in die Gewinnzone vorkämpfen: Die Bayer-Aktie gewann im XETRA-Handel schlussendlich 0,47 Prozent auf 24,48 Euro.

    Bayer-Aktien waren zur Monatsmitte nach den Quartalszahlen noch fast auf 27 Euro geklettert und hatten damit versucht, ihre Bodenbildung im Chart zu untermauern. Noch am selben Tag waren sie aber wieder scharf abgedreht und hatten in der Folge binnen drei Tagen wieder 18 Prozent an Wert verloren.


    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Bayer legt weitere Milliardensumme für US-Rechtsstreitigkeiten auf die Seite

    Bayer muss für die schon milliardenteuren US-Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat und PCB noch mehr Geld auf die Seite legen. Insgesamt spricht das Unternehmen in einer Mitteilung aus der Nacht zum Freitag von Rückstellungen und Verbindlichkeiten von 1,7 Milliarden Euro, rund 1,2 Milliarden für Glyphosat und 530 Millionen für PCB. Der Dax-Konzern begründete das mit einem Berufungsurteil in einem Glyphosat-Prozess, das negativ für Bayer ausfiel, sowie mit Anwaltskosten.

    Mit Blick auf die PCB-Streitfälle verwies das Unternehmen auf die Beilegung des Falls Burke sowie weitere mögliche Vergleiche mit Klägern. Bayer legte in diesem Zuge auch Eckdaten für das zweite Quartal vor und hob den Jahresausblick für den um Wechselkurseffekte bereinigten Umsatz sowie operativen Gewinn (bereinigtes Ebitda) an. Die Pharmasparte habe sich im ersten Halbjahr besser entwickelt als erwartet, hiess es.

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Ist eigentlich Agent Orange juristisch zu den Akten gelegt?

    Oder kommt da noch was?

    Wenn ein Trainer so etwas sagt, muss man ihn nicht entlassen, sondern erschießen
    (Udo Lattek zu Thomas Hörsters Aussage, er habe die Hoffnung aufgegeben)
    (Osram zu Sami Hyypiäs Aussage, er habe keine Ideen mehr und brauche jetzt dringend Hilfe)
    wenn der FC Bayern schwächelt, ...

  • boerse-online.de:

    Die Aktie stieg am [heutigen] Montag phasenweise um zwölf Prozent und erreichte bei 30,98 Euro einen Jahreshöchststand.

    . . .

    Auslöser des heutigen Kurssprungs der Bayer-Aktie sind die Phase III-Ergebnisse zu dem oralen Gerinnungshemmer Asundexian.

    . . .

    Es läge nahe, den heutigen Kurssprung als gelungenen Ausbruch der Bayer-Aktie zu bewerten. Doch das könnte sich als vorschneller Irrtum erweisen. Denn der Aktienkurs sprang im Grunde lediglich auf das Niveau des seit knapp zwei Jahren bestehenden, wichtigen Widerstandes im Bereich von 30 Euro. Erst wenn der Kurs mehrere Tage hintereinander signifikant ein darüber schließen würde, könnte man tatsächlich von einem gelungenen Ausbruch sprechen.

    Bayer 04 Leverkusen.
    Weil seit 1904 drin ist, was drauf steht.

  • Wer weiß, vielleicht sind das Auswirkungen der Klage. Bayer verklagt sämtliche Coronaimpfstoffhersteller auf Patentverletzung, das sie ein Verfahren zur Herstellung verwendet haben, dessen Patent seit den 80er Monsanto gehört.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)