Stimmung / Support Bayer 04 Leverkusen Thread NR.11

  • wenn bei einem verein mit fast 40-jähriger, ununterbrochener bundesligazugehörigkeit der gästeanhang sich im halben stadion breitmachen kann, dann weiß man, dass hier so eingies in den letzten jahren schiefgegangen ist. eine emotionale, tiefergehende bindung zu verein und stadt/region scheint nicht vorhanden zu sein.

    Der beschriebene Zustand ist ja nicht neu, er trat gestern nur besonders heftig in Erscheinung, so dass er selbst im Kicker-Spielbericht zum Thema wird. :LEV16

    Wenn ein Bruchteil der (oft dominanten) Nordkurven-Aktiven wegfällt, und der Rest in tiefer Apathie dahindämmert, so hat die Szene dort unabhängig von den Ereignissen der letzten Wochen m.E. ein strukturelles Problem.

    Alle positiven Entwicklungen der letzten Jahre (und die waren ja durch die Stehplatz -Einrichtung begünstigt) drohen für den Rest der Saison den Bach runterzugehen, und weitere massive Herausforderungen kommen ja erst noch.

    Super-Gau (& worst imaginable case): Relegation...und 11.000 Dresdner Fans im Stadion. :LEV9

  • ich finds einfach traurig, dass in Leverkusen in schlechten Phasen nie ein Gefühl des Zusammenhalts entsteht. Sehen wir uns doch z. B. letzte Saison die Bremer an: Mannschaft spielt sch..., droht der Abstieg - und die Fans stehen trotzdem hinter ihnen und geben der Mannschaft die Motivation und Kraft, die sie brauchen, um die Klasse zu halten. Warum geht sowas bei uns nicht? Warum kann man nicht einfach mal sagen: Scheiß auf alles, wir geben jetzt Gas! Und ich meine das jetzt unabhängig davon, ob UL im Stadion sind oder nicht. Die, die da sind, sollen verdammt nochmal ihren A... hochkriegen! Und wenn sie das aus Solidarität zu UL nicht können, sollen sie bitte ganz zu Hause bleiben.

    Natürlich ist immer die Frage nach dem Huhn/Ei, aber warum kann man sich nicht mal davon frei machen? Warum kann man nicht mal als Fans 100% geben unabhängig von der Leistung der Mannschaft? Geht doch bei anderen Vereinen auch... Natürlich haben die Millionäre eine Pflicht und natürlich sind sie den Fans etwas schuldig, aber meint ihr nicht, eine Mannschaft würde die letzten Prozente viel leichter aus sich herausholen, wenn sie merkt, dass die Fans alles geben? Wäre es nicht auch für uns als Fans mal schön sagen zu können "wir haben alles gegeben"?

    Für Tradition gibts keine Punkte!!!

  • :D :D :D :LEV5 :LEV14 :LEV14 :LEV14

  • Wenn ich so sehe was im Steher um mich herum steht: Rentner wegen der günstigen Karte. Sommermärchen Fans mit neu gekauften Fanschal.
    Die Gruppe, die gestern hinter uns versucht hat zu supporten, hat NULL Unterstützung von Schades Konsumenten erhalten.

    das macht den gewünschten Vorzeigefan aus! Hässliche Werkself-Kollektion tragen und niemals ein negatives Wort von sich geben.

  • ich finds einfach traurig, dass in Leverkusen in schlechten Phasen nie ein Gefühl des Zusammenhalts entsteht....

    Ich lehne mich jetzt mal ein bisschen aus dem Fenster und sage, dieser Verein (diese Marketing-Maßnahme) braucht den sportlichen Erfolg, um überhaupt so etwas wie ein Bundesliga-adäquates Publikum zu erreichen. Spielt man im Keller der Liga oder dümpelt man im grauen Mittelfeld herum/spielt keinen guten Fußball, bricht hier ein beträchtlicher Teil der eh schon überschaubaren Fanszene weg. Konflikte mit der Vereinsführung tragen einen weiteren Teil zum Abschwung bei.


    *PS ..und ich gehe davon aus, dass die Bremer Pyromanen hier im Zuge der Gleichbehandlung ein mehrjähriges Stadionverbot erhalten.

  • Ich supporte nicht, weil ich den Umgang mit den Ultras nicht richtig finde und der GF kein Alibi liefern will . Das CL heimspiel gegen Atletico hat gezeigt wie das dann ausgelegt wird. Mit dieser Haltung bin ich nicht allein.
    Das heisst nicht, das man die Mannschaft beschimpfen muss. Es gab hier doch viele die die Ultrasfür verzichtbar hielten.Gerade wenn es nicht läuft zeigt sich das sie doch viele mitgezogen haben die jetzt schweigen.
    Der von einigen gepriesene spielbezogene Support ? Na ja....

    So mache ich das auch. Und ich halte das auch für legitim. Der Verein liegt auf dem Sterbebett, so eine Situation gab es in den letzten 25 Jahren ganz sicher nicht. Und das schlimmste daran ist, Daß der Verein geplant und sehenden Auges in die Katastrophe geht. Ein Fussballverein ist nunmal nicht ausschließlich ein
    familienfreundliches Wochenend-Unterhaltungs- und Freizeitprogramm. Und da ändert auch kein Gepräch wie am Donnerstag was dran. Es muss gehandelt werden und zwar am besten gestern...

  • ich finds einfach traurig, dass in Leverkusen in schlechten Phasen nie ein Gefühl des Zusammenhalts entsteht. Sehen wir uns doch z. B. letzte Saison die Bremer an: Mannschaft spielt sch..., droht der Abstieg - und die Fans stehen trotzdem hinter ihnen und geben der Mannschaft die Motivation und Kraft, die sie brauchen, um die Klasse zu halten. Warum geht sowas bei uns nicht? Warum kann man nicht einfach mal sagen: Scheiß auf alles, wir geben jetzt Gas! Und ich meine das jetzt unabhängig davon, ob UL im Stadion sind oder nicht. Die, die da sind, sollen verdammt nochmal ihren A... hochkriegen! Und wenn sie das aus Solidarität zu UL nicht können, sollen sie bitte ganz zu Hause bleiben.

    Natürlich ist immer die Frage nach dem Huhn/Ei, aber warum kann man sich nicht mal davon frei machen? Warum kann man nicht mal als Fans 100% geben unabhängig von der Leistung der Mannschaft? Geht doch bei anderen Vereinen auch... Natürlich haben die Millionäre eine Pflicht und natürlich sind sie den Fans etwas schuldig, aber meint ihr nicht, eine Mannschaft würde die letzten Prozente viel leichter aus sich herausholen, wenn sie merkt, dass die Fans alles geben? Wäre es nicht auch für uns als Fans mal schön sagen zu können "wir haben alles gegeben"?

    Das liegt vor allem daran, daß durch sinnfreie Marketingaktionen Konsumenten ins Stadion gelockt werden, während die, die für Zusammenhalt und jetzt erst recht sorgen könnten rausgeekelt werden.

  • Ich lehne mich jetzt mal ein bisschen aus dem Fenster und sage, dieser Verein (diese Marketing-Maßnahme) braucht den sportlichen Erfolg, um überhaupt so etwas wie ein Bundesliga-adäquates Publikum zu erreichen. Spielt man im Keller der Liga oder dümpelt man im grauen Mittelfeld herum/spielt keinen guten Fußball, bricht hier ein beträchtlicher Teil der eh schon überschaubaren Fanszene weg. Konflikte mit der Vereinsführung tragen einen weiteren Teil zum Abschwung bei.

    Ich denke, dass ein Moment, ein Spiel oder ein Titel gebraucht wird, um wieder so etwas wie Bindung zwischen Verein und Fans hinzubekommen. Das kann ein Titelgewinn sein, oder im schlimmsten Fall auch ein verhinderter Abstieg. Ein Erlebnis, das zusammenschweißt.

    Wie die Risse innerhalb der Fanszene zu beseitigen sind, weiß ich allerdings auch nicht. Dieser Thread zeigt deutlich auf, wie weit die Ansichten da auseinander liegen. Dieses Gemeinschaftsgefühl aus dem Madrid-Spiel war leider nur eine Momentaufnahme. Und da hat ein Teil der Fanszene komplett gefehlt.

  • Ich supporte nicht, weil ich den Umgang mit den Ultras nicht richtig finde und der GF kein Alibi liefern will . Das CL heimspiel gegen Atletico hat gezeigt wie das dann ausgelegt wird. Mit dieser Haltung bin ich nicht allein.
    Das heisst nicht, das man die Mannschaft beschimpfen muss. Es gab hier doch viele die die Ultrasfür verzichtbar hielten.Gerade wenn es nicht läuft zeigt sich das sie doch viele mitgezogen haben die jetzt schweigen.
    Der von einigen gepriesene spielbezogene Support ? Na ja....

    Kann man so sehen, muss man man aber nicht. Ich zitiere mal Volland: "Natürlich versuchst du dich als Spieler auf das auf dem Platz zu konzentrieren, aber es kann dich nochmal pushen, wenn in den letzten Minuten noch mal Feuer im Stadion ist - für einen. Da liegt wie bei uns Verbesserungspotenzial". Jetzt kannst du dich fragen, wer dir mehr am Herzen liegt, und für wenn du eigentlich ins Stadion gehst. Der Verein (Mannschaft) oder die Ultras.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)

  • Irgendwo und irgendwann ist aber ein Punkt erreicht, wo eben dies nicht mehr machbar ist.

    Wie einige schon geschrieben haben - es wurde gerade von der neuen GF gezielt "Kundenaquise" gemacht und Fans vergrault.
    Jetzt wo viele Kunden da und viele Fans nicht da sind wundert man sich über die Stimmung?

    Wir waren in Leverkusen stets eine kleine aber dafür verschworene Fan-Familie. Der Verein war jahrzehntelang ein sehr familiärer Verein.
    Allein der Slogan "die andere Familie" ist bei der "Kundensituation" fast schon ein Schlag ins Gesicht der langjährigen Fans, denn wir waren jahrzehntelang eine Familie aber das was als Familie vom Verein gesehen wird sind Klatschpappen und Rasselkunden. *schauder
    Man hatte kurze Kommunikationswege und wenn es mal Unstimmigkeiten gab konnten die in der Regel im direkten Gespräch geklärt werden.

    Nun hat man als Fan aber das Gefühl 1. nicht für voll genommen zu werden und 2. wenn man nicht der Konsumkunde ist auch nicht erwünscht zu sein.

    Da passt auch der Vergleich mit den Bremer Fans letze Saison nicht.

    Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo eine spontane Demo durch Opladen lief unter dem Motto "Bayer 04 wir stehen zu dir" und das damals in Zeiten ohne Facebook & Co.
    Auch in den fast Abstiegsjahren waren DIE FANS eine Einheit.

    Dies liegt im Moment in Trümmern und und wenn jetzt die Fans auch noch anfangen sich gegenseitig zu zerfleischen, dann ist der Verein in einer wirklich sehr ersten Verfassung.
    Das alles nur auf die Fans die "ihren Allerwertesten nicht hoch bekommen" zu schieben zeugt in meiner Sicht der Dinge von wenig Erfahrung (ein Kunde muss nicht supporten - der Support kommt beim Kunden vom Anbieter).

    JA es gibt aktuell unter dem Bayerkreuz sehr viele Probleme - diese haben die Fans jedoch am allerwenigsten zu verantworten!

    Zitat (Reiner Calmund)

    Zitat

    "2000 Unterhaching, 2001 Daum, 2002 dreimal Zweiter, 2003 Abstiegskampf - da hätte ich auch mal einen schöpferischen Gongschlag vertragen können."

  • Sehr gut dargestellt. :LEV5

  • Kann man so sehen, muss man man aber nicht. Ich zitiere mal Volland: "Natürlich versuchst du dich als Spieler auf das auf dem Platz zu konzentrieren, aber es kann dich nochmal pushen, wenn in den letzten Minuten noch mal Feuer im Stadion ist - für einen. Da liegt wie bei uns Verbesserungspotenzial". Jetzt kannst du dich fragen, wer dir mehr am Herzen liegt, und für wenn du eigentlich ins Stadion gehst. Der Verein (Mannschaft) oder die Ultras.


    FUSSBALL isr eben mehr als zusehen .Da gehört doch auch die Unterstützung der Mannschaft dazu. Genauso aber der Zusammenhalt der Fans. Und für mich gehören die Ultras dazu. Insofern kann man zugespitzt sagen, ich gehhe auch wegen der Ultras,weil sie nämlich für die
    Stimmung sorgen die ich gut finde.

    Liebe die ein Leben hält

    Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun." - Max Goldt über die Bildzeitung

  • Fan aus Rösrath ist mit seiner Signatur, seiner mentalen Buchführung, seinem Zeigefinger und seiner ureigenen Art ganz weit vorne

    Ist am Ende aber auch nur Fussball :LEV19

    Liebe die ein Leben hält

    Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun." - Max Goldt über die Bildzeitung

  • Na, da haben die "Wir brauchen die Ultras nicht, Stimmung können wir besser" Leute ja für ne tolle Heimatmosphäre gesorgt... Mit Rasseln und Klatschpappen wäre es vielleicht noch besser geworden.

  • Guten Abend zusammen,

    irgendwie habe ich das Gefühl das geht gerade wie so eine abwärtsspirale dem Abgrund entgegen.

    Keine Atmosphäre im Stadion, keine Leistung auf dem Platz, somit keine Euphorie auf den Rängen.
    Steil Richtung Bedeutungslosigkeit, wodurch der Bayer auch nicht mehr interessant für neue gute Spieler ist.

    Wo so etwas enden kann, sieht man bei Hannover und glaubt ja nicht, so was passiert hier schon nicht.
    Ehe man sich versieht steckt man mitten im Abstiegsschlamassel.

    Ich verstehe noch nicht so ganz worum es schlussendlich genau geht.
    Was genau passieren muss, damit sich die Situation zum Guten wendet?

    Die Kündigung vom Schade und Völler kann es ja nicht ernsthaft sein!
    Wo kämen wir da auch hin wenn man so Einfluss nehmen kann das Leute ihren Hut nehmen?
    Dann wünsche ich jedem das einem solch eine Situation niemals selbst im Berufsleben widerfährt.

    Also mich würden da ernsthaft mal die realistischen Voraussetzungen interessieren,
    die erforderlich sind, damit wieder Atmosphäre in unsere Hütte einzieht.

    Gerne auch per PN.

    Ich habe einen Traum in schwarzrot :LEV2

  • Ich supporte nicht, weil ich den Umgang mit den Ultras nicht richtig finde und der GF kein Alibi liefern will .

    Meine Damen und Herren ...so sehen die Prioritäten in Leverkusen aus. Was für ein erbärmliches Armutszeugnis.


    Dann eröffne ich mal die Prioritäten-Diskussion Nummer 23: Was heißt Fan sein?


    Das große Ultra-Paradoxon:


    Die leidenschaftlichsten aller leidenschaftlichen Fans im Fußball, auch "Ultras" genannt, geben alles für ihren Verein. Es ist ihr Lebenssinn für den sie alles unterordnen. Durch die stetige Provokation von Stadionverboten z.b. durch Schlägerein, Krawall oder Pyrotechnik entscheiden sich Ultras jedoch bewusst dafür 1-5 Jahre auf ihren Verein/Lebenssinn zu verzichten und somit möglicherweise sogar Titel zu verpassen.


    Streitfrage: Warum tun Ultras nicht alles menschenmögliche um Stadionverboten aus dem Weg zu gehen und so zu verhindern 1-5 Jahre von ihrem Verein getrennt zu werden? Warum schaffen das so ziemlich alle anderen Fans? Was ist die Priorität des "Fan seins"?


    Identitätslos seit 1904. der TUS, die SVB, der TSV---> Der Zukunft verschrieben #B04

  • 6

    [quote='Fan aus Rösrath','index.php?page=Thread&postID=2064963#post2064963']Ich supporte nicht, weil ich den Umgang mit den Ultras nicht richtig finde und der GF kein Alibi liefern will .

    Meine Damen und Herren ...so sehen die Prioritäten in Leverkusen aus. Was für ein erbärmliches Armutszeugnis.


    Also wenn Du es in Ordnung findest das Ultras ein Stadionverbot bekommen die noch nicht mal ansatzweise in der Nähe der Ereignisse waren - da ist ja selbst Schade schon weiter.

    Liebe die ein Leben hält

    Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun." - Max Goldt über die Bildzeitung