Schiedsrichter - Thread

  • Hamburg ist schon mal ein Beispiel für das Gegenteil

    Dazu Mainz-Kapitän Stefan Bell:

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    "Man kann immer eine Situation zurücknehmen, aber wenn man einmal zu früh winkt, ist es vorbei. Deshalb würde ich es auch laufen lassen", sagt Bell, "es ist die logische Entwicklung des Videobeweises, dass viel mehr Tore aberkannt werden." Das Ausbleiben der gehobenen Fahne durch den Schiedsrichterassistenten könnte aus seiner Sicht aber auch einen anderen Grund haben: "Das Tor wurde auf der Videoleinwand gezeigt. Da war klar zu sehen, dass es Abseits ist. Der Linienrichter wusste wohl auch, dass Kostic im Abseits steht, aber vielleicht nicht, wer den Ball verlängert hat", mutmaßt Bell. Es war Sven Schipplock gewesen.

    http://www.kicker.de/news/fuss…urch-den-videobeweis.html

  • 1. Zeichensetzung würde das Lesen deiner Beiträge sehr erleichtern.


    2. Eckbälle werden nicht überprüft und das ist auch gut so.


    3. Das Handspiel des Bremers war sicher diskutabel, aber ganz sicher keine klare Fehlentscheidung. Kann man so oder so auslegen.



    Wenn Du schreibst das an diesem Spieltag richtige Entscheidungen getroffen wurden und auch im Abstiegskampf entscheidend sind, dann solltest Du aber mal erwähnen, wie oft Köln durch den Videobeweis benachteiligt wurde und klare Fehlentscheidungen durch den Videobeweis gegen Köln getroffen wurde.


    Hätte heute das Kölner Tor gezählt hätte man die These anwenden können im Fußball gleicht sich alles aus, z. B. der Elfer für Mainz gegen Köln.



    Zu dem Frankfurter Tor gegen Hannover es gab schon Tore die nicht gegeben wurden weil durch Videobeweis der Schiri vorher was falsch entschieden hat

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  • Was so nicht richtig ist, weil es nur die halbe Wahrheit ist (sei unbeabsichtigt oder vielleicht ein absichtliches weglassen, damit die These stimmt).


    Ja es wurden schon Tore zurück genommen, weil der Schiedsrichter vorher etwas falsches entschieden hatte (siehe Bailey Konter gegen Köln). Der Unterschied zum Frankfurter Tor ist und das ist entscheidend, eine Ecke ist eine neue Spielsituation und daher nicht vergleichbar.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
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  • 2. Eckbälle werden nicht überprüft und das ist auch gut so.


    Und damit hat man dem blinden Linienrichter, der exakt daneben steht und allerbeste Sicht hat, mal wieder ein schönes Alibi gegeben. Durch den VAR kannst du den "Schiedsrichterassistent", der er eigentlich nie richtig war, auch gleich abschaffen.


    Abseits - hebe ich lieber nicht mehr, wird ja nachträglich überprüft.
    Aus - mach ich, wie es mir heute Spaß macht. Meine Inkompetez wird durch die Diskussionen über den VAR ja wunderbar kaschiert.


    Entweder man zieht die Sache konsequent durch oder man lässt es bleiben.

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    Ja es wurden schon Tore zurück genommen, weil der Schiedsrichter vorher etwas falsches entschieden hatte (siehe Bailey Konter gegen Köln). Der Unterschied zum Frankfurter Tor ist und das ist entscheidend, eine Ecke ist eine neue Spielsituation und daher nicht vergleichbar.


    Das ist dann aber eine andere Definition von neuer Spielsituation als es bei passivem Abseits der Fall ist. Denn da reicht ja schon eine Berührung/Ballannahme um eine neue Situation zu starten - siehe Hertha-Hoffenheim.


    Ich finde so etwas äußerst unglücklich geregelt.

  • Durchaus auch noch relevant ist die Aussage, die Infantino bei der entsprechenden Vorstellung gemacht hat: “The facts are that from almost 1,000 matches which were tested, the accuracy rate of the referees went up from 93% to 99%." 99% korrekte Entscheidungen durch den VAR! Wow!


    Mir scheint, ich sehe meist ausgerechnet die Spiele, in denen das kümmerliche eine Prozent Fehlentscheidungen vorkommt. So ein Zufall aber auch... :LEV14

  • Der Videobeweis hat an diesem Spieltag bislang dicke Fehlentscheidungen in Hamburg, Frankfurt und Köln korrigiert. Alle hätten einen starken Einfluss auf Abstiegskampf und das Rennen um Europa gehabt.


    Dann ist es offenbar OK mit weit ausgestrecktem Arm zwischen Tor und einköpfbereiten Gegner zu springen und so den Ball abzuwehren wie das ein Bremer hierpraktiziert hat. Und nein, ich spreche nicht vom Torwart! Hierfuer gab es keinen Elfer nach Schiedsrichter Review der Bilder. Durchaus bemerkenswert, wie ich finde. Es gab schon Elfmeter für Spieler, die an der Grundlinie in den Ball rutschten und diesen an einen deutlich weniger abgewinkelten Arm bekamen, nur weil sie dadurch ihre Körperfläche vergrößerten. Was der Bremer in dieser Situation dann ja wohl nach Ansicht des Schiedrichters erstaunlicherweise wohl nicht gemacht hat. :wacko:

  • Und damit hat man dem blinden Linienrichter, der exakt daneben steht und allerbeste Sicht hat, mal wieder ein schönes Alibi gegegen. Durch den VAR kannst du den "Schiedsrichterassistent", der er eigentlich nie richtig war, auch gleich abschaffen.

    Hä? Man schafft ihm doch eben kein Alibi, weil er jetzt derjenige ist, der diese Fehler gemacht hat. Bei einer Videobeweis-Szene hätte den noch jemand für ihn ausgebügelt, so steht er als der Dumme da.

    Frage mich auch, wie man da ernsthaft von "Kann-Elfmeter" sprechen kann. Dann kann man die Abwehr des Balles mit der Hand eines Feldspielers auch direkt erlauben...

    Dieter Hecking sprach nach dem Spiel von einem Kann-Elfmeter. Und er ist der Trainer der Mannschaft, die den Elfmeter bekommen hätte. Das macht es zu keiner klaren Fehlentscheidung. Für mich war es auch eher Elfer als keiner, aber man muss dem Verteidiger zu Gute halten, dass er den Ball gar nicht gesehen hat und mit angelegten Armen springt niemand hoch. Kann man so oder so sehen, aber eine klare Sache war es nicht.

  • Tapeworm es ist doch eine eindeutige Fehlentscheidung Eckball für Frankfurt zu geben und es fallen nun mal Tore nach Eckbällen und bis ein Eckball ausgeführt wird dauert es ne Zeit wieso also kann hier der Videoschiedsrichter nicht kurz dem Schiedsrichter ins Ohr flüstern das war Abstoss. So hat hier Frankfurt ein Tor durch eine eindeutige Fehlentscheidung das Tor erzielt und das Spiel gewonnen.


    Das zeigt doch wieder deutlich Fußball und Videobeweis das passt nicht zusammen.
    Beim American Football ist ein Spielzug zu Ende und nach jedem Spielzug unterbrochen da kann man dann in aller Ruhe sich per Video den Spielzug noch einmal ansehen und dann Entscheidungen treffen.


    Fußball ist ein laufendes Spiel da passt das nicht nachträglich sich Spielzüge anzusehen und dann entscheiden da war aber eine Minute vorher ein Foulspiel deshalb zählt das Tor nicht.


    Bestes Beispiel ist das nicht anerkannte Tor von Bayer gegen Köln. Da wird entschieden das Bailey Hand gespielt hat und Freistoß für Köln gegeben. Sekunden vorher hat Bittencourt Bailey festgehalten und am Trikot gezogen dann hätte es hier Freistoß für Leverkusen geben müssen und gelb rot für Bittencourt.


    Im Fußball macht es nur Sinn zu überprüfen ob der Ball im Tor war oder nicht.


    Der Videobeweis macht den Fußball in keinster Weise gerechter und ist deutlich manipulierbarer geworden.

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  • Hä? Man schafft ihm doch eben kein Alibi, weil er jetzt derjenige ist, der diese Fehler gemacht hat. Bei einer Videobeweis-Szene hätte den noch jemand für ihn ausgebügelt, so steht er als der Dumme da.


    Die mediale Diskussion konzentriert sich fast komplett darauf, dass es keinen Videobeweis geben kann in dieser Szene. Beispielsweise bei sky in der Halbzeitpause wurde kein Wort über die Unfähigkeit des Linienrichters verloren.


    Es wäre schön, wenn jemand den Fehler ausgebügelt hätte und so allen klar gemacht hätte, dass das ein peinlicher Fehler war, der in der Bundesliga nicht passieren darf.

  • Doch, Fußball und Videobeweis passt wunderbar zusammen, wenn man 1) die richtigen Regeln hat und 2.) fähiges Personal 3.) nicht immer alles durcheinander bringt (absichtlich oder nicht).


    Frankfurt war komplett die richtig Entscheidung. Ja es hätte Abstoß geben müssen, ist aber eine Tatsachenentscheidung aus der nicht zwangsläufig ein Tor entstehen muss. Eine Ecke ist eine neue Spielsituation die man durchaus klären kann. Wenn du das korrigierst, musst du auch jeden falschen Einwurf oder Foulentscheidung überprüfen, aus der ein Tor entstehen "könnte". Was Schwachsinn wäre. Bailey (und ähnliche Situation, wie Volland gegen Freiburg) sind definitiv Fehlentscheidungen und die Tore hätten zählen müssen.


    zu 1.) Wie gesagt, der Videobeweis ist eine super Sache. Aber ich würde (wie ich schon öfters gesagt habe), die Regeln enger fassen, nämlich ob der direkte Torabschluss korrekt war oder auch nicht (Foul, Hand, Abseits). Alles was vorher war, wie die Frankfurter Ecke, Baileys "angebliche" Handspiel, oder Köln nicht anerkannter (Abseits)Treffer, fallen unter Tatsachenentscheidungen. Der direkte Torabschluss lässt sich auch wunderbar über die Videoleinwand darstellen (Thema Transparenz).


    zu 2.) Wie gesagt, der Videobeweis ist eine super Sache. Das größte Problem ist aber , das Deutschlands Schiedsrichter einfach ein erbärmliches Niveau haben. Was nutzt einem die beste (funktionieren Technik) wenn der User dieser Technik, es einfach nicht bringt.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)

  • Die mediale Diskussion konzentriert sich fast komplett darauf, dass es keinen Videobeweis geben kann in dieser Szene. Beispielsweise bei sky in der Halbzeitpause wurde kein Wort über die Unfähigkeit des Linienrichters verloren.


    Es wäre schön, wenn jemand den Fehler ausgebügelt hätte und so allen klar gemacht hätte, dass das ein peinlicher Fehler war, der in der Bundesliga nicht passieren darf.

    Dafür aber nach dem Spiel. Markus Merk hat deutlich gemacht, dass der Assistent das hätte sehen müssen.


    Ich sehe den Videobeweis auf einem sehr guten Weg. Seit der Rückrunde ist mehr in den Hintergrund gerückt und greift eben nur noch bei eklatanten Fehlentscheidungen ein. Und davon gab es am Wochenende drei Stück, die möglicherweise spielentscheidend gewesen wären. Er macht den Sport also gerechter. Dass es noch Optimierungsbedarf gibt, ist klar.

  • Hä? Man schafft ihm doch eben kein Alibi, weil er jetzt derjenige ist, der diese Fehler gemacht hat. Bei einer Videobeweis-Szene hätte den noch jemand für ihn ausgebügelt, so steht er als der Dumme da.

    Dieter Hecking sprach nach dem Spiel von einem Kann-Elfmeter. Und er ist der Trainer der Mannschaft, die den Elfmeter bekommen hätte. Das macht es zu keiner klaren Fehlentscheidung. Für mich war es auch eher Elfer als keiner, aber man muss dem Verteidiger zu Gute halten, dass er den Ball gar nicht gesehen hat und mit angelegten Armen springt niemand hoch. Kann man so oder so sehen, aber eine klare Sache war es nicht.


    Weil Dieter Hecking das sagt, ist das dann keine klare Fehlentscheidung?
    Interessant.


    Ist dann das, was Rudi Völler nach unseren Spielen sagt auch immer Gesetz?

  • Dieter Hecking sprach nach dem Spiel von einem Kann-Elfmeter. Und er ist der Trainer der Mannschaft, die den Elfmeter bekommen hätte. Das macht es zu keiner klaren Fehlentscheidung. Für mich war es auch eher Elfer als keiner, aber man muss dem Verteidiger zu Gute halten, dass er den Ball gar nicht gesehen hat und mit angelegten Armen springt niemand hoch. Kann man so oder so sehen, aber eine klare Sache war es nicht.

    Wenn diese angebliche Aussage von Hecking für dich der Beweis dafür ist, dass das keine klare Fehlentscheidung ist, dann musst du dein Urteil wohl revidieren. Denn nach ausgiebeigem Studium der Videoaufnahmen hat der gute Dieter Hecking das hier zu Papier gebracht:

    Quote

    „Das hat nichts mit Ver­eins­bril­le zu tun – auch von drit­ter Seite wurde jetzt mehr­fach be­stä­tigt, dass das Hand war, denn er ver­brei­tert die Kör­per­flä­che." Quelle

    Um in deiner Logik zu bleiben: Das macht es zu keiner klaren Fehlentscheidung.


    Weitere Aussagen der Person, die du zum ultimativen Entscheider über "Fehlentscheidung - oder nicht" deklariert hast: „Ob gegen Schal­ke, in Frei­burg, Köln, Augs­burg, Frank­furt, im Pokal gegen Le­ver­ku­sen – da gab's über­all klar fal­sche Ent­schei­dun­gen. Nor­mal sagst du, das gleicht sich im Sai­son­ver­lauf aus. Aber das geht al­lein schon rech­ne­risch nicht mehr!"


    Also gabs dann doch ganz viele Fehlentscheidungen, oder was?

  • Das hat mit der Person Dieter Hecking nichts zu tun. Aber sobald es mehr als eine Meinung zu einer Situation gibt, ist es nicht mehr klar. Und das ist hier der Fall.

    Du immer mit deinen absolut platten Pauschalisierungen! Im Zweifel nimmt irgendein Hansurst immer eine konträre Meinung ein - und schwups wird es nie mehr eine klare Fehlentscheidung geben. Das ist doch kompletter Blödsinn was du da schreibst!

  • Weitere Aussagen der Person, die du zum ultimativen Entscheider über "Fehlentscheidung - oder nicht" deklariert hast

    Was soll das?


    Ich kannte nur Heckings Aussage bei der PK. Wenn er seine Meinung nachher geändert hat, dann ist das so. Über die Handspiel-Regel können wir wahrscheinlich tagelang diskutieren, ganz unabhängig vom Videobeweis, und nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Das sollten sich die Regelmacher vielleicht nochmal überlegen.


    Selbst wenn der Videoschiedsrichter hier eine klare Fehlentscheidung fälschlicherweise nicht korrigiert hat, spricht das nicht gegen den Videobeweis, sondern den entsprechenden Schiedsrichter.

  • Du immer mit deinen absolut platten Pauschalisierungen! Im Zweifel nimmt irgendein Hansurst immer eine konträre Meinung ein - und schwups wird es nie mehr eine klare Fehlentscheidung geben. Das ist doch kompletter Blödsinn was du da schreibst!

    Aber wenn DU sagst, dass es eine klare Fehlentscheidung war, dann war es auch eine? Das ist doch kompletter Blödsinn, was du da schreibst.

  • Eine Aussage, die einen Großteil des eigentlichen Problems gut beschreibt: Auch Hof­mann (25) hatte schon in BamS klar­ge­stellt: „So ein Hand­spiel wie das von Eg­ge­stein haben uns die Schieds­rich­ter vor der Sai­son als Lehr­bei­spiel ge­zeigt! Wenn dann nicht ge­pfif­fen wird, ob­wohl der sich die Szene noch­mal an­guckt, feh­len mir die Worte.“


    Das hier schreibt der DFB auf seiner eigenen Seite: "Die Regel geht sogar soweit, dass ein Handspiel auch dann absichtlich erfolgt, wenn der Spieler den Kontakt zwischen Ball und Hand zwar vorhersehen kann, ihn aber nicht verhindert. (Quelle)" Wenn ein Abwehrspieler sich zwischen den Stürmer und das Tor wirft, dabei ganz offensichtlich das Ziel hat, den Ball abzublocken, und seinen Arm waagerecht zwischen den Stürmer und das Tor streckt - dann wird er wohl vorhersehen können, dass er u.U. den Ball mit dem Arm berührt. Hätte er es verhindern können? Klar! Die Hand muss er definitiv nicht so halten, um zu springen. Wieder mal ein beispiel, bei dem ein Schiedsrichter die ziemlich klaren Ansagen des eigenen Verbandes einfach ignoriert.


    Ich fürchte, Tapeworm liegt mit seiner häufig wiederholten Aussage, das Niveau deutscher Schiedsrichter sei generell schlecht, nicht wirklich falsch!