In der Saison '88 hat mich mein Vater 2x mit ins Stadion genommen - gegen München und X. Beide Spiele hat der Bayer verloren.
Als mein Vater dann die ganze Familie beim UEFA-Final-Rückspiel ins Stadion einladen wollte, habe ich aus Abergläubigkeitsgründen abgelehnt.
Ergebnis ist bekannt: Nicht nur, dass Bayer episch gewonnen hat, ich konnte darüber hinaus auch noch meine glücklichen Eltern im Fernsehen sehen...
Danach folgte ein langjähriges Trauma, welches mich den Bayer eher als "aktiver Interessent" begleiten ließ (weil ich mich als bestätigter "Unglücksrabe" nicht ins Stadion traute bzw. auch nicht das Verlangen danach hatte).
Die Anfang 2000er Jahre standen dann immer noch unter diesem Eindruck, sodass ich zwar z.B in Unterhaching nicht vor Ort, aber in Opladen bereit für den Triumph und dann doch nur in Tränen aufgelöst war. Habe harte Männer im Rinnstein sitzend weinen gesehen.
Unser DFB-Finale 2009 war dann der Wendepunkt. Mein erstes erworbenes Trikot (Teldafax 😂) nach so langer Zeit fühlte sich an wie ein Bekenntnis meinerseits.
Danach erfolgte (trotz des verlorenen Finales) relativ zügig die Entscheidung für ein aktives Fan-Dasein. Seitdem Dauerkarte in der Nord.
Und jetzt erfolgt vielleicht die Erfüllung... Ich befürchte fast, dass ich danach in ein Loch falle.
Aber: Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als überhaupt in dieses Loch fallen zu können.
Lasst uns den letzten Schritt gehen!