Klos - in zehn Minuten zum Profi
Oberliga-Torjäger des MTV Gifhorn unterschreibt bis 2011 beim VfL - "Ein kleines Weihnachtsgeschenk"
"Pünktlich zur Weihnachtszeit kehrt Ruhe ein", sagt Fabian Klos schmunzelnd. Der Torjäger des Fußball-Oberligisten MTV Gifhorn hatte kurz zuvor einen Profivertrag bis 2011 beim Bundesligisten VfL Wolfsburg unterschrieben.
Und die Vertragsunterschrift des Vollblutstürmers, sie passte haargenau zum Verlauf seiner bisherigen Karriere - im Eiltempo kam es zum Abschluss. "Es ging relativ fix, das Ganze hat keine zehn Minuten gedauert", schildert der 21-Jährige die "Formalie" mit Pablo Thiam, Manager-Assistent bei den "Wölfen". Gegen 15 Uhr waren die Verträge unterschrieben, die am 1. Juli 2009 in Kraft treten. "Eine große Party ist jetzt aber nicht geplant - ich werde aber mit meiner Freundin Tanja heute Abend nett Essen gehen", erklärt der angehende Profi. Erst vor zwei Jahren war der 1,93 Meter lange Angreifer vom Bezirksligisten SV Meinersen nach Gifhorn gewechselt, wo er im Sommer diesen Jahres Niedersachsenmeister mit den Schwarz-Gelben wurde. Und Klos selbst hatte maßgeblichen Anteil am Höhenflug des MTV, für den er in bislang 43 Punktspielen 38 Treffer erzielte. Doch damit soll das Ende der Fahnenstange in Gifhorn für ihn noch lange nicht erreicht sein. "Die Rückrunde wird bombig von mir werden - ich will in Gifhorn durchweg in positiver Erinnerung bleiben. Und ich will mit dem MTV noch Meister werden", betont der Stürmer. Seine Ziele beim VfL Wolfsburg hat Klos, der seine Ausbildung zum Versicherungskaufmann unterbrechen wird, ebenfalls bereits im Kopf: "Ich möchte mich mit guten Leistungen bei den Amateuren empfehlen und dort so schnell wie möglich überzeugen, um schon einmal bei einem Bundesliga-Spiel auf der Bank zu sitzen. Das wäre schon etwas." Sein Trainer beim MTV Gifhorn, Klaus Fricke, traut dem Torjäger das durchaus zu. "Er hat den Instinkt, ein gutes Durchsetzungsvermögen, schießt rechts wie links und ist kopfballstark", nennt er Klos' Vorzüge und fügt hinzu: "Ich habe keine Angst um ihn, denn Fabian weiß, was er will. Und der Zeitpunkt seines Wechsels ist sehr vernünftig gewählt - ich denke, es ist für alle Beteiligten die beste Lösung." Klos wisse, woran er im nächsten halben Jahr noch zu arbeiten habe. Die Vorfreude beim künftigen Wolfsburger hielt sich gestern noch in Grenzen. "Der Sommer ist noch weit weg. Aber je näher der Juli rücken wird, desto größer wird die Vorfreude werden", so Klos.
Wolfsburger Nachrichten, 23. Dezember 2008
Vertrag bis 2011: Ab Sommer wird Gifhorner Klos VfL-Profi
Aus der Bundesliga gab es Interesse, Trainer Christoph Daum und der 1. FC Köln wollten ihn haben, doch Fabian Klos bleibt in der Region. Der Stürmer des Oberligisten MTV Gifhorn machte sich selbst ein Weihnachts-Geschenk und unterschrieb gestern beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg einen Profivertrag über zwei Jahre, der ab Sommer gilt.
Gestern Nachmittag war Klos in der VfL-Geschäftsstelle bei Pablo Thiam, sportlicher Leiter der U 23, zu Gast, um den Wechsel perfekt zu machen. „Es war schon komisch, man weiß ja, dass es etwas Besonderes ist“, berichtet Klos. „Aber das mulmige Gefühl kommt wohl erst später. Es ist ein weiter Weg bis zum Sommer.“ Nur zehn Minuten dauerte es, bis alle Formalitäten erledigt waren. „Keine große Sache, aber ein paar Unterschriften sind ja nötig“, so der Stürmer schmunzelnd.
Eine große Feier gab‘s im Hause Klos gestern nicht, der Neu-Profi ließ den Abend bei einem Essen mit Freundin Tanja ausklingen. Dennoch war die Begeisterung bei Freunden und Verwandten groß: „Ich hatte bei keinem das Gefühl, dass er mir das nicht gönnt“, so Klos.
Erleichterung gab es in Gifhorn, nachdem ein Wechsel im Winter nun vom Tisch ist. Klos: „Ich wollte den MTV nicht hängen lassen und habe mich auch immer bei dem Gedanken wohler gefühlt, erst im Sommer zu gehen.“
Ab dem 1. Juli ist er Profi beim VfL, seine Ausbildung wird für zwei Jahre ausgesetzt. Klos zu seinen Zielen: „Ich gehe davon aus, dass ich erstmal beim VfL II spielen werde. Meine Aufgabe wird es sein, mich über die Amateure für die Profis zu empfehlen. Und in zwei Jahren sollte man ja sehen, ob das geklappt hat.“
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VfL Bochum buhlt um BVB-Stürmer Diego Klimowicz
Borussia Dortmund will sich von der winterlichen Schlacht auf dem Transfermarkt fernhalten. „Wir beabsichtigen zurzeit nicht, jemanden zu holen“, sagt KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke. Stattdessen wird der BVB den Kader ausdünnen. Ein Wechselkandidat ist Angreifer Diego Klimowicz (34).
Der Reviernachbar VfL Bochum, mit einer Quote von im Durchschnitt 1,11 Toren pro Bundesligapartie nicht gerade ein Vertreter der Sturm-und-Drang-Zunft, beschäftigt sich seit Tagen ernsthaft mit dem Argentinier.
BVB-Sportdirektor Michael Zorc bestätigte unserer Zeitung gestern: „Ja, Bochum hat wegen Klimowicz angefragt.“ Der Vertrag des Spielers läuft im Sommer aus.
Gladbach zieht zurück
Konkurrenz aus dem Fußball-Westen müssen die Bochumer offenbar nicht mehr fürchten. Mönchengladbach, das ebenfalls wegen Klimowicz bei Zorc vorgefühlt hatte, muss inzwischen bemerkt haben, dass es in Rob Friend bereits über einen sehr ähnlichen Stürmertyp verfügt.
Klimowicz, der als zentraler Angreifer vor allem von seinen Kopfballqualitäten lebt und im von schnellem Kombinationsfußball geprägten Pressing-System der Dortmunder nur eine Statistenrolle spielt, kann auf eindrucksvolle Bilanzen verweisen.
Höchstmaß an Professionalität
In 187 Bundesliga-Partien traf der 1,91 Meter lange Argentinier 63 Mal (Torquote pro Partie: 0,33). Sowohl beim VfL Wolfsburg als auch in Dortmund bescheinigten die Klubverantwortlichen ihm ein Höchstmaß an Professionalität und Integrität.
Ins Anforderungsprofil des Bochumer Trainers Marcel Koller scheint Klimowicz durchaus zu passen. Der Schweizer betonte erst unlängst: „Wir brauchen keinen Stürmer aus dem Ausland, der sechs Monate Eingewöhnung benötigt. Wir wollen jemanden, der weiß wie die Liga tickt.“ Einen wie Klimowicz.
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