Doping im Leistungssport

  • Ich war selber mal in diesem Testpool vor ca. 10 Jahren. Es ist schon wirklich sehr nervig. Die stehen halt wirklich da und laufen die auf Schritt und Tritt hinterher. Das Problem an der ganzen Sache ist einfach dass es in Deutschland, wie bei allen anderen Dingen auch, 100%ig korrekt gemacht wird. Dopingkontrollen, selbst in den USA, laufen ganz anders ab. Da sagen die, hier der Becher, mach da rein und komm wieder zurück.
    Es geht auch gar nicht darum ob die Sportler feiern gehen dürfen oder sollten sondern einfach nur ums Prinzip. Versucht mal 3 Monate im Voraus zu sagen wo ihr euch befindet oder wenn man Abends bei nem Kollegen ist und dann sagt, ach komm, bleibste hier und am nächsten Morgen stehen die Kontrolleure da. Es ist schon ziemlich hart.
    Mit den frühen Kontrollen hat aber auch einen anderen Hintergrund. Es gibt Substanzen die man nur für eine gewisse Zeit nachweisen kann, so ca. 8-10 Stunden. Wenn man jetzt abends vor dem Schlafen gegen 21Uhr diese Substanz einnimmt ist sie spätestens beim ersten Pinkeln weg. Durch eine möglichst frühe Kontrolle am Morgen versuchen sie halt auch solche Substanzen zu finden.

  • Naja für den Traum vom Profisport kann man schonmal Opfer bringen. Basketballer in der BBL sind da sehr verwöhnt. Die müssen recht wenig Trainingszeit für ihren Beruf aufwenden und haben dementsprechend viel Freizeit. Aber für die wirklichen Leistungssportler im Ausdauerbereich, die 365 Tage im Jahr für den Sport leben müssen, ist das sicher kein Problem. Da kann man es sich als Sportler eh nicht erlauben mal ne Nacht richtig durchzufeiern oder so.

    Nur mal aus Interesse: Wie kommst du darauf, dass Basketballer besonders wenig trainieren? Klar weniger als Ausdauersportler, aber ich denke das ist bei allen Mannschaftssportlern ähnlich.

    Make Leverkusen great again!

  • Aus Bekanntschaften zu den Braunschweiger Phantoms. Das hat mich ich echt schockiert, dass man als Profisportler heutzutage noch so leben kann. Aber prinzipiell wird dass bei allen Mannschaftssportarten ähnlich sein. Aber bei den meisten braucht man halt mehr Ausdauer und Grundfitness wie beim Basketball. Wobei wenig trainieren sicher der falsche Ausdruck ist. Eher wenig Training wo man an seine körperlichen Grenzen gehen muss.

    w11 Liga2 2019/2020: Schwolow, Flekken - Sinkgraven, Sane, Zimmermann, Halstenberg, Torunarigha - Haberer, Duda, Sabitzer, Schmid, Serdar, Darida - Mateta, Weghorst, Finnbogason, Mamba

    Einmal editiert, zuletzt von BayerMania87 (8. November 2013 um 15:59)


  • Gerade den Kiffer Schaffartzik als Beispiel zu nehmen ist eher unfreiwillig komisch. :D

    Schaffartzik in Gießen entlassen

    Aber da ändert doch nichts an der Tatsache, dass es absolut absurd ist, wenn während seines Einsatzes für den DBB im Nationalteam bei ihm daheim durch die NADA aufgrund seiner Listung im Testpool (also letztendlich im Auftrag des DBB für die Nationalmannschaften) eine Kontrolle durchgeführt werden soll und die Strafe dafür, dass er nicht anzutreffen ist, u.U. wäre, dass er aus dem Nationalteam des DBB ausgeschlossen wird.

  • Aus Bekanntschaften zu den Braunschweiger Phantoms. Das hat mich ich echt schockiert, dass man als Profisportler heutzutage noch so leben kann. Aber prinzipiell wird dass bei allen Mannschaftssportarten ähnlich sein. Aber bei den meisten braucht man halt mehr Ausdauer und Grundfitness wie beim Basketball. Wobei wenig trainieren sicher der falsche Ausdruck ist. Eher wenig Training wo man an seine körperlichen Grenzen gehen muss.

    Mh, naja beim Basketball braucht man dafür eine unglaubliche Athletik und Spritzigkeit und im Idealfall auch noch einen starken Körper. Gerade da muss man eigentlich kontinuierlich an Grenzen gehen...komisch

    Make Leverkusen great again!

  • Wobei Schaffartzik und bestimmt auch 99,9% aller Sportler die jemals positiv auf Marihuana getestet wurden, dies nicht aus Gründen der sportlichen Verbesserung taten.

    Der Inhaltsstoff Tetrahydrocannabinol - kurz THC - steht beim Basketballverband auf der Dopingliste. Warum?
    Die Wirkungen sind auf die Psyche beschränkt - das stimmt. Ein Gefühl der Entspannung, eine leichte Euphorie sowie eine Distanz zu Alltagsproblemen stellt sich ein. Sinnesreize werden intensiver empfunden und Denkprozesse phantasievoller und berauschender erlebt. Sportler, die von Natur aus hochnervös sind oder unter hoher psychischer Anspannung stehen, können jedoch den entspannenden Effekt für sich vorteilhaft nutzen. Hinzu kommt eine größere "Risikofreudigkeit" im Spiel.
    Im Grunde geht es vor allen Dingen um den Schutz des Spielers vor sich selbst sowie allgemein den Missbrauch von Drogen im Sport unter allen Umständen zu verhindern.


    Aber da ändert doch nichts an der Tatsache, dass es absolut absurd ist, wenn während seines Einsatzes für den DBB im Nationalteam bei ihm daheim durch die NADA aufgrund seiner Listung im Testpool (also letztendlich im Auftrag des DBB für die Nationalmannschaften) eine Kontrolle durchgeführt werden soll und die Strafe dafür, dass er nicht anzutreffen ist, u.U. wäre, dass er aus dem Nationalteam des DBB ausgeschlossen wird.

    Wäre das sooo schlimm? :levz1
    Ist das überhaupt ein richtiger Basketballer? Wir diskutieren hier über einen international höchstens Drittklassigen(?) Spieler... Bei der letzten EM hätte eine zusammengewürfelte Hobby-Street-Basketball-Truppe nicht viel schlechter ausgesehen...

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Das erinnert mich an die letzte (?) Bundesligasaison der Giants, wo beide Big-Men in den Play-Offs ausgefallen sind, weil der eine gekifft hat und der andere besoffen nen Autounfall fabriziert hat :LEV11

    Make Leverkusen great again!

  • Eric Taylor war angeblich auch breit als er den Unfall fabriziert hatte. Richtig bestätigt wurde das nie. Fest steht aber, dass die beiden dadurch die Chancen auf die Meisterschaft -man stelle sich das mal vor, in der letzten BL Saison in Leverkusen- zerstört haben. Aber das passt irgendwie in das Bild, was man so von amerikanischen Sportlern in Deutschland gewinnen kann.

    Ach und Caminos, höre bitte mit deinem billigen Populismus auf. Danke!

    Schneider Bernd!

  • Japp, das war unfassbar ärgerlich damals, mit den beiden wäre sicher einiges gegangen.

    Zitat

    Aber das passt irgendwie in das Bild, was man so von amerikanischen Sportlern in Deutschland gewinnen kann.

    Drüben kommen viele Basketballer oder Footballer halt wirklich aus einem schwierigen Umfeld, um nicht zu sagen "Ghetto". Von Drogenmissbrauch, über Schlägerei bis Waffenbesitz ist bei NBA/NFL- und vorallem College Spielern alles dabei. Der Sport schaffts da nicht immer die Leute 100%ig daraus zu holen.

    Make Leverkusen great again!

  • Zitat

    Nach Informationen der ARD-Dopingredaktion haben Testlabore in Moskau und Köln neue Verfahren entwickelt, um rückwirkend Anabolika-Doping aufzudecken. Hunderte bisher negative Proben sind jetzt positiv.

    ard-sportschau

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Seitenwechsel 3.0

    Kontrollen ja – aber mit Augenmaß

    Erstellt 25.11.2013

    Wolfgang Holzhäuser ist klar gegen Doping. Dennoch ist er der Meinung, dass die Kontrollen zu weit gehen. In unserer Kolumne bezieht er Stellung zur Doping-Problematik in der Sport-Welt - auch im Fußball.

    biutte weiterlesen >>> ksta.de

    [color=red]Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur

  • http://www.sport1.de/de/leichtathletik/newspage_922416.html

    Zitat

    Der ehemalige 100-Meter-Weltrekordhalter Asafa Powell hat bei seinem mit Spannung erwarteten Comeback nach seiner verkürzten Dopingsperre beim Meeting in Luzern eine solide Leistung gezeigt.
    Der 31-Jährige aus Jamaika wurde am Dienstag in 10,30 Sekunden Dritter. Die schnellste Zeit des Abend erzielte Kemar Hyman von Cayman Islands in 10,23 Sekunden. Der deutsche Topsprinter Julian Reus (Wattenscheid) kam in 10,38 Sekunden als Fünfter ins Ziel.

    "Es ist hart, wenn man sieht: Alle, die letztes Jahr rausgenommen wurden, stehen auf einmal schon wieder da. Und werden zum Teil von den Menschen gefeiert, als wäre nichts gewesen", sagte Reus über Dopingsünder Powell.

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  • Besonders der Schluss ist interessant.
    Besonders die Vehemenz, die Scholl und Dutt an den Tag legen, machen ein umso misstrauischer. Entweder sind die beiden wirklich überzeugt von dem was sie sagen, dann sind sie einfach mal nur dumm, oder aber viel schlimmer, sie wissen genau dass sie Unsinn erzählen und versuchen das ganze klein zu reden.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass in jedem Leistungssport gedopt wird. Man muss sich nur mal anschauen, wie sich Weltrekorde entwickelt haben oder auch wie intensiv es im Fußball mittlerweile zugeht. Da kann mir doch keiner erzählen, dass das nur an besseren und optimierten Trainingsmethoden liegt.
    Bestes Beispiel ist für mich der Schwimmsport. Da haben die diese Hightechanzüge verboten und man glaubte, dass die Rekorde jetzt ewig halten würden. Pustekuchen.
    Die werden alle vollgepumpt sein mit irgendwelchen Mitteln. Ob es die Sportler am Ende wissen, mag ich nicht zu beurteilen. Kann mir auch gut vorstellen, dass man da auf die nicht selten vorhandene Naivität und auch Dummheit setzt und denen einfach irgendwas spritzt.

    C. Streich: "Ich habe zwar einen deutschen Pass, aber ich fühle mich nicht als Deutscher. Ich bin ein Mensch, der einen Pass hat, in dem deutsch drin steht"
    Möge die Macht mit Bayer04 sein!

  • Zitat

    Eine französische Studie bestätigt die schlimmsten Befürchtungen der Anti-Doping-Kämpfer:
    Doping mit Mikro-Dosierungen führt zu verblüffenden Leistungssteigerungen – und ist zudem kaum nachweisbar.

    Eine klinische Studie französischer Sportwissenschaftler liefert spektakuläre Ergebnisse: Auch Doping mit minimalen Dosen ist demnach hochwirksam und zudem kaum nachweisbar. Experten sprechen von einer Blaupause für einen Dopinggebrauch, der kaum Spuren hinterlässt. Er fühle sich "wie auf einen anderen Planeten" versetzt, beschrieb Guillaume Antonietti, ein gut trainierter Amateursportler, den Effekt und fügte hinzu: "Aber es ist auch beängstigend." Wenig später rannte er wieder durch Paris und fühlte sich, als könnte er "ewig so weitermachen". Antonietti war Teilnehmer des zunächst geheim gehaltenen Experiments, das von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA abgesegnet wurde...

    weiter> welt.de

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Die Zollfahndung Frankfurt und Staatsanwaltschaft München ermitteln wegen Dopingverdachts gegen eine Sportlerin aus Nordhessen. Die 31 Jahre alte Frau soll ihre Leistungsfähigkeit mit Tabletten gesteigert haben, die einen verbotenen Wirkstoff enthielten.
    Um wen es sich bei der Sportlerin unter Dopingverdacht handelt und was ihre Disziplin ist, wollten Zollfahndung, Staatsanwaltschaft und NADA gestern nicht bekanntgeben. Die Strafverfolger teilten aber mit, dass in einer Wohnung, in der sich die Verdächtige nach eigenen Angaben öfter aufgehalten habe, 124 Tabletten verschiedener Arzneimittel sichergestellt worden seien. Darunter seien auch mehrere Tabletten mit dem verbotenen Wirkstoff Metandienon gewesen.

    http://www.fnp.de/lokales/frankf…;art675,1917559


    Medikamentenmissbrauch, verbotene Infusionen: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere Sportler des Deutschen Meisters ASV Nendingen. Es wäre der größte Dopingskandal im deutschen Ringersport.

    http://www.spiegel.de/sport/sonst/ve…-a-1082445.html


    Wie uns die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) am heutigen Vormittag mitteilte, ist ein Verfahren gegen den Leichtathleten Rouven Christ wegen einer positiven Dopingprobe eingeleitet worden. Der Saarländische Leichtathletik Bund, das LAZ Saarbrücken, sein Heimtrainer und seine Trainingsgruppe sind zutiefst bestürzt über diese Tatsache und distanzieren sich entschieden von dieser Handlungsweise, sofern sie nach Abschluss des Verfahrens bestätigt wird. Rouven Christ belegte bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2016 den 5. Platz über 200m und lief mit der 4x200m Staffel des LAZ Saar 05 Saarbrücken zur Silbermedaille.

    http://www.slb-saarland.com/index.php?id=394&tx_ttnews[year]=2016&tx_ttnews[month]=03&tx_ttnews[backPid]=393&tx_ttnews[tt_news]=5457&cHash=9cbd7b2fa2014459a196118c70816073


    Zu Zeiten des Profi-Radteams T-Mobile galt die Uni Freiburg als Zentrum des deutschen Dopings. Nun wollen Sportmediziner dort wieder Spitzensportler betreuen. Die Klinik-Leitung will von nichts gewusst haben.

    http://www.faz.net/aktuell/sport/…n-14098054.html

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

    Einmal editiert, zuletzt von Caminos (28. März 2016 um 15:29)