User-Kommentare zu den Bayer04-Nachrichten

  • Ich finde das wirklich unglaublich. Erst wird ein paar Tage in den ganzen Zeitungen das Thema Ballack richtig gehyped. Jetzt steht der Wechsel fest und alles, aber auch wirklich alles rund um Bayer 04 und MB wird in Frage gestellt.


    Die Krönung war für mich heute morgen KH Wagner vom Stadt Anzeiger. Dieser Artikel war für mich Schmierfink Populismus wie in den besten Zeiten. Ein herrlicher Rückschritt in die Werksarbeiter, Pillen, etc. pp. Zeit. Nicht nur, dass der Artikel inhaltlich brutal schlecht war (wie mag das Gespräch zwischen Holzhäuser und Dr. Becker abgelaufen sein...), nein, vielmehr der Schlußsatz sollte für Herrn Wagner lebenslanges Stadionverbot bedeuten: Sinngemäß: Ballack ist ja noch verletzt, aber das sollte ja kein Problem sein, Medikamente gibt es beim Bayer ja mehr als genug.


    Also liebe Kölner Journalisten...sammelt weiter Pixel in Köln für eine weitere Granate. Wie wäre es mit Arweladse, den Hallenkönig???


    MB ist nur der Kapitän der deutschen N11, hat nichts gerissen und ist ein Risiko für Bayer. Sein Wechsel nach Lev ist für ihn natürlich ein Abstieg und er wird hier natürlich auch nichts bringen. So kennt man MB und so wird es auch hier laufen.


    Nochmal....Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten.


    NUR DER SVB !!!!!!!!!

    Einmal die Nummer 836 - gebratenes Rindfleisch Kun-Bao bitte!

  • Streng genommen nicht einmal einer Erwähnung wert, rheinlandrulez.
    Vielleicht trotzdem kein Fehler, auch solche Facetten mal zu beleuchten.


    In Anlehnung an meinen Post im Michael-Ballack-Fred...
    ...schreib ich das hier sinngemäß nicht zum ersten mal, aber es bestätigt sich immer auf's Neue:
    Für die Mitarbeiter der Medienlandschaft im Rheinland, welche im bundesweiten Vergleich nie über provinzielles Niveau hinausgekommen ist (keinen wundert das wirklich), gilt im Prinzip das gleiche wie für jenen linksrheinisch beheimateten maßlos überschätzten Durchschnittskicker:
    Sie alle haben sich im Gegensatz zu Micha außerhalb ihrer rheinischen Kleingeist-Welt nie durchsetzen können, und müssen deshalb für den Rest ihres Lebens in der Hölle des unteren Mittelmaßes ihrer rheinisch-beschränkten Arbeitswelt schmoren.


    Du glaubst doch nicht etwa im Ernst, die Medienlandschaft "vor Ort" wäre in der Lage, einem fähigen und ambitionierten Journalisten auch nur ansatzweise berufliche Erfüllung zu bieten?
    Wovon träumst du?
    Wie sollen Qualität und Ehrgeiz zusammengehen mit dem meterdicken Filz des Klüngels?


    Ich glaube, du machst dir keinen Begriff über die tief verwurzelte innere Frustration dieser Menschen.
    Darüber, wie sie Arbeitstag für Arbeitstag immer wieder mit ihrer eigenen Begrenztheit, und mit der Minderwertigkeit der sie prägenden Umgebung konfrontiert werden.
    Das muss wirklich die Hölle auf Erden sein.


    Um diesen Alltag ertragen zu können, bleiben ihnen nur zwei Möglichkeiten.
    Erstens.
    Sie überhöhen ihr eigenes Ich und Wir maßlos.
    Das zieht sich im Fall von K*ln durch weite Teile der Einwohnerschaft.
    Die überhöhen sich selbst derart maßlos, dass es von neutralen Betrachtern nur noch als lächerlich bemitleidet werden kann.


    Zweitens.
    Sie projizieren ihre eigenen Minderwertigkeitsgefühle auf andere.
    Indem sie versuchen, alles, was sich in ihrer näheren Umgebung als qualitativ besser erweist als sie selbst, zu mobben.
    Das ist auch der Grund, warum viele K*lner nicht mit Bayer 04 können.
    Sie empfinden durch einen so ambitionierten Verein vor ihrer Haustür ihr eigenes Dasein noch trister, als es eh schon ist.


    Wie sagte doch Pierre Littbarski in Waldis WM-Club so treffend:
    "Spielen SIE doch mal in Köln, das macht doch keinen Spaß!"
    Recht hat er.
    Und er hätte genau so gut sagen können:
    "Arbeiten SIE doch mal als Journalist für ein Kölner Medienunternehmen..."

    Bayer 04 Leverkusen.
    Weil seit 1904 drin ist, was drauf steht.

  • Es ist sicherlich richtig, dass der Wechsel von Ballack zu seinem Verein gerade von der Presse im Rheinland nicht ausreichend beachtet oder, was eigentlich noch schlimmer ist, merkwürdig fehlinterpretiert wurde .


    Ich kenne - zum Glück für sie und mich - keinen dieser Schreiberlinge persönlich und werde mich deshalb auch nicht in Spekulationen über deren Gemengelage oder Motivation ergehen. Zumal dies der bergische König der Tiere schon ausreichend und vermutlich zielsicher getan hat.


    Ein Aspekt, der vom Löwen dabei evtl. zu wenig gewürdigt wurde, möchte ich denoch kurz erwähnen. Wir kennen es unter dem Begriff "empfängerorientierte Kommunikation". Soll heißen, dass da vielleicht nicht geschrieben wurde, was man sich im komplexverkrusteten Kleinhirn zusammenfabuliert hat sondern, was der kleingeistige Otto-normalkölner lesen und verstehen wollte :levz1


    Die Rückholaktion wird dieser Tage nicht das letzte Mal thematisiert worden sein sondern in der neuen Saison immer dann, wenn der SVB auch Dank Michael der Kölner Medienlandschaft seine erfolgreiche Fratze zeigt :D

  • @ Bergischer Löwe


    Und wieder erstklassig auf den Punkt gebracht.


    :bayerapplaus


    Wenn ich Verleger einer Zeitung wäre ... du wärest mein Mann für den Sportteil.


    Begründung:


    Sachlich, konkret, sehr analytisch und einfach gut !!!

    Zitat (Reiner Calmund)

    Zitat

    "2000 Unterhaching, 2001 Daum, 2002 dreimal Zweiter, 2003 Abstiegskampf - da hätte ich auch mal einen schöpferischen Gongschlag vertragen können."

  • oh je, bin ich froh, dass ich dieses Käseblatt vom KstA nicht abonniert habe und das auch niemals tun werde.
    Die Poldi Pixels wurden unterstützt bis zum geht nicht mehr und dieser Transfer von Miach wird nur in den Dreck gezogen.


    Ein Hoch auf die Wahl, welche Zeitung (oder ob überhaupt eine) man vorzieht.

    Wer kämpft, darf auch verlieren;
    wer gar nicht kämpft, der hat schon verloren !

  • Zitat

    ein, die Grenzen der Begeisterung liegen genau dort, wo man sich in den vergangenen Jahren gewöhnt hatte an das begeisternde Projekt Bayer 04 der Nach-Calmund-Ära, weg vom superteuren Heroen- und Diven-Fußball, hin zum rauschhaft-demokratischen, ästhetisch wertvollen Jugendkollektiv. Immer wieder hatte der Klub beschworen, von diesem Weg nicht mehr lassen zu wollen, denkbaren Rückschlägen zum Trotz. Die Entscheidung für den Fußball-Feldherren Ballack bezeichnet das Ende dieser Sturm- und Drang-Epoche. Die Verpflichtung des deutschen Mittelfeld-Königs mag die Suche nach der starken, ordnenden Hand im Leverkusener Kindergarten beenden ...


    :LEV9


    Herr Wagner vom Kölner Stadtanzeiger wirkt überfordert, denn er stößt nicht nur an die Grenzen seiner pseudosoziologischen Schwarzweißmalerei, sondern auch seines fußballjournalistischen Vorstellungsvermögens.


    Fast könnte man meinen, er hätte Angst vor unseren neuen äh äh äh rauschhaft-monarchistischen Titelansprüchen. :levz1


  • Tut mir leid, aber da muss ich dem Autor zum Teil Recht geben. Es MUSS nicht das Ende des Jugendstils sein, aber es KANN.
    Ich finde es einfach echt schade, dass wir wieder Transfers von der Bayer-AG finanziert bekommen. Da können wir einfach kaum über Hoffenheim meckern. Sorry, aber das ist kaum besser. Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, den das stört, was da passiert, aber ich bin nunmal Fan dieser erfolglosen Schönspieler-Truppe und hatte mich echt damit angefreundet, dass wir kaum noch Geld haben. Wir dürfen uns über WOB und Hoffenheim einfach nicht beschweren. Vllt sind wir im Gegensatz zu denen ohne das große Geld bis in die Bundesliga gekommen, aber die Champions League haben wir einfach nicht verdient...


    Ich weiß nicht, ob manche hier ähnlich denken. Wenn nicht: Schande über mein Haupt!

  • Zitat

    Original von Fülöp


    Tut mir leid, aber da muss ich dem Autor zum Teil Recht geben. Es MUSS nicht das Ende des Jugendstils sein, aber es KANN.
    Ich finde es einfach echt schade, dass wir wieder Transfers von der Bayer-AG finanziert bekommen. Da können wir einfach kaum über Hoffenheim meckern. Sorry, aber das ist kaum besser. Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, den das stört, was da passiert, aber ich bin nunmal Fan dieser erfolglosen Schönspieler-Truppe und hatte mich echt damit angefreundet, dass wir kaum noch Geld haben. Wir dürfen uns über WOB und Hoffenheim einfach nicht beschweren. Vllt sind wir im Gegensatz zu denen ohne das große Geld bis in die Bundesliga gekommen, aber die Champions League haben wir einfach nicht verdient...


    Ich weiß nicht, ob manche hier ähnlich denken. Wenn nicht: Schande über mein Haupt!


    Völler hat doch schon in einem Interview gesagt, dass es NICHT das Ende der bisherigen Transferpolitik ist. Außerdem ist Ballack nicht irgendein Star, nicht irgendeine Diva. Dieser Transfer wurde nur getätigt weil Ballack Ballack ist. Für kein anderen Spieler hätte man das Geld von der Bayer AG genommen / bekommen.


    Im Gegensatz dazu bekommen WOB und Hoffenheim doch für jeden Spieler das Geld zugesteckt.

  • Ich finde auch gar nicht, dass der Ballack-Transfer von unserer bisherigen Transferpolitik so sehr abweicht.


    Wir haben zuletzt natürlich viele junge Spieler gekauft, aber wollten auch immer eine Mischung haben mit alten, erfahreneren Spielern.


    Ist der Sami-Transfer nicht sehr ähnlich wie der von Ballack? Klar ist Ballack was teurer, aber von der Grundidee her sind die Parallelen doch unverkennbar!

  • Aber im Ernst: der Autor versucht - ohne jedes Zugeständis, sich eventuell doch noch "aufm Platz" eines Besseren belehren zu lassen -, die Klischees über Bayer und Ballack gegeneinander auszuspielen. Der Artikel nervt durch seinen Ton, in dem etwas Schlimmeres als Antipathie mitklingt: nämlich enttäuschte Sympathie.


    Es wird suggeriert, der Ballack-Transfer müsse zwangsläufig unsere Errungenschaften über den Haufen werfen. Insofern ist der Artikel tendenziös und inakzeptabel.

  • Zitat

    Original von Gonzo#27


    Völler hat doch schon in einem Interview gesagt, dass es NICHT das Ende der bisherigen Transferpolitik ist. Außerdem ist Ballack nicht irgendein Star, nicht irgendeine Diva. Dieser Transfer wurde nur getätigt weil Ballack Ballack ist. Für kein anderen Spieler hätte man das Geld von der Bayer AG genommen / bekommen.


    Im Gegensatz dazu bekommen WOB und Hoffenheim doch für jeden Spieler das Geld zugesteckt.


    Macht es einen Unterschied, für WELCHEN oder WIEVIELE Spieler man Geld bekommt?
    Das ist ne prinzipielle Sache.

  • Zitat

    Original von Gonzo#27
    Macht es denn einen Unterschied, ob mein das Geld von Bayer, VW, Audi oder einem anderen Sponsor bekommt?


    Nein. Ist alles der selbe Mist aber ich finde, dass man Spielertransfers immerhin selbst finanzieren sollte. Ein festgelegter Sponsoring-Betrag eines Unternehmens, das durch das Engagement einen Werbewert erziehlt ist ja normal und inzwischen auch notwendig, aber man sollte keine Spieler-Käufe speziell finanzieren. Das ist übrigens nicht nur auf uns, sondern auf jeden Sponsor, der das tut, bezogen.
    Es ist einfach nicht gerecht. Man sollte sich so ein Geld verdienen, indem man sportliche Erfolge vorweist.
    Jetzt mal die Frage: Hätten wir das Geld bekommen, wenn wir Ballack nicht verpflichten wollten?

  • Zitat

    Original von Fülöp


    Nein. Ist alles der selbe Mist aber ich finde, dass man Spielertransfers immerhin selbst finanzieren sollte. Ein festgelegter Sponsoring-Betrag eines Unternehmens, das durch das Engagement einen Werbewert erziehlt ist ja normal und inzwischen auch notwendig, aber man sollte keine Spieler-Käufe speziell finanzieren. Das ist übrigens nicht nur auf uns, sondern auf jeden Sponsor, der das tut, bezogen.
    Es ist einfach nicht gerecht. Man sollte sich so ein Geld verdienen, indem man sportliche Erfolge vorweist.
    Jetzt mal die Frage: Hätten wir das Geld bekommen, wenn wir Ballack nicht verpflichten wollten?


    Nein das Geld hätten wir nicht bekommen. Aber dann ist deine Kritik doch nicht nur auf den Ballack-Transfer zu beziehen, sondern um das Sponsoring allgemein heute und die Kritik, dass wir nicht besser als Hoffenheim oder WOB sind, passt dann mMn nicht ganz. Bei so einem Spieler hätte wohl jeder Verein einen Sponsor gefunden, der das nötige Geld gegeben hätte, da braucht man nicht diese Verbindung zur Bayer AG. Meiner Meinung nach ist der Unterschied doch, dass Hoffenheim beispielsweise ohne großen Erfolg mal eben Ramos für 10 Mio. verpflichten kann und auch WOB solche Transfers macht. Wir haben dagegen bisher nur (außer Micha) Spieler gekauft, mit denen wir nicht unser Budget überschritten haben, das der Europa League Quali entspricht. Der Ballack-Transfer ist jetzt ein Zusatz für den jeder Verein einen Sponsor finden könnte, wie oben beschrieben.

  • Fülöp:


    Ich greife mal deine abschließende Frage auf.
    Der Sponsor der heute ein Investment tätigt(in diesem Bereich), will einen Werbeeffekt erzielen. Das Instrument ist zweitrangig. Entscheident ist, dass das Verhältnis von Effekt zu Investment stimmt.
    Michael Ballack war unter Marktwert (andere haben ja mehr geboten) zu bekommen(durch nicht-monetäre Argumente), daher ist das Verhältnis von Effekt zu Investment hier hervorragend. Natürlich hätten wir das Geld nicht für den Spieler XY bekommen.


    Ich finde, dass das Heranziehen einer "Gerechtigkeit" sehr gewagt ist. Geschichte wird von den Siegern geschrieben, das darf man nicht vergessen.
    Du kannst heute ohne größere Investitionen als die direkten Konkurrenten nicht auf- oder überholen. Ohne Aufholen gibt es keinen sportlichen Erfolg. Man kann hier nicht einfach einen Kreis unterbrechen. Es bedingt sich immer gegenseitig und läuft auf die schöne Geschichte von Henne und Ei hinaus. Zumindest bei etablierten Mannschaften. Denn es ist ja offensichtlich, warum der FC Bayern die höchsten Sponsoringverträge bekommt.


    Ohne sportlichen Erfolg bist du nahezu uninteressant für Sponsoren von Außen. Selbst bei einer Werksmannschaft dürfte das in den Anfängen so gewesen sein. Von "Oh die Männer spielen gar nicht schlecht, die kriegen doch mal ein paar Leibchen" bis hin zu "Wir können größere Gewinne erzielen, wenn wir ihnen ein größeres Stadion bauen"


    Zu sagen es ist "nicht gerecht" ist eine andere Verpackung des Wortes "ungerecht". Ab wann ist eine zusätzliche Mehrinvestition "ungerecht" und bis wohin ist sie "vertretbar". Das ist ein äußerst dünnes Feld. Aber Gott sei Dank sind Foren zum diskutieren da.


    Und warum sollte man Spielertransfers immer selbst finanzieren müssen? Wieso verhält sich das bei einem Stadion anders? Warum darf die Sparkasse XY-Stadt das Stadion AB-Stadion finanzieren, aber eine Lottogesellschaft nicht in einen Spieler EF investieren. Solange es für alle beteiligten zu einem positiven Nutzen kommt, ist die Welt doch in Ordnung. Ausserdem ist es ja schwierig zu sagen, dass explizit dieser Euro von der endlichen Menge der Euronen für Spielerinvestitionen vorgesehen war und jener für den Stadionausbau.


    Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

  • Zitat

    Original von Gonzo#27


    Nein das Geld hätten wir nicht bekommen. Aber dann ist deine Kritik doch nicht nur auf den Ballack-Transfer zu beziehen, sondern um das Sponsoring allgemein heute und die Kritik, dass wir nicht besser als Hoffenheim oder WOB sind, passt dann mMn nicht ganz. Bei so einem Spieler hätte wohl jeder Verein einen Sponsor gefunden, der das nötige Geld gegeben hätte, da braucht man nicht diese Verbindung zur Bayer AG. Meiner Meinung nach ist der Unterschied doch, dass Hoffenheim beispielsweise ohne großen Erfolg mal eben Ramos für 10 Mio. verpflichten kann und auch WOB solche Transfers macht. Wir haben dagegen bisher nur (außer Micha) Spieler gekauft, mit denen wir nicht unser Budget überschritten haben, das der Europa League Quali entspricht. Der Ballack-Transfer ist jetzt ein Zusatz für den jeder Verein einen Sponsor finden könnte, wie oben beschrieben.


    Hä? Ich habe doch gesagt, dass es ohne Sponsoring nicht mehr geht. Aber unter Sponsoring versteh ich etwas anderes. Folgendes:


    Eine Mannschaft hat Erfolg und ein Unternehmen gibt der Mannschaft Geld, damit diese für sie wirbt. Je erfolgreicher die Mannschaft, desto wahrscheinlicher ist es, dass man einen guten Sponsor findet, weil gute Mannschaften einfach für die Unternehmen lukrativer sind.


    Das, was bei Ballack passiert ist, ist folgendes:


    Wir wollten einen Spieler, das Unternehmen erhofft sich dadurch bessere Leistungen der Mannschaft und hilft bei der Finanzierung des Transfers, damit es selbst im Nachhinein einen höheren Werbewert erziehlt.


    Ersteres finde ich in Ordnung, da sich die Mannschaft durch sportliche Leistungen das Geld verdient hat. Es ist sozusagen ihre Belohnung.
    Zweiteres finde ich nicht gut, da es hier umgekehrt geschieht. Die Mannschaft hat sich das Geld nicht verdient. Sie soll es erst IM NACHHINEIN verdienen. Das ist genau das, was bei RB Leipzig passiert. Man pumpt Geld in die Mannschaft, damit diese im Nachhinein den Werbewert bringt. Sportlich verdient hat sich der Verein das nicht.


    Bei uns ist es jetzt so. Von dem Geld, was wir uns sportlich verdient haben (Sponsoring von TelDaFax, reguläres Sponsoring vom Bayer und sonstige Sponsoren) konnten wir uns Ballack nicht leisten. Der Bayer erhofft sich jetzt erst im Nachhinein einen hohen Werbewert durch Micha. das ist genauso wie bei Hoffenheim, Wolfsburg und all den anderen Schmocks. Bei einem Mal finde ich das noch im Rahmen, sollte das jetzt aber dauernd so werden, dann fände ich das bedenklich. Ich hoffe einfach, dass es das letzte Mal war, wo ein Spieler dadurch geholt wird...

  • Der Werbeeffekt ist doch zeitnah eingetreten. Ausserdem ist der Name Ballack gewissermaßen auch robust gegen mögliche sportliche Erfolglosigkeit. Zumindest über einen absehbaren Zeitraum hinweg.


    Ich kann deine zwei Sichtweisen, die du sehr präzise beschreibst, schon verstehen. Aber für mich sind das Unterschiedliche Punkte eines Kreises.


    Du machst in einem der späteren Sätze eine Unterscheidung zwischen sportlichem Verdienst und Werbeeffekt. Genau das ist auch richtig. Für einen Sponsor ist aber primär der letzte interessant. Von einem Pokal kann sich keiner etwas kaufen, aber die Aufschrift "Micha Ballack Meisterpille" ist unschätzbar wertvoll. Der Fussball ist ein Mittel zum Zweck, bei aller Romantik, das dürfen wir nie vergessen. Das ist nicht nur bei den bösen Werksmannschaften so, das ist auch bei Dortmund oder Mainz so. Der Fan hängt an glitzerndem Metall, der Sponsor an Popularität. Ich sehe nicht ein, warum ich mich an einem möglichen Profit durch Popularitätsstreben nicht hingeben soll. Ist das ehrenrührig sich über gesponserte Profis zu freuen die noch nichts sportlich gerissen haben?

  • @Franca: Meinst du mich als Autor oder den vom ksta?
    Beim ksta könnte ich mir das durchaus vorstellen...


    mironesco: Einiges hab ich glaub ich schon in meinem letzten Post gesagt.


    Nur noch kurz zu den Städten: Wenn eine Stadt in ein Stadion investiert, dann ist das nicht zu vergleichen mit einem Unternehmens-Sponsoring.
    Von dem Stadion hat die Stadt meistens sogar etwas, auch wenn es in Vereinsbesitz ist (zB Länderspiele oder allgemein irgendeine Aufwertung, siehe Leipzig, die nur durch ihr Stadion wirklich interessant für die Brause-Leute wurden). Sie ist auch verantwortlich für ihre Bevölkerung und Fußball stellt sicher einen großen kulturellen Wert für die Bewohner dar, also ist es im Eigeninteresse der Städte. Allerdings finde ich auch das nicht alles so rosig (siehe Schalke). Bei Fehlwirtschaft im Verein, darf der Steuerzahler das nicht ausbaden müssen.


    Aber in dem Punkt muss ich dir dennoch Recht geben. Ich finde es immer falsch, wenn Vereine "von außen" finanziert werden. Egal ob Spieler oder Stadien.