Reiner Calmund



  • Hatte mal irgendwo gelesen,dass Holzhäuser und Calli sich ausgesprochen haben,vielleicht hatte Holzhäuser keine Zeit an dem Tag.


    Manches wird einfach zu hoch gekocht,Holzhäuser und Völler arbeiten gut zusammen,sehe da kein Problem.

    Kicker Manager Pro
    2010 Vizeweltmeister
    2010/2011 Qualifiziert für erste Liga
    2011/2012 Deutscher Meister
    2012/2013 Deutscher Meister
    2013/2014 Abstieg in Liga 2
    2014/2015 Ziel Aufstieg

  • Zitat

    Original von ralli
    Hatte mal irgendwo gelesen,dass Holzhäuser und Calli sich ausgesprochen haben,vielleicht hatte Holzhäuser keine Zeit an dem Tag.


    Manches wird einfach zu hoch gekocht,Holzhäuser und Völler arbeiten gut zusammen,sehe da kein Problem.





    Dazu habe ich noch eine Kolumne aus dem Express in Erinnerung, in der Calmund über Bayer schieb und dabei ausdrücklich die gute Arbeit von Völler, Labbadia und Reschke lobte, während von Holzi keine Rede war.


    Also das gleiche Prinzip wie in dem geposteten Artikel: von Holzi ist keine Rede. Der wird von Calmund absichtlich nicht genannt.


    Die haben mit ziemlicher Sicherheit kein gutes Verhältnis zueinander.



    * * *


    was Erik M. schrieb, ist richtig: Calli hat hier große Verdienste.


    Aber er hat unter wesentlich besseren finanziellen Voraussetzungen letztlich auch eine Menge schlechter Entscheidungen getroffen. Besonders nach dem Schneegestöber 2000.
    Erst der Firlefanz mit Berti Vogts, dann hat man die Saison 01/02 in Rekordzeit in den Sand gesetzt mit einer Reihe schlechter, teurer Transfers 02/03.
    Und das Krisenmanagement ab der Rückrunde (Toppi hin und her, Kohler mit Millionengehalt als Frühstücksdirektor, Hörster als Trainer, Abschenken der CL, Lattek als Berater kontaktiert) war katastrophal. Dazu dann noch die "Witze" über Spielmanipulationen.


    Calli war so ein Managertyp, der viele Bauchentscheidungen getroffen hat und da er bekanntermaßen einen großen Bauch hat, gab es eine Fülle von Entscheidungen und wesentlich weniger Konzept.


    Lange Zeit ging das gut und er hat viel Farbe hier reingebracht, aber spätestens nach Daums Abgang hat vieles nicht mehr hingehauen, trotz großer Investitionen.


    Und wenn man jetzt so liest, wer bei ihm den DJ spielt, dann kann man nur sagen: schön, dass Holzi jetzt hier der Geschäftsführer ist.

  • Zitat

    Original von lupo
    Die haben mit ziemlicher Sicherheit kein gutes Verhältnis zueinander.


    Mit Sicherheit nicht. Ich habe gestern sein komplettes Buch gelesen, und stellenweise (wenn er auf bestimmte Themen kam), wirkte das nicht so. Es ist zwar kein direktes Nachtreten, aber immer stand so in der Art "ich will nicht weiter drauf eingehen, aber..." dann folgen wieder 2 Seiten wie böse alle seien.


    Ehrlich gesagt bin ich auch ganz froh das er nicht mehr da ist.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)

    Einmal editiert, zuletzt von Tapeworm ()

  • Calmund schwitzt für den Ruhr-Marathon


    Reiner Calmund meint es wirklich ernst: Der ehemalige Manager von Bayer Leverkusen will am Ruhr-Marathon teilnehmen. Für diesen Traum hat „Calli“ einen prominenten Trainer engagiert. Mit der Hilfe von Joey Kelly will der 60-Jährige in Form kommen.


    Der Musiker und Extremsportler soll Calmund zunächst dabei helfen, die überflüssigen Pfunde zu verlieren. Das aktuelle Kampfgewicht des XXL-Managers beträgt immerhin 141 Kilogramm.


    Seit sechs Monaten quält sich „Calli“ bereits mit wissenschaftlich begleitetem Training. Doch bis zur Teilnahme am Marathon steht noch einiges auf dem Programm. Immerhin soll die Strecke von Essen über Dortmund bis nach Gelsenkirchen gemeistert werden. Dafür habe er sich vorgenommen, zumindest einen Halbmarathon zu schaffen, verriet er der "Bild"-Zeitung.


    „Calli“ liegt bisher voll im Soll. 23 Kilo hat er bereits abgespeckt. Doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Er wolle es sich und seiner Familie noch einmal richtig beweisen, erklärt er. Dafür wurde nicht nur Bewegung auf den Tagesplan geschrieben, sondern auch die Ernährung umgestellt.


    Das Trainingsprogramm erstreckt sich über zwölf Monate. Dreimal wöchentlich lässt sich Reiner Calmund dabei von seinem Coach anschreien und über Stock und Stein treiben. Ob er sein Ziel erreicht, zeigt sich im Mai. Dann startet der Ruhr-Marathon.


    RP ONLINE



    ich glaube Calli macht Ernst :levz1

  • http://fussballbekloppt.de/index.php



    5 Bücher von Reiner Calmund zu gewinnen!


    Sie brauchen noch ein Weihnachtsgeschenk? Hier die Last-Minute-Chance, eins von fünf Exemplaren „fußballbekloppt!“ - original signiert von Reiner Calmund - zu gewinnen. Schreiben Sie uns im Kommentarfeld, was das „fußballbekloppteste“, das Sie je getan oder bei anderen erlebt haben ist. Teilnahmeschluss ist der 18.12.2008 um 20.00 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Gruß FA-CHEF
    Kaderbeurteilungs Messmethoden von mmikee
    1.Objektive Kaderanalyse nach Berbatov
    2.Approximationsverfahren nach Voronin, Juan oder Schneider
    3.Ramelow-Schätz-Verfahren

  • Reiner Calmund


    Die Ergebnisse waren immer schlimm für mich.


    Reiner Calmund über seine Laufbahn, Spielergehälter, das schmerzliche „Vizekusen“, den europäischen Wettbewerb und warum der Bundesliga die Manager-Typen ausgehen


    Herr Calmund, Ex-Manager, TV-Koch, Tausendsassa – als was würden Sie sich heute selbst bezeichnen?
    Calmund: Hansdampf in allen Gassen vielleicht? Ich habe zwar immer versucht, mit guten Vorsätzen alles ein bisschen runterzuschrauben, aber ich stelle auch fest, dass ich noch nicht die innere Ruhe habe. Gerade drehen wir die 50. Sendung der „Kocharena“, dann kommt mein Buch heraus, ich schreibe meine Bundesliga-Kolumnen - ich bin im Grunde genommen mehr beschäftigt, als ich es eigentlich will. Der Vorteil ist heute, dass ich nicht mehr darauf angewiesen bin, dass die Jungs in den weißen kurzen Hosen den Ball zwischen die Balken schießen.


    Der Druck ist weg?
    Calmund: Ja, ich habe jetzt das Glück, nicht mehr in der verantwortlichen Position zu sein. Früher waren die Ergebnisse immer schlimm für mich. Da war ich auch sehr sensibel, wenn wir verloren haben, hat mir das gleich ein Stück Lebensqualität geraubt. Es gab viel Druck, es gab diese Erwartungshaltung, dann bist du weniger zuhause - das bringt das Bundesliga-Geschäft eben so mit sich. Meine ersten beiden Ehen sind an meiner hyperaktiven Art kaputt gegangen. Weil die Frauen irgendwann fragten: „Was steht an erster Stelle: Die Familie oder dein Job?“ Und dann antwortest du natürlich - was auch stimmt - die Familie. Aber wenn man sich dann den Zeitaufwand angeguckt hat – da haben die beiden gesagt: „Junge, du tickst nicht ganz richtig.“


    Und heute haben Sie die richtige Balance gefunden?
    Calmund: Ich habe immer noch viele Termine. Aber ich habe jetzt das Glück mit der meiner dritten Frau, dass sie aus einer Fußballerfamilie kommt. Man sagt so schön: Sie hat den Stallgeruch. Sie ist in einer Familie groß geworden, wo der Vater das Vereinslokal geführt hat und technischer Leiter des Klubs war. Damit hat sie von klein an mit dem Fußball und den ganzen Spielregeln in diesem Geschäft leben und umgehen gelernt. Das ist mir natürlich zu Gute gekommen. In unserer GmbH ist sie gleichberechtigt tätig, sie sitzt in der Kommandozentrale und so können wir jetzt das Berufliche mit dem Privaten besser verbinden.


    In rund 30 Jahren bei Bayer Leverkusen waren Sie als Manager mit daran beteiligt, dass es der Verein von der Zweiten Liga bis in die Champions League geschafft hat. War so eine Entwicklung am Anfang absehbar?
    Calmund: Nein, damit hat konnte keiner rechnen. Als ich bei Bayer angefangen habe, mussten wir ja erst mal um den Klassenerhalt in der Zweiten Liga kämpfen. Aber schon im zweiten Jahr sind wir dann souverän aufgestiegen und seitdem waren wir immer in der 1. Bundesliga.


    Was waren die entscheidenden Faktoren für den Erfolg?
    Calmund: Die Infrastruktur muss stimmen, ob im kleinen oder größeren Sinne. Das heißt, man darf nicht nur in Beine – also Spieler – sondern muss auch in Steine – also das Stadion, Trainingsanlage, Nachwuchszentrum und Umfeld investieren. Auch in personelle Infrastruktur, in Verwaltung und Management. Wir haben damals mit Willibert Kremer einen Trainer geholt, der den Profi-Fußball und den Jugendfußball in- und auswendig kannte hat und bei der Mannschaft setzten wir vorwiegend auf junge, noch nicht so bekannte Spieler. Nach dem Mauerfall konnten wir dann ein paar gute Spieler aus der ehemaligen DDR rüberholen und wir haben dann weitere Spieler aus Brasilien verpflichtet. Tita zum Beispiel, der in der Bundesliga dann für Furore sorgte, kam zu uns für 500.000 Mark, also für ein Appel und ein Ei, und danach Jorginho. Als der Aufstieg dann so schnell kam, standen wir ein wenig verdutzt da. Wir hatten ja noch gar nicht die Zuschauerkapazitäten und haben dann mit Provisorien das kleine, idyllische Stadion in Leverkusen aufgemotzt. Wir haben uns peu à peu nach oben entwickelt und irgendwann zählte Leverkusen dann auch zur Crème de la Crème, sowohl in der Bundesliga als auch im internationalen Fußball.


    Hat es Sie sehr gewurmt, dass Bayer in all den Jahren nie die Meisterschaft gewonnen hat?
    Calmund: Ja, mir tut das nach wie vor weh. Ich sehe es auch ein bisschen als Lebensniederlage, dass wir nie die Meisterschale geholt haben. Wir waren so oft ein souveräner, guter Vize-Meister. Wir haben zwar den UEFA-Cup und den DFB-Pokal gewonnen. Aber dann dieses sogenannte „Vizekusen“- das erreichte ja 2002 den Höhepunkt, als wir sage und schreibe dreimal Zweiter geworden sind. Erst in der Deutschen Meisterschaft, dann im DFB-Pokal-Finale und schließlich im Champions-League-Finale gegen Real Madrid. Das hat weh getan. Das tut heute noch weh.


    Sie sind kein guter Verlierer?
    Calmund: Nein, ich kann im Kartenspielen nicht verlieren, auch nicht im Mensch-Ärgere-Dich-Nicht.


    Und den zweiten Platz haben Sie nicht als Erfolg gesehen?
    Calmund: Natürlich war das damals auch ein Zeichen von großem Erfolg, wir haben uns viele Sympathien erspielt. Man darf ja nicht vergessen: Seit Leverkusen 2002 im Finale der Champions-League war, hat es keine deutsche Mannschaft auch nur annähernd Richtung Finale geschafft. Gegen Real Madrid waren wir damals mindestens genauso gut und die hatten die ganzen Welt-Stars dabei, Roberto Carlos, Zinédine Zidane und all diese Spieler. Das war für Leverkusen sensationell, weil wir uns auch klar eingestehen mussten, dass wir normalerweise nicht im Konzert der absoluten europäischen Spitzenklasse spielten. Aber dreimal Zweiter werden, dreimal im Stadion zu stehen, während es Konfetti regnet, und dann kommt das Lied von „Queen“ (We are the Champions) – also, das ist dann nicht vergnügungssteuerpflichtig. Doch auch mit zweiten Plätzen muss man leben können.


    Ein anderer Verein macht gerade eine rasante Entwicklung durch. Was trauen Sie Hoffenheim noch zu?
    Calmund: Ich habe schon vor einem Jahr gesagt, dass ich das Modell Hopp absolut topp finde. Dietmar Hopp hat ein durchdachtes und gut strukturiertes Konzept und ich finde, wir Deutschen sollten stolz auf ihn sein. Erst hat er weltweit diesen unglaublichen wirtschaftlichen Erfolg, dann steckt er viel Geld nicht nur in den Sport, sondern auch in soziale und medizinische Einrichtungen, in Wissenschaft - da muss man wirklich sagen: à la bonne heure.


    Das Phänomen Hoffenheim hat aber auch viele kritische Stimmen geweckt...
    Calmund: Hopp hat in Hoffenheim selber gespielt, er muss sich nicht dafür entschuldigen, dass er sein hart verdientes Geld in diesen Verein investiert. Und wenn dort einer ein hochmodernes Stadion hinstellt, eine attraktive Mannschaft dazu, gute Jugendarbeit macht, dann ist das für die 2,5 Millionen Menschen in der Rhein-Neckar-Region doch toll. All das wäre ohne Hopp nicht möglich gewesen. Da sollte man nicht auf die Bedenkenträger und Neidhammel hören, die immer von Tradition sprechen. Tradition ist schön, das mag ich auch. Aber man muss genauso daran denken, was morgen passiert. Und da hat Hopp die Zeichen der Zeit erkannt.


    Als Manager haben Sie unzählige Transfers abgewickelt. Was war Ihr größter Coup?
    Calmund: Die meisten würden jetzt wahrscheinlich Bernd Schuster und Rudi Völler nennen, zwei Weltstars. Oder Emerson, Lucio oder Michael Ballack. Das sind sicher große Namen, aber mein bester Einkauf war Ulf Kirsten. Den haben wir nach der Wende aus Dresden geholt, für 3,5 Millionen Mark. Er war dreimal Torschützenkönig, wurde Torjäger des Jahrzehnts, er trainiert heute noch in Leverkusen die U21 und hat eine hohe Identifikation mit dem Verein. Und dann gibt es noch einen, den kaum noch einer kennt: Zé Elias, defensives Mittelfeld. Den haben wir aus São Paulo geholt, er kam nach einem Jahr aber dann nicht so gut mit unserem Trainer Christoph Daum zurecht - und dann ist er mit Millionengewinn von mir nach Mailand verkauft worden. Bei den Schlussverhandlungen haben wir ihn gefragt: Wer wäre denn ein guter Nachfolger für dich? Da hat er mir den Emerson genannt. Den haben wir nach drei sehr erfolgreichen Jahren für 40 Millionen nach Rom verkauft und er wurde Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft. Sowohl sportlich und wirtschaftlich war Emerson neben Kirsten für uns der beste.


    Warum sind denn Spieler wie Schuster, Völler oder Kirsten ausgerechnet nach Leverkusen gegangen und nicht nach Mailand oder Madrid?
    Calmund: Weil wir eine gute Mannschaft hatten. Natürlich muss auch das Geld stimmen, außerdem das Umfeld, die persönlichen Gespräche. Dann ist es aber auch von Spieler zu Spieler verschieden: Ulf Kirsten, war noch jung, der stand noch im Saft, der hatte den großen Wunsch Bundesliga. Er hatte zwar damals schon die Möglichkeit, nach Italien zu gehen, da hätte er auch mehr Geld verdienen können, aber für ihn war die Bundesliga von Kind an ein Traum.


    Heutzutage ist der Fußball viel stärker kommerzialisiert als damals. Und man hat oft den Eindruck, dass Spieler den Verein nur noch nach der Höhe der Gage auswählen.
    Calmund: Jeder guckt auf’s Geld, das ist in jedem Beruf so. Aber es geht auch danach, ob es ein gutes Umfeld ist. Nehmen wir mal einen Top-Spieler: Der kann sich entscheiden, ob er zu Real Madrid, Chelsea, Mailand oder zu Bayern München geht. Bei allen Klubs gibt es viel Geld zu verdienen, und der guckt dann: Wo fühle ich mich wohler, wo kann ich mich besser verwirklichen, wo ist die Position besser und wie laufen die persönlichen Gespräche mit meinem Chef?


    http://planet-interview.de/int…ner-calmund-22122008.html

  • Fortsetzung :


    Die Ergebnisse waren immer schlimm für mich.


    .........


    Diesen Sommer hat Manchester United 38 Mio. Euro Ablöse für den ehemaligen Leverkusener Dimitar Berbatov gezahlt. Was halten Sie von einer solchen Summe?
    Calmund: Die hätte ich mir früher auch nicht vorstellen können. Ich halte so etwas auch für überzogen, für Wahnsinn. Das sind ja alles Risiko-Anlagen, wenn der Spieler mal einen Tritt gegen's Knie bekommt, kann man dem nicht einfach ein neues einsetzen. Aber Angebot und Nachfrage regeln nun mal den Preis, wir werden's nicht ändern können.


    Würden Sie es ändern wollen?
    Calmund: Ich bin eigentlich ein Befürworter des Modells von Klinsmann, auch wenn es zur Zeit nicht erfolgreich ist. Sprich, anstatt die ganz großen Ablösesummen zu zahlen, wird versucht, mit mehr Arbeit die bereits vorhandenen Spieler zu verbessern und damit die ganze Mannschaft besser zu machen. Das sieht im Moment noch nicht gut aus, aber für mich ist das der richtige Weg.


    DFB-Präsident Theo Zwanziger hat erklärt, dass Spitzenfußball ohne Pay-TV nicht mehr zu finanzieren sei. Stimmen Sie ihm zu?
    Calmund: Natürlich ist Pay-TV sehr wichtig. Man sieht das ja in England. Allerdings guckt der Engländer auch drei- oder viermal soviel Fußball und fährt im ManU- oder Arsenal-Trikot in den Urlaub. Dort wird im Bereich Merchandising und Pay-TV ein viel größerer Umsatz erzielt. Es wird in Deutschland natürlich auch Fußball gespielt ohne Pay-TV. Aber wenn man konkurrenzfähig sein will in den europäischen Wettbewerben, dann muss man auch in diesem Bereich höhere Einnahmen erzielen.


    Die Fernsehrechte für die Bundesliga-Spielzeiten 2009-2015 sind gerade vergeben worden. Denken Sie, dass man zukünftig so viel Geld erzielen kann wie in anderen europäischen Ländern?
    Calmund: Nein, an die Zahlen von einigen Nachbarländern kommen wir nicht im Ansatz heran. Zumal wir jetzt die kartellrechtlichen Auseinandersetzungen hatten. In Deutschland, wo Fußball Volkssport Nummer eins ist, muss immer auch der Spagat gelingen, zwischen den normalen Fernsehzuschauern und den Pay-TV-Nutzern. Auch die Leute, die sich Pay-TV nicht leisten können, haben ein Anrecht, zeitnah Fußball und Tore zu sehen. Das ist ganz wichtig für die Sportart.


    Also wird die Bundesliga in den nächsten Jahren international weiter hinterher laufen?
    Calmund: Deutschland ist im Vereinsfußball zumindest unter den Top-Five – das gibt auch die UEFA-Liste wieder. Aber wenn man hohe Ansprüche hat, die Champions League gewinnen will, dann haben wir es natürlich schwer gegen England. Die machen dort mit Fernsehrechten und Merchandising fast eine Milliarde mehr als wir. Und wenn die eine Milliarde mehr für Spieler ausgeben können, sind sie natürlich im Vorteil. Außerdem kommt noch hinzu, dass es dort die 50+1-Regel nicht gibt. Dort steigen Amerikaner und Russen als Investoren ein, was in Deutschland in dieser Konstellation verboten ist.


    Die 50+1-Regel, dass einem Verein mindestens 51% des Klubs selbst gehören muss, ist häufiger in der Diskussion. Würden Sie sich wünschen, dass sie abgeschafft wird?
    Calmund: Ich könnte ein ganzes Buch schreiben voll mit Argumenten, warum es so bleiben soll, wie es ist. Und dann könnte ich im nächsten Moment ein zweites Buch schreiben, wo ich begründe, warum die Regel abgeschafft werden sollte. Sagen wir so: Wenn Sie international konkurrenzfähig sein wollen, wieder näher an die anderen europäischen Klubs kommen wollen, dann müssen Sie das zweite Buch lesen. Deutschland ist eben ein Fußball-Land, wir haben die schönsten Stadien der Welt hat und die sind auch voll. Damit ist die Infrastruktur in Deutschland natürlich auch für Investoren interessant.


    Und in welchem Fall müsste ich das erste Buch lesen?
    Calmund: Das ist ja der Stand der Dinge, so sieht bei uns der Binnenmarkt aus. Aber das will keiner. Die Leute gucken doch nur: „Kommt Bayern München nächste Woche weiter in der Champions League?“ Wir leben in einer globalisierten Welt, da will man auch im internationalen Vergleich seine Erfolge haben. Da wird man auf kurz oder lang das zweite Buch lesen müssen.


    Sie haben 2004 Ihr Amt bei Bayer Leverkusen niedergelegt. Im nächsten Jahr wird Uli Hoeneß als Manager beim FC Bayern abdanken - gehen der Bundesliga damit langsam die Typen aus?
    Calmund: Das sagen ja viele. Erst Assauer, dann ich, jetzt Hoeneß. Aber die jungen Leute, die nachgekommen sind, machen einen hervorragenden Job und die Zeiten haben sich verändert. Die Vereine sind immer mehr Kapitalgesellschaften geworden. Und auch bei mir war die letzten zehn Jahre bei Bayer die One-man-Show lange vorbei. Da hatte ich immer zehn Mitarbeiter, die in ihren Fachgebieten besser waren als ich. Ich wusste zwar, wie der Hase hüpft und wie das alles zusammenpasst, aber erfolgreich konntest du nur sein, wenn du in deinem Verein die entsprechenden Mitarbeiter hast. Du brauchst Marketingexperten, Juristen, Finanzexperten – also die Herren mit Nadelstreifenanzug und Rama in den Haaren. Aber du brauchst auch Fußballverstand. Ich hatte beides, ich habe Betriebswirtschaft studiert und ich hatte Stallgeruch.


    Ihre Autobiographie trägt den Titel „fußballbekloppt“. Was soll der Titel bedeuten?
    Calmund: Ich bin fußballbekloppt oder besser gesagt: positiv bekloppt. Ich glaube, wenn man Erfolg haben will – egal in welchem Bereich –, dann muss man positiv bekloppt sein. Da kann man nicht einfach abends nach hause gehen und dann kommt der normale Familienalltag. Wenn man etwas bewegen will, ob in der Politik, in der Wirtschaft oder im Fußball, dann muss man mehr arbeiten als andere. Du musst mehr trainieren, mehr Termine machen, das lässt sich mit einem normalen Tagesrhythmus nicht vereinbaren. Wenn man erfolgreich sein will, muss man bekloppt sein und ich bin eben fußballbekloppt. Fußball ist mein Leben, ich hab ihm viel zu verdanken und ich werde dem ihm auch verbunden bleiben.


    Wenn jemand mit einer Autobiographie sein Leben noch einmal Revue passieren lässt, fragt man sich natürlich: Kommt als nächstes der Ruhestand?
    Calmund: Ich hab mal gesagt, dass ich 90 Jahre alt werden will. Ein Fußballspiel dauert ja auch 90 Minuten – insofern wäre ich jetzt gerade in der 60. Minute. Und die letzten 30 Minuten will ich mit sehr viel Lebensqualität genießen. Nicht verletzt werden, nicht ausgewechselt werden, keine gelbe oder rote Karte kriegen und das Ganze vernünftig über die Runden bringen.


    Also werden Sie jetzt doch ein bisschen kürzer treten?
    Calmund: Das ist bei mir schwer. Ich hab ja gedacht, nach dem Rücktritt bei Bayer, dass ich mit Heckenschneiden und Rosenzüchten etwas zur Ruhe komme. Aber das ist kein Hobby für mich, das hat nicht geklappt. Ich hab dann „Big Boss“ (RTL) gemacht und ein paar andere Fernsehsachen... Ich bin immer noch sehr eingespannt. Aber ich habe jetzt das Glück, dass ich die Dinge gemeinsam mit meiner Frau machen kann. Und der Erwartungsdruck von früher, der ist jetzt weg. Der Stress ist noch da, aber mit dem kann ich sehr gut umgehen.


    22. Dezember 2008 | Interview: Laura Koschorek


    http://planet-interview.de/int…ner-calmund-22122008.html

  • Calli schrumpft auf XL


    VON ROMAN ZILLES


    Zum 60. Geburtstag schenkte sich Reiner Calmund keine Yacht oder ein Verwöhnwochenende beim Sternekoch. Calli verordnete sich eine Diät unter professioneller Aufsicht, unter anderem von Extremsportler Joey Kelly. Und es wirkt.


    Wer sich auf seiner Internet-Seite einen Überblick verschaffen will, der wird begrüßt von „Callis Fitometer“. Was die gelben, roten und violetten Balken, die sich zwischen Skalenwerten von null bis zehn im Zick-Zack hin und her bewegen, über Stimmung, Training und Ernährung im Detail aussagen sollen, erschließt sich so schnell nicht. Aber darauf kommt es nun wirklich nicht an. Denn viel wichtiger ist die Zahl darüber: Dort prangt – weiß auf tiefrotem Hintergrund – das Gewicht: Von über 160 auf unter 140 Kilogramm in vier Monaten.


    Das ist die Zwischenbilanz von Reiner Calmunds Speck-weg-Aktion „Iron Calli“. Er will sich von den Pfunden trennen, die er sich vornehmlich in seinen Jahrzehnten als Bayer 04-Manager auf die Hüften gefuttert hat. Er ging immer offensiv mit seiner markanten Leibesfülle um und betonte stets, dass er selbst – und kein Gen-Defekt oder schwere Knochen – daran schuld sei. Also nimmt der 60-Jährige sich nun auch selbst in die Pflicht, um für mehr Qualität in seinem letzten Lebens-Drittel zu sorgen.


    1,5 Prozent Steigung


    Auf dem Weg vom XXL- zum XL-Manager hat er eine fünfköpfige „Calli-Family“ aus Trainern, medizinischen Betreuern und Ernährungsberatern zusammengestellt, deren Oberhaupt der Musiker Joey Kelly ist. Sie schrauben an einem idealeren Gewicht bei Reiner Calmund („Mein Traum sind 120 Kilo“), setzen ihm morgens ein Müsli, mittags auch mal nur eine Flasche Mineralwasser, aber dafür abends dann einen Teller Pasta mit Olivenöl, Knoblauch und frischem Chili vor. Zusätzlich steigt Calmund aufs Laufband und absolviert dort Ausdauertraining: eine Stunde Bewegung mit 5,2 Stundenkilometern bei 1,5 Prozent Steigung.


    Mit solcherlei Informationen füllt Calli seine Webseite. Was mancher Übergewichtige sich selbst nicht mal eingestehen würde, teilt er allen mit, die es wissen möchten oder sich nur auf seine Webseite verirrt haben. Schließlich wäre Reiner Calmund nicht Reiner Calmund, würde er im stillen Kämmerlein Sport treiben und Gemüse knabbern. An seiner Diät darf sich die ganze Nation satt sehen. Den Erfolgen der zunächst auf ein Jahr angelegten Aktion wird auch regelmäßig Sendezeit im Privatfernsehen eingeräumt. Selbst Iron-Calli-Fan-Artikel gibt es längst zu kaufen.


    Das emsige Pfunde-Bienchen


    Der Absatz dürfte sich in den kommenden Monaten steigern. Schließlich steuert Callis Purzelnde-Pfunde-Projekt auf seinen vorläufigen Höhepunkt zu: Am 17. Mai 2009 dürfte er die vergleichsweise hageren Mitläufer beim Ruhrgebiets-Marathon aus dem Rampenlicht drängen. Als Nordic-Walker will Calmund über die Halbmarathon-Distanz starten. Trainer Joey Kelly, der seinem Schützling Windschatten geben wird, verrät, dass „Calli trainiert wie eine emsige Biene“.


    Wenn Calmund danach noch Luft und Laune hat, kann er sich beim Leverkusener Halbmarathon anmelden. Der findet drei Wochen später statt.


    INFO
    Ein studierter Mann
    In der Volksschule war Reiner Calmund einer der dünnsten Schüler. Einer, der zwar „fußballbekloppt“ ist (so der Titel seiner Autobiografie), aber nicht ausschließlich: Calli absolvierte eine Ausbildung zum Außenhandelskaufmann und studierte Betriebswirtschaft.
    http://www.iron-calli.de



    RP ONLINE

  • Zitat

    Original von Rüdiger Vollborn 27
    Warum muss er sich ständig zu Wort melden, wie jetzt mit Rudi Völler.
    Er sollte sich lieber etwas zurücknehmen.


    warum hat er hier im "aktiven"-Bereich, noch nen eignen Thread

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)