Formel 1-Saison 2008

  • Der Grand Prix von Australien auf dem Albert Park Circuit


    Saisonauftakt in Melbourne


    Am Wochenende startet die Formel 1 in die Rennsaison 2008. Traditionell findet der Auftakt wieder mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne statt. Die Fahrer müssen auf dem 5,303 km langen Kurs insgesamt 58 Runden drehen, die Renndistanz beträgt rund 307,5 Kilometer. Im vergangenen Jahr triumphierte Kimi Räikkönen auf Ferrari - und legte den Grundstein zum späteren WM-Titel!


    Der erste Grand Prix der Formel-1-Saison 2007 wird am Sonntag, den 16. März 2008, im australischen Melbourne gestartet. Begann die Saison 2007 noch um 4 Uhr MESZ, so können die Fans in Deutschland diesmal anderthalb Stunden länger schlafen. An diesem Sonntag erlöschen die roten Ampeln erst um 15.30 Uhr Ortszeit und nicht wie sonst üblich um 14 Uhr. Damit wird der Start nach deutscher Zeit um 5.30 Uhr freigegeben.


    Rekordsieger in Australien ist Michael Schumacher, der in den Jahren 2000, 2001, 2002 und 2004 triumphierte. Alain Prost, Ayrton Senna, Gerhard Berger, Damon Hill und David Coulthard trugen sich jeweils zweimal in die Siegerliste ein.


    2004 stellte Michael Schumacher auch den heute noch gültigen Streckenrekord auf. Mit seinem Ferrari benötigte er bei seinem vierten Triumph in Melbourne 1:24,125 Minuten für die schnellste Umrundung und erreichte dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 226,933 km/h.


    Historischer Rückblick


    Das erste Rennen in Melbourne fand 1996 statt, zuvor wurden die australischen Grand Prixes immer in Adelaide (1985 bis 1995) ausgetragen. Seit dem Wechsel 1996 fand jeweils das Saison-Eröffnungsrennen in Melbourne statt. Lediglich 2006 wurde mit der Tradition gebrochen. Wegen der Commonwealth Games stand Melbourne ausnahmsweise auf Platz drei im Rennkalender.


    Der Kurs liegt etwas außerhalb des Zentrums im Stadtteil Albert Park. Die Formel-1-Piloten drehen ihre 58 Runden im Uhrzeigersinn um einen See in der gleichnamigen Parkanlage Albert Park.


    Der Kurs in Melbourne ist keine permanente Rennstrecke, sondern wird extra für das GP-Wochenende aufgebaut. In den restlichen Monaten sind auf den Straßen rund um den Albert-Park-See normale Fahrzeuge unterwegs. Deshalb ist der Fahrbahnbelag vor den ersten freien Trainings immer sehr schmutzig, die Strecke wird erst nach einigen Trainings-Sessions sauberer und damit schneller. Ein Umstand, der bei der Abstimmung der Boliden nicht vernachlässigt werden darf.


    Das Rennen 2006


    Der GP auf dem Albert Park Circuit bot im vergangenen Jahr alles, was das Racer-Herz begehrt. Vom Crash Massas kurz nach dem Start bis zum bitteren Ende von Pole-Setter Jenson Button in der letzten Kurve lieferte das Rennen in "Down Under" großen Rennsport. Weltmeister Fernando Alonso feierte letztlich seinen zweiten Saisonsieg. Nach vier Safety-Car-Phasen kletterten Kimi Räikkönen und Ralf Schumacher mit aufs Podium. Michael Schumacher schied aus. Großes Pech hatte Jenson Button.


    Rekord-Weltmeister Michael Schumacher schied nach einem Unfall mit seinem Ferrari in der 33. Runde aus. Der siebenmalige Champion ging nach verkorkster Qualifikation nur als Zehnter ins Rennen, entschied sich für die härtere Reifenmischung und volle Tanks. Diese Strategie erwies sich schon nach kurzer Zeit bei relativ kühlen Witterungsbedingungen als nicht konkurrenzfähig.


    In den letzten drei Runden des Rennens sog sich Renault-Pilot Giancarlo Fisichella - der in der Startaufstellung stehen geblieben war, eine zweite Einführungsrunde nötig machte und aus der Boxengasse startete - dicht an Jenson Button an. Der britische Pole-Setter wehrte sich vehement wie erfolgreich gegen die Angriffe des Italieners, ehe sein Motor in der letzten Kurve in Rauch und Feuer aufging. Der Honda blieb 50 Meter vor der Ziellinie stehen, Button fiel zurück auf Platz zehn und ging leer aus.


    Das Rennen 2007


    Im vergangenen Jahr feierte Kimi Räikkönen nach seinem Wechsel von McLaren-Mercedes zu Ferrari gleich im ersten Rennen seinen ersten Sieg. Zweiter wurde der damals amtierende Weltmeister Fernando Alonso vor Newcomer und McLaren-Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton und Nick Heidfeld auf BMW Sauber. Ferrari-Pilot Massa fuhr von Startplatz 22 auf Rang sechs, dicht hinter Fisichella (Renault). Nico Rosberg (Williams) als Siebter und Ralf Schumacher(Toyota) dahinter kamen in die Punkteränge.


    Die Rennstrecke


    Der Kurs in Melbourne erfordert bei der Abstimmung des Autos einen guten Kompromiss. Wegen der vielen unterschiedlichen Streckenpassagen dürfen die Ingenieure die Flügel nicht zu steil stellen, da sonst bei den schnellen Schikanen oder den Vollgas-Passagen der Speed fehlt. Andererseits gibt es einige Passagen, wo der Abtrieb entscheidend ist. Wegen der staubigen Piste bietet der Albert Park wenig Haftung, die Reifen müssen hier Schwerstarbeit verrichten. Nicht zuletzt deshalb greifen die Teams auf dieser Strecke auf weichere Reifenmischungen zurück.


    Der Kurs hat einfache Kurven und ist fahrerisch nicht sehr anspruchsvoll. Gleich nach der Start/Ziel-Geraden geht es in eine engere Rechtskurve, wo sich meist der Verkehr etwas staut. Oft kracht es an dieser Stelle schon nach wenigen Sekunden.


    10.03.2008, 13:27


    kicker-online

  • Das ist neu in der Formel 1-Saison 2008


    ERSTELLT 10.03.08, 12:59h, AKTUALISIERT 10.03.08, 13:45h


    FAHRER: Vier Fahrer feiern ihre Premiere als Stammpilot. Die größte "Erfahrung" hat GP2-Pilot Timo Glock (Wersau/Toyota), der 2004 schon vier Rennen fuhr und bei seinem Debüt sogar zwei WM-Punkte holte. Kazui Nakajima (Japan/Williams-Toyota) war schon beim Saisonfinale 2007 im Einsatz. Ihr erstes Rennen in der Formel 1 fahren in Melbourne Nelson Piquet jr. (Brasilien/Renault) und der viermalige US-Cart-Champion Sebastien Bourdais (Frankreich/Toro-Rosso-Ferrari).


    TEAM: Nach Jordan, Midland und Spyker jetzt Force India: Das Team von Adrian Sutil (Gräfelfing) tritt mit dem vierten Besitzer in vier Jahren an. Das Engagement des Milliardärs Vijay Mallya, des ersten Rennstall-Besitzers aus Indien, soll aber langfristig sein. 2010 soll das erste Rennen auf dem Subkontinent stattfinden.


    RENNEN: In Singapur wird die Formel 1 erstmals in ihrer Geschichte ein Nachtrennen austragen. Die Strecke soll dabei taghell ausgeleuchtet werden. Ebenso neu im Kalender wie der asiatische Stadtstaat ist Valencia - gefahren wird jeweils auf Stadtkursen.


    REGELN: Keine Traktionskontrolle und Startautomatik mehr: Das ist die wichtigste Regeländerung für die neue Saison. Erreicht hat der Automobil-Weltverband FIA die Kontrollierbarkeit dieses Verbots durch die Einführung einer Standard-Elektronik für alle Teams.


    SCHUMACHER: Erstmals nach 16 Jahren ist die Formel 1 wieder Schumacher-freie Zone. Ein Jahr nach dem Rücktritt von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher hat sich Ende 2007 auch dessen jüngerer Bruder Ralf aus der Königsklasse verabschiedet. Nicht ganz freiwillig, da er nach der Trennung von Toyota keinen neuen Job in der Formel 1 fand. 2008 gibt "Schumi II" Gas in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). (sid)

    http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1205103868404




    Wieder Ferrari gegen McLaren


    ERSTELLT 10.03.08, 12:26h, AKTUALISIERT 10.03.08, 12:28h


    Melbourne - Als Favorit auf den Fahrer-Titel gilt Scuderia- Pilot und Weltmeister Kimi Räikkönen. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa vor dem Saisonauftakt in Melbourne. Lediglich Ferrari, Renault und Super Aguri wollten keinen Tipp abgeben.


    Auch die deutschen Fahrer erwarten, dass die Roten knapp vor den Silbernen liegen werden. «Ich vermute, dass Ferrari vorn ist vor McLaren-Mercedes», sagte BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld. «Ferrari sieht wieder sehr gut aus, eher wieder mit Räikkönen als mit (Felipe) Massa», pflichtete Toyota-Neuzugang Timo Glock bei. Force-India- Fahrer Adrian Sutil tippt auch eher auf Räikkönen als auf seinen Kumpel und Vizeweltmeister Lewis Hamilton von McLaren-Mercedes: Ich setzte auf Kimi. Ferrari war Ende 2007 das absolut beste Team. Und ich traue ihnen zu, das 2008 fortzusetzen», sagte der Gräfelfinger im «Kicker». «Ich hoffe, dass das Siegerteam am Jahresende Vodafone McLaren Mercedes heißt, weil wir die beste Arbeit abgeliefert haben», meinte indes Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.


    «Basierend auf den Winter-Tests sehen Kimi Räikkönen und Ferrari am stärksten aus», analysierte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Amtskollege Franz Tost vom Schwesterrennstall Toro Rosso ist derselben Meinung. «Kimi Räikkönen mit Ferrari, weil sie das beste Paket haben», lautete sein WM-Tipp. Auch Force-India-Teamchef Colin Kolles sieht Räikkönen und die «Roten» vorn. «Sie waren 2007 stark und ich denke, dass sie keine Veränderungen vorgenommen haben, die das beeinträchtigen.» Allerdings verwundern die Tipps von Kolles und Tost nicht: In ihren Autos stecken Ferrari-Motoren.


    Mit einem Vorsprung für die Scuderia zumindest zum Auftakt der 18 Rennen umfassenden WM rechnet auch Heidfeld-Teamkollege Robert Kubica. «Ferrari ist jetzt vorn», sagte der Pole, nicht ohne einzuschränken: «Aber im vergangenen Jahr in Bahrain sah es auch so aus, als seien sie von einem anderen Planeten, und im zweiten Rennen in Malaysia war McLaren-Mercedes schon vor ihnen.» Der Chef des deutsch-polnischen Piloten-Gespanns, Mario Theissen, wollte sich dagegen nicht festlegen und meinte auf die Frage nach dem Weltmeister: «Der Fahrer, der am Ende die meisten Punkte hat.»


    Beim ehemaligen BMW-Partner Williams hielt sich Teamchef Frank Williams bei einem Piloten-Tipp ebenfalls zurück. Für die Teamwertung sagte er voraus: «Die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft werden Ferrari und McLaren-Mercedes unter sich ausmachen.» Von Honda hieß es: «Es sieht so aus, dass es wie im Vorjahr einen engen und aufregenden Kampf zwischen den Top-Teams geben wird.» Tadashi Yamashina von Hondas japanischem Rivalen Toyota hielt sich bedeckt: «Ich denke, dass es sehr schwer ist vorherzusagen nur anhand der Winter-Tests.»


    Sein Fahrer Jarno Trulli gab hingegen eine klare Prognose ab. «Für mich sind die allen anderen voraus», sagte er jüngst auf der Homepage des Magazins «Motorsport-aktuell» über Ferrari. Die Silberpfeile mit Hamilton und Neuzugang Heikki Kovalainen halte er für «sehr konkurrenzfähig, wenn auch nicht ganz auf dem hohen Niveau von Ferrari.» (dpa)

    http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1203598647380

  • Noch fünf Tage bis zum Saisonstart


    Alles Ferrari oder was?


    Sie waren die Schnellsten beim Testen. Und blieben als einziges Spitzenteam ohne Fahrerwechsel. Der 28-jährige finnische Weltmeister Kimi Räikkönen startet die Unternehmung Titelverteidigung unter besten Bedingungen. Woher droht ihm überhaupt Gefahr? Am Sonntag werden die Karten auf den Tisch gelegt, wenn die Saison traditionell mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne eröffnet wird.


    Geht das ewige Duell zwischen Ferrari und McLaren-Mercedes in die nächste Runde? Oder wird die Formel-1-Saison 2008 zur Soloshow der Italiener, gerade wie zu den größten Schumi-Zeiten? Behält FIA-Präsident Max Mosley (67) recht? Er prophezeit im Formel-1-Sonderheft des kicker: "Dieses Jahr können nicht mehr nur zwei, sondern fünf Teams mindestens je ein Rennen gewinnen!"


    Dies wäre in der Tat eine dramatische Vision, die Mosley da vor dem Saisonstart am 16. März in Melbourne vor Augen hat: "BMW war schon 2007 sehr nahe dran am ersten Sieg. Auch Renault mit Alonso wird wieder stark, Williams kann überraschen - für Honda ist es noch etwas zu früh. Aber wir werden, seit Ross Brawn dort dabei ist, sicher Verbesserungen sehen. Und genauso kann man Sensationen nicht ausschließen - passieren kann immer was, vor allem, wenn es regnet." Zu einer gewissen Vielfalt auf dem Podium beitragen könnte vor allem der ab sofort gültige Wegfall der Traktionskontrolle.


    Alonso contra Coulthard


    Dass die Starpiloten, immerhin die besten Autofahrer der Welt, ins Rutschen oder Schleudern geraten könnten, irritierte als Ersten den einstigen Vizeweltmeister und inzwischen mit 36 Jahren zum Formel-1-Senior gewordenen David Coulthard. "Das Schlimmste, was passieren kann, ist stehendes Wasser bei Höchstgeschwindigkeit", verweist der Schotte auf das Zusatzrisiko bei Regenrennen. Mosley aber gibt eher Ex-Weltmeister Fernando Alonso (26) recht: "Er hat gesagt, nach drei Rennen wird das Thema vergessen sein und dann redet kein Mensch mehr darüber."


    Aber vielleicht über neue Sieger? Über den ersten spannenden Dreikampf seit 2003, als Williams, Ferrari und McLaren jeden zweiten Sonntag verbissen um den Titel fighteten? Wenn Mosleys Vorahnung eintritt, könnten die deutschen Formel-1-Fans erstmals seit der Schumi-Ära wieder Siege bejubeln.


    Historische Chance für Heidfeld


    Nick Heidfeld (30) wäre der erste deutsche Rennfahrer überhaupt, der mit einem deutschen Auto plus deutschem Motor einen Weltmeisterschafts-GP gewinnt - dies wäre für BMW, zumal mit dem Blick zum Stuttgarter Konkurrenten, eine wahre Sternstunde. Die Münchner Chefetage hat für 2008 einen Sieg befohlen - Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen (55) hat die Bitte an seinen Technischen Direktor weitergeleitet.


    Wo am ehesten könnte es gelingen? "Von der Strecke her haben wir in Montreal die größte Chance", glaubt Willy Rampf (54). Optimismus versprüht auch Dr. Theissen: "Wir haben 2007 ab dem Sommer unseren Rückstand auf Ferrari und McLaren in etwa gleich gehalten", blickt er in den Rückspiegel. "Das beweist, dass wir gut und richtig entwickelt haben." Wie auch jetzt über den Winter - nach allerdings mühsamem Beginn und einiger Kritik von Nick Heidfeld. "Wir haben uns seit dem Roll-out in Valencia enorm gesteigert", räumt er nun ein, "aber es war für uns Piloten schon lange nicht mehr so schwierig, sich eine Meinung über die wahren Kräfteverhältnisse in der Formel 1 zu bilden. Die Testergebnisse der großen Teams waren dazu einfach zu unterschiedlich." Riecht das also doch nach lediglich einem Zweikampf? Am verrücktesten jedenfalls wäre, wenn sich Nico Rosberg (22) in die Ehrentafel mit Graham und Damon Hill sowie Gilles und Jacques Villeneuve einreihen könnte: als Grand-Prix-Sieger aus ein und derselben Familie, wie der Vater, so der Sohn.


    Räikkönen aus Ascaris Spuren?


    Realistischer freilich scheint vorläufig, dass andere Geschichte schreiben: Lewis Hamilton (23) etwa als erster McLaren-Mercedes-Weltmeister in diesem Jahrhundert, als erster Farbiger und immer noch jüngster Fahrer aller Zeiten. Oder Kimi Räikkönen als einer der wenigen Ferrari-Doppelweltmeister?


    "Wenn ich mir die Ferrari auf der Strecke anschaue, ist das deprimierend für uns" Jarno Trulli, Toyota-Pilot


    Vom Abonnementschampion Schumacher abgesehen, hatte Ferrari in 56 Jahren nur zwei Zweifach-Weltmeister: Alberto Ascari (1952, 1953) und Niki Lauda (1975, 1977). Alle anderen holten nur je einen Titel nach Maranello, inklusive des großen Juan Manuel Fangio (gest. 1995). Der jedoch hält noch heute einen Rekord, den er 1954 und 1957 mit Maserati aufstellte: Er ist der einzige Weltmeister, der sein Team verließ (zu Mercedes), zurückkam und nochmals den Titel gewann.


    Briatores frühes Liebeswerben


    Nicht weniger als das ist die große Herausforderung für Fer- nando Alonso! "Adios, amigo", hätte man in Stuttgart am liebsten schon im Sommer dem ungeliebten Spanier zugerufen. Jetzt aber heißt der Text zum neuen Hit: "Love is wonderful the second time around." Auch wenn die Worte über eine aufgewärmte Beziehung keinem französischen Chanson entstammen, treffen sie dennoch auf die Kombination aus Alonso und Re nault zu. Vorwärts in die Vergangenheit? Zurück in die Zukunft? Teamchef Flavio Briatore (58) verrät dem kicker, wann er erstmals mit Alonso über sein Renault-Comeback gesprochen hat. Keineswegs erst nach dem Riesenwirbel von Budapest im August oder den FIA-Urteilen im Spionageprozess im September: "Nein - das war schon beim ersten Grand Prix des Jahres in Melbourne, im Hotel - und sogar noch vor dem Rennen!"


    Jetzt genießt Alonso wieder Renault-Atmosphäre, "als wäre ich nie weg gewesen". Briatore findet sogar: "Er ist wieder glücklich und sogar noch motivierter als früher."


    Die unverzeihlichen Pfiffe und rassistischen Schmährufe gegen Lewis Hamilton bei den Testfahrten in Barcelona sind zwar verklungen - aber sie gellten Hamilton noch in den Ohren, als er bei einem Besuch der Karibikinsel Grenada, von der seine Großeltern stammen, als "Ambassador" ausgezeichnet wurde. "Die ganze Insel liebt dich und ist stolz auf dich!", stand dort auf Plakaten zu lesen. Der farbige Lewis und der von Renault zu McLaren-Mercedes gestoßene Finne Heikki Kovalainen sind möglicherweise nicht Feuer und Eis, aber allemal ein toller Mix.


    "Winter-Weltmeister" Ferrari


    Ferrari setzt auch 2008 auf sein bewährtes Rezept der Kontinuität und ist das einzige Spitzenteam, das sein Fahrerduo nicht verändert hat. Wird sích Weltmeister Kimi Räikkönen für Felipes Massas Schützenhilfe 2007 bedanken? Und gilt auch in dieser Saison die Jahrzehnte andauernde Tradition, dass Ferrari nach jeder größeren Reglementsänderung mit den neuen Regeln besser und schneller zurechtkommt als die Konkurrenz? Der "Winter-Weltmeister" heißt jedenfalls - wie fast jedes Jahr - Ferrari.


    Die teils reformierte Scuderia hatte sich zum wichtigsten Test auf der Wüstenrennstrecke Bahrain versteckt, zusammen mit Toyota. Dabei zeigte sich Toyota-Konkurrent Jarno Trulli von Ferraris "neuer Göttin", dem F2008, tief beeindruckt: "Ich habe Räikkönen und Massa genau beobachtet. Wenn ich mir die Ferrari auf der Strecke anschaue, ist das deprimierend für uns. Kimi und Felipe können bremsen, wann sie wollen, aber sie können noch dazu so früh aufs Gas steigen, wie sie wollen. Ich muss da immer sehr aufpassen, seit wir keine Traktionskontrolle mehr haben."


    Trulli ist - wie so viele - "überzeugt, dass Ferrari die ersten Rennen dominieren wird", wenn sich in den letzten Tagen vor dem Auftakt nichts Dramatisches mehr geändert hat. Die Ferrari waren nicht selten eine halbe Sekunde pro Runde schneller als McLaren.


    Heinz Prüller


    11.03.2008, 09:59
    kicker-online

  • Qualifying: Räikkönen nur auf Rang 16!


    Pole für Lewis Hamilton


    Das erste Qualifying der Saison 2008 begann mit einem Paukenschlag. Während sich Vizeweltmeister Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes die Pole Position für Sonntag (LIVE!-Ticker ab 5.15 Uhr) in Melbourne sicherte, startet Weltmeister Kimi Räikkönen im Ferrari nur von Platz 16. Die größte Überraschung gelang aber Robert Kubica, der im BMW Sauber nur knapp Pole verpasste.


    Kubica drehte im dritten Qualifikationsabschnitt eine hervorragende Runde, rutschte jedoch in der schnellen Rechtskurve zu Beginn des dritten Sektors von der Strecke und ließ hier wohl Startplatz eins liegen. Lewis Hamilton (1:26,714 Minuten) unterbot die Zeit des Polen noch um 0,155 Sekunden.


    Bittere Enttäuschung für die Scuderia


    Für Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen war das Qualifying bereits nach dem ersten Abschnitt beendet. Der Finne musste seinen Boliden wegen Öldruckverlustes in der Boxengasse abstellen, schaffte den Weg zurück an die Box nicht mehr aus eigener Kraft und wurde als 16. gewertet. "Natürlich bin ich enttäuscht", sagte der Champion, den die kaputte elektronische Öl-Pumpe bremste. "Das ist defintiv nicht das Ergebnis, wie wir es uns vorgestellt haben", redete auch Teamchef Stefano Domenicali Tacheles. Auch der vierte Platz des Brasilianers Felipe Massa war alles andere als optimal für die Scuderia.


    Nicht viel besser als Räikkönen erging es Red-Bull-Pilot Mark Webber. Ein Bremsdefekt kostete den Australier beim Heimspiel eine bessere Startposition und zwang ihn ins Kiesbett. Er steht als 15. neben Räikkönen in der achten Startreihe.


    McLaren-Neuzugang Heikki Kovalainen komplettierte als Dritter den klasse Auftritt der "Silbernen" und verwies eben Felipe Massa im zweiten Ferrari auf Rang vier.


    Heidfeld bester Deutscher


    Bester Deutscher war am Samstag im "runderneuerten" Qualifying Nick Heidfeld, der seinen BMW Sauber auf Platz fünf pilotierte. Der Kampf der besten 10 Fahrer um die Pole Position dauert nur noch 10 statt zuvor 15 Minuten. Dafür wurde der erste Teil des Qualifyings von 15 auf 20 Minuten verlängert. Zudem entfällt die Möglichkeit, nach der Qualifikation noch einmal das im letzten Durchgang verbrauchte Benzin nachzutanken, so dass die Fahrer mit dem Tankinhalt nach Ende der Qualifikation ins Rennen gehen müssen.


    Den fast durchweg starken Auftritt der insgesamt fünf deutschen Fahrer rundeten auf dem 5,303 Kilometer langen Kurs im Albert Park von Melbourne Nico Rosberg aus Wiesbaden im Williams-Toyota als Siebter, Timo Glock aus Wersau im Toyota als Neunter und Sebastian Vettel im Toro Rosso als Zehnter ab. Der Heppenheimer fuhr im dritten Abschnitt keine gezeitete Runde mehr. 19. in der Qualifikation wurde Adrian Sutil aus Gräfelfing im Force India.


    Glock zweimal zurückversetzt!


    Für Timo Glock aber kam es knüppeldick: Vor dem Zeittraining musste das Getriebe in seinem Wagen gewechselt werden. Der 25-Jährige wurde in der Startaufstellung um fünf Startplätze nach hinten versetzt. Weitere fünf Plätze büßte er ein, weil er von der FIA nach dem Qualifying bestraft wurde: Glock habe Red-Bull-Fahrer Mark Webber behindert.


    Renault hinkt hinterher


    Enttäuschend verlief das Qualifying für Renault. Der zweimalige Champion Fernando Alonso verpasste einen Platz unter den ersten Zehn in der Startaufstellung. Der Spanier schied als Zwölfter im zweiten Abschnitt der Qualifikation mit seinem Renault aus. Sein Kommentar: "Ich bin sicher, dass wir im Rennen zurückschlagen können." Alonsos neuer Teamkollege, Formel-1-Neuling Nelson Piquet jr., kam nicht über den vorletzten Platz hinaus.


    Startaufstellung
    Platz Fahrer Team Zeit
    1 L. Hamilton McLaren-Mercedes
    2 R. Kubica BMW-Sauber F1 Team
    3 H. Kovalainen McLaren-Mercedes
    4 F. Massa Ferrari
    5 N. Heidfeld BMW-Sauber F1 Team
    6 J. Trulli Toyota
    7 N. Rosberg Williams F1-Team
    8 D. Coulthard Red Bull Racing
    9 S. Vettel Scuderia Toro Rosso
    10 R. Barrichello Honda Racing F1 Team
    11 F. Alonso Renault
    12 J. Button Honda Racing F1 Team
    13 K. Nakajima Williams F1-Team
    14 M. Webber Red Bull Racing
    15 K. Räikkönen Ferrari
    16 G. Fisichella Force India
    17 Bourdais Scuderia Toro Rosso
    18 A. Sutil Force India
    19 T. Glock Toyota
    20 T. Sato Super-Aguri
    21 N. Piquet jr. Renault
    22 A. Davidson Super-Aguri


    15.03.2008, 09:48


    kicker-online

  • Podium für Heidfeld und Rosberg


    Hamilton triumphiert Down Under


    Was für Auftakt in die neue F1-Saison! Drei Safety-Car-Phasen, 15 Ausfälle, eine Nullnummer für Weltmeister Ferrari und Kimi Räikkönen! Über allem triumphierte McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton, der einen ungefährdeten Start-Zielsieg feierte. BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld und Williams-Toyota-Fahrer Nico Rosberg folgten dem Briten aufs Podium.


    Riesenjubel im Lager der "Silbernen", Enttäuschung und Ernüchterung bei den "Roten". McLaren-Mercedes feiert mit Lewis Hamilton einen überzeugenden Sieg beim Grand Prix von Melbourne, während bei Ferrari nahezu alles schief lief. Einziger Wermutstropfen im britisch-schwäbischen Rennstall: Durch die dritte Safety-Car-Phase verpassten die "Silberpfeile" einen lange Zeit sicher geglaubten Doppelsieg, Heikki Kovalainen landete am Ende auf Rang fünf. Vierter wurde der zweimalige Champion Fernando Alonso aus Spanien im Renault


    Rosbergs erstes Podium!


    Einen super Saisoneinstand gab es auch für Nick Heidfeld und Nico Rosberg, die Hamilton aufs Podium folgten. Für Williams-Pilot Rosberg war es der erste Sprung aufs Treppchen überhaupt.


    Für die anderen deutschen Fahrer verlief das Rennen dagegen nicht nach Wunsch. Sebastian Vettel schied im Toro-Rosso-Ferrari schon in der ersten Kurve nach einer Kollision aus. Timo Glocks Premiere bei Toyota war nach einem heftigen Abflug 15 Runden vor Schluss zu Ende. Erst wurde er ein wenig aus der Kurve getragen, kam ins Gras. Dann sprang der Bolide über einen Hügel, das Auto war unkontrollierbar und krachte in die Mauer! Glock verletzte sich aber nur leicht an der rechten Hand. Adrian Sutil musste derweil seinen Force-India-Ferrari wegen eines Hydraulikschadens vorzeitig abschalten.


    "Lotteriespiel mit den Safety-Car-Phasen"


    "Ich fühle mich fantastisch. Ich danke meinem Team für ein tolles Auto und eine perfekte Strategie. Ich bin überglücklich für alle, die so hart gearbeitet haben", meinte der Brite Hamilton. Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sprach von einem "Traumstart": "All unsere harte Arbeit hätte nicht besser belohnt werden können." Sein BMW-Kollege Dr. Mario Theissen, der nur den Ausfall von Robert Kubica zu bedauern hatte, meinte: "Das war ein Lotteriespiel mit den Safety-Car-Phasen. Für Nick hat es gut gepasst. Es war ein echtes Strategiespiel. Platz zwei war das Beste, was wir rausholen konnten."


    Hamilton dagegen erwischte einen Auftakt nach Maß. Vom Start weg diktierte er das Rennen. Er siegte nach 58 Runden auf dem 5,303 Kilometer langen Kurs und 307,574 Kilometer in 1:34:50:616 Stunden und hatte 5,478 Sekunden Vorsprung auf Heidfeld. "Wir sind begeistert, dass wir vorne sind. Schade, dass es nicht auch mit Platz zwei geklappt hat", sagte McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis.


    Der große Verlierer war Ferrari. Weltmeister Räikkönen war nach der missglückten Qualifikation nur von Platz 15 ins Rennen gegangen. Der Finne konnte sich zwar bis auf den dritten Rang vorarbeiten. Doch bei Überholmanövern gegen seinen Landsmann Kovalainen in der 29. und später gegen Toyota-Fahrer Glock in der 44. Runde landete er jeweils neben der Strecke und schied in der 55. Runde aus. Nicht viel besser erging es Teamkollege Massa. Erst rutschte der Brasilianer in der ersten Runde von der Strecke, in der 31. Runde blieb sein Auto mit Problemen stehen, nachdem er zuvor den Red Bull von David Coulthard "abgeschossen" hatte.


    Am Ende waren nach zahlreichen Crashs, Abflügen, Überholmanövern und Safety-Car-Phasen nur sieben Fahrer ins Ziel gekommen, neun wurden gewertet. Der GP von Australien machte Appetit auf mehr. In einer Woche geht's weiter mit dem Großen Preis von Malaysia!


    * Die Fahrerwertung


    * Die Teamwertung


    16.03.2008, 07:12


    kicker-online

  • Endlich heulen wieder die Motoren. :D Eine kurze Nacht war es. *gähn*.
    So kann es nächste Woche weiter gehen. Dann heißt es 8 Uhr aufstehen. :LEV18

  • Man man man, da hat sich Ferrari aber mal kräftig blamiert. Dicke Fehler der Piloten, beide Autos mit Defekt, totale Kacke. Aber Heidfeld und Rosberg aufm Treppchen, richtig geil! Auch wenn ich McLaren und Ron Dennis nicht abkann, die Regel mit der geschlossenen Boxengasse beim SC ist Unfug!

  • Quote

    Original von BigB
    Schöner Auftakt! Hamilton ganz vorne, zwei deutsche Fahrer und zwei deutsche (zumindest zum Teil) Teams auf dem Treppchen.


    3... Williams fährt mit Toyota-Motoren, die in Deutschland produziert werden :LEV19

  • Die Ferrari Fahren heute ganz schwach,kannnur bessern werden.Schöne Erfolge für Heidfelf und Rosberg.


    Heidfeld wird diese Saison ganz vorne mitmischen und Rosberg hat sich richtig entschieden langfristig für Williams zu fahren.


    Heute haben sis gejubelt und gelacht,die Haugs,Dennis der Verlierer u.s.w. am Ende werden wieder die andere lachen.

    Kicker Manager Pro
    2010 Vizeweltmeister
    2010/2011 Qualifiziert für erste Liga
    2011/2012 Deutscher Meister
    2012/2013 Deutscher Meister
    2013/2014 Abstieg in Liga 2
    2014/2015 Ziel Aufstieg

  • Jean Todt tritt als Ferrari-Geschäftsführer zurück


    Erschienen am 18. März 2008


    Der Franzose Jean Todt ist von seinem Posten als Ferrari-Geschäftsführer zurückgetreten. Der ehemalige Teamchef von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher bleibt aber in anderen Funktionen dem Unternehmen erhalten. Todt, der von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo auf den Posten bestellt worden war, nannte private Gründe für seinen Schritt.


    Mehr Zeit für andere Interessen
    "Meine Aufgabe gegenüber dem Präsidenten war es, die Firma so lange zu führen, bis er nicht mehr Präsident der Confindustria ist und ich einen neuen Direktor für das Sportmanagement ernannt habe", wurde der 62-Jährige in einer Ferrari-Mitteilung am Dienstag zitiert. "Nachdem ich meine Aufgaben erfüllt habe, beginnt nun eine neue Phase meines Lebens, in der ich mehr Zeit für mich und meine anderen Interessen haben werde." Sein Nachfolger als Geschäftsführer wird Amedeo Felisa.


    Dem Konzern weiter verbunden
    Todt wird unter anderem weiter Mitglied des Vorstands bei Ferrari bleiben. Zudem wird er den Rennstall im Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA), dem höchsten Motorsport-Gremium, vertreten und andere Aufgaben im Sportbereich übernehmen. Todts Karriere bei Ferrari begann 1993, als er Chef des damals erfolglosen Formel-1-Teams wurde. Unter seiner Leitung holte die Scuderia sechs Fahrer-Titel (Michael Schumacher 2000, 2001, 2002, 2003, 2004; Kimi Räikkönen 2007) und gewann siebenmal die WM- Konstrukteurswertung. Ende 2007 übergab er seinen Posten an den Italiener Stefano Domenicali. 2004 war Todt zudem Generalmanager, 2006 übernahm er die Position des Geschäftsführers.


    t-online.de

  • Schwarzer Sonntag für die "Formel Deutsch"


    Räikkönen schlägt zurück


    Die Scuderia Ferrari ist wieder da! Weltmeister Kimi Räikkönen gewinnt den Großen Preis von Malaysia vor BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica und McLaren-Mercedes-Pilot Heikki Kovalainen. Australien-Sieger Lewis Hamilton kam nicht über Platz fünf hinter dem Toyota von Jarno Trulli hinaus. Die deutschen Fahrer mussten im Vergleich zu Melbourne allesamt einen herben Rückschlag hinnehmen.


    Die Scuderia Ferrari hat sich in Malaysia nach dem enttäuschenden Auftakt in DMelbourne nun wieder zurückgemeldet. Kimi Räikkönen feierte einen überlegenen Sieg in Malaysia und rehabilitierte sich für die Schmach beim Auftakt-GP, als er nur durch Barrichellos Disqualikikation zu einem WM-Punkt kam. Der Traum der "Roten" von einem Doppelerfolg beim zweiten Saisonlauf zur F1-Weltmeisterschaft platzte jedoch jäh, als Felipe Massa nach rund einer Stunde in der 31. Runde ins Kiesbett rutschte und dort festsaß.


    "Es war ein komisches Gefühl. Irgendetwas ist ausgefallen", sagte Massa tief frustriert, nachdem er schon in Melbourne wegen eines Problems im Motorenumfeld sein Auto abstellen musste.


    Melbourne-Sieger Lewis Hamilton musste sich diesmal mit Rang fünf begnügen, Teamkollege Heikki Kovalainen fuhr als Dritter zumindest aufs Podium.


    BMW Sauber bestätigte seine klasse Form und erreichte - diesmal mit Robert Kubica statt Nick Heidfeld - erneut Platz zwei. Heidfeld holte als Sechster drei WM-Punkte und sicherte sich zudem im vorletzten Umlauf noch die schnellte Rennrunde.


    Debakel für deutsche Rasselbande


    Dies war aus deutscher Sicht der positivste Aspekt. Toyota-Pilot Timo Glock schied nach Crash mit Williams-Fahrer Nico Rosberg schon in der 2. Runde aus. Rosberg musste sich eine neue Nase für den Boliden holen und war fortan chancenlos. Für Force-India-Fahrer Adrian Sutil kam das Aus wegen Hydraulikproblemen in der 6. Runde. Sebastian Vettel sah die Zielflagge ebenfalls nicht. Er musste den Toro Rosso in der 41. Runde im Gras neben der Strecke abstellen.


    Glock war sich keiner Schuld bewusst. "Nico hat anscheinend versucht, mich in Kurve 14 zu überholen. Ich habe nur ganz normal eingelenkt, und er wollte reinfahren. Er hat mich mit dem Vorderrad an meinem Hinterrad getroffen", sagte der Toyota-Pilot. Es werde wohl noch eine Weile dauern, bis er diesen Ausfall verdaut habe, meinte Glock, "aber ändern kann ich es auch nicht mehr".


    Hamilton verteidigte in der Gesamtwertung mit 14 Punkten die Spitzenposition. Räikkönen rückte mit elf Zählern auf Rang zwei vor und liegt damit vor dem punktgleichen Heidfeld. Kovalainen (10) ist Dritter.


    Der Rennverlauf


    Pole-Mann Massa verteidigte seinen ersten Startplatz trotz energischen Widerstands seines Teamkollegen. Beide Ferrari fuhren ungefährdet vorne weg. Der erste Boxenstopp brachte dann einen Führungswechsel. Der eine Runde später einbiegende Räikkönen tankte weniger und konnte so vor dem Brasilianer auf die Piste zurückkehren.


    Der mit gehörig Wut im Bauch gestartete Hamilton (die McLaren-Mercedes waren wegen Behinderung Heidfelds im Qualifying um fünf Startplätze starrfversetzt worden) machte gleich vier Plätze wett, hing aber bis zu den ersten Boxenstopps auf Rang fünf fest. Der zweite Rückschlag folgte beim ersten Reifenwechsel. Vorne rechts stieg schwarzer Rauch auf und die Mechaniker benötigten relativ lange, um das Vorderrad festzuschrauben. Hamilton stand insgesamt 19,9 Sekunden und konnte sich nur als Elfter mit rund 45 Sekunden Rückstand auf Räikkönen im Rennen zurückmelden.


    Aufregung herrschte in Runde 31 am Ferrari-Kommandostand. Massa verlor plötzlich die Kontrolle über den roten Renner, rutschte ins Kiesbett und grub sich dort tief ein. Damit war Räikkönen auf sich allein gestellt, der Weltmeister lag aber beruhigende 22 Sekunden vor Kubica.


    Alonso zu Ferrari?


    Durch den erneuten Ausfall werden die Spekulationen um Massas Zukunft bei Ferrari weiter angeheizt. Angeblich soll der Brasilianer zum Saisonende in die Wüste geschickt und 2009 durch den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso ersetzt werden. Laut italienischen Medien soll der Spanier längst einen Vorvertrag bei den Roten unterschrieben haben. Renault-Pilot Alonso holte als Achter in Malaysia noch einen WM-Punkt.


    23.03.2008, 09:37


    kicker-online

  • Quote

    Durch den erneuten Ausfall werden die Spekulationen um Massas Zukunft bei Ferrari weiter angeheizt. Angeblich soll der Brasilianer zum Saisonende in die Wüste geschickt und 2009 durch den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso ersetzt werden. Laut italienischen Medien soll der Spanier längst einen Vorvertrag bei den Roten unterschrieben haben. Renault-Pilot Alonso holte als Achter in Malaysia noch einen WM-Punkt.


    Na das würde ja passen. Ein Unsympath zum nächsten.

  • Genau das hab ich mir auch gedacht.... :LEV16

    Wieso glaubt einem jeder, dass es geschätzte 1.000.000.000.000.000.000.000 Sterne gibt, warum aber packt fast jeder nochmal drauf, wenn man sagt, die Bank sei frisch gestrichen?

  • Quote

    Original von BigB


    Na das würde ja passen. Ein Unsympath zum nächsten.


    Dann müsste er ja zurück zu den Stall der Inselaffen gehen.

    Kicker Manager Pro
    2010 Vizeweltmeister
    2010/2011 Qualifiziert für erste Liga
    2011/2012 Deutscher Meister
    2012/2013 Deutscher Meister
    2013/2014 Abstieg in Liga 2
    2014/2015 Ziel Aufstieg

  • Mosley bei Nazi-Sexorgie?


    Laut "News of the World", soll Max Mosley an einer Orgie teilgenommen haben, bei der Prostituierte in Nazi- und Gefangenen-Uniformen ihre Dienste anboten.
    Die britische Boulevard-Zeitung genießt zwar nicht gerade einen seriösen Ruf, aber die Beweislage scheint erdrückend.


    Der Zeitschrift sollen zahlreiche Fotos zugeführt worden sein, von denen sie eines veröffentlichte. Außerdem beruft sie sich auf ein fünfstündiges Video, das ausschnittweise bei YouTube.com zu sehen ist.


    In dem Video wird behauptet, dass der FIA-Boss die Prostituierten mit Befehlen in deutscher Sprache angeschrieen habe. Außerdem sei zu sehen, wie der 67-Jährige sich auspeitschen lasse.


    Ironie der Geschichte: "Saubermann" Mosley hat besonders heftig protestiert, als Lewis Hamilton bei Testfahrten in Barcelona mit rassistischen Sprüchen beleidigt wurde und anschließend eine Anti-Rassismus-Kampagne ins Leben gerufen.


    Weiter weist "News of the World" laut Motorsport-total.com darauf hin, dass Mosleys Vater Oswald ein britischer Faschistenführer war und Freundschaften mit führenden Nazis des Dritten Reiches hegte.


    http://www.sport1.de/de/apps/n…meldung/news_2208020.html

  • Hamilton hat den Start verpennt und fährt in Runde 2 Alonso in die Karre :LEV14

    Kicker Manager Pro
    2010 Vizeweltmeister
    2010/2011 Qualifiziert für erste Liga
    2011/2012 Deutscher Meister
    2012/2013 Deutscher Meister
    2013/2014 Abstieg in Liga 2
    2014/2015 Ziel Aufstieg

  • Quote

    Original von berbo84
    solche aktionen bringt doch sonst eher massa :LEV18


    Der Inselaffe hat doch schon mehrmals unte druck versagt.

    Kicker Manager Pro
    2010 Vizeweltmeister
    2010/2011 Qualifiziert für erste Liga
    2011/2012 Deutscher Meister
    2012/2013 Deutscher Meister
    2013/2014 Abstieg in Liga 2
    2014/2015 Ziel Aufstieg