Schiedsrichter - Thread

  • Nochmal ein Nachtrag hierzu:

    Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass Schiedsrichter, die das beurteilen solcher Situationen beruflich machen, eine Ausbildung und jede Menge Praxiserfahrung hinter sich haben, so etwas besser einschätzen können als du, ich oder jeder andere in diesem Forum (es sei denn er ist selbst Erstligaschiedsrichter). Und wenn gleich mehrere dieser Schiedsrichter, die das Regelwerk in- und auswendig kennen und nicht nachschlagen müssen, zu dem Schluss kommen, dass da kein strafbares Handspiel gewesen ist, dann bin ich so mutig und glaube ihnen.

    Sicher gibt es Situationen, in denen Fehler der Schiedsrichter offensichtlich sind, wie die unterschiedliche Bewertung der identischen Fouls von Wendell und Ascacibar. Und dann gibt es noch Wahrnehmungsfehler zum Beispiel beim Abseits, schwer zu erkennenden Foulspielen, der Frage, ob ein Ball hinter oder vor der Linie war etc. Und genau für diese Wahrnehmungsfehler hat man ihnen Technik zur Seite gestellt. Erst die Torlinientechnik, jetzt den Videobeweis. Und siehe da, es kommt zu deutlich weniger klaren Fehlentscheidungen. Es gibt natürlich weiterhin strittige Entscheidungen und die wird es auch immer geben, aber die ganz dicken Dinger kommen nun nur noch in Ausnahmefällen vor und hoffentlich bald gar nicht mehr. Wenn dann noch an der Transparenz (Video-Szenen plus Begründung auf der Anzeigetafel) gearbeitet wird, wird wahrscheinlich auch die Akzeptanz des Videobeweises steigen. Und daran arbeitet man.

    Siehe: http://www.kicker.de/news/fussball/…kein-thema.html

    Ohne mein Wissen haben wir schon Profischiris, haben alle nur einen Nebenjob... :LEV14

  • Hier bin es sicher nicht ich, der sich windet. Von hauptberuflich war nie die Rede. Auch in dem fett markierten Text nicht. Und sie üben das Schiedsrichteramt nicht hobbymäßig aus, sondern beruflich. Ob als Haupt- oder Nebenberuf ist vollkommen irrelevant.

    Ja, offiziell ist es ein Ehrenamt. Aber sie werden dafür bezahlt und haben eine entsprechende Ausbildung.

    Einmal editiert, zuletzt von BigB (15. Dezember 2017 um 12:57)

  • Hier bin es sicher nicht ich, der sich windet. Von hauptberuflich war nie die Rede. Auch in dem fett markierten Text nicht. Und sie üben das Schiedsrichteramt nicht hobbymäßig aus, sondern beruflich. Ob als Haupt- oder Nebenberuf ist vollkommen irrelevant.


    Du scheinst da Einblicke zu haben: Wie viele Wochenstunden sind denn in so einem Schiedsrichter-Arbeitsvertrag verankert? Eine Standard-Version eines solchen Vertrages würde mich auch mal brennend interessieren!

    BigB, an einigen Tagen gehe ich mit deinen Auffassungen durchaus konform, an anderen glaube ich, dir hat während des Postens jemand das Hirn rausgelöffelt.

    Heute ist ein anderer Tag.

  • Siehe oben. Habe mich in den Begrifflichkeiten verrannt. Es ist natürlich offiziell kein Beruf, sondern ein Ehrenamt. Ein sehr gut bezahltes Ehrenamt. Ändert allerdings nichts an meiner eigentlichen Aussage.

  • Also, ich verstehe unter "Ehrenamt" unentgeltliche Arbeit, was nun wirklich nicht das ist, was unsere Bundesliga-Schiedsrichter so betreiben.

    A foolish consistency is the hobgoblin of little minds.
    (Ralph W. Emerson)

  • Ein sehr gut bezahltes Ehrenamt.

    Auf sowas kannst auch nur du kommen: "Heute war es schön warm bei minus 20°C".

    Verdiensttabelle Saison 2016/17:

    Berücksichtigt sind Spiele in den ersten drei Ligen Deutschland sowie Champions und Europa League.

    1. Felix Brych: 190.150 Euro
    2. Deniz Aytekin: 174.250 Euro
    3. Felix Zwayer: 173.300 Euro
    4. Tobias Stieler: 169.000 Euro
    5. Manuel Gräfe: 166.950 Euro

    6. Daniel Siebert: 152.100 Euro
    7. Marco Fritz: 150.900 Euro
    8. Bastian Dankert: 146.850 Euro
    9. Christian Dingert: 144.500 Euro
    10. Wolfgang Stark: 144.400 Euro

    >der westen
    Übrigens, so ein VAR erhält 1250€ pro Spiel...

    "Vieles wünscht sich der Mensch und doch bedarf er nur wenig." (J.W.Goethe)

  • Zitat

    Umfrage: Mehrheit der Fans weiter für Videobeweis im Fußball

    Der Videobeweis wird seit Beginn der Saison in der Bundesliga eingesetzt. Bisher sorgte die Umsetzung für einige Diskussionen. Die Fans sind aber trotz aller Probleme klar für für die Fortsetzung des Experiments.

    Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab, dass sich 64 Prozent der 2027 befragten Personen weiterhin für den Videobeweis aussprechen. Die Ergebnisse zeigen aber auch eine gewisse Unsicherheit beim Thema: 19 Prozent der Befragten enthielten sich einer Meinung.

    Gleichwohl stimmten nur 17 Prozent klar gegen den Videobeweis und damit für eine Abschaffung. Trotz der vielen Befürworter sind nur rund 27 Prozent der Meinung, dass der Fußball durch die technische Hilfe wirklich gerechter wurde. Im Februar 2016 hatten sich noch 82 Prozent gegenüber YouGov für die Einführung des Videobeweises ausgesprochen.

    http://www.spox.com/de/sport/fussb…ideobeweis.html

  • Die Tendenz ist ja eindeutig. Je länger das Ding läuft, desto weniger wollen ihn. Denke, es wurden wahrscheinlich nicht explizit Fußball Fans befragt. Bei Kicker ist eine Mehrheit dagegen.

    Gegen Signaturen

  • Frage der Woche im "kicker" vom 14.12.2017:

    Soll der Videobeweis in der Winterpause abgeschafft werden?
    Ja 56,6%
    Nein 43,4%
    162 672 Teilnehmer

    ... und ich hab höchstens fünfmal abgestimmt.

    A foolish consistency is the hobgoblin of little minds.
    (Ralph W. Emerson)

  • Die ist auch keineswegs so eindeutig ausgefallen, wie man anhand der Meinungen hier im Forum oder der Unmutsbekundungen der Fanblöcke glauben könnte. Aber die Leute in den Fanblöcken machen eben nur einen Teil des Fußball-Publikums aus.