Aktuell ist es halt einfach eine GmbH die zu 100% der BAG gehört (6% direkt und 94% über eine Beteiligungsgesellschaft). Wir haben eine Geschäftsleitung und als oberstes Beschlussorgan eine Gesellschafterversammlung, die quasi nur aus von der BAG bestellten Mitgliedern besteht (Bayer ist der einzige Gelsellschafter). Das heißt kurze Wege, schnelle Entscheidungen und außerdem verzichtet die BAG auf Veröffentlichung der Jahresabschlüsse.
Bei einer Umwandlung in einen Verein kann die BAG nur noch 50% minus einem Stimmanteil beteiligt sein, es gibt ordentliche oder ausserordentliche Versammlungen, Vorstand und Präsidium müssen Bilanz ziehen und Rede und Antwort stehen, die Mitglieder wählen Gremien und stimmen über wichtige Satzungsfragen, Budgets oder Zukunftsausrichtungen ab. Das hießt die BAG hat zwar weiterhin Einfluss, verliert aber die Kontrolle. Organisatorisch würde sich einiges ändern, die Finanzen müssten z.B. transparenter werden.
Das die BAG da kein Interesse dran hat, ist verständlich. Ob es besser oder schlechter wäre, weiß ich nicht. Wenn ich mir die aktuelle Entwicklung ansehe, die Clubmitgliedszahlen usw., sehe ich zumindest die Basis für eine Umwandlung gegeben.
Ich bezweifle aber mittlerweile, dass sich hier ernsthaft etwas in dieser Richtung tun wird. Wenn ich mir das Finanzgebahren im globalen Fussball ansehe, den Vorsprung den z.B. England jetzt schon hat ist gar nicht aufzuholen.
In Italien wird aktuell massiv in Infrastruktur investiert (Mailand, Venedig, Rom, Parma, Bologna, Florenz, Verona, Como planen gerade neue Stadien, oder sind für die EM 2032 schon im Bau) und auch dort sind immer mehr Investoren an den Vereinen beteiligt (Palermo gehört z.B. auch zur City Group, neues Stadion kommt), ist es nur eine Frage der Zeit bis die auch in der 5 Jahreswertung vorbei ziehen.
Ich gehe in Deutschland eher davon aus, dass man sich für Investoren (mit allen negativen Folgen) öffnen wird.