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Montag, 23. Februar 2009, 08:27

Pleite in der Not-Unterkunft

Von Frank Nägele, 22.02.09, 19:03h, aktualisiert 22.02.09, 23:00h

Mit seinen ersten Bundesliga-Toren für den Hamburger SV hat Marcell Jansen die Hanseaten an die Tabellenspitze der Fußball-Eliteklasse geschossen. Die Mannschaft von Trainer Martin Jol gewann das Verfolgerduell bei Bayer Leverkusen mit 2:1 und unterstrich eindrucksvoll ihre Titelambitionen.

DÜSSELDORF - 40 000 Zuschauer bedeuten Leverkusener Rekord, doch heimisch fühlt sich die Bayer-Elf in Düsseldorf nicht. Die Beziehung der Werkself zu ihrer Not-Unterkunft in Düsseldorf bleibt belastet. Von Niederlagen. 15 Tage nach dem 2:4 gegen den VfB Stuttgart unterlag Bayer 04 Leverkusen in der LTU-Arena dem Hamburger SV 1:2. Trotz voller Ränge kam nie der Eindruck eines Heimspiels auf. Und das Blöde ist: Das wird auch bis zum Ende dieser Saison so bleiben. Die Hamburger scherten sich nicht darum. Sie übernahmen mit diesem kalt und hart herausgespielten Sieg die Tabellenspitze.

Der HSV hatte den „Gastgebern“ in ihr fremdes Stadion auch etwas Schönes mitgebracht. Viele, viele Fans. 8000 Menschen in Blau und Weiß machten daraus ein halbes HSV-Heimspiel. Und viele, die für Leverkusen hätten sein können, kamen erst im Verlauf der ersten Halbzeit dazu, weil die nur vier geöffneten Tageskassen dem unerwarteten Ansturm der Kurzentschlossenen nicht wirklich Herr wurden. Schließlich waren es 40 000, so viele wie noch nie in einem Heimspiel der Werkself in der Bundesliga. Und jeder, der nicht von Beginn an dabei war, verpasste das Erwartete. Ein physisch extrem starker, gut organisierter HSV erstickte den Spieltrieb des jungen Bayer-Teams schon im Mittelfeld. Mochten sie noch so viel laufen und versuchen, die Hanseaten fingen alles ab, und wenn sie nach vorne kamen, wurde es sofort brandgefährlich.

Bayer-Torhüter René Adler hatte den Ball noch keinmal richtig gefangen, da war er auch schon bezwungen. Allerdings ging dem 0:1 eine konzertierte Aktion Leverkusener Fehlerhaftigkeit in der Defensive voraus. Initiator war der Brasilianer Henrique, dem die besondere Beobachtung des FC Barcelona zunächst nicht gut bekam. Sportdirektor Aitor Beguiristain war nach Düsseldorf gereist, um zu sehen, ob der 21-Jährige schon reif ist für den spanischen Spitzenreiter.

Nach dem, was er sah, hat Bayer gute Aussichten, das Talent weiter zu behalten. Henrique unterlief auf der rechten Abwehrseite nach 18 Minuten ein schwerer Stellungsfehler gegen Paolo Guerrero, der den Ball seelenruhig in den Rücken der Abwehr spielen konnte, wo Marcell Jansen auftauchte, Simon Rolfes narrte und aus 15 Metern traf.

Genau das, was gegen ein Team wie den HSV nicht passieren darf, war passiert. Ein Rückstand - und Bayer 04 hatte schwer mitgeholfen. Das Team von Trainer Martin Jol strotzte danach vor Selbstbewusstsein. In der 22. Minute sprang Gonzalo Castro den Torschützen im Mittelfeld an und hatte Glück, dass er nur die Gelbe Karte sah. Und nichts deutete darauf hin, dass der durch die Umgebung nicht gerade beflügelte Gastgeber die Dinge so schnell in den Griff bekommen würde. Aber dann schlug Friedrich den Ball nach einer halben Stunde in den Strafraum, Patrick Helmes hielt in seiner typischen Art den Fuß hin. Alle, inklusive Torhüter Frank Rost, brauchten eine halbe Sekunde, um zu verstehen, dass der Ausgleich gefallen war. Aber es war klar, dass dies nicht das letzte Tor sein würde. Bayer erhöhte nach dem Wechsel den Druck, blieb aber immer ein wenig wacklig bei Hamburger Kontern. Nach knapp einer Stunde hatte Helmes bei einem 25-Meter-Freistoß die Chance zur Führung, der Ball zischte aber am Pfosten vorbei.

„Ich kann meiner Mannschaft nur den Vorwurf machen, dass sie in der Phase, als wir nach der Pause das Spiel im Griff haben, zu wenige Torchancen heraus gespielt hat,“ sagte Trainer Labbadia, „gegen den HSV entscheiden halt Kleinigkeiten.“ Zum Beispiel solche: zunächst rettete Friedrich gegen Olic auf der Linie, der folgende Einwurf kam von Trochowski über Guerrero zu Marcell Jansen, der den Ball volley ins Tor drosch. Davon erholten sich die Leverkusener nicht mehr. Der HSV spielte den Sieg mit Selbstbewusstsein und seinem inoffiziellen Heimvorteil souverän nach Hause, auch wenn Jerome Boateng in den letzten fünf Minuten wegen Gelb-Roter Karte fehlte.

http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1234873765781
Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur