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Montag, 24. Juli 2006, 00:21

Dieter"Tscholli" Trzolek Thread

2005.09.30

Der Medizinmann feiert Jubiläum

Die Szene hatte erheblichen Symbolcharakter. Im Jubel über seinen Führungstreffer zum 1:0 im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln drehte Bayer-Profi Andrej Voronin ab und stürzte mit ausgebreiteten Armen auf die Reservebank zu, um dem Physiotherapeuten Dieter Trzolek einen Kuss ins lichte Haupthaar zu drücken. Der Medizinmann hatte ihn durch Intensivbehandlung von den Schmerzen einer Verletzung am Sprunggelenk befreit und ihm das Erlebnis dieses Spiels, dem er seit Wochen entgegengefiebert hatte, überhaupt erst ermöglicht: „Tscholli hat mich fit gemacht. Ich wollte ihm meine Anerkennung zeigen.“

Der ukrainische Vollblutstürmer ist nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein, der dem „Mann mit den heilenden Händen“ sein Herz zu Füßen legt. Am 1. Oktober kann „Tscholli“ auf 30 Jahre bei Bayer 04 zurückblicken.

Seit 1979 zählt Leverkusens hagerer Masseur zu den unverwechselbaren Typen der Seifenoper Bundesliga.

Zu denen, die zur Walstatt rennen, wo sie scheinbar nur ihren Wunderkoffer aufklappen müssen, um Lahme zum Laufen und Verwundete zur Verwunderung des verehrten Publikums schnellstens wieder auf die Beine zu bringen.

Ein Ende der Heilungen ist nicht in Sicht. An Rente ist nicht zu denken. Warum auch? Trzolek ist 58, fit wie mehrere Paare Turnschuhe, hat in den vergangenen drei Jahrzehnten trotz seines Stressberufs sage und schreibe vier Tage krankheitsbedingt aussetzen müssen. Seine Personalakte müsste eigentlich einen Ehrenplatz im Gesundheitsministerium finden.

Sein Tagesablauf beginnt regelmäßig morgens um fünf in Spich und dürfte so nicht jedermanns Sache sein. Zwischen sechs und sieben widmet er sich in seiner 1974 eröffneten und mittlerweile vermieteten Praxis in Troisdorf einigen Stammpatienten, die sich nur seiner Kompetenz anvertrauen.

Dank an Dettmar Cramer

Spätestens um neun ist in seinem Reich in den Katakomben der BayArena alles gerichtet für die Pflege und Behandlung des laufenden Kapitals der Fußball GmbH, ihrer Spieler. Die medizinische Abteilung – neben Dieter Trzolek seine Mitstreiter Till Rothweiler, Frank Glass und Ralf Scheuchl sowie die Mannschaftsärzte Dr. Thomas Pfeifer, Dr. Karl-Heinz Dittmar und Dr. Josef Schmitt – hat mit ihren Bemühungen nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg des Unternehmens.

Trzolek, der Herr der Bäder und der Salben, verlässt seinen Arbeitsplatz selten vor dem frühen Abend. Zum täglichen Pensum gehören regelmäßig 40 bis 45 Minuten Jogging in gestrecktem Tempo: „Das bin ich meinem Wohlbefinden schuldig.“ Noch heute ist er in diesem Zusammenhang Dettmar Cramer dankbar. Der Trainer-Guru, der Anfang der 80er Jahre bei Bayer 04 angeheuert hatte, überredete den damals rund 90 Kilo schweren Trzolek zum Laufen:

„Er war wie eine Vaterfigur. Er hat mich geradezu gezwungen, etwas für meine Gesundheit zu tun. Seiner ebenso natürlichen wie herzlichen Autorität konnte man einfach nicht widerstehen.“ Der Physiotherapeut verlor deutlich Pfunde und gewann an Zähigkeit: „Ich kann mich quälen. Wenn ich etwas unbedingt erreichen will, beiße ich mich durch.“

Geradezu paradiesische Voraussetzungen

Über den Namen Cramer schweift Trzoleks Blick wie von selbst weiter zurück in die Gründerzeiten des Berufsfußballs bei Bayer 04. Als der gebürtige Norddeutsche (Rothenburg/Wemme), der zuvor als Masseur und Krankenpfleger bei den Klöckner-Werken in seiner Wahlheimat Troisdorf gearbeitet hatte, 1975 vom Manager Hermann Büchel für das Zweitliga-Team verpflichtet wurde und im damaligen Ulrich Haberland-Stadion seine Tätigkeit aufnahm, waren die Begleitumstände noch ein bisschen vorsintflutlich.

„Ein Spieler saß in der Wanne, fünf waren in einem Entmüdungsbecken, das wir selbst gebaut hatten, und der Rest versuchte, sich irgendwie behandeln zu lassen“, lächelt er. Heute zählt die Medizinische Abteilung bei Bayer 04 zweifellos zu den besten der Liga, ist personell und technisch erstklassig ausgestattet.

Trzolek rühmt das fast blinde Verständnis mit der Geschäftsführung unter Wolfgang Holzhäuser („Vieles kann man nur machen, wenn es so zu sagen formlos akzeptiert wird. Ich kann mir gar nicht vorstellen, bei jeder Kleinigkeit um Erlaubnis fragen und Antragsformulare in x-facher Ausfertigung ausfüllen zu müssen“) und versucht den Spielern immer wieder klar zu machen, dass sie hier ihrem Job unter optimalen, geradezu paradiesischen Voraussetzungen nachgehen können. Bei solchen Gelegenheiten greift er gerne zu einer Lebensweisheit, die zu seiner Arbeitsstätte passt: „Wenn man im Glück badet, sollte man möglichst nicht den Stöpsel aus der Wanne ziehen.“

"Kein Wundermann"

„Ich bin ja kein Wundermann“, sagt „Tscholli“, obwohl ihn der Boulevard gerne als solchen beschreibt. Wohl aber ist er jederzeit offen, neugierig, kommunikativ. Die Erkenntnis, dass die Sportmedizin keinen Stillstand kennt, trifft auf kaum einen zu wie ihn. Er ist Fachmann in verschiedenen Naturheilkunde-Verfahren, kümmert sich intensiv um die überaus wichtigen Ernährungsfragen („Die meisten Sportler sind übersäuert und wissen’s gar nicht“), beherrscht die Triggerpunkt-Akupunktur und betätigt sich in seinem Gebiet durchaus als Forscher für den Hausgebrauch und darüber hinaus.

Dabei kommt ihm seine Vernetzung mit Kollegen, aber auch mit interessierten Laien, etwa einigen besonders kundigen Lesern seines Erfolgsbuches „Die natürliche Sport-Apotheke“ (Südwest-Verlag), zu Hilfe. Carsten Ramelow half er jüngst mit erhitztem Murmeltier-Fett. Clemens Fritz überwand Entzündungen durch den „Genuss“ von Kohlsuppe und dunklem Kirschsaft. Nur zwei von zahllosen Beispielen.

Trzolek, der beim Fußball, wie manchmal auf der Mattscheibe zu besichtigen ist, seine Emotionen auslebt, ist ein positiv denkender Mensch. Muss er auch sein, denn er verlangt von den Spielern, deren Gesundheit schließlich ihr Kapital ist, die unbedingte Bereitschaft, etwa bei der Behandlung von Verletzungen selbstständig und positiv mitzuarbeiten.

Vorlesungen an der Kölner Fortbildungsakademie

Wer sich hängen lässt, hat’s schwerer, wieder auf Touren zu kommen. Dazu gehört auch ein sehr sensibles Vertrauensverhältnis. Die Massageliege wird für die körperlich hoch entwickelten Athleten nicht selten zur Couch. Der Physiotherapeut wird zum Psychologen. „Tscholli ist ein Ansprechpartner für jeden“, sagt Team-Betreuer Hans-Peter Lehnhoff, der sich bis vor einigen Jahren selbst noch hier durchkneten ließ, „er ist so lange dabei, er hat praktische alle Situationen schon mal erlebt. Er ist wie die Mutter der Kompanie.“

Er ist ein gefragter Mann, der Dieter Trzolek, Bayers Urgestein. Bei drei Weltmeisterschaften (1986/1990/1994) hat er die Kicker Südkoreas betreut: „Das waren zweifellos die Highlights meiner beruflichen Laufbahn.“ Christoph Daum wollte ihn vor Jahren in die Türkei holen. „Tscholli“ sagte ab: „Alles, was hier steht, habe ich aufgebaut. Das ist das stärkste Argument.“ Er hält regelmäßig Vorlesungen an der Kölner Fortbildungsakademie für Medizinisch-Therapeutische Berufe. Auch das liegt ihm sehr am Herzen. Und dann sind da ja auch noch seine Burschen. Der Umgang mit den Jungs hält ihn jung.

„Echte Siegertypen werden in schlechten Zeiten geboren“, hat jemand auf eine kleine Wandapotheke in Trzoleks Behandlungsraum gekritzelt. Ein gutes Motto. Der Mann, der hier arbeitet, sorgt mit seiner Hände Geschick dafür, dass aus Menschen, die sich schlecht fühlen, weil sie nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, wieder echte Siegertypen werden.

In diesem Sinne: Glück Auf „Tscholli“!

bayer04.de
Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur

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Montag, 24. Juli 2006, 00:25

[IMG]http://www.cosgan.de/images/midi/musik/h100.gif[/IMG] unserem "Miraculix" alles Gute und vor allen Dingen Gesundheit fürs neue Lebensjahr :LEV18 :LEV2 :LEV3
Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur

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Montag, 24. Juli 2006, 08:50

Da gratuliere ich unserem Miraculix doch auch mal! Auf weiterhin heilende Hände für die Bayer Profis!

:LEV2 :LEV6 :LEV2

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Montag, 24. Juli 2006, 09:20

Alles Gute zum Geburtstag an unseren Miraculix

5

Montag, 24. Juli 2006, 09:22

Alles Gute zum Geburtstag :bayerapplaus :bayerapplaus :bayerapplaus :bayerapplaus :bayerapplaus :bayerapplaus

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Montag, 24. Juli 2006, 10:22

Alles Gute zum Geburtstag :LEV7 :LEV7

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Montag, 24. Juli 2006, 10:35

Und von mir natürlich auch:

Alles Liebe und Gute zum Geburtstag!

[IMG]http://img139.imageshack.us/img139/8465/pimbolimittortehs2.gif[/IMG]
Wenn es um Fußball geht, dann schlägt mein Herz nur für Bayer 04 !

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Montag, 24. Juli 2006, 10:37

happy birthday
für den besten fussball mediziener aller zeiten :bayerapplaus :LEV3

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Montag, 24. Juli 2006, 12:45

auch von mir alles alles gute!!!

Dass du noch viele Jahre fit bleibst und deine Arbeit weiter so überragend machst!!!
"Vom Gehirnfluten bis zur Schädellähmung werden wir alles mitnehmen" Andre Lange

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Montag, 24. Juli 2006, 12:53

herzlichen glückwunsch
bleib gesund :)

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Montag, 24. Juli 2006, 14:32

hat der nicht irgendeine krankheit gehabt? jemand hatte doch mal krebs aber kann mich auch irren!!
von mir auch herzlichen glückwunsch!!

[IMG]http://www.almased.de/cms/upload/bilder/dieter-trzolek.jpg[/IMG]
Lieber tot als Hertha-fan!!!!!!!

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Montag, 24. Juli 2006, 15:25

Happy Birthday Tscholli
#StärkeBayer

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Montag, 24. Juli 2006, 15:41

Alles Gute zum Geburtstag! :LEV6

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Montag, 24. Juli 2006, 16:24

Alles Gute auch von mir. :LEV3
Bayer 04 ein Leben lang

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Montag, 24. Juli 2006, 17:05

Zitat

Original von Bayer04fan6000
hat der nicht irgendeine krankheit gehabt? jemand hatte doch mal krebs aber kann mich auch irren!!

Nein, du liegst richtig. Chemo war irgendwann im 1. Halbjahr, im Juni sollte es abschließende Ergebnisse geben. Aber die gehen uns ja eher nix an.


Alles alles gute und viel viel Gesundheit für dich und deine Familie

:LEV3 :LEV3 :LEV3
"Ich hab mir mal richtig was vorgenommen, Torjäger Kanone und so....." Calle Ramelow 12.08.2006

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Montag, 24. Juli 2006, 23:14

Herzlichen Glückwunsch Tscholli!

[IMG]http://www.bayer04.de/bilder/06_07/07_128/240706100.jpg[/IMG]

Rudi Völler gehörte zu den ersten Gratulanten: Bayers Medizinmann Dieter "Tscholli" Trzolek wurde am Montag 59 Jahre alt. Seit über 30 Jahren (!) hält er Bayers Spieler nun in Schuss, Bayer 04 wünscht alles Gute und Gesundheit im neuen Lebensjahr! ...

bayer04.de
Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur

17

Dienstag, 25. Juli 2006, 01:13

Happy Bithday

ALLES GUTE TSCHOLLI !
VIELE TOLLE JAHRE NOCH FÜR DICH BEI UNSERM VEREIN UND DEINER
FAMILIE !!

18

Dienstag, 25. Juli 2006, 20:54

Alles Gute, Tscholli! :bayerapplaus :bayerapplaus :bayerapplaus
Auf das Dir nie das Haifischmehl ausgehen möge!

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Samstag, 28. Oktober 2006, 11:15

Trzolek, der Pendler

Eigentlich gilt Dieter Trzolek als Unikum unter den Bundesligamasseuren, weil er mit Blutegeln, Kohlwickeln oder Silberwasser erfolgreich ist. Neuerdings verdankt der Physiotherapeut seinen Status aber auch immer mehr seinem Hobby: er sagt regelmäßig Saisonverläufe, Spielergebnisse und Torschützen voraus. „Vor dem Spiel im UEFA – Cup gegen Sion zum Beispiel habe ich die Torschützen ausgependelt und den Jungs vorher gesagt, dass sie treffen.“ Carsten Ramelow bestätigt: „ Er hatte mich und Andrej auf dem Zettel. Die Vorhersagen geben Selbstvertrauen, schließlich stimmen sie fast immer.“ Im stillen Kämmerlein schwingt das Pendel über den Autogrammkarten der Spieler, und anhand von Formeln, die nur Trzolek selbst durchblickt, kann er die Vorhersagen treffen. „Tscholli schafft es, die Spieler mit seinen ganz speziellen Methoden zu motivieren.“ freut sich Skibbe über den einzigartigen „Mentaltrainer“, der auch im letzten Winter aktiv wurde. Da hatte der Medizinmann angekündigt, dass Bayer noch Platz 5 und damit den UEFA-Cup erreichen würde. Geglaubt hatte ihm niemand, denn der Verein drohte gerade im Mittelmaß zu versinken. Wann die Werkself mal wieder einen Titel holt, weiß wohl niemand außer Dieter Trzolek. Er selbst verrät nur so viel: „Normalerweise will ich bis 65 arbeiten, bis dahin wird das schon klappen.“ Trzolek ist 58.

Text: Björn Lindert
11Freunde | Nr. 60

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Samstag, 11. November 2006, 12:57

RE: Trzolek, der Pendler

DANKE TSCHOLLI! :bayerapplaus

HAST MAL WIEDER GANZE ARBEIT GELEISTET!
:LEV5
Schnix, Du wirst IMMER mein Fußballgott bleiben