sind nicht auch die Medien und Zuschauer mit Schuld daran? Ohne Mega Spektakel mit teilweise atemberaubenden Bergetappen würde das ARD die Tour de France nicht übertragen und die Verbraucher den Fernseher nicht einschalten. Es muss immer noch einen drauf gesetzt werden Jahr für Jahr. In dem Tempo den Mont Ventoux hoch das ist schon ne richtige Herausforderung.
Kapitalismus ist ein Predator-System., dass strukturell der Tierwelt ähnelt und in "Geld-Nahrungsketten" aufgebaut ist. Betrug und Manipulation sind für so ein System genauso wichtig wie das Wasser für den Fluss.
Wer verdient Geld bei der Tour de France?
Fahrer:
Die Fahrer erhalten Preisgelder für Etappensiege, das Gelbe Trikot (Gesamtwertung), das Grüne Trikot (Punktewertung), das Gepunktete Trikot (Bergwertung), das Weiße Trikot (Nachwuchswertung) und für den kämpferischsten Fahrer.
Teams:
Die Teams erhalten Preisgelder für die Platzierungen ihrer Fahrer in der Gesamtwertung und für Etappensiege.
Organisatoren (ASO):
Die Amaury Sport Organisation (ASO) ist der Veranstalter der Tour de France und verdient durch Medienrechte, Sponsorenverträge und Ticketverkäufe.
Sponsoren:
Sponsoren der Teams und der Tour selbst profitieren von der hohen Medienpräsenz und der Reichweite der Veranstaltung.
Medien:
Fernsehsender, Zeitungen und Online-Medien verdienen durch Berichterstattung über die Tour de France Geld.
Städte und Regionen:
Die Austragungsorte der Tour de France profitieren durch Tourismus und lokale Wirtschaftsförderung.
Etappen:
Jeder Etappensieger erhält 11.000 Euro, dahinter gibt es 5500 und 2800 Euro, der 20. Fahrer der Etappe kassiert noch 300 Euro.
Gesamtsieger:
Der Tour-Sieger 2025 bekommt 500.000 Euro Preisgeld, der Zweite 200.000 und der Dritte 100.000. Von Platz 20 an gibt es für jeden Fahrer, der in Paris ankommt, bis Platz 160 noch 1000 Euro.
Gelbes Trikot:
Jeder Tag im Gelben Trikot bringt dem Träger 500 Euro ein.
Grünes Trikot:
Jeder Tag im Grünen Trikot bringt dem Träger 300 Euro ein. Bei jedem Zwischensprint gibt es 1500, 1000 und 500 Euro. Der Gesamtsieger der Punktewertung erhält 25.000 Euro, der Achte noch 2000 Euro.
Bergtrikot:
Jeder Tag im Bergtrikot bringt dem Träger 300 Euro ein. Der Gesamtsieger erhält 25.000 Euro, der Achte noch 2000 Euro.
An den Anstiegen der HC-Klasse bzw. bei Bergankünften gibt es 800, 450 und 300 Euro; die Pässe der 1. Kategorie bringen 650, 400, 150 Euro ein; die Bergwertungen der 2. Kategorie 500 und 250 Euro; die Anstiege 3. Kategorie 300 Euro; die Rampen oder Hügel der 4. Kategorie 200 Euro.
Am Col du Tourmalet wird auf der 14. Etappe das "Souvenir Jacques Goddet" vergeben, es ist mit 5000 Euro dotiert.
Am Col de la Loze auf der 18. Etappe, dem höchsten Punkt der Tour (2304m), wird das "Souvenir Henri Desgrange" ausgefahren - der erste Fahrer dort oben erhält zusätzlich 5000 Euro in Erinnerung an der Tour-Gründer.
Einen weiteren Sonderpreis gibt es zum 50. Jubiläum des Bergtrikots: Der erste Fahrer, der 50 Bergpunkte sammelt, erhält dazu 5000 Euro.
Teamwertung:
Für einen Tagessieg gibt es 2800 Euro. Der Gesamtsieger des Mannschaftsklassements erhält 50.000 Euro, der Fünfte noch 8000 Euro.
Nachwuchswertung:
Der Tagessieger erhält jeweils 500 Euro. Der Träger des Weißen Trikots bekommt täglich 300 Euro. Der Gesamtsieger erhält 20.000 Euro, der Vierte 5000 Euro.
Kämpferischster Fahrer:
Der Tagessieger (außer bei Zeitfahren) erhält 2000 Euro. Der von einer Jury gewählte Gesamtsieger bekommt 20.000 Euro. Außerdem wird in jeder der drei Tour-Wochen der beste Helfer von einer Jury gekürt, dafür gibt es jeweils 2000 Euro. Der beste Teamkollege der Tour wird zusätzlich mit 3000 Euro ausgezeichnet.
Wer Zeit und Lust hat, kann sich neben der Gesamtwertung nach Zeit auch eine Geldtabelle machen. Es wäre schön, wenn der öffentliche Rundfunk - der diesen Wahnsinn stundenlang überträgt - dies anbieten würde. Aber das wollen sie nicht. Sie verkaufen den Zuschauern eine Art Mythos und Abenteurertum, dass in dem Moment zusammenfallen würde, wenn sie den Fahrern medial näher kommen würden. Diese sind meist schwer greifbar; man weiß so gut wie nichts über die Protagonisten. Wie auch? Dieser ganze Irrsinn ist durchkommerzialisierter denn je. Zwischen Helikopterbildern, Werbekarawanen und Teamstrategien verliert sich oft das Ursprüngliche. Statt Duelle auf Augenhöhe dominieren monotone Tempoetappen, kontrollierte Ausreißversuche, berechnete Wattzahlen. Spannung? Oft Fehlanzeige.
Es fehlt an echten Charakteren, an Geschichten, die über das Sportliche hinausgehen. Der "Kommerz-Industrie-Rad"sport"" ist noch existent – aber er erzählt zu wenig, was ihn wirklich lebendig macht. Es ist eine kalte und irre Maschinenmenschenwelt, in dem sogenannte "Wissenschaftler" aus dem Bereichen Medizin, Chemie, Ernährung und Material legal-illegal-scheißegal Menschenversuche für Geld und Karriere machen können. Solche Mafiasysteme passen natürlich zu innerlich abgespaltenen, kritiklosen und damit hirntoten Nutzern des Forums wie "Diegos Erbe", wie die Faust aufs Auge... 