Beiträge von Todesgrätsche

    Denen von der CDU, der SPD und den Grünen geht es 0 um irgendwelche Gutachten oder darum wirklich recht zu haben. Die schrubben sich heute Abend alle nur einen darauf, dass sie es der Peto mal so richtig gezeigt haben.

    Und alleine die Angst die Bürger mitentscheiden zu lassen, wie es selbst ihre Bürgermeisterin vorgeschlagen hat, zeigt doch was für Gestalten das sind. Wie gesagt, es ging lediglich um eine Prüfung der Machbarkeit / Nachhaltigkeit, nicht um eine endgültige Entscheidung. Mit Fakten braucht man heute kaum noch einem Politiker kommen. Dann müsste man sich eventuell einen Fehler eingestehen.

    Rein theoretisch brauchst du da auch nur noch pro Partei eine Person hinsetzen. Der "Fraktionszwang" lässt eh keine abweichenden Meinungen mehr zu.

    Ich habe die gesamten Redebeiträge der Ratssitzung aufmerksam verfolgt. Eines ist sicher, Herr Risse (Peto) hat mal wieder sehr eloquent und souverän seine ausschließlich wirtschaftsfreundliche Klientelpolitik zur Schau gestellt und gleich dem politischen Gegner komplett die Redlichkeit ihrer fundierten Argumentation abgesprochen. Begleitet von der Aufforderung, bei den getätigten Wahlversprechen doch bitteschön wortbrüchig zu werden.

    An alle die gleich was von "Babanenrepublik" schwafeln, weil ihnen der in Monheim getroffene Beschluss widerstrebt: Das was dort zu sehen war, war das genaue Gegenteil von Bananenrepublik, nämlich Anschauungsunterricht in Sachen gelebter Demokratie.

    Der von der Bürgermeisterin eingebrachte Vorschlag, einen Bürgerentscheid herbeizuführen, wurde mit einem sehr wichtigen Argument mehrheitlich abgelehnt. Denn maßgeblich von den höchst negativen Folgen des überdimensionalen Campus betroffen, wären ausschließlich die Bürger im Süden von Monheim (Blee). Da kann man als nicht betroffener Bürger schon mal locker etwas gut finden, wenn man die negativen Folgen später nicht "auslöffeln" muss. Solche Entscheide sind im Grunde immer nur dann fair, wenn der Beschluss alle Abstimmenden am Ende weitestgehend gleichermaßen trifft.

    Als "Bayer 04"-Fan würde ich mir wünschen, dass der Verein schnell einen geeigneten Platz für den benötigten Campus findet. Aber ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass für jene Politiker, die sich gegen den Campus in dieser gigantischen Größe und an diesem relevanten Ort aussprechen, die ökologischen und klimatischen Belange hier deutlich mehr Gewicht haben, als reine Wirtschaftsfreundlichkeit und Sportförderung zu Lasten der mittel- und langfristig sicher deutlich relevanteren Argumente (Klima-und Artenschutz).

    Noch so ein "Experte", der jetzt schon weiß wie das Gutachten aussehen würde.


    Und doch, ein Bürgerentscheid wäre fair, zumindest deutlich fairer, als wenn mir die Stadt ohne Diskussion einen riesen Spielplatz oder Kindergarten vor die Tür baut. Außerdem, wer sein Haus neben einem nocht vollständig erschlossenen Industriegebiet baut / kauft, der muss auch mit den Folgen leben. Ganz einfach...

    Kann der Bayer auf der Fläche einen Ventilatorenpark bauen, der die ach so benötigte kalte Luft lieber nach Hitdorf bläst?!? Ich frag ja nur. Ansonsten bin ich noch für das Stinkefingergebäude ein paar Seiten vorher hier im Thread... :LEV7

    Sollte der Bayer tatsächlich ernstmachen und Cropscience woanders hinverlegen, dann bedeutet das erhebliche Einbußen. Natürlich wäre eine Verlegung für den klammen Konzern finanziell nicht gerade sinnvoll, aber auch ein Statement für alle anderen Städte, die meinen, sie könnten dem größten Arbeitgeber der Stadt ungestraft ans Bein pinkeln.

    Jetzt wirds spannend...

    In diesem Fall ist es ja sogar noch sinnbefreiter. Es geht ja lediglich darum ein Verfahren der Art "Machbarkeitsstudie" (ökologische Faktoren) einzuleiten und nicht Mal um ein konkretes Ergebnis, ob der Campus jetzt kommt oder nicht. Es geht einzig ums Verhindern und der Peto mit aller Macht eine reinzudrücken!

    Er argumentiert aus > seiner Position klar, sachlich und stringent...beeindruckender Jungpolitiker! Die Bürgermeisterin ist mir auch sympathisch.

    Viertelstunde Pipi-Pause.

    Er war bei der letzten Wahl der Gegenkandidat zur neuen Bürgermeisterin. Der alte Bürgermeister Daniel Zimmermann hat aber zu viel Porzellan zerbrochen in den letzten beiden Amtsperioden. Die Peto hat die absolute Mehrheit voll ausgespielt und ist kaum auf andere Vorschläge eingegangen. Die jetzige Diskussionspolitik im Stadtrat mit veränderten Vorsätzen ist gerade in dem Fall "Bayer-Campus" eine reine Retourkutsche. Es geht einfach nur ums Prinzip, egal wie falsch man selber liegen kann....

    Kurze Zusammenfassung, für die, die nicht schauen:

    - Die Bürgermeisterin möchte eine Bürgerabstimmung zur Prüfung des Genehmigungsverfahren.

    - Die Peto möchte den Bayer-Campus.

    - Die CDU lehnt den Campus aus 2 Punkten komplett ab. Das Klimaschutzgebiet habe enorme Wichtigkeit ABER eine gewerbliche Bebauung wäre natürlich möglich. :LEV7:LEV14 Der 2. Punkt ist, dass durch die CDU bezweifelt wird, dass es nicht noch andere Standorte für den Campus gibt, aber halt in anderen Städten. Der CDU-Typ redet aber auch noch...

    Wenn die halbe italienische Liga hinter ihm her ist, dann sollte man den Hype mitnehmen und ihm ein ordentliches Preisschild umhängen. 30 Mios + 25-35% WVB. Wenn er so durch die Decke geht, wie anscheinend alle Talentscouts in Italien glauben, dann sollen sie auch dafür ordentlich bezahlen.

    Sollte er tatsächlich richtig durchstarten und die Premier League ruft, dann gibt es noch einen satten Nachschlag. Anscheinend forciert er ja seinen direkten Wechsel und möchte unbedingt weg. Schon alleine um den neuen Trainer keine unzufriedenen Spieler direkt zum Start vorzusetzen, sollte man handeln und K.A. ziehen lassen. Wie wichtig Harmonie ist, das haben wir in der Double-Saison sehen können...

    In der Hinserie der Doublesaison gehörte er vom Spektakel und der Klasse her defintiv zu den Top-5 aller Stürmer weltweit. Meiner Meinung nach gibt es einfach keinen vernünftigen Grund ihm nicht hinterherzutrauern. Jeder Verein würde sich so einen Spieler wie den Boniface aus dieser Hinserie wünschen. So ein Spieler füllt Stadien! Ich sehe ihn sogar als eine Zlatan light-Version. Ohne Verletzungen und bei einigermaßen gleichbleibender Leistung wäre er schon über Leverkusens Grenze hinaus bei vielen anderen Fans Kult.

    ... im zweiten Fall ja doch! Aber jede Entscheidung hat dann eben Konsequenzen mit denen man umgehen muss! Das hatte PauloSergio-SD2 schon hier treffend formuliert post2537234 

    Ich hatte das mit den Wahlversprechen darauf bezogen, dass der Stadtrat in erster Linie die Finanzen in den Griff bekommen möchte, was jedoch nicht möglich ist, wenn plötzlich der größte Arbeitgeber die Stadt verlässt umd über 2000 Arbeitsplätze wegfallen. Auf das Klima bin ich da nicht mals eingegangen. Und dieses Wahlversprechen würden sie dann definitiv brechen

    Und wie auch immer es ausgeht, die Politik hat (im Auge des Wählers je nach Betrachtungsweise) versagt.

    Entweder knickt man vor dem größten Arbeitgeber der Stadt ein, der seinen Willen bekommt, und die Wähler sind verärgert weil ein Wahlversprechen gebrochen wurde

    Oder

    der Stadtrat bleibt hart umd der größte Arbeitgeber verlässt Monheim und reißt ein riesen Loch in den eh schon klammen Finanzhaushalt, was Monheim in vielen Bereichen unattraktiver macht.

    Imageverlust oder finanzieller Schaden

    Pest oder Cholera

    So weit hätte es nicht kommen müssen. Aber wenn es um Wählerstimmen geht, werden gerne schon Mal Versprechungen gemacht, die man auf keinen Fall einhalten kann...

    Sicherlich war die Zeit für "Vereine" nicht dolle. Aber hat sich nach Corona etwas verändert? Ich hab' eher das Gefühl, das es schlimmer geworden ist.

    Naja, das wird uns Leverkusenern ja vorgeworfen, dass wir durch Corona eher Vorteile hatten, weil die AG unsere Verluste aufgefangen hat, während alle "Nicht-Werksvereine" finanziell gestruggeld haben. Nur deswegen hätten wir uns den Meisterkader aufbauen können, weil der Bayer die finanziellen Rücklagen für teure Spieler hatte, die die anderen Vereine eben nicht hatten. Natürlich ist das weit hergeholt, aber musste das leider schon häufiger lesen. Die Fans und deren Kaufkraft sind schon noch ein mächtiger Faktor, aber den Mitbestimmungsfaktor hast du vermutlich nur noch in den wenigen richtigen "eingetragenen Vereinen".