Das habe ich nicht geschrieben! Du schreibst hier aber in genau diesem engstirnigen und intoleranten Stil weiter, wie jetzt wieder von CDU und Co dort Politik verstanden wird. Das keine der aktuell regierenden Parteien, die dazu alle völlig unterschiedliche Schwerpunkte haben, überhaupt annähernd an die Werte der Vorgänger herankommt, zeigt nicht unbedingt eine brachiale Unzufriedenheit!
Investitionen bringen übrigens immer "Schulden" mit sich, so ist der Kreislauf. Ich kann natürlich auch so lange nicht investieren bis z.B. Brücken kaputt und die Bürger weg sind. Dieses Spiel kann man in vielen Kommunen und Städten sehen.
Was hat das mit engstirnig oder intolerant zu tun, wenn man auf Missstände aufmerksam macht. Wenn man trotz der geringen Größe Monheims von einer der reichsten Städten NRWs in ein Milliardenminus rutscht, massiv Kohle raushaut und keinen Plan hat, wie man das Geld je wieder reinholen soll, dann kann man wohl von einem massiven Versagen ausgehen. Daniel Zimmermann, der in den ersten Jahren sehr viel richtig gemacht hat, hat sich zum Ende seiner Amszeit komplett verrannt. Er ist ja bei der letzten Wahl auch gar nicht mehr angetreten. Und da es bei den vorherigen Wahlen immer absolute Mehrheiten gab und die Peto dies die übrigen Parteien bei Stadtratssitzungen auch haben spüren lassen, mussten sie sich quasi zusammenschließen. Anders wäre dieses Bündnis auch niemals zusammengekommen. Und wie gesagt, die Peto hat in den ersten Jahren super Arbeit geleistet, aber das Ende mit diesen riesigen Schuldenbergen war einfach zu viel. Durch ihre vorherige Arbeit haben sie sich vermutlich einen großen Kredit bei der Wählerschaft aufgebaut.
Ja, natürlich kosten Investitionen Geld und bringen auch mitunter Schulden mit sich, aber nicht in diesem völlig ausufernden Rahmen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie z.B. die Mackpyramide je wieder die Ausgaben von 44 Mios amortisieren soll. Der Umbau des Mona Mare sollte ursprünglich 29 Mios kosten, dann kam das Wellenbad hinzu. Nun sind es da auch über 44 Mios an Kosten. Für die Straßensanierungen in Baumberg sollten dann aber schön die Anwohner zur Kasse gebeten werden als die Stadt noch im Geld schwamm. Und du sprichst Brückensanierungen an. Bei normaler, aber lebenswichtiger Infrastruktur wäre ich bei dir. Aber ich bin nicht bei dir, wenn es um Investitonen geht, die nur wenige Menschen in Anspruch nehmen und wie die o.g. Investitonen nicht "überlebenswichtig" sind. Da passt für mich einfach einiges nicht zusammen. Und trotz vieler Proteste gegen viele Investitionen wurde stocksteif von der Peto daran festgehalten. Ich bin nicht gegen die Peto, aber die Investitonen der Stadtpolitik der letzten Jahre waren einfach bodenlos ausufernd. Und unter normalen Umständen würde ich sogar wieder Peto wählen, wenn sie sich wieder auf die vielen guten Ideen aus der Anfangszeit besinnen würden.
Und jetzt haben wir 43k Einwohner und Milliardenschulden. Wie soll das je wieder aufgefangen werden? Die Gewerbesteuer noch weiter senken? Das funktionert einfach nicht. Und ja, fast alle Kommunen sind mittlerweile enorm verschuldet aus vielen verschiedenen Gründen. Aber ich kann den Karren nicht absichtlich mit voller Wucht gegen die Wand fahren, nur weil ich etwas von dem erwirtschafteten Geld als Soli-Beitrag an andere Kommunen abgeben soll oder weil ich mir ein Projekt in den Kopf gesetzt habe, was in meinem Kopf total toll ist aber trotzdem viele für reine Geldverschwendung erachten.
Aber hier geht es um den Bayer und nicht um Monheim. Ich kann es auch nicht verstehen, dass das neue "Bündnis" sich so massiv gegen das Trainingsgelände stellt. Ja, es war im Wahlkampf Thema, aber in erster Linie ging es dem Bündnis um die Finanzpolitik. Durch das Trainingsgelände würde Monheim ja sogar Mehreinnahmen generieren. Ich verstehe es also nicht wirklich, warum man nicht wenigstens kompromisbereit ist.