Beiträge von roginho

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    Original von FA-Chef
    1.Ich habe es klar geschrieben, jeder liest hier genau das, was er lesen will. Es gibt hier aus meiner Sicht genug Argumente die sich auf die "Ultras" und den "lustigen" Dauersupport beziehen. Das kann so einfach nicht akzeptieren. Lies doch mal selbst nach!


    Genau, und so geht es auch dir. Auch du liest meines Erachtens Dinge heraus, die du gerne lesen willst. Gerade deine "Respektlosigkeits"-Ausführung hinsichtlich des Begriffes "trällern" ist für mich übertrieben.


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    Original von FA-Chef
    2.Die Kritik die ich in meinen Argumenten aufgenommen haben kommt aus der "schweigenden" Mehrheit, die eine andere Gruppe kritisiert. Mit der von Dir genannten Einstellung wird es so bleiben wie es ist, jeder macht sein DING und fertig. Ich zitiere hier bewusst keine anderen User, weil ich nur das Gesamtbild aufnehme und keine einzelnen Meinungen.


    Jetzt mal ganz dumm gefragt: Was ist schlimm daran, dass jeder sein Ding macht? Ich sage gar nicht früher war alles besser, aber spontaner und ehrlicher fand ich es schon. Ich weiß nicht ob sich hier noch einer an Kai-Uwe erinnert, der immer auf den Zaun kletterte und Lieder anstimmte? Damals nannte man ihn Kai-Uwe und nicht Capo und der kletterte auf den Zaun wenn er dachte er müßte es tun und die Fans, die wollten stimmten mit ein. Und ansonsten machte jeder sein Ding und gut. Ich brauche keinen Verhaltenskodex wie ich mich im Stadion zu kleiden habe oder wie ich mich zu verhalten habe. Ich schreibe das keinem vor und keiner schreibt mir das vor. Das ist die Aussage von GWM04 und der stimme ich vorbehaltlos zu. Ich untersage keinem Dauersupport, Dauerfahnenschwingen oder Schweigen, aber ich lasse mir auch von keinem erklären, dass nur seine Meinung die einzig wahre ist und er darüber entscheidet wer ein "wahrer, echter" Fan ist und wer nicht.


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    Original von FA-Chef
    3.Hast Du Angst vor dem Wort Organisation? Ist es schlimm wenn sich mal eine Gruppe von Leuten eine Identität geben? Ist das schon ein Fehler? Deine angedeuteten Assoziationen sind nicht akzeptabel. Was sollen solche Interpretationen? Das macht Dir Angst? Wovor? Das einer was vorsingt? Ist das der Anfang vom Ende?


    Beantworte ich mal deine Fragen der Reihe nach: Nein, nein, nein. Ich habe keine Assoziationen angedeutet und nichts interpretiert. Nein es macht mir Angst dass Organisation egal ob gut ob schlecht pauschal Respekt verdient. Angst davor von gut organisierten Leuten in Sippenhaft gezwungen zu werden. Das hat mit Singen nichts zu tun und ja, vielleicht ist das der Anfang vom Ende.


    Ich will hier aber mal ausführlicher werden. Die Assoziationen, die du aus meinem Beitrag herausgelesen haben willst (übrigens wieder ein schönes Beispiel dafür, dass du gelesen hast was du lesen wolltest!) gehen vielleicht in die Thematik "3. Reich". Ja, auch da würden sie passen, meine Aussage war aber pauschal und auch so pauschal gemeint. Es liegt in der Natur des Menschen, dass eine Mehrheit, weil schweigend, oft durch gut organisierte Gruppen in Situationen gebracht werden, die sie nicht verantworten wollen. Wir müssen da gar nicht in die Geschichte gucken, sowas findet tagtäglich vor unserer Nase statt. Vereine, Verbände, Parteien etc. haben sich organisiert und sprechen in MEINEM Namen Dinge aus, die ich so nicht sagen würde, beschließen Sachen, die ich so nicht machen würde, die meines Erachtens auch keinen Respekt verdienen, weil sie aus eigennützigen Gründen erfolgen. Wenn du also schreibst: "Die "Ultras" sind Leute die haben Energie und organisieren sich, das verdient meinen Respekt! EGAL OB ICH DAS GUT ODER SCHLECHT FINDE!" dann habe ich damit Probleme. Würde es Respekt verdienen, dass eine gut organisierte Gruppe vorschreiben möchte, wann wer im Stadion was zu machen habe, wie man sich zu kleiden hat oder wo jemand zu sitzen oder stehen hat? Egal ob ich das gut oder schlecht finde??? Du erteilst da leichtfertig und ohne Grund einen Freibrief, und damit habe ich Probleme. Nochmals: Ich möchte hier niemandem was unterstellen - daher auch meine Frage nach dem Selbstverständnis der Ul.

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    Original von FA-Chef4. Wie sieht es denn mit Deiner Selbstkritik aus?


    Danke der Nachfrage, sehr gut. Ich stelle mich natürlich auch in Frage. Nach Beobachtungen der letzten Zeit habe ich mir sogar die Frage gestellt: Ist das noch mein Verein? Ist das noch mein Sport? Worum geht es eigentlich? Ich habe mir gedacht, naja, vielleicht bin ich einfach zu alt geworden und gehöre da nicht mehr hin. Das wäre dann im Einklang mit deinen Worten: Trennt Euch doch mal von den alten Zeiten, die sind nun vorbei. Vielleicht liegt die Lösung der Probleme aber gar nicht in deiner Aufforderung. Natürlich sind vergangene Dinge vorbei, das heißt doch aber nicht, dass Dinge die früher funktioniert haben jetzt falsch sind. Und da schließt sich für mich ein Kreis. Habe ich Angst vor dem Wort Organisation? Nein, aber vor dem was Organisation verursachen kann. Es kann z.B. Spontanität einengen oder gar verhindern. Es sind Aussagen wie diese: "Nicht die Interessen eines Einzelnen stehen im Vordergrund, sondern was zählt ist nur die Gruppe.", die mir Angst machen.


    Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Meinung alleine dastehe oder ob ich damit in die Gruppe der "Old-School" gehöre oder sonstwohin. Ich will eigentlich in keine dieser Schubladen. Ich bin ich. Ich bin Bayer Fan, ich will ins Stadion gehen, ich will feiern, toben, singen, schreien, trauern wie es MIR gefällt.

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    Original von FA-Chef
    Es kann aus meiner Sicht nicht sein, das nun einzelne Fans die nicht der ULs angehören die Ul dafür verantwortlich machen, das die Stimmung so ist wie sie eben ist!


    Entscheidet der Organisationsgrad eines Fans über die Eindrücke, die er hat und äußert? Zudem habe ich hier nirgends gelesen, dass hier ein "Generalschuldiger" gesucht wird. Es gehören immer mehrere Faktoren dazu, die "Schuldigen" finden sich überall.


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    Original von FA-Chef
    Müsste sich nun die "MEHRHEIT" der Ultrasgegner auf einen gemeinsamen besseren Weg zur Stimmung im Stadion einigen, dann gibt es sicherlich eine Kopie vom Melatenfriedhof! Ich kann mich doch nicht darüber definieren das ich Dauersupport lächerlich mache!


    Entscheidet der Organisationsgrad eines Fans über die Einteilung in einen "wahren Fan" und einen "Erfolgsfan"? Ich habe hier nirgends gelesen, dass man sich über den Dauersupport lustig gemacht hätte. "Jedem Tierchen sein Plesierchen", "Jeder Jeck is anders" - aber das gilt bitte schön für alle und ich denke da sind wir uns einig.


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    Original von FA-Chef
    Die "Ultras" sind Leute die haben Energie und organisieren sich, das verdient meinen Respekt! EGAL OB ICH DAS GUT ODER SCHLECHT FINDE!


    Uiuiuiui, mit solchen Sätzen habe ich wirklich echte Probleme. Es gab Leute mit überaus hohem Organisationsgrad und unheimlichen Energien, die wegen der Unorganisiertheit der Mehrheit wirklich schlechte Sachen gemacht haben. Das nötigt mir keinen Respekt ab, es macht mir Angst.

    Der Beitrag von GWM04 spiegelt meine Gefühle überdeutlichst wider.


    Vor einiger Zeit hatte ich mal überspitzt den Begriff "Blockwart" verwendet. Mir kam es nämlich so vor, als würden einige Fans nichts, aber auch gar nichts vom Spiel mitkriegen, weil sie nur noch mit "Dauersupport" beschäftigt waren und das mit dem "Dauer-Rücken-zum-Spielfeld". Dabei wurde beobachtet, wer denn da bei was mitmacht und wer nicht. Natürlich konnte dann noch - ich schätze bei einer Pause des Dauersupports zwecks Atemholen - das Wort "Erfolgsfan" in Richtung eines nicht mitmachenden Fans herausgequetscht werden.


    Was jetzt folgt, hat nur bedingt etwas mit der Ultra-Szene in Leverkusen zu tun und ich möchte mir kein abschließendes Urteil über diese Gruppierung in Leverkusen erlauben. Vorab: sie sind Bestandteil der Fanszene und haben dort selbstverständlich ihre Rechte wie jeder andere Fan auch.


    Das Thema "Ultras" hat mich dann neugierig gemacht und ich habe mich gefragt, wer oder was sind diese Ultras eigentlich und was wollen die von mir und meinem Sport? Was liegt also näher sich mal mit dem Namen zu beschäftigen. Warum heißen die Ultras Ultras? Wikipedia sagt: "Der Name der Bewegung geht auf eine italienische Zeitung zurück, die es Ultrà nannte, dass Anhänger des FC Turin einen Schiedsrichter bis zum Flughafen verfolgten" Also, ich nenne sowas nicht Ultra, ich finde dafür eher ein anderes Wort - aber welche Fangruppe würde sich schon freiwillig "Idioten" nennen?


    Spaß beiseite: wichtig scheint mir bei wikipedia folgende Ausführung: "In vielen Fanszenen spielen die Ultràs allein schon deswegen eine dominante Rolle, weil es keine weiteren Gruppierungen gibt, die ihnen diesen Platz streitig machen könnten. Das daraus resultierende Missverständnis, die Ultràs hätten einen Alleinvertretungsanspruch der Kurve und Befehlsgewalt über den Fanblock, führt immer wieder zu Konflikten zwischen Ultràs und unorganisierten Fans."


    Hm, dachte ich mir, ist das in deutschen Stadien auch so? Ich habe mir dann mal die Websites einiger Ultras in Deutschland vorgenommen und ich zitiere mal Beispielhaft aus einer zum Thema "Ultra":


    "Nicht die Interessen eines Einzelnen stehen im Vordergrund, sondern was zählt ist nur die Gruppe."


    "Allgemein anerkannt und von den Normalo-Fans honoriert haben sie durch ihre immensen Leistungen für den Verein und die Repräsentation ihrer Städte eine derart wichtige Position im Vereinsumfeld erobert, dass man mit Fug und Recht sagen kann: Ohne die führende(n) Gruppe(n) der Kurve geht gar nichts mehr – mit ihnen geht alles!"


    "Ihre Stimme als legitime Vertretung aller wahren Fans muss gehört werden, weil sonst bei Tausenden oder ganzen Gemeinden, die hinter „ihren“ Jungs stehen, ein Sturm der Entrüstung losbrechen würde, der auch schnell mal den ein oder anderen missliebigen Offiziellen vom Stuhl blasen würde."


    "Es geht um die Vorherrschaft in der Kurve."


    Wie ich bereits geschrieben habe, ich möchte diese Aussagen NICHT in Bezug zur Ulta-Szene in Leverkusen bringen. Aber mich würde es mal einfach interessieren zu lesen, wie ein Leverkusener Ultra sich und die Gruppierung beschreiben würde. Ich gebe ganz offen zu, ich habe Probleme mit Äußerungen wie "wahrer Fan", "Erfolgsfan", "Vorherrschaft". Vielleicht kann man mir hier mal aufs Pferd helfen.

    Das Spiel hat meines Erachtens die Defizite unserer Mannschaft nochmals verdeutlicht.


    1. Die Spitze ist die ärmste Sau der Welt. Nachdem Kießling durch die Auswechslung von Gekas ins Zentrum mußte, war er nur noch ein Schatten seiner vorher sehr ansprechenden Leistung.


    2. Hinter den Spitzen tut sich viel zu wenig. Defensiv gehts ja noch, aber die Art und Weise wie ein Barbarez spielt ist manchmal einfach nicht angebracht. Ich will damit keinesfalls auf Barbarez schimpfen, nur seine Spielart mit möglichst einer Berührung oder dem Ball durchlassen das Spiel zu gestalten ist manchmal nicht anbracht, da wäre jemand der variieren kann, der auch mal den Ball länger hält und den sicheren Paß spielt angebrachter.


    3. Wir haben eine recht solide Verteildigung, die natürlich noch den einen oder anderen Fehler einstreut. Aber in einigen Situationen verlieren die vollständig den Kopf und es ist kein Ruhepol da, der da für Abhilfe sorgt, es ist dann immer alles sehr jugendlich-hektisch.


    4. Selten, dass wir das Spiel variieren, die Angriffe werden recht stereotyp vorgetragen. Keine wirklichen Ideen und nur zu selten konstruktiver Spielaufbau der Verteidiger, seltene Vorstöße der Verteidiger ... irgendwie alles ausrechenbar - aber da kann ich den Trainer verstehen, Sicherheit geht da wohl vor.


    Ansonsten: Mund abputzen und die Punkte verbuchen. Ich habe das Team nicht sonderlich gut gesehen, aber auch nicht grottenschlecht. Durchwachsen.

    Ich glaube zu dem Spiel ist eigentlich alles gesagt. Stark angefangen, nachgelassen und dennoch hätte es zum Sieg reichen müssen.


    Der Schiedsrichter hat mich aber sehr aufgeregt. Lassen wir mal den Abseitspfiff gegen Gekas und das Foul an Kiesling unbeachtet, dann bleiben da aber noch einige krasse Fehler übrig. Allein Tinga hat seine Gegenspieler 4 x absichtlich und offensichtlich umgerissen. Erst nach der vierten Aktion gab es Gelb. Zuerst hatte ich den Eindruck, der Schiri wolle ums Verrecken ohne Karten auskommen, dann erwischt es ausgerechnet Barbarez bei seiner 2. Aktion. Für mich eigentlich eine klare gelbe Karte für Babarez, aber bei dem Maßstab hätte er schon vorher einigen Dortmundern Gelb zeigen müssen. Es ist eine Frechheit, wie einige Pfeifenmänner ihr "Fingerspitzengefühl" einseitig einsetzen. Das gipfelte dann sogar darin, dass sich ein Dortmunder dafür bedankte, dass er für eine überflüssige wie üble Aktion keine Karte bekommen hatte. So ein Schiedsrichtergespann taugt nicht für die Bundesliga. Man kann nicht sagen, dass Leverkusen offensichtlich verpfiffen wurde, aber schlecht war dieses Schirigespann allemal, sowas dürfte bei mir nicht mal 3. Liga pfeifen.

    Es mehren sich im Moment die kritischen Stimmen und ich gebe zu, ich befürchte auch Schlimmes - ähnlich dem englischen Fußball. Anstoßzeiten und Spieltage werden mehr oder weniger vom Fernsehen diktiert. Naja, Anstoßzeiten samstags um 12 Uhr lassen mehr Samstagsfreizeit nach dem Spiel entstehen - vielleicht will man sich ja auch noch die anderen Spiele, die um 15.30 und um 18 Uhr angepfiffen werden, im Pay-TV ansehen? Schön wird es erst, wenn sich ein Spieltag durch Fernsehrechte, Anstoßentzerrung und die Verpflichtungen mancher Verein im europäischen Fußball auf zwei oder drei Wochen streckt. Hey, vielleicht sind wir dann Fünfter, aber würden wir alle noch ausstehenden Spiele gewinnen könnten wir auch Erster sein ... naja, und teuerer wirds dann halt auch - entweder durch das freiwillige Pay-TV oder eine neue Steigerung beim Zwangs-Pay-TV, dass durch die GEZ eingetrieben wird. Immerhin, die Liga nimmt mehr Geld ein und wer unterstützt nicht gerne seinen Verein???


    Ach ja, und Kirch wird dann auch noch die Bilder und die Interviews selber produzieren ... im Auftrag der DFL ... da kann man wahrscheinlich schon vor dem Spiel die Interviews der Spieler ansehen, die den Ausgang des Spiels kommentieren ...


    Aber vielleicht täusche ich mich auch, vielleicht wird alles viel besser und dann frißt das Rotkäppchen den bösen Wolf und Schneewittchen haut der bösen Fee die Spindel in den Allerwertesten.


    Man wird sehen.

    Hier äußern sich sehr viele so, als hätten Sie wirklich Ahnung über das Regime im Iran. Sowohl in die eine wie in die andere Richtung wird hier mit Halbwissen politisch diskutiert. Der Nahostkonflikt ist schon älter als die meisten hier leben und dennoch hat scheinbar jeder alles in seiner vollen Komplexität verinnerlicht und weiß wie was wo abgeht.


    Diese Diskussion ist meines Erachtens unsinnig. Ich glaube die Lage kann von hier aus keiner wirklich einschätzen.


    Beschäftigen wir uns doch einfach mit den Fakten, die wir haben:
    Dejagah will aus irgendwelchen Gründen nicht in Israel spielen. Dies ist sein gutes Recht, keiner wird ihn dazu zwingen wollen. Ungeachtet der Tatsache, dass man dieses Dilemma hätte vorab verhindern können, muß man jetzt seine Aussagen und Absichten prüfen, denn ein Fußballspiel darf nicht, auch nicht durch einen einzelnen Spieler zum Politikum gemacht werden. Genau das ist aber geschehen.


    Leute, die hier fordern, dass man die Entscheidung einfach so akzeptiert verstehen meines Erachtens nicht die Zusammenhänge. Die Nationalmannschaft ist einer der wichtigsten Repräsentaten der Bundesrepublik. Kein Nationalspieler sucht sich die Mannschaften aus, gegen die er spielen will und gegen welche er ein Auflaufen verweigert. Entweder ich spiele oder ich spiele nicht. Also einfach zu akzeptieren ist die Weigerung Dejagahs nicht.


    Sollte es triftige Gründe geben, warum ein Spieler ein bestimmtes Spiel verweigern möchte, dann muß man das hinterfragen und es können weniger spektakuläre Möglichkeiten für den Spielverzicht er- bzw. gefunden werden.


    So wie es jetzt lief und dabei nicht zuletzt auch durch den Spieler lief, ist er in einer blöden Lage: Soll er sagen, er hätte Angst um seine Familie weil das Iranische Regime...? Da hätte er auch gleich in Israel spielen können, denn er tritt damit den Iranischen Machthabern erst recht öffentlich vor das Schienbein. Soll er sagen, er spiele aus persönlicher Abneigung nicht gegen Israel? Damit ist seine Karriere in Deutschland eigentlich beendet.


    Fazit: Hätte er mal besser geschwiegen und wäre er mal besser beraten worden - so ist die Situation verfahren.

    Was Dejagah gesagt hat, gesagt haben soll, gemeint hat, dachte gemeint zu haben, ... man weiß es nicht so genau, deshalb werde ich den Spieler weder in Schutz nehmen noch verdammen.


    ABER!!!


    Fakt ist: Spieler, Spieler-Berater, der Verein und der DFB haben hier mehr als kläglich in Sachen Diplomatie versagt. Hier wurde erstmal das ganz große Porzellan zerschmissen, quasi die Weltöffentlichkeit für ein Thema hergestellt, das man pfiffiger hätte lösen können, nein lösen müssen. Der Spieler mag da sein Herz auf der Zunge getragen haben, aber Berater und Verein und DFB hätten dieses Problem schon im Vorfeld abfedern müssen. A) Er wird z.B. vom Verein nicht freigegeben bzw. Schonung eingefordert B) Er meldet sich verletzt C) Er hat wichtige persönliche Termine D) Er wird gar nicht erst nominiert ... Hier wurde gestümpert und keiner darf sich jetzt wundern, dass bei diesem Thema jetzt überall die Lampen angehen. Dem Spieler darf man ins Gebetbuch schreiben: Man muß nicht unbedingt lügen, aber man muß auch einfach mal wissen, wann man besser mal gar nichts sagt.

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    Original von yBL_D@viD
    versteh das nicht, was es für viele negative meinung über jens nowotny gitb. man solte trotz des geld problems mal nicht vergessen, was er am platz für unseren verein getan hat - aber man vergißt schnell!


    Was er am Platz für den Verein getan hat war großartig - dafür wurde er auch großartig bezahlt. Dass er nicht gewechselt hat als es möglich war, war wohl weniger der Verdienst des Vereins oder der Fans, sondern mit Sicherheit der des Geldes. Nowotny hätte in Leverkusen sein eigenes Denkmal anschauen können, das Geld war ihm einfach lieber. Der letzte Eindruck, den ein Mensch hinterläßt ist meist der bleibende. Nowotny hat es tatsächlich allein oder durch seinen Berater-Onkel erreicht, sich hier einen besch...eidenen Abgang zu verschaffen, so bleibt als Fazit: Ein begnadeter Fußballspieler aber eben auch ein begnadeter Abzocker.


    Tut mir leid, ich vergesse eben nicht schnell - Herr Nowotny hat aber scheinbar zügig vergessen, was ihm auch dieser Verein oder auch ein Rudi Völler in der Nationalmannschaft ermöglicht haben. Seine Karriere verdankt er eben auch den Menschen, die er dann über den Tisch zu ziehen suchte - und dazu zähle ich auch uns Fans aus Leverkusen.


    Also, wenn wir schon Korinthen kacken, dann aber doch bitte richtig. Natürlich habe ich dich vollständig und daher absolut richtig zitiert. Ja, ich habe dein "In der Halbzeitpause" weggelassen, allerdings kannst du die Beobachtungen mit den Flaggen nur während des Spiels gemacht haben und deiner Meinung nach wurde ja auch "das Spiel mit, mir rätselhaften Kommentaren" gefüllt. Ich weiß zwar wie man sich vor dem Spiel abfüllt, aber nicht nicht genau, wie man ein Spiel selber abfüllt und womit, aber abfüllen kann man nur etwas, was da ist und in der Halbzeitpause war kein Spiel da. :) Du siehst, Erbsen zählen macht Spaß.


    Zitiere ich dich mal weiter: "Gehört diese Art von Fan nicht von den supportenden Leuten entfernt?" Und genau da habe ich eingehakt und deine Ausführungen zum Thema "Ausrottung der Rasse des emotionsgeladenen Fußballfans" mal ins ohnehin vorhandene Absurde weitergeführt, bevor irgendwer noch sowas ernst nimmt. Ich hatte bei deinem Sprachstil, der mich an irgendeine historische, kranke und vollkommen unwitzige Begebenheit erinnerte, schon ganz andere Dinge geschrieben, mich dann aber doch noch zurückhalten können.


    Dein Beitrag strotzte vor inneren Widersprüchen. Auf der einen Seite bedauerst du z.B. das gegenseitige Zerfleischen und Aufteilen der Fanszene, schreckst aber nicht davor zurück Leute "zu entfernen" oder die Besucher der Familystreet auszuschließen. Natürlich, wenn Fans, die nicht nach deinem Gusto sind entfernt werden, dann zerfleischt sich auch keiner mehr. Und hey, es ist ja alles nur Notwehr, weil Aktionen wie z.B. die Familiystreet deine "Rasse ausrotten".


    Ja, ja, schon klar, das war ja alles gar nicht so gemeint. Mein Rat: Dann schreibe einfach was du meinst.

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    Original von rheinhessen-ulf
    :LEV18 Der Begriff Realsatire bekommt in diesem Thread doch immer gut Futter. Auf geht's zu den nächsten 100 Seiten :LEV19


    -Barcode-Tattoo in den Nackenbereich
    (bei langhaarigen Stadionbesuchern erfolgt Kurzhaarschnitt, dieser
    wird bei Bayer04-Clubmitgliedern pikanterweise von Rudi oder
    Hans-Peter vorgenommen)
    -Hochgezüchtete Ordner sorgen für Mülltrennung direkt vor'm Stadion,
    die separierten Personen werden entsprechend eingeblockt


    :LEV14 und :LEV9[/quote]


    Ich sehe das Thema ist ausbaufähig und es kommen prima neue Ideen hinzu. Das mit dem Ordner züchten stelle ich mir interessant vor - und ein wenig froh bin ich schon, dass ich bereits eine Kurzhaarfrisur habe.

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    Original von Erik M.


    Hm, mal sehen, wie lange es dauert, bis der erste postet "ja, ich musste auch arbeiten und war trotzdem da, es geht alles, wenn man nur will"... :D :LEV19


    Und da bleibt ja schließlich auch noch die Kündigung als Probates Mittel um doch noch zum Spiel gehen zu können. Es geht alles, wenn man nur will.

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    Original von Grimaudino
    Wahrscheinlich tauchen die Erfolgfans erst wieder nach der Gruppenphase auf :LEV16


    In diesem Zusammenhang fordere ich eine öffentliche Steinigung all derjeniger, die es sich erdreisten um diese Zeit noch zu arbeiten.


    Auf der anderen Seite hat uns diese Anstoßzeit unter der Woche doch eine probate Antwort auf die flehentlichen Gebete der "Erfolgsfanbekämpfer" gegeben. Wenn die Erfolgsfans unter der Woche um 17.15 Uhr nicht ins Stadion können, dann sollten wir alle Spiele Donnerstags um diese Zeit austragen - allein mir stellt sich die Frage: Wo waren die echten, einzig wahren Fans, wo doch dieses Mal die Erfolgsfans denen die Karten nicht wegnehmen konnten?

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    Original von :Miles
    Ich habe eine Reihe entdeckt, in der ca. 8-9 ältere Leute nebeneinander saßen, für die es sicher rein vom Alter her gar nicht möglich ist bei jedem Lied mitzuziehen. Das könnte ich in dem Alter(in diesem Fall spreche ich von ca. 60-70 Jahren) sicher auch nicht und soll kein Angriff auf diese Leute sein. Außerdem fällt mir auf, dass sich im Block und vor allem in der ersten Reihe die Anzahl von Gruppen pubertierender Jugendlicher, die stolz sind eine Fahne der UL in der Hand zu halten ohne wirklich zu wissen, wie und wann man diese schwenkt und das Spiel mit, mir rätselhaften Kommentaren füllen, von Mal zu Mal steigt.
    Da stell ich mir die Frage, braucht ein Stimmungsblock diese Art von Fan? Gehört diese Art von Fan nicht von den supportenden Leuten entfernt?


    Endlich einer, der denn Sinn eines Fußballspiels verstanden hat! Bravo! Wir sollten pro Spiel ca. 200 Leute abstellen, die während der Partie die anderen beobachten und derartige Unfans an den Haaren aus dem Block schleifen. Bei älteren Fans (ca. 60 - 70 Jahre) bei denen der Haarwuchs für derartige Aktionen nicht mehr ausreicht sollte man vielleicht überlegen, diese bei lebendigem Leib direkt vor dem Block zu verbuddeln - das sollte ihnen dann für zukünfitge Spiele eine Lehre sein. Zudem sollten wir pubertierende Jugendliche nicht mehr ohne UL-Fahnen-Schwenk-Zertifikat in den Block lassen. Dieses erhalten sie nur, wenn sie exakt wissen wann und wie man diese Art Fahnen schwenkt. Nichtbeachter der Schwenkverordnung sollten zukünftig mittels Stromstößen zur Einhaltung der Schwenkdisiziplin gebracht werden. Ansonsten bleibt wirklich nur die Lösung, diese Unfans von den supportenden Leuten unter Gewaltanwendung zu entfernen. Sowas ist ja nicht mit anzusehen.


    Achso, bevor ich es vergesse :Miles, der Bayer hat 3:1 gewonnen, du konntest das ja nicht sehen, weil du ja vorbildlich deine Aufgabe als Blockwart wahrgenommen hast!

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    Original von BigB
    Volle Zustimmung, aber gehört das nicht eher in den Stadionausbau-Thread? Wie sich das entwickelt, sehen wir nämlich eh erst, wenn das Stadion ausgebaut ist und das dauert schließlich noch zwei Jahre.


    Nein, es sind diese Dinge, die den Support maßgeblich beeinflussen. Es hat seine Berechtigung - meiner Meinung nach - auch und gerade hier. Eher als diese ewige, gebetsmühlenartige Selbstkasteiung: Uhhhh, unser Support ist ja sooooo schlecht! Oder die Beiträge von den Leuten, die Leverkusen-Fans in unterschiedliche Gruppen spalten und genau wissen, welche Haarfarbe und Schuhgröße ein "Erfolgsfan" hat.

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    Original von schmidty
    Grundsätzlich gebe ich dir recht. Aber wenn du dir die Zuschauerzahlen anschaust kannst du nicht ernsthaft von den Vereinen erwarten, das die die Preise senken. In diesem Sinne haben die Vereine alles richtig gemacht, auch wenn viele von den neuen WM Stadien profitieren und es viele Stadiontouristen gibt. Der "wahre Fan (wer oder was das auch immer ist)" ist heute schon in der deutlichen Minderheit. Ich bin aber leider auch der Meinumg das wir bei weitem noch nicht an der Preisspitze angekommen sind. Schau dir die anderen europäischen Ligen mal an. Wir haben mit Abstand die günstigsten Karten. Kauf dir mal ne Karte für ein dösiges Ligaspiel in Spanien, Italien oder Frankreich. Von England ganz zu schweigen. Die haben ein ähnliches Zuschaueraufkommen wie wir. In Liverpool kostet die günstigste Jahreskarte 500 Pfund, was ungefähr 750 Euro sind.......


    Desweiteren bin ich der Meinung (entgegen vieler anderer), das wir in Lev für Deitschland mit Abstand die fanfreundlichsten Preise und Bedingungen haben. Schau dir mal die anderen Vereine in der Liga an. Da gibt es viele die gar keine Fanvergünstigung für Karten haben, geschweige den Unterstützung vom Verein in irgendeiner Weise bekommen (Bremen hat vor 1 oder zwei Jahren eine "Fanreise" bzw Tagesflieger nach Mailand für 750 Euro angeboten, da mecker nochmal einer über Baysports Travel). Natürlich ist bei uns nicht alles toll, aber der Verein weiss, das er auf die Fans durch unser kleines Potential (Fanclubs, oder die in der Nordkurve sitzen......) mehr angewiesen ist als andere. Wir werden durch den Stadionumbau wieder einen Aufschwung an den Zuschauerzahlen erleben, der aber zum größten Teil Stadiontouristen sein werden. Und wir werden weiterhin im Bundesliga-Vergleich mit die günstigsten sein, auch wenn bei uns, was wir ja schon alle wissen, die Preise steigen werden.


    Du hast recht, wir sind noch lange nicht am Ende angekommen. Und bevor hier ein falscher Eindruck entsteht: Ich jammere nicht, ich stelle fest und ich male die Zukunft etwas düster. Deine Wortwahl ist sehr geschickt wenn du von den "fanfreundlichsten Preisen" sprichst. Das stimmt natürlich, aber macht aus den hohen Preisen immer noch keine "fanfreundlichen Preise", da gibts nämlich noch einen Unterschied. Nur weil andere an Pest und Cholera leiden muss ich mich nicht freuen, dass ich NUR die Pest am Halse habe :)


    Der Weg ist von den Vereinen - von ALLEN Vereinen - eingeschlagen worden und leider gehen wir alles diesen Weg nicht, wir laufen ihn. Und das Beste ist, es sind die Fußballfans, die an der Preisspirale drehen unsere Nachfrage bestimmt den Preis. Daher wird auch das Pay-TV teurer werden, aber halt immer noch wesentlich billiger sein, als as Live-Erlebnis im Stadion, das zu einer elitären Showveranstaltung für Besserverdienende verkommen könnte. Schaut euch doch mal die CL an: Veranstalter ist die UEFA und die bestimmen schon heute, wieviele Karten an die Sponsoren zu gehen haben. Und da gehen dann Leute ins Stadion, die mehr am Buffet als am Spiel interessiert sind. Lecker essen gehen und nebenbei noch ein wenig von dem gucken, wo Leute hinter einem Ball herlaufen. Fehlt noch der Laut-Leise-Knopf für die Stadionbeschallung bzw. die Leute, die für den Besuch auch noch Geld ausgeben. Wer will beim Dessert schon von Geschrei gestört werden?


    Ich sehe schon die Werbung im Fernsehen mit dem Slogan:


    Gehst du schon ins Stadion oder sparst du noch?

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    Original von Micha1904
    ZUm Thema Günstig.....Die UEFA-Karten kosten für Erwachsene heute 22,50€.....Das ist doch unglaublich. Gegen eine Mannschaft, die man kein Schwein kennt. Welche Familie kann sich das in der heutigen Zeit leisten. Und auch die jüngere Generation. Stehplätze locken immmer wieder an, wie schon gesagt in jedem Stadion der Bundesliga. Also werden Stehplätze auch bei uns die Fans anlocken.....


    Die Preise sind wie sie sind, aber wenn ich bedenke, dass man für eine reguläre CL-Sitzplatzkarte locker 70 Euro loswerden kann, dann rechne man sich das mal auf eine fünfköpfige Familie hoch! 350 EURO für ein Spiel über 90 Minuten. Damit treibt man Fußballanhänger in den Fernsehkonsum und zum Pay-TV. Ein Schelm, der denkt das wäre geplant.


    Früher konnte ich es mir leisten von meinem Taschengeld zum Bayer zu gehen und das regelmäßig mit Tageskarten. Heute könnte ich es mir kaum leisten mit meiner kompletten Familie die Bundesliga-Spiele mit Dauerkarte anzusehen. Fußballfan wird man in jungen Jahren, da beginnt die Identifikation mit einem Verein. Welches Kind könnte es sich heute leisten vom Taschengeld alle Spiele von "seinem" Verein zu sehen? Meines Erachtens wurde da ein Preisbummerang geschmissen, der den Verantwortlichen irgendwann wieder um die Ohren fliegt, oder der aus dem Fußball eine reine Show-Veranstaltung macht. Natürlich, die Kosten für die Vereine sind auch exorbitant gestiegen. Der Fan ist verwöhnter und so ein Heizstrahler von oben ist natürlich auch was Feines und den bezahlen alle auch dann wenn 30 Grad im Schatten sind, weil es im Winter dann so schön schnuckelig warm im Stadion ist.


    Das alles führt mich halt zu der Vermutung, dass Fußball in der Bundesliga und bei den erfolgreichen Vereinen im UEFA-Cup und in der CL bald nur noch elitäre Veranstaltungen werden. Der wahre Fan wird mit seiner Familie irgendwann im Trikot mit Fähnchen und Tröte selbstgesticktem Schal und der Ringelwollmütze in den Farben seines Clubs vor der Glotze sitzen.


    Bevor jetzt hier einer aufschreit: Die Schuld dafür liegt nicht bei EINEM Verein aber er liegt an der Richtung, die die Vereine vorgeben. Mehr Geld gibt’s nur für mehr Exklusivität. Bald läuft wieder die Ausschreibung für die Verwertung der Bundesligarechte. Premiere wirft schon wieder Aktien raus, um das finanzieren zu können. Freitag, Samstag, Sonntag – Bundesliga, Montag - FC in der 2. Liga Übertragung, Dienstag, Mittwoch – CL, Donnerstag – UEFA Cup. Jeden Tag gibt’s schon Fußball. Wir spielen heute zur fantauglichsten Zeit 17.15 Uhr, die Bayern gegen 18.45 Uhr, die Nürnberger 20.30 Uhr. Geld regiert die Zeiten und ich sage es euch, bald fangen die ersten BL-Spiele Samstag um 12.30 Uhr an und das letzte um 20.30 Uhr und Sonntag wird auch geteilt. Das ganze erhält man dann als Durchschnittsfan zum Komplettpreis von mindestens 400 Euro wenn man ins Stadion will oder für 100 Euro wenn man sich vor die Glotze setzt.


    Mein Vorschlag: man erschafft virtuelle Spieler, die kosten dann auch nur noch Wartung eines Servers und nicht monatliche Gehälter im sechsstelligen Bereich. Dafür produziert man Merchandising Artikel die jeder Fan unbedingt braucht: Senf, Ketchup, Babystrampler, Unterhosen und für die Dame Reizwäsche in den modischen Vereinsfarben. Dazu gibt man dem Fan daheim einen Joystick in die Hand und der steuert dann über das multifunktionale Display einen oder alle Spieler und ist dann ist er an jeder Niederlage auch selber schuld. Am Ende haben dann irgendwelche Leute viel Geld und die anderen schauen buchstäblich in die Röhre.


    Daher mein Fazit: Die Liga erschafft sich seine eigenen Fans. Dies ist kein Leverkusener Problem – vielleicht sind wir nur etwas weiter als andere Vereine. Ohhhh … ohhhh … ich habe eine Vision: hauptberufliche Fans, die für die Logengäste die typische Fußballatmosphäre erschaffen und das zu jeder erdenklichen Anstoßzeit.


    Bis bald, ich schreibe schon mal eine Bewerbung.


    Nachtrag, weil ich es gerade erst gelesen habe:
    "Mehr Sorgen bereitet Michael Skibbe die frühe Anstoßzeit: „Gegen 17 Uhr zu spielen, ist unglücklich. Schade, ich hätte gern mehr Fans die Chance geboten, nach der Arbeit bei uns zum Spiel zu kommen.“"


    Die Schweine vom Fernsehen haben uns also gezwungen! Eigentlich wollte der Verein nicht, aber die elenden Schufte haben so lange mit Geld gedroht, bis der normale Fan nicht mehr wichtig war.

    Werkself.de ... unendliche "Stimmung und Support"-Threads ... wir schreiben das Jahr 2007 und seit Tagen, Wochen, Monaten, Jahren tauchen alte und neue Nicks auf die jammern, wo noch nie zuvor ein Fan gejammert hat. Uiii, was war die Stimmung wieder mal schlecht! Boah, ne ey, da singt kaum einer mit! Alles Erfolgsfans! So ist das halt in Leverkusen.


    Was jetzt folgt, ist ausdrücklich keine Leverkusen-spezifische Überlegung, sondern basiert auf Beobachtungen in vielen Fußballstadien. Und bevor sich hier jemand auf den Schlips getreten fühlt: es sind einfach nur mal so Gedanken, die mir durch den Kopf gegangen sind.


    Nun war ich gestern mal in Gelsenkirchen und habe mir die ach so tollen S04-Fans bei ihrem Championsleague-Auftritt angesehen. Hm, dachte ich mir: Wo zur Hölle ist der so bejammerte Unterschied zwischen den Bayer-Fans, die als die grottigsten Unterstützer diesseits der Bundesligagrenze gelten sollen und den super-geilo-fantastisch-ultra-vielen S04-Fans? Ums vorweg zu nehmen, ich habe keinen erkannt!


    Während ich mir also neben dem Spiel die im Laufe der Begegnung immer kleiner werdende Gruppe von Fähnchen schwenkenden "Ultras" ansah und auch das "Old School"-Gerufe im weiten Hallenbau immer leiser wurde habe ich so überlegt, ob es vielleicht unter Umständen möglich wäre, dass sich der Fan im Einzelnen und die Fans im Besonderen einfach etwas zu ernst und zu wichtig nehmen.


    Da entstehen neue Fankulturen und was weiß ich nicht für Dinge, die häufig nur dafür sorgen, dass sich der Fan vom eigentlichen Sport entfernt, denn wenn schon das Spiel nichts taugt, dann feiert der einzig wahre und echte Fan sich halt selbst und der eine oder andere benötigt dafür halt manchmal etwas mehr oder weniger und teilweise auch keinen Alkohol.


    Da stehen in den Stadion ultracoole Fans das ganze Spiel mit dem Rücken zum Spielfeld, schreien, tanzen, wippen, singen und vor allem beobachten sie, welcher Fan oder welche Fangruppieren was, wann, warum oder eben nicht mitgemacht hat. Sagt denen eigentlich am Ende des Tages auch mal einer, wie das Spiel ausgegangen ist? Kein Wunder, dass einige Unterschiede zwischen guten und schlechten Fußballspielen nicht erkennen, sie haben einfach noch kein einziges Spiel gesehen, wie auch, wenn man im Hinterkopf keine Augen hat?


    Ich erinnere mich noch an Zeiten, da waren die Fans weniger organisiert, aber meines Erachtens waren sie spontaner. Ja, da konnte man mal eben einen Bekannten mit zum Fußball nehmen ... wer kann das heute noch in Zeiten der Blöcke und Sitzplatznummerierungen? Da konnte man mal eben mit der Familie zum Fußball gehen oder auch mal einen "Ausflug" zu einem Auswärtsspiel machen. Wer kann das heute noch? Die Preise für eine fünfköpfige Familie mag sich mal jeder alleine ausrechnen, aber das ist sicherlich nicht die Schuld der Fans, sondern die Kommerzialisierung des Bundesligasports - und da haben wir wahrscheinlich noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Insgesamt waren die Fans irgendwie selbständiger und engagierter und vor allem waren es Fußballbegeisterte, denen es in erster Linie um den Sport ging.


    Ich möchte keinem zu nahe treten, aber bei einigen Gesellen in den deutschen Stadien habe ich das Gefühl, denen ist es egal was sich hinter ihrem Rücken abspielt, Hauptsache das was sie unter "geilem Support" verstehen findet statt. Alles andere wird verächtlich abgetan. Natürlich hat der Bayer gegen Bochum 2:0 gewonnen, aber die Support-Schlacht wurde verloren. Uhhhhh, was denkt man jetzt in den deutschen Stadien über den Leverkusener Support??? Unter uns: Es interessiert in den anderen Stadien nur genau die kleine Gruppe an Leuten, die das Spielchen bei ihrem Verein betreiben. Manchmal kommt es mir so vor, als müsste man einigen Gruppen so eine bundesweite Support-Meisterschaft analog den Cheerleading-Meisterschaften ausrichten. Den Großteil der Stadienbesucher interessiert dieser Wettstreit nicht. Die unterhalten sich über Spieler, Schiedsrichter, das Ergebnis ... und das auch Tage und Wochen nach dem Spiel. Der Großteil der Leute erinnert sich über Jahre hinaus an ein Ergebnis, aber doch nicht ob der Support bei dem Spiel schlecht, ultraschlecht oder super-ultra-schlecht war. Klar, ist Stimmung in der Bude, dann erinnert man sich NEBENBEI auch daran, aber meist sind derartige Stimmungsspiele auch durch sportliche Höhepunkte gezeichnet.


    Wie gesagt, das sind nur Gedanken, vielleicht falsch, vielleicht ein wenig richtig, wahrscheinlich von beidem etwas.