Bayer Handballdamen

  • Bayers Handballdamen stehen im Finale um die "Deutsche" gegen den HC Leipzig


    Leverkusen, 6. Mai 2006 - Zunächst war die Freude noch etwas verhalten, dann wurde sie jedoch immer aisgelassener. Die Handballerinnen von Bayer 04 stehen nämlich im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Das Team von Coach Renate Wolf triumphierte auch im Rückspiel bei der DJK MJC Trier mit 28:25 (14:14), nachdem das Hinspiel mit acht Toren Unterschied von Bayer gewonnen wurde. "Wir sind natürlich Stolz auf diesen Erfolg. Nach einer etwas unruhigen Anfangsphase hatten wir nie das Gefühl, dass wir ernsthaft in Gefahr geraten könnten. Das hat fast immer sehr souverän ausgesehen", erklärte Leverkusens Co-Trainerin Sybille Gruner. Auch die 2.300 Zuschauer wurden von Minute zu Minuten ruhiger. Nur die mitgereisten Bayer-Fans waren verständlicherweise bester Dinge.


    Und erneut war eine Leverkusener Torfrau der Hauptgarant für diesen Erfolg. In der ersten Partie ragte Clara Woltering heraus, und diesmal hielt Sabine Englert ausgezeichnet. Sie war nach rund zehn Minuten für Woltering gekommen und strahlte sofort die nötige Ruhe auf ihre Hintermannschaft aus. "Schlagartig wurde nun auch wesentlich besser verteidigt", meinte Gruner. Trier hatte stark begonnen und führte nach knapp vier Minuten mit 4:1. Nachdem sich die Gäste gefangen hatten, war die DJK jedoch nicht mehr in der Lage, nochmals einen Vorsprung herauszuschießen, der Bayer hätte nervös machen können.


    Mit dem 14:14 zur Pause hatte Leverkusen ein Zeichen gesetzt. "Wir wollten den Vorsprung nicht nur verwalten, sondern nach Möglichkeit gewinnen. Deshalb haben wir auch nie locker gelassen", erklärte Sybille Gruner. Angeführt von der famosen Mannschaftsführerin Heike Ahlgrimm, setzten die Schützlinge von Renate Wolf diese Vorgabe Zug um Zug um. Immer neue Variationen in Abwehr und Angriff probierte Trier aus, doch der Effekt war gleich null. Im Gegenteil: Leverkusen wurde immer ruhiger, souveräner und selbstbewusster, derweil auf der anderen Seite die Resignation immer größer wurde. "Man bekommt nicht häufig die Chance, in einem Finale zu spielen. Wir werden nun alles daran setzen, um dem HC Leipzig ein Bein zu stellen", sagte Renate Wolf abschließend. Leipzig verlor zwar in Nürnberg, das Polster aus der ersten Begegnung reichte aber. Am Samstag (19 Uhr) kommt es nun in der Haberland-Halle zum ersten Endspiel. Wer diesem beiwohnen möchte, sollte sich bei der Handball-Geschäftsstelle zeitig um Karten bemühen. Es ist damit zu rechnen, dass die altehrwürdige Halle an der "Stelze" zum Saisonhöhepunkt ausverkauft sein wird.


    Bayer 04: Woltering, Englert - Fillgert, Müller (4), Loerper (3), Uhlig (1), Glankovicova (3), Krause (9/3), Bohrmann (2), Neukamp (2), Ahlgrimm (4), Byl, Wienstroer, Kazaki


    http://www.bayer-handballdamen.de

  • 12.05.2006 - Christopher Monz


    "Was Leipzig auf dem Feld hat ist erste Sahne"
    - Leverkusens Trainerin Renate Wolf im Interview


    Am morgigen Samstag steigt das erste Endspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen Bayer Leverkusen und dem HC Leipzig. Im Gespräch mit hbvf.de gibt Leverkusens Renate Wolf einen Ausblick auf die beiden Spiele gegen den Pokalsieger aus Sachsen, spricht über die Leverkusener Zukunftsplanung, von Überraschungen und Enttäuschungen in der laufenden Saison, und verrät welche Spielerin vom Endspielgegner aus Leipzig sie gerne in ihrem Kader hätte.


    Nach zwei Siegen gegen den bisherigen Vizemeister aus Trier steht Bayer Leverkusen im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Hätte das Ihnen jemand vor der Saison gesagt, was hätten Sie geantwortet?


    Renate Wolf:
    Ich wäre überrascht gewesen, und sicher auch geschmeichelt. Es gab allerdings vor der Saison schon Stimmen, die uns durchaus eine erfolgreiche Saison zugetraut haben. Was unser Ziel vor der Saison anging, wir wollten in die Play-offs, und hätten auch gerne die Pokalendrunde in Riesa erreicht. Ich persönlich war schon vor der Saison von der Qualität meiner Mannschaft überzeugt und habe schon früh gesagt, wenn unser Kader von Verletzungen verschont bleibt, können wir in der Spitzengruppe mitspielen.


    Gegen Trier setzte es nach dem deutlichen Hinspielsieg (36:28) auch im Rückspiel einen verdienten 28:25 Erfolg. Waren Sie überrascht wie einfach Bayer den Sprung ins Endspiel mit der Leistung gegen Trier geschafft hat, vor allem im Rückspiel wirkte Bayer doch sehr souverän.


    Renate Wolf:
    Wir haben gewusst, dass im Handball vieles möglich ist. Zwei Spiele müssen immer erst einmal beide gespielt werden. Die Entscheidung ist aber schon in Leverkusen gefallen, wo meine Mannschaft mit einer sehr starken Leistung den Grundstein für den Finaleinzug gelegt hat. Trier ist in eigentlich in beiden Spielen an unseren Torhüterinnen verzweifelt, im Hinspiel hat Clara Woltering fantastisch gehalten, zudem haben wir hoch konzentriert im Abschluss agiert. Im Rückspiel in Trier waren die Miezen gar nicht so schlecht, nur waren acht Tore einfach zu viel, zumal wir auch im Rückspiel gut drauf waren und dort Sabine Englert toll gehalten hat.


    Im Finale um den Titel wartet nun der HC Leipzig. Wie schätzen Sie den HCL ein?


    Renate Wolf:
    Der HC Leipzig ist auf allen Positionen wirklich klasse besetzt. Der Vorteile von Leipzig ist sicher die internationale Erfahrung der Spielerinnen. Ich habe eine relativ junge Mannschaft, eine mit Ausnahme von Denisa Glankovicova rein deutsche Mannschaft, ich habe zwar auch Spielerinnen die auf ihre Erfahrung zurückgreifen können, aber was Leipzig auf dem Feld hat, das ist schon erste Sahne.


    Gegen Leipzig sah Ihre Mannschaft diese Saison meistens schlecht aus, einer 22:31 Heimniederlage folgte auch ein 21:29 im Pokal. In Leipzig gab es dagegen einen Punktgewinn. Wie stehen die Chancen im Finale, sehen Sie sich als Außenseiter?


    Renate Wolf:
    Ich will nicht untertreiben, aber ich denke schon dass Leipzig eine leichte Favoritenrolle inne hat, nicht nur durch die internationale Erfahrung seiner Spielerinnen. Zudem haben sie diese Saison schon zwei super Spiele gegen uns gezeigt, und werden auch die Euphorie aus dem Pokalsieg mitbringen. Ich denke es wird keine einfache Aufgabe für uns, aber man steht auch nicht jeden Tag in einem Finale um eine Meisterschaft, wir werden versuchen in den zwei Spielen unsere beste Leistung abrufen zu können.


    Könnte Leipzig Leverkusen aufgrund der bisherigen Ergebnisse in dieser Saison unterschätzen, hoffen Sie vielleicht sogar darauf?


    Renate Wolf:
    Ich glaube nicht, dass uns Leipzig zu leicht nimmt oder unterschätzt. Wir reden nicht über ein einfaches Meisterschaftsspiel, sondern um zwei Endspiele um die Deutsche Meisterschaft. Leipzig hat die einmalige Chance das Double zu holen, so eine Situation gibt es nicht oft. Sie werden uns nicht unterschätzen und alles versuchen um ihren Traum zu verwirklichen.


    Zum Rückspiel in Leipzig erwartet der HCL eine ausverkaufte Arena. Auch das Hinspiel in Leverkusen ist ausverkauft, in die Ulrich Haberland Halle passen allerdings nur rund 700 Zuschauer. Haben Sie daran gedacht für das Finale in eine andere Halle umzuziehen?


    Renate Wolf:
    Von Beginn an war uns klar, dass wir in unserer Halle bleiben um unsere Heimvorteil nutzen zu können. Wir müssen in Leverkusen eben mit diesen Rahmenbedingungen leben. Wir sind es gewohnt in unserer engen Halle zu spielen, und was hier möglich ist hat man im vergangenen Mai gesehen, als wir gegen Dijon den Europapokal gewonnen haben. Mir tut es aber leid, dass wir nur eine begrenzte Kapazität an Plätzen für die Zuschauer zur Verfügung haben.


    Bayer spielt unabhängig vom Ergebnis der Meisterschaft in der kommenden Saison in der Champions League. Spätestens hier dürfte es Probleme mit Ihrer Halle geben, die für internationale Spiele nicht den Anforderungen entspricht. Wie schauen die Planungen aus?


    Renate Wolf:
    Da muss man sich langfristig mal Gedanken machen welche Möglichkeiten es mittelfristig, aber auch langfristig gibt. Aber da müssen andere Köpfe rauchen. Mit der Wilhelm-Dopatka-Halle (Anm. d. Red.: Heimspielhalle der Bundesliga Basketballer von Bayer Leverkusen) gäbe es eine andere Halle in direkter Nähe zu unserer Heimspielhalle, aber es gibt sicher noch andere Möglichkeiten, das wird man sehen.


    Großen Anteil am sportlichen Aufwind der letzten Jahre hat Nadine Krause. Wie wichtig war es für Sie Nadine auch im kommende Jahr in Leverkusen halten zu können?


    Renate Wolf:
    Mit der Verpflichtung von Michaela Seiffert aus Dortmund hatten wir einen "Plan B" in der Tasche falls Nadine uns verlässt. Aber es war natürlich unheimlich wichtig, dass Nadine sich für uns entschieden hat, das hat der Mannschaft noch einmal einen zusätzlichen Schub verschafft. Nadine ist eine feste Größe, eine Persönlichkeit, sie ist sehr wichtig für uns.


    Mit Gesine Paulus von Absteiger Rostock kommt eine der größten Nachwuchshoffnungen im Deutschen Handball. Von Borussia Dortmund die schon angesprochene Torjägerin Michaela Seiffert. Welche Rolle spielen die beiden in Ihrer zukünftigen Planung?


    Renate Wolf:
    Wir haben ja nun Dank Nadine Krauses Verleib "Plan A". Seiffert ist eine ideale Ergänzung zu Nadine, die dafür sorgen wird, dass unser Kreis mehr Luft bekommt, und auch Nadine entlasten soll. Wenn Michaela zudem ihre Torjägerqualitäten aus Dortmund mitbringt, denke ich, haben wir in der kommenden Saison einen wirklich starken Rückraum.


    Welche Rolle nimmt Gesine Paulus ein?


    Renate Wolf:
    Gesine ist eine wichtige Ergänzungsspielerin mit einer großen Perspektive für die Zukunft, hinter Nadine Krause, aber auch auf der Position der Rückraum Mitte. Sie kann für uns unheimlich wertvoll in der Zukunft werden.


    Alexandra Uhlig wird Leverkusen in Richtung Erfurt verlassen, sind Ihre Personalplanungen für die kommende Saison bereits abgeschlossen?


    Renate Wolf:
    Neben Seiffert und Paulus freue ich mich, dass Linksaußen Anne Krüger aus unserem Future Team zum erweiternden Kader gehören wird. Sie hat mit ihren 18 Jahren schon in einigen Europapokalspielen mitgewirkt, und es ist toll, dass wieder eine junge Spielerin aus unserem Nachwuchs den Sprung in den Bundesligakader schaffen kann.


    Mal angenommen Sie könnten sich eine Spielerin vom Endspielgegner HC Leipzig aussuchen, auf wen würde die Wahl fallen, und warum?


    Renate Wolf:
    Nora Reiche. Eine junge deutsche Spielerin, die noch unheimliches Potential hat. Dazu ist sie Linkshänderin, und mir gefällt ihre Art zu spielen. Sie würde glaube ich sehr gut in unser System passen.


    Egal wie die Saison nun endet, ihre Mannschaft gehörte zu den stärksten Mannschaften der Liga und den positiven Erscheinungen dieses Jahr. Wie beurteilen Sie abschließend die Saison, was oder wer hat Sie positiv überrascht, was enttäuscht?


    Renate Wolf:
    Positiv überrascht hat mich sicher die Siegesserie der Trierer Miezen, die nach unheimlichen Problemen im Umfeld durch die Trainersituation und auch durch Verletzungen unter dem neuen Trainer Mane Skercevic mit zehn Siegen in Folge und 20:0 eine beeindruckende Serie gespielt haben. Natürlich freue ich mich auch über die Entwicklung meiner eigenen Spielerinnen, hier nenne ich nur Anna Loerper oder Sabrina Neukamp, die sich beide auch in der Nationalmannschaft weiterentwickelt haben. Enttäuscht hat mich dagegen der Buxtehuder SV, die hätte ich länger in der Spitzengruppe erwartet, auch das Abschneiden vom VfL Oldenburg war enttäuschend.


    Ihr Wunsch für die beiden Endspiele gegen Leipzig?


    Renate Wolf:
    Ich wünsche mir zwei super Spiele. Zwei hochklassige Spiele mit hohem Tempo wo beide Mannschaften alles abrufen. Ich hoffe auf zwei knappe Ergebnisse, und am Ende soll wirklich die beste Mannschaft Deutscher Meister werden.


    Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die kommenden Endspiele gegen den HC Leipzig.


    handball-world.com

  • 13.05.2006 - red


    Leipzig und Leverkusen wollen sich im Final-Hinspiel eine gute Ausgangsposition verschaffen


    Dem Hinspiel des Finals um die Deutsche Meisterschaft der Frauen am Samstag in Leverkusen könnte bereits eine entscheidende Bedeutung zukommen. In dieser Saison konnte Leipzig sowohl in der Meisterschaft wie auch im Pokal in Leverkusen gewinnen und der HCL will sich auch im Finale eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel verschaffen. Die hat auch Gastgeber Bayer Leverkusen im Blick, der auf eine ausverkaufte Ulrich-Haberland-Halle bauen kann, wenn das Schiedsrichtergespann Dang/Zacharias die Partie um 19 Uhr anpfeiffen wird.


    "Unsere Spielerinnen sind heiß auf das Finale und alle wissen worum es in dem Spiel geht. Wir wollen uns in jedem Fall revanchieren für das Remis in eigener Halle im März, aber das wichtigste ist, nach zwei Spielen vorne zu sein", so HCL-Trainer Martin Albertsen vor dem Finale. Seine Mannschaft hatte das Hinspiel im November mit 31:22 (15:12) für sich entschieden und auch im Pokal in Leverkusen mit 29:21 (14:11) die Oberhand behalten und dürfte so mit breiter Brust zum ersten Hinspiel reisen. Bei der Vorbereitung haben die Leipzigerinnen unterdessen nichts dem Zufall überlassen, bereits am Freitag erfolgte die Anreise in den Westen, übernachtet wird im selben Hotel wie vor dem Pokalerfolg.


    "Man bekommt nicht häufig die Chance, in einem Finale zu spielen. Wir werden nun alles daran setzen, um dem HC Leipzig ein Bein zu stellen", versprach Bayer-Coach Wolf den Gästen aber schon nach dem gewonnenen Halbfinale einen heißen Tanz. "Ich will nicht untertreiben, aber ich denke schon dass Leipzig eine leichte Favoritenrolle inne hat, nicht nur durch die internationale Erfahrung seiner Spielerinnen. Zudem haben sie diese Saison schon zwei super Spiele gegen uns gezeigt, und werden auch die Euphorie aus dem Pokalsieg mitbringen", so Wolf weiter.


    Das Zuschauerinteresse für die Finalspiele ist dabei immens. Für das Rückspiel sind bereits weit über 2000 Karten verkauft, HCL-Manager Kay-Sven Hähner hofft auf über 4.000 Zuschauer und damit eine ausverkaufte Arena in Leipzig. Auch das Hinspiel ist bereits bis auf einige wenige Stehplatzkarten ausverkauft, Leverkusen hätte dabei weit mehr als nur die 700 Zuschauer, die in der Ulrich-Haberland-Halle Platz finden, unterbringen können. "Wir hätten leicht über 300 Karten absetzen können", dokumentiert Hähner allein das Interesse der Leipziger Fans an dem Spiel in Leverkusen. Auch die Leverkusener hoffen beim Rückspiel in Leipzig auf zahlreiche Fanunterstützung und bieten gleich mehrere Fanreisen an.


    "Ich wünsche mir zwei super Spiele. Zwei hochklassige Spiele mit hohem Tempo wo beide Mannschaften alles abrufen. Ich hoffe auf zwei knappe Ergebnisse, und am Ende soll wirklich die beste Mannschaft Deutscher Meister werden", so der Wunsch von Leverkusens Trainerin Renate Wolf.


    Der Weg in das Finale hatte den HC Leipzig über Titelverteidiger 1. FC Nürnberg geführt. Der frischgebackene Pokalsieger hatte dabei in einer packenden Schlußphase seinen Vorsprung aus dem Hinspiel behaupten können. Gastgeber Leverkusen hatte unterdessen beide Spiele gegen den letztjährigen Vizemeister DJK/MJC Trier für sich entscheiden können.


    handball-world.com

  • 13.05.2006 - Christian Stein und dpa


    HC Leipzig vor Gewinn des Doubles: 33:24 Sieg in Leverkusen


    Die Handballerinnen des HC Leipzig stehen vor dem Gewinn des Doubles. Am Samstagabend entschieden sie das Hinspiel im Playoff-Finale beim TSV Bayer Leverkusen überraschend deutlich mit 33:24 (17:12) für sich. Nach dem Pokalsieg hat die Mannschaft von Trainer Martin Albertsen am kommenden Samstag im Rückspiel vor eigenem Publikum die große Chance, auch den Meistertitel zu holen. Vor 700 Zuschauern in der ausverkauften Haberland-Halle war HCL-Star Katrine Fruelund nicht nur die alles überragende Spielerin, sondern erzielte auch die meisten Leipziger Treffer (8). Für Leverkusen traf Nadine Krause (8) am besten.


    Zumindest in den ersten Minuten des Finales entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die aggressiven Abwehrreihen dominierten. Vier Minuten lang ließen beide Deckungsreihen keinen Gegentreffer zu, bevor Katrine Fruelund zum ersten Mal an Clara Woltering überwinden konnte. Leverkusen erzielte aber postwendend den Ausgleich und ging dann mit 2:1 (5.) in Führung. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und jeden Leverkusener Führungstreffer beantwortete der HCL sofort mit einem Ausgleichstreffer.


    Nach einer Viertelstunde übernahm allerdings wieder Leipzig die Führung (9:8) und konnte sich beim 12:9 (19.) erstmals mit drei Toren Vorsprung absetzen. Danach bauten Fruelund mit drei verwandelten Siebenmetern sowie Nina Wörz die Führung sogar bis auf 17:12 aus und sorgten damit bereits für die Vorentscheidung. Nadine Krause konnte noch einmal vor dem Seitenwechsel per Strafwurf den Rückstand auf vier Tore verkürzen.


    Auch nach der Pause waren die Gäste die deutlich bessere Mannschaft. Acht Minuten lang mussten die 700 Zuschauer in der Haberland-Halle warten, bevor Glankovicova mit einer Einzelaktion den Treffer zum 14:19 markieren konnte. Die Rheinländerinnen kämpften sich dank einer Überzahlsituation noch einmal bis auf 17:20 (40.) heran, doch auch die Sächsinnen stellten kurz danach ihr können in diesem Bereich unter Beweis und bauten die Führung auf 17:24 (44.) aus.


    Renate Wolf versuchte noch einmal mit einer weiteren Auszeit den Lauf der Leipziger zu unterbinden, doch der HCL ließ sich an diesem Abend nicht mehr aufhalten und baute die Führung auf neun Tore aus. In der letzten Minute sah Nikola Pietzsch (HCL) nach drei Zeitstrafen die Rote Karte, doch den anschließenden Siebenmeter konnte Tessa Wienstroer in ihrem letzten Heimspiel für Bayer nicht verwandeln.


    Stimmen zum Spiel:


    Martin Albertsen (Trainer Leipzig):
    Wir haben heute alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, aber dies war erst die erste Halbzeit. Wir haben noch eine zweite Halbzeit zu spielen.


    Renate Wolf (Trainerin Leverkusen):
    Wir haben uns eigentlich gut genug in der vergangenen Woche vorbereitet, doch wir haben drei bis vier hundertprozentige Chancen vergeben und auch unsere Abwehr stand nicht aggressiv genug, so dass unsere Stärke das Tempospiel nie richtig zum Zuge kam. Ich bin trotzdem stolz auf meine Mannschaft, Wir werden zwar nun etwas traurig sein, aber freuen uns auch, dass wir als Vizemeister in der Champions-League-Qualifiaktion starten können.


    Final-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft:


    Bayer Leverkusen - HC Leipzig 24 : 33 (13:17)


    Leverkusen: Englert, Woltering
    Krause 8/3, Neukamp 6, Loerper 2/1, Uhlig 2, Glankovicova 2, Bohrmann 2, Müller 1, Fillgert 1, Wienstroer, Byl, Kazaki (n.e.)


    Leipzig: Masson, Milde
    Fruelund 8/4, Wörz 5, Reiche 5/2, Lybekk 4/1, Thorsen 3, Langkeit 2, Stange 2, Sorlie 2, Danilovic 1, Pietzsch 1, Albert 1


    Zuschauer: 700
    Strafzeiten: 6 / 12
    Disqualifikation: Pietzsch (Leipzig/60./3. Zeitstrafe)


    Spielverlauf
    1:1 (4.), 4:4 (8.), 6:5 (12.), 8:8 (15.), 9:12 (19.), 10:14 (24.), 12:16 (27.), 13:17(HZ)
    13:19 (33.), 14:19 (38.), 17:22 (42.), 19:26 (47.), 20:29 (52.), 23:31 (56.), 24:33 (EN)


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  • Nach der deutlichen Niederlage gegen die Sachsen ist das Team von Renate Wolf bereits vor dem Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft chancenlos.


    Aus der Traum vom Titel: Nach der 24:33 (13:17)-Niederlage der Handballerinnen von Bayer 04 Leverkusen im Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den HC Leipzig haben die Leverkusenerinnen nur noch höchst theoretische Chancen auf den ersten nationalen Titel seit 1989. Mit Ertönen der Schlusssirene war die Enttäuschung bei den Fans von Bayer 04 offensichtlich schon gar nicht mehr so groß, als sie es über weite Strecken der gerade absolvierten 60 Minuten gewesen war. Den Spielerinnen wurde Aufmunterndes zugerufen, und auch sich selbst sprach man aufbauende Worte zu. Man schaute stolz zurück auf das, was die Mannschaft in dieser Saison erreicht hat - und das, obwohl ja noch das Rückspiel aussteht. Niemand aber wollte ernsthaft in Erwägung ziehen, dass Bayer Leverkusen in Sachsen noch mal kontern wird.


    So verwundern auch die Worte der Leverkusener Trainerin Renate Wolf im Anschluss kaum: „Leipzig hat hier nicht nur verdient gewonnen, sondern wird auch verdient Deutscher Meister.“ Bei aller auch Renate Wolf anzumerkender Enttäuschung ließ sie dann noch folgende Worte folgen: „Wir werden zwar nun etwas traurig sein, aber wir freuen uns auch, dass wir als Vizemeister in der Champions-League starten können.“ Und damit ist ja nun auch das gesteckte Saisonziel eindeutig erreicht worden: Die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb.


    Objektiv betrachtet war Bayer bei der dritten Niederlage im vierten Spiel dieser Saison gegen den HCL chancenlos. Bis zur 17. Minute (9:9) hielten die Gastgeberinnen das Geschehen zwar offen, doch schon fünf Minuten später betrug der Rückstand vier Tore (10:14). Vor 800 Zuschauern in der restlos ausverkauften Haberland-Halle traten die Gäste aus Sachsen immer souveräner auf und drückten damit auch die zunächst grandiose Stimmung auf den Rängen - jedenfalls auf jenen Rängen, die von Bayer-Fans belegt waren. Die überragende Katrine Fruelund und Nationalspielerin Nina Wörz bauten die Führung für den HCL sogar auf 17:12 aus, während Leverkusen nun nach der eigenen Linie suchte. Allerdings vergebens.


    Nach dem Seitenwechsel brauchte Bayer acht Minuten, um durch Denisa Glankovicova mal wieder zu einem Torerfolg zu kommen. Danach kämpften sich die Leverkusenerinnen noch mal auf 17:20 heran (40. Minute), ehe sie vier Treffer in Folge kassierten. Das war dann auch die endgültige Entscheidung. „Unsere Abwehr stand nicht aggressiv genug, so dass unsere Stärke, das Tempospiel, nie richtig umgesetzt wurde. Trotzdem bin ich stolz auf meine Mannschaft“, erklärte Renate Wolf abschließend. Tessa Wienstroer und Alexandra Uhlig bestritten gegen Leipzig ihr letztes Spiel im Bayer-Trikot vor heimischem Publikum. Wienstroer gehörte dabei neben Nadine Krause und Anna Loerper zu jenen, die einen Siebenmeter verwarfen. Doch letztendlich wird sich darüber niemand wirklich geärgert haben.


    Bayer 04: Woltering, Englert - Fillgert (1), Müller (1), Loerper (2 / 1), Glankovicova (2), Krause (8 / 3), Wienstroer, Bohrmann (2), Neukamp (6), Uhlig (2), Byl, Ahlgrimm.


    KStA

    Im Übrigen bin ich der Meinung, daß wir Meister werden !!! -Irgendwann

  • die Mädels waren teilweise völlig von der Rolle.
    bei den Liepzigern hat alles geklappt.
    Das war schon wie ein Klassenunterschied.
    Aber das hat man auch im Pokalspiel schon gesehen.


    Trotzdem -auf die Saison gesehen ne tolle Leistung

  • Nach dem 24:33 fährt das Bundesliga-Team von Renate Wolf ohne Ambitionen auf die Deutsche Meisterschaft nach Sachsen.


    Vor dem zweiten Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft ist Renate Wolf völlig entspannt. „Wir fahren heute ohne Druck nach Leipzig und wollen uns dort ein schönes Wochenende machen“, erklärt die Trainerin der Handball-Frauen von Bayer 04 Leverkusen vor dem zweiten Endspiel beim HC Leipzig. Neun Tore Rückstand müsste ihre Mannschaft am Samstag ab 15 Uhr vor den sicherlich 4 000 Zuschauern aufholen, wenn es mit dem Titel noch klappen soll. Aber wer denkt schon ernsthaft daran? Selbst Renate Wolf hat da ihre Zweifel: „Wir wollen uns achtbar aus der Affäre ziehen. Ich lasse einfach alles laufen. Was passiert, das passiert.“


    Drei Mal hat Bayer in dieser Spielzeit gegen den HCL deutlich verloren. Die Partien liefen ab, als hätte man eine Schablone aufgelegt. „Wir erkennen neidlos an, dass Leipzig drei Mal sehr, sehr stark war. Nur an einem optimalen Tag können wir einem solchen Gegner Paroli bieten“, so Wolf. Diesen optimalen Tag hatte Leverkusen am vergangenen Samstag gewiss nicht erwischt. Man merkte beinahe allen Akteuren den großen Respekt vor dem Gegner und die eigene Nervosität an. Fast allen mangelte es an der finalen Erfahrung, denn außer Alexandra Uhlig (mit dem HC Leipzig) ist noch keine Leverkusener Spielerin Meister geworden.


    Ein weiteres großes Plus für das Team aus Sachsen ist ohne Zweifel der ausgezeichnet besetzte Kader. „Die haben eine Bank, von der wir nur träumen können“, erklärt Wolf ein wenig neidisch. Objektiv betrachtet: Leipzig müsste am Samstag schon einen totalen Blackout erleiden, wenn Bayer noch eine Chance bekommen sollte. Darauf werden auch die Bayer-Fans hoffen, die in großer Zahl dem Spiel beiwohnen werden. Erst am Sonntag tritt die Mannschaft dann die Rückfahrt an und wird ab 17 Uhr an der Haberland-Halle gemeinsam mit allen, die dazu Lust haben, bei Freibier den Saisonausklang feiern. Mittendrin Tessa Wienstroer, die zwar ihren Job als Aktive des Bundesliga-Teams beenden wird, dem Verein aber weiterhin erhalten bleibt, und zwar als Trainerin im Jugendbereich und möglicherweise auch als Team-Managerin der Ersten. Und nach dem letzten Bierchen mit den Fans geht es für Wienstroer und die Mannschaft in den verdienten Urlaub.


    KStA

    Im Übrigen bin ich der Meinung, daß wir Meister werden !!! -Irgendwann

  • .....Mittendrin Tessa Wienstroer, die zwar ihren Job als Aktive des Bundesliga-Teams beenden wird, dem Verein aber weiterhin erhalten bleibt, und zwar als Trainerin im Jugendbereich und möglicherweise auch als Team-Managerin der Ersten.


    :LEV15 :LEV15


    Und nach dem letzten Bierchen mit den Fans geht es für Wienstroer und die Mannschaft in den verdienten Urlaub.


    :LEV6 :LEV6 :D

  • Quote

    Original von Babic19
    Was issn mit der Tessa los ? Schwanger ? Am Alter kann es doch nicht liegen .....


    So wie ich das mitbekommen hab, hat sie wohl chronische Rückenbeschwerden und beendet deshalb ihre aktive Karriere...

    Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
    (Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr.)


    Wenn jemand zu Dir sagt: Die Zeit heilt alle Wunden. Hau ihm in die Fresse und sag: Warte, ist gleich wieder gut.

  • Quote

    Original von Babic19
    Was issn mit der Tessa los ? Schwanger ? Am Alter kann es doch nicht liegen .....


    Schwanger ist sie nicht und mit mir als Schwangere um sich rum hat sie schon mehr als genug zu tun(DANKE TESSA FÜR DEINE UNTERSTÜTZUNG).


    Das Alter ist auch kein Grund. Tessa werd das Angebot annehmen nach der Geburt wieder zu spielen. Die Dritte wird dann so richtig gerockt. :LEV3


    Da sie in der ersten Mannschft nicht mehr zum Zuge kommt und kommen wird, hat sie sich entschieden ihren Job bei Bayer04 und den Trainerjob zu machen.


    Tessa viel Spass beim letzten Spiel und wir sehen uns morgen. :LEV6

  • 20.05.2006 - Christian Ciemalla


    HC Leipzig zum vierten Mal Deutscher Meister


    Die Handballerinnen des HC Leipzig sind zum vierten Mal deutscher Meister. Im Final-Rückspiel verlor die Mannschaft von Trainer Martin Albertsen am Samstag gegen Bayer Leverkusen zwar mit 27:29 (17:15), hatte aber das Hinspiel vor einer Woche in Leverkusen mit 33:24 gewonnen. Leipzig sicherte sich damit drei Wochen nach Gewinn des DHB-Pokals erstmals das Double. Vor 6200 Zuschauern in der Arena Leipzig waren Nora Reiche (8/4) beim Gastgeber und Nadine Krause (8/3) für Leverkusen beste Werferinnen.


    Die 6.200 Zuschauer in der ausverkauften Arena in Leipzig sahen von der ersten Minute an eine unterhaltsame und eines Finals würdige Partie auf hohem Niveau. Umrahmt wurde die Begegnung dabei von einer grandiosen Stimmung, die die Fans in der Halle schufen und die ebenso fair war, wie die Partie auf dem Parkett. Das deutsche Spitzengespann Frank Lemme und Bernd Ullrich hatte mit der Partie zu keiner Zeit Probleme. Nach dem der erste Angriff des HCL ins Leere gelaufen war, durften aber zunächst die Leverkusener Fans jubeln, Anna Loerper brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Von der Strafwurflinie hatte Nora Reiche für den Ausgleich gesorgt, dann aber schien Nadine Krause mit einem Doppelschlag die Leverkusener Aufholjagd einzuläuten.


    Bis zum 3:4 konnten die Gastgeberinnen zunächst den Anschluß halten, doch Leverkusen hatte sich viel vorgenommen und wollte das Unmögliche möglich machen. Per Kempa erhöhten die Gäste auf 5:3 und nach zwei weiteren Treffern von Nadine Krause, die sich der kurzen Deckung durch Nora Reiche in dieser Phase immer wieder, auch dank der Hilfe ihrer Mitspielerinnen entziehen konnte, hieß es 7:3. Die Leverkusener Fans hofften auf die Sensation und dank der weiterhin aufmerksamen Deckung, die Gäste gingen immer wieder im richtigen Moment auf die HCL-Rückraumspielerinnen hinaus, durften sie auch beim 10:6 noch hoffen.


    In der Folge aber kamen die Gastgeberinnen immer besser in die Partie. Chana Masson beeindruckte mit mehreren sehenswerten Paraden und in der Offensive setzte nun immer wieder Nora Reiche die Akzente. Auch der Kreis und die Außen konnten nun besser in das Spiel eingebunden werden und so erzielte Else-Marthe Soerlie Lybekk in der zwanzigsten Spielminute den Anschlußtreffer zum 9:10 und zwang Leverkusens Trainerin Renate Wolf dazu, ihre Auszeit zu nehmen. Danach konnte Anne Müller den Vorsprung mit ihrem Treffer zum 11:9 noch einmal auf zwei Tore ausbauen, doch nun übernahm Leipzig das Kommando. Nora Reiche sorgte per Siebenmeter für den Anschluss und warf, nachdem sie in einen Leverkusener Paß gespritzt war, im Gegenstoß den HCL mit ihrem Treffer zum 11:11 wieder für den umjubelten Ausgleich.


    Anne Müller konnte Leverkusen noch einmal in Führung werfen, doch Leipzig zeigte nun seine Klasse, nach dem erneuten Ausgleich, Langkeit war mit einem sehenswerten Heber erfolgreich, war es dann Ulrike Stange, die mit ihrem Treffer von der Außenposition den Gastgeber beim 13:12 erstmals in Führung warf. Diese Führung sollte der HCL in der Folge nicht mehr abgeben. Durch Milica Danilovic und Ingrida Radzeviciute wuchs die Führung der Messestädterinnen sogar auf 17:14 an, bevor die ehemalige Leipzigerin Alex Uhlig den 17:15-Pausenstand markierte.


    Der zweite Abschnitt wurde dann zum "Warten auf die Meisterschaft". Während die 6.200 Zuschauer in der Arena bereits feierten, spielte der Gastgeber weiter konzentriert und so geriet die Meisterschaft zu keiner Zeit mehr in Gefahr. Leverkusen kämpfte trotz des aussichtslosen Rückstands aus der Addition beider Spiele verbissen und ließ Leipzig zunächst zumindest nicht entscheidend davonziehen. Lyn Byl gelang eine Viertelstunde vor Spielende mit ihrem Treffer zum 21:22 sogar wieder der Anschluß. Der psychologisch wichtige Ausgleich wollten den Leverkusenerinnen aber zunächst nicht gelingen und das obwohl Clara Woltering mit einigen spektakulären Paraden durchaus Möglichkeiten dafür eröffnete.


    Spätestens nach der sehenswerten Einzelaktion von Fruelund zum 24:22, einer Parade der eingewechselten Milde und dem Gegenstoßtreffer Stanges zum 25:22 standen die Zeichen für Leipzig auf Sieg. Bereits zehn Minuten vor Spielende kreiste so die La-Ola durch die Leipziger Arena. Nun aber schlichen sich Unkonzentriertheiten in das Spiel der Gastgeberinnen ein, die Leverkusen zu nutzen wusste. Nadine Krause gelang der erneute Anschlußtreffer zum 24:25 und die Torschützenkönigin der Bundesliga war es auch, die dann zur Siebenmeterlinie schritt. Doch Henrike Milde konnte mit dem Fuß parieren und in der Offensive markierte Ulrike Stange das 26:24.


    Der Ausgleich gelang dann aber kurz darauf Tessa Wienstroer, die Milde aus der Distanz bezwingen konnte. Wienstroer sorgte dann mit dem Treffer zum 26:27 sogar für die erste Leverkusener Führung im zweiten Durchgang. Claudia Bohrmann baute die Führung auf 28:26 aus und so wurde der Gast aus Leverkusen am Ende für seine gute Moral belohnt. Unter den Standing Ovations der Leipziger Zuschauer verbuchte das Bayer-Team am Ende, auch dank der Paraden von Clara Woltering, einen 29:27-Erfolg. Die Party fand aber auf der Leipziger Bank statt, nach dem Pokal durften die Leipzigerinnen auch den Gewinn der Meisterschaft feiern und taten dies gemeinsam mit ihren Fans überschwänglich.


    Überreicht wurde Kapitänin Else-Marthe Soerlie Lybekk der Meisterpokal von DHB-Vizepräsident Reiner Witte und Bundestrainer Armin Emrich. Zuvor war Katrine Fruelund als beste Spielerin der Finals geehrt worden.


    Final-Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft:

    HC Leipzig - Bayer Leverkusen 27 : 29 (17:15)
    Hinspiel: 33-24


    Leipzig:
    Chana Masson (16 Paraden), Henrike Milde (3 Paraden)
    Ulrike Stange 5, Gerd-Elin Albert, Ragnhild Soerlie 1, Nina Wörz 3, Nikola Pietzsch, Milica Danilovic 1, Katrine Fruelund 4, Camilla Thorsen 1, Ingrida Radzeviciute 1, Nora Reiche 8/4, Katja Langkeit 2, Else-Marthe Soerlie-Lybekk 1


    Leverkusen:
    Clara Woltering (16 Paraden), Sabine Englert (7 Paraden)
    Yvonne Fillgert 2, Tessa Wienstroer 3, Paraskevi Kasaki, Anne Müller 2, Anna Loerper 4, Alexandra Uhlig 2, Debusa Glankovicova, Nadine Krause 8/3, Claudia Bohrmann 2, Sabrina Neukamp, Heike Ahlgrimm 3, Lyn Byl 3


    Zuschauer: 6.200
    Strafminuten: 2 / 0
    Siebenmeter: 7/4 ; 5/3


    HBVF.DE



    Gratulation für eine tolle Saison an unsere Handballdamen :bayerapplaus :bayerapplaus :LEV2