20. Spieltag: 1899 Hoffenheim - Bayer 04 Leverkusen: 2:1 (1:1) (Samstag; 01.02.2020, 15:30, PreZero Arena)

  • Nein, das sehe ich diametral anders! Genau das, was Du da beschreibst, ist die Komfortzone, die wir zwingend und mit allen Mitteln verlassen müssen.


    Das bedeutet nämlich, dass es schlimm ist, schlecht zu spielen und zu verlieren und zwar nicht gut aber ok, wenn wir gut spielen, aber trotzdem verlieren.


    Ja, wir haben gestern keinen Katastrophenfußball gespielt, aber die Niederlage ist durch nichts zu entschuldigen.

    Und die Niederlage lag sicher nicht daran, dass der Keeper der TSG ein gutes Spiel gemacht hat.

    So etwas nennt man, ne Ohrfeige...

  • Das geht ja nun arg an der Sache vorbei - es geht ja nicht darum, dass Niederlagen erfreulich sind, sondern dass es Niederlagen gibt, in denen die Mannschaft taktisch schlecht oder mit mangelnder Motivation gespielt hat und die schlimmeres fuerchten lassen. Davon kann gestern nicht die Rede sein. Die Mannschaft hat gut, in Teilen sehr gut gespielt. Das kann mann auch anerkennen, obwohl man sich ueber die Niederlage aergert.


    Wir waren viel zu hektisch. In den ersten 10 Minuten hat uns Hoffenheim recht hoch angelaufen. Teils wurde Tah schon Richtung Eckfahne gedrängt. Hoffenheim wollte so uns zu langen Bällen zwingen und unser Aufbauspiel mit Flachpass unterbinden. Wir haben uns nach und nach mit Ruhe daraus befreit. Aber, kaum haben wir 1:0 geführt war es vorbei mit der Ruhe in unserem Spiel. Es war nur noch ein Flippern. Ein Mittelfeld existierte gar nicht mehr. Entweder gab es für uns eine Chance oder für Hoffenheim. Der Bosz Ball, Ballbesitz, Ball und Gegner laufen lassen, Geduldig die Lücke suchen wenn die Hoffenheimer nach zwei drei Mal Passen nicht mehr mitlaufen gab es praktisch nicht mehr.


    Klar, für unsere Spieler, für "uns" Fans ist das viel einfacher so ein Flipper und auch "Attraktiver". Aber für den Gegner ist es Gold wert. Würden wir die Einschnürren, würden wie die Dominant mit unserem Flachpass müde und demotivierend bespielen hätten die keine Chance gehabt. Wir hätten mit Ruhe und Übersicht entweder das 1:0 gehalten oder wir hätten mit Ruhe das 2:0 gemacht.


    All das sehe ich seit Wochen nicht mehr. Wir haben in der letzten Rückrunde so Teams wie Düsseldorf komplett trocken und langweilig nach Hause geschickt. Jetzt können regelmäßig Teams uns auf Ihr Level ziehen mit Flipper Fußball. Ich sehe da gerade keine Bosz Handschrift. Es ist ein wildes hin und her und hat nix mehr mit Struktur oder Ballbesitz was gemein.


    Das ist aber mit unserem Ziel Platz 4 nicht vereinbar. So werden wie diesen wichtigen Platz nicht holen. Und es kotzt mich maßlos an wenn die Spieler meinen den Matchplan nicht Umsetzen zu wollen.

  • Amiri:
    Das Ding war doch eigentlich auch schon drin. Wie soll er den in dieser Position besser verwerten? Da kriegt der Keeper irgendwie noch die Fingerspitzen dran. Aber normalerweise ist das doch ein super Tor und alle sagen: Boah, wie geil gemacht.


    Klar ist es eine Qualitätsfrage, in welcher Konsequenz man Chancen in ein Tor ummünzt. Allerdings fehlt hier und da einfach die Erfahrung, Kaltschnäuzigkeit oder Selbstverständlichkeit, wie dies momentan einen Haaland oder seit ewigen Zeiten einen Lewandowski auszeichnet.


    Nimmt man die Chance von Amiri... guter Abschluss, saustarke Parade... aaaaaber! Warum schiebt er den Ball nicht "einfach" gegen die Laufrichtung vom Keeper??? Ganz sicheres Ding und wir stellen 10 min. vor Schluss auf 2-2! Das sind einfach Chancen, die muss man nutzen.


    Das Herausspielen solcher Chancen stimmt mich allerdings sehr positiv, aber es muss definitiv effektiver werden. Wie man dies trainieren kann? Keine Ahnung! :wacko:

  • Es waren viele Chancen, auch gute Chancen, aber es war kaum eine dabei, die man hätte machen MÜSSEN. Anders als zum Beispiel die beiden Großchancen von Dabbur zu Beginn oder Kramaric am Ende. Aber um diese guten Chancen zu verwerten, fehlt dann bei uns doch ein wenig Qualität und Konzentration.


    Man kann den ausgebliebenen Sieg auf die Chancenverwertung schieben, aber die Niederlage geht auf die zugelassenen Großchancen des Gegners zurück. Und davon gab es einige, genau wie schon gegen Paderborn und Düsseldorf.