Beiträge von Ansteff

    Jetzt gegen München, danach gegen Leipzig und der 5:0 Endspielsieg wird dann gegen den amtierenden Pokalsieger aus Stuttgart errungen. Das wäre dann der Hochglanz-Titelsieg, der einem Meister ohne Niederlage gerecht wird!

    War etwas traurig zu sehen wie er vor der Kurve nicht mitgemacht hat sondern still mit Mantel in der dritten Reihe stand.

    Das muss man verstehen: Es nimmt insbesondere die jungen ausländischen Spieler schon sehr mit, wenn sie erstmals in deutsche Niederungen wie Dortmund reisen müssen und das geballte Elend dort mitbekommen. So was schlägt dann auch schnell mal aufs Gemüt! Ich hoffe der Teampsychologe war dabei und konnte dem Jungen auf der Rückfahrt beistehen!

    Soweit ich weiß werden Hochfrequenz Kameras mit 500 Bildern/ Sekunde genutzt.

    Bei der Club-WM im Sommer waren es zumindest noch 50 Frames per Second (Refereeing World: Semi-automated offside technology at FIFA Club World Cup). Für die Premier League lassen sich Quellen mit 100 Frames per Second finden (Quelle). Das bedeutet, dass sich ein Spieler, der mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h läuft und somit um etwa 5 m pro Sekunde bewegt, von Frame zu Frame um 5 cm hüpft - was der angewendeten Toleranz bei Abseitsentscheidungen (im Zweifel für den Stürmer) in der Premier League entspricht.

    british den theoretischen Messfehler erfahren wir doch nie und auch niemand anderes, da wir kein besseres Mittel zur Feststellung haben.

    Man kann aber zumindest die technischen Fehler im Messsystem berechnen und anhand des Prozesses einen Messfehler für das Gesamtsystem bestimmen. Das ist schliesslich wissenschaftlicher Standard.

    Ein Problem (für mich) ist, dass es so gut wie keine Veröffentlichungen bezüglich der "semi-automated offside technology" hierzu gibt. Immerhin lässt sich für die Premier League finden, dass die aktuell mit einer Toleranz von 5 cm arbeiten (Why VAR offside images are not always what they seem - BBC Sport), was angesichts der systemisch bedingten limitierenden Bildauflösung mit 50 Frames pro Sekunde und den typischen Geschwindigkeiten von Spielern durchaus sinnvoll erscheint. In der angegebenen Quelle ist auch die Rede davon, dass das in anderen Competitions (Bundesliga?) anders gehandhabt wird. Kennt jemand die aktuelle Handhabung hierzu durch die DFL oder in der Champions League?

    Ansteff es geht darum die Entscheidung des Systems inklusiver aller Messfehler als gegeben hinzunehmen, da es gerade aufgrund der Komplexität die beste Möglichkeit zur Entscheidungsfindung ist

    Ist das so? Warum gibts trotz einer etablierten "besten Möglichkeit zur Entscheidungsfindung" beim Tennis die Möglichkeit der Challenges ?

    Er schrieb "ich gehe einfach mal davon aus, dass das immer stimmt". Darauf habe ich mich bezogen. Davon kann man nicht ausgehen, wenn ein ebenfalls auf der Optik basierendes System schon in so einem überschaubaren Umfeld wie dem Tennis solche Fehlerraten produziert. Das neue System wird seit dem Sommer breit angewendet. Die Implementierung kann dementsprechend noch gar nicht perfekt sein. Ich finde, es muss möglich sein, zu hinterfragen, wie es künftig angewendet wird - auch unter dem Gesichtspunkt welche bis jetzt nie wirklich kommunizierten Limitationen das System hat. Dazu gehört vielleicht, das Akzeptieren, dass es künftig eine Fehlertoleranz von X cm gibt, weil das System eben nicht genau ist. Vielleicht auch, dass man künftig nicht nur irgendwelche Männchen und einen Strich zeigt, sondern Ballabgabe und die Bilder auf deren Basis letztendlich entschieden wird, mit Frame davor und dahinter zeigt.

    Letztendlich ist es wie beim Geblitzt werden. Entweder warst du zu schnell, oder nicht. Also Schwarz oder Weiss. Dennoch gibt es eine nicht unerhebliche Fehlertoleranz - trotz eines Messsystems, das im Prinzip seit Jahrzehnten in der Praxis genutzt wurde. Bei diesem Abseitssystem tun wir so, als ob es absolut genau misst und auswertet. Das kann es aber nicht sein. Wo ist hier die Fehlertoleranz?

    Genau deswegen hab ich vor Erstaunung gestern auch nicht mehr den Mund zubekommen. Ich finde Wolf Fuss eigentlich noch einen der Erträglicheren. Aber das gegen Grimaldo gestern ging überhaupt nicht. Er hat selber noch kommentiert, dass Grimaldo im Rasen hängen geblieben ist und das das "das Thema" war...es konnte also jeder froh sein, dass das Knie nicht durch war.... Dass dann Fuss mit dem Publikum mitgeht und ihm quasi Zeitschinderei vorwirft, ist einfach nur populistische Scheiße. "ein einziger Schmerz"... "Grimaldo geht es gut"...in einem übertrieben sarkastischen Ton. Kann er sich am Montag zusammen mit Buschi in der Glanzparade wieder lustig drüber machen... ekelhaft.

    Wen interessierts? Wir sind weiter und die nicht. Nichts anderes zählt...

    Das die Technik die Momente richtig stoppt und misst, das setze ich voraus und nehme ich als gegeben hin. Wenn man das anzweifelt, dann kann man die ganze Technologie in die Tonne treten, ich gehe einfach mal davon aus, dass das immer stimmt.

    Im Tennis, wo die Kameras nur die Linien abdecken müssen, wird nach den Challenges der Spieler und Überprüfung der Bilder in 30-40% der Fälle das System überstimmt. So viel zu "immer stimmt". Im Fussball muss du nicht nur die auf den Platz gezeichneten Linien abdecken, du musst sie für jede Situation neu festlegen, die Situationen auf dem Platz sind im Vergleich zum Tennis regelrecht chaotisch, das Feld ist etwa 30 mal größer als ein Tennisplatz und hinzu kommt, dass die Festlegung der Ballabgabe entscheidend für die Bestimmung des Abseits ist. Auch das letztere wird übrigens rein durch die Optik festgelegt.

    Vermutlich funktioniert dieses System zuverlässiger als die Linienrichter früher, aber man sollte nicht so naiv sein, zu vermuten, dass der Output immer stimmt. Und nochmal: Wie jedes Messsystem hat es einen intrinsischen Messfehler, der aber in der öffentlichen Darstellung völlig unterschlagen wird.

    Die Pressekonferenz nach dem Spiel:

    „Kein Vorwurf, die Jungs haben alles gegeben“ | PK mit Kovac & Hjulmand | BVB – Bayer Leverkusen 0:1 - YouTube

    Markanter Unterschied zwischen den aussagen der Trainer: Hjulmand sieht auf breiter Front Verbesserungsmöglichkeiten, während Kovac immer wiederholt, seine Spieler hätten alles gegeben.

    Ich vertraue Hjulmand da, dass er ihn noch zu einer ernsthaften Option formt in der Rückrunde oder dann kommende Saison.

    Wenn man schon so eine Art "Pferdeflüsterer" als Trainer hat, dessen explizite Stärke die Kommunikation mit den Spielern ist, dann sollte man in der Tat darauf vertrauen, dass bei dem niemand einfach so durch den Rost fällt und nicht mitgenommen wird. Die Spieler haben den Trainer ausdrücklich dafür gelobt, dass er sich auch der unangenehmen Aufgabe stellt, den Spielern mitzuteilen, warum sie nicht spielen. Auch mit dieser jungen Neuverpflichtung wird er intensiv arbeiten, um ihn in den Kader zu integrieren. Bei manchen funktioniert es sofort, bei anderen dauert es etwas länger. Und manchmal klappts dann auch gar nicht. Aber es ist definitiv noch zu früh, das jetzt aus der Ferne beurteilen zu wollen.

    Einfach wie beim Tennis ein "vollautomatisches" System implementieren (VAR entscheidet nur, ob ein Spieler aktiv oder passiv ist). Alles andere berechnet das System aus den ihm vorliegenden Bildern / Daten. Dann gelten für alle die gleichen Maßstäbe, knappe Entscheidungen wird es immer geben.

    Selbst bei dieser sehr überschaubaren Feldgröße und glasklar definierten Linien hat jeder Spieler mindestens 3 Möglichkeiten, die Entscheidung des Hawk Eye herauszufordern. Und die Spieler haben eine Erfolgsquote von 30-40% wenn sie Entscheidungen anzweifeln und überprüfen lassen (Clovis auf X: „Le plus en réussite avec les challenge depuis que le hawk-eye existe? @David__Goffin suivi par @julienbenneteau #ATP https://t.co/y9UOP2UhRI“ / X). Die Systeme funktionieren - aber bei weitem nicht fehlerfrei. Und niemals glaube ich, dass etwas, das beim Tennis schon solche Mängel hat, auf dem vergleichsweise riesigen Fussballplatz mit virtuell festgelegten Linien und der großen Unbekannten der Ballabgabe mit einer Genauigkeit von wenigen Zentimetern funktioniert.

    ich denke bei den ganz knappen Dinger dient die vereinfachte visuelle Darstellung dazu, das Ganze für alle "erkennbarer" zu machen, indem störende Hintergrundbilder neutralisiert werden!

    Ja es hilft auch ungemein dabei, aufgrund von Bewegungen der Spieler unscharfe Standbilder nicht der Öffentlichkeit zu zeigen. Auch hilft es sehr, wenn man sich nicht entblösst und einfach den Zeitpunkt der Ballabgabe nicht mit visualisiert. Aber wenn man schon mit schematischen Darstellungen arbeitet, dann bitte auch den intrinsischen Messfehler des Systems mit einblenden und zwischen den 2 oder 3 Frames hin und herspringen, die für den Moment der Ballabgabe in Frage kommen. Das setzt die Scheingenauigkeit der Festlegungen dann in den korrekten Kontext.

    Im Januar tagt die IFAB, neben andere Themen soll auch über die Millimeter-Entscheidungen beim Abseits diskutiert werden.

    Es wäre ja schon hilfreich, wenn jetzt schon klar kommuniziert würde, dass eine Auflösung von unter 20, 10, 5 oder gar einem Zentimetern rein technisch nicht möglich ist, wenn Spieler sich schnell bewegen. Jedes Messsystem kommt mit einer Messungenauigkeit daher. Hier wird aber so getan, als ob es so etwas gar nicht gäbe. Und hinzu kommt noch: Die bildliche Untermauerung dieser Entscheidungen ist absolut nicht ausreichend! Minutenlang wird das Spiel unterbrochen, um Pixelpeeking zu betreiben. Und dann wird bei so einer potentiell spielentscheidenden Situation einfach weitergespielt und erst nach Minuten für 2 Sekunden verhuscht eine schematische Darstellung von 2 Püppchen rausgerotzt.

    Mal ungeachtet der Tatsache, dass die bildliche Untermauerung der gestrigen Abseitsentscheidung im Zuge der Aberkennung unseres 2:0 völlig unzureichend war: Mit welchen Messungenauigkeiten kommt dieses System eigentlich für sich nicht bewegende und sich schnell bewegende Objekte daher? Hier wird immer so getan als das System zentimetergenau oder sogar Bruchteile von Zentimetern genau eine Abseitsposition bestimmen könnte, aber liegen diese Unterschiede eigentlich überhaupt ausserhalb des intrinsischen Messfehlers eines auf Optiken basierenden Systems, das sich schnell bewegende Objekte (Ball, Spieler) aus 50+X Metern aufnimmt und auch nur mit einer eingeschränkten Genauigkeit parallele Linien auf dem Spielfeld festlegen kann?


    Ich finde es schon äusserst fragwürdig, wenn die Abseitsentscheidung nicht mit den realen Bildern sondern anhand einer Computeranimation mit schematischen Figuren dargestellt wird. Was soll das? Geben die Bilder die gewünschte Exaktheit nicht her?

    Bist Du Dir da so sicher? Dieses Loch hätten wir für 30 Mio nie und nimmer stopfen können.

    Nö, sicher bin ich nicht. Wie könnte ich das sein? Aber ich hätte im Sommer durchaus ein öffentliches Buhlen erwartet. Der Junge zeigt hier seit Tag 1 Leistungen, die man mit internationaler Klasse bis Weltklasse einstufen kann und war mit 29 Jahre im besten Fussballeralter. Für mich einer, der meist unterschätzt wird. Toll, dass er bei uns spielt!