Sehr differenzierte Analyse. Da spricht die geballte Fussballinkompetenz...
Wir spielen immer noch bei einem direkten Konkurrenten um die internationalen Wettbewerb. Aber hier wird zum Teil so getan, als müsse man die einfach nur wegfiedeln...
Positiv:
- In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel im Griff.
- Die Torchancen wurden sauber herausgespielt und effizient genutzt.
- Über 60% der Zweikämpfe wurden gewonnen.
- 60 % Ballbesitz, da wollen wir auswärts im Prinzip ja hin...
Negativ:
- Viel zu viele Ballverluste im Spielaufbau hinten heraus.
- Konterchance wurden oft nur unsauber ausgespielt.
- In den letzten 20 Minuten wurden Bälle fast nur noch hinten heraus gepöhlt.
- Ohne Maza fehlt im Offensivspiel die ordnende Hand.
Punkt drei ist die Konsequenz von Punkt 1. Er führt auch dazu, dass Frankfurt uns zu Beginn von Halbzeit 2 wehr weit nach hinten hinein drücken konnte weil wir kein Mittel fanden, sauber hinten heraus zu spielen. Er führt auch zum Eindruck, die Hintermannschaft wäre ungeordnet. Eigentlich stand sie aber über weite Strecken ganz gut. Uns ist das Alonso-Mojo abhanden gekommen, das zeitweise zu nahezu blindem Verständnis beim Spiel hinten heraus führte. Ich hatte gehofft, dass Palacios die Situation verbessert, aber der braucht offensichtlich noch deutlich mehr Spielpraxis, um wieder rein zu kommen. Dass wir bei der Strukturierung des OFeensivspiels weitgehend von einzelnen Spielern abhängig sind, ist unbefriedigend, aber nicht neu. Früher war ohne Wirtz meist nix los, heute brauchts Maza oder einen Sahnetag von Grimaldo. Ist leider so.
Gewinnen wir das Nachholspiel stehen wir auf Platz 4. Das ist letztendlich das einzige, das zählt! Und um es nochmal zu betonen: Das ist nach diesem Umbruch mehr als erstaunlich!