Das Foto zeigt eigentlich die gesamte Absurdität. Leute bauen ihre Einfamilienhäuser samt Parkplatz, Terrasse und Pool auf die Grünfläche, wovon ausschließlich sie selber profitieren und sind dann gegen die Bebauung der restlichen Grünfläche, wovon Generationen profitieren könnten.
Absurd sind im Grunde nur solche Scheinargumente.
Dass ausgewiesenes Bauland für den Haus-/Wohnungsbau gebraucht wird ist richtig. Es herrscht zunehmend Mangel an Wohnraum in den Städten und das ist ein erhebliches soziales Problem, dem die Politik Rechnung tragen muss. Monheim ist heuer schon sehr dicht bebaut und "versiegelt".
Die Errichtung eines monströsen Fußballcampus auf einem für den Natur- und Artenschutz höchst relevanten Grünzuges, ist dann eine ganz andere Angelegenheit. Die in diesem Kontext hohe Relevanz des Areals wurde schon mehrfach und sehr ausführlich von Experten dargelegt.
Vor allem ist bislang überhaupt nur ein geringer Teil des Areals für eine mögliche Bebauung freiegeben.
Ein Fußballcampus ist ein flächenfressendes Special-Interest-Projekt eines BuLi-Clubs.
Ich kann verstehen, dass "Bayer 04" glaubt, dieses Imageprojekt zu benötigen. Allerdings kann ich als "Bayer 04 Anhänger" die Bedenken der Regionlpolitik und der vielen betroffenen Bürger weit aus mehr nachvollziehen, die Fußballprojekten dieser Größenordnung sehr kritisch und ablehnend begegnen. Sicher wird nicht die Mehrheit der Monheimer Bürgerschaft den Fußball als wichtigen Lebensinhalt betrachten und alle anderen Aspekte diesem unterordnen wollen.
Die Art und Weise, wie die "Fußball GmbH" mit Gewalt versucht diesen angeblich "alternativlosen", längst totgerittenen Gaul gegen alle Widerstände durch zu drücken, stößt in Monheim bei vielen sicher auch nicht gerade auf Wohlwollen und Sympatie.
Man ist es aus Leverkusen natürlich gewohnt, dass hier so ziemlich alles durchgewunken wird, was Bayer "wünscht". Siehe zuletzt das höchst umstrittene Bauprojekt Sportinternat am Kurtekotten. Im Konzern versteht man unter dem Wort "Kompromiss" traditionell vor allem das Nachgeben und willfährige Entgegenkommen des Gemeinderats. In Monheim hat man sich da wohl verrechnet...