Natürlich fand ich das Thema wichtig. Aber ich habe schon zu oft mitbekommen, das einzelne Wörter, in diesem Fall "Bio-Deutscher" massiv auf die Goldwaage gelegt werden, um jemanden in eine Ecke zu rücken. Ich bin oft in diversen Kommentarspalten unterwegs und sehe dieses Phänomen viel zu oft. Ich bin davon ausgegangen, dass der Begriff an sich eigentlich klar sein dürfte und nicht einer näheren Definition bedarf.
Und wenn du von mir eine Definition von "Bio-Deutsch" hören möchtest, dann würde ich es so beschreiben, dass damit alle Bewohner und Nachkommen Deutschlands gemeint sind, bevor zum Wirtschaftswunder Gastarbeiter ins Land gekommen sind. Dazu zähle ich auch nachfolgende Generationen wo eine Vermischung mit "Bio-Deutschen" stattgefunden hat, also entsprechender Nachwuchs. Man kann es natürlich auch noch mit doppelten Staatsangehörigkeiten festmachen. Ich hoffe das kam jetzt auch noch politisch korrekt rüber.
Könnte daran liegen, dass du so viele andere Worte zur Verfügung gehabt hättest und die Vokabel an sich schon limitiert ist, im geopolitisch wichtigsten Land Europas und einer de facto Einwanderungsnation mit ordentlichem grenzverschobenem Kriegshintergrund, aber mein Punkt ist eigentlich ein anderer und zwar die Frage, was eigentlich dein Punkt oder deine Frage ist? Erstmal war deine Ausgangsprämisse schon anekdotisch (3/20), wir haben eine miese Geburtenstatistik, das sozio-ökonomische Umfeld des jeweiligen Vereins bestimmt, ob und wenn ja wer sich dort anmeldet, Parallelangebote usw.. Wenn ich bei einem so limitierten historischen Horizont von "Vermischung" lese, kriege ich zwar nach wie vor das kalte Kotzen, aber keine Sorge Snowflake, du hast mit gaaaanz viel Fingerspitzengefühl bissl was Komisches erzählt und von den richtigen Klatschpappen Support bekommen, ist doch alles gut
Tipp fürs nächste Mal: "Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? In der Mannschaft meines Kindes spielen 7 Spanier, 8 Türken, 3 Usbeken, 17 Japaner (Hotaru macht übrigens ein geiles Sushi, glaubt allerdings, sie sei Sailor Pluto) und ein Düsseldorfer neben dem franko-dänischen Indonesier mit deutschen Wurzeln, worauf führt ihr die Diversität zurück? Und warum sind die alle schwarz?!" (letzten Satz kannste streichen....)
Liegt auch einfach daran das Deutschland zumindest was man so mitbekommt das einzige Land ist indem Nationalstolz schon zu Kindesalter ausgetrieben wird und später fast schon als Straftat gebrandmarkt wird. In keinem Land herrscht so eine komische Sicht auf die eigene Abstammung wie hier.
Egal wie man zu dem Thema „Nationalstolz“ steht. Muss man ja auch nicht toll oder besonders wichtig finden. Aber so ist es nunmal.
Kennst du die kleinste Geige der Welt? Miiiiimimiimimiiiiiiiiii. In relativ wenig anderen Ländern mit einer so called "Aufklärung" hat man übrigens auch so häufig in der jüngeren Vergangenheit Weltkriege angezettelt, verloren, sich aber vorher noch um Genozide bemüht. Nur weil Daddys Kondomreste zufällig an einer deutschen Wand abgetropft sind, musst du da nicht super stolz drauf sein - kannst du aber natürlich. Wenn du dann aber ruhiger schlafen kannst: Sollen bereits Kinder gesichtet worden sein, die Mercedes immer noch besser finden als Fiat, den NATIONALsport Fußball trotzdem nach wie vor zur VOLKSsportart machen (daher ist der obere Teil ja auch so witzig, schaut man sich mal die Anmeldezahlen an aber hey, was sind Zahlen) und die DEUTSCHE Ingenieurskunst am Stammtisch abfeiern (zugegeben, große Kinder). Vielleicht geilen sich Intellektuelle auch noch immer am Land der Dichter und Denker auf usw. Nur weil du nicht in Reichskriegsflagge (jaja, Satire, ich schreibs mal lieber dran) durch die Straßen laufen darfst, heißt das ja nicht, dass der so called Nationalstolz kein anderes Gesicht hat. Wird zwar gerade wieder sukzessive hässlicher und dümmer, denn das setzt ja auch voraus, dass der Stolz auf etwas gleich bleibt, während das Objekt der Stolzigkeit sich verändert. Ein gewisser Arthur S. aus D. und später HH (hihi....egal...) sagte dazu mal folgendes:
Der Nationalstolz ist die wohlfeilste Art des Stolzes. Denn er verrät in dem Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit Millionen teilt.“
Lie-be-ich. Fast so sehr wie Albert, den man ja auch in Signaturen eines Fußballforums immer mal wieder sieht: „Der Nationalismus ist eine Kinderkrankheit. Er ist die Masern der Menschheit.“
Vielleicht einigen wir uns ja darauf
: "Ich bin stolz auf ein Land, das diese Denker hervorgebracht und/oder ihnen Heimat geboten hat, die uns beigebracht haben, was von isoliert formuliertem Nationalstolz zu halten ist."
On-topic: Achja, krass, was die Paellas gerade gegen die Alpenoger abgefeiert haben, wa
? Ohr-Ja-the-Ball (als würde ich wissen, wie man den schreibt) kann laut Ticker offenbar ganz gut Fußball spielen.