Beiträge von Gunimo

    Da hast du dir ja auf Bild Niveau die Überschrift schön rausgepickt. Der Artikel bestätigt viel mehr, dass Bayer sogar lokal treu bleibt, wenn die Randbedingungen stimmen. Denn selbst in dem 5 Jahre alten Artikel muss der (nicht neutrale) Autor zugeben, dass Bayer zahlreiche Unternehmenssitze von Schönefeld nach Leverkusen zurückverlegte, als Leverkusen den Steuersatz wettbewerbsfähig anpasste.

    Unabhängig davon ist der Rest deines Beitrags wilde beleglose Spekulation. Vielmehr könnte Bayer längst woanders sitzen und viel "aggressiver" Steuern sparen (bspw. im europäischen Ausland) - trotzdem ist der bisher keinesfalls der "Zirkus gnadenlos dem Mammon folgend" weitergezogen, sondern seit über 14 Jahren in Monheim ansässig.

    Dieser lediglich 5-Jahre alte Artikel ist im wesentlichen Inhalt akueller denn je, was die Vorgehensweise von Großkonzernen angeht.

    Das Hin- und Herziehen belegt ja mehr als eindeutig die Fahne im Wind. Vor allem, wenn für die Umzüge keine großen Anlagen verlegt werden müssen.

    BILD-Niveau ist augenscheinlich immer gerade das, was dem jeweiligen Meinungsinhaber gerade nicht in sein eigenes Weltbild passen mag.

    Wenn ich mir die vielen rein polemischen Postings in diesem Forum hier ansehe, dann ist damit das sprichwörtliche BILD-Niveau bei weitem unterschritten. :LEV18

    Am besten wir reißen Mohnheim ab und machen da ein Riesen Naturschutzgebiet draus.

    Ich weiß ja nicht wo dieses Mohnheim liegt, aber ich finde Monheim kann es nicht zum Schaden sein, mit den letzten verbliebenen Natur-Ressourcen möglichst verantwortungsvoll umzugehen.

    Irgendwann wird auch der letzte Mammonapostel merken, dass man Geld nicht essen kann... :LEV19

    Auch der geneigte Umweltfreund der in Vogelbettwäsche schläft, wird einiges zu jammern haben wenn Monheims größter Arbeitgeber und vermeintlich größter Gewerbesteuerzahler die Segel streicht, weil man kein zuverlässiger Handelspartner mehr ist.

    Das ist zwar Erpressung aber andererseits auch "einfach" das Handeln eines Wirtschaftskonzerns. Als Monheim den Hebesatz gesenkt hat, hat sich auch keiner beschwert, dass Bayer aufeinmal überall anders "abgehauen" ist. Analog kann man sich nun nicht beschweren, wenn gleiches Handeln nun Monheim selbst betrifft. Vorallem da in Leverkusen der Gewerbesteuerhebesatz mittlerweile identisch zu dem in Monheim ist.

    Stichwort: "Zuverlässiger Partner"

    Dazu sollte man wissen, dass die "Bayer AG" laut einer Studie ein Unternehmen ist, dass eine höchst aggressive Steuerpraxis betreibt. Da gibt es ganz schnell mal Verlierer bei den Partnern. Soll doch bitte niemand glauben, dass man mit dem Einknicken vor Drohgebärden mittel- bis langfristig einen Konzern zum Bleiben bewegen kann. Sobald man seitens der Chefetage irgendwo ein neues "Paradies" findet, zieht der Zirkus gnadenlos dem Mammon folgend weiter. Ob mit oder ohne Genehmigung des Campus seiner Fußball-Tochter.

    Studie: Bayers "aggressive Steuerpraxis"
    Eine neue Studie untersucht, wie der Chemiekonzern Bayer seine Steuerlast senkt. Dabei spielen auch Steuerparadiese eine Rolle - weltweit, in Europa, aber auch…
    www.dw.com

    Wenn man die Interessen der ganzen Stadt und nicht nur einer Ortsteil Klientel im Auge behalten würde!

    Dass es anders geht, zeigt die Monheimer FDP. Sie getraut sich etwas und schert aus dem Viererbündnis aus, da sie die Fähigkeit zum Kompromiss besitzt. Auch das ist eine demokratische Tugend :bayerapplaus

    Klientelpolutik ist vor allem das Einknicken vor Druck und Erpressungsversuchen von großen Arbeitgebern und Gewerbesteuerzahlern: "Wenn der Stadtrat nicht spurt und tut was gewünscht bzw. erwartet wird, wandern wir ab. Dann werdet ihr schon sehen, was ihr davon habt...!"

    Wohin die FDP ihre wankelmütigen Unzuverlässigkeiten wie Querschüsse und Rückzieher in Bündnissen und Koalitionen gebracht hat, kann man ja im Bund nach dem "Ampel"-Desaster schön ablesen. :LEV19

    Die Partei ist in der Bedeutungslosigkeit verschwunden und firmiert heuer unter "Sonstige" in der Statistik. Sowas kommt von sowas und hat mit der "demokratischen Tugend" der Kompromissfähigkeit nicht das Geringste zu tun. Ganz im Gegenteil.

    Die Interessen der "gesamten Stadt Monheim" im Auge zu behalten bedeutet ganz sicher nicht, dem ausschließlich fußballaffinen Teil der Bürger einen riesigen Campus auf einem naturrelevanten Areal zu bescheren.

    Es soll doch tatsächlich Menschen geben, die - es ist kaum zu glauben - noch andere Themen als Fußball für lebenswichtig und zukunftsrelevant erachten und nicht stetig in Bayer04-Bettwäsche nächtigen. :LEV14

    Ich hoffe, man findet in Monheim und ggf. im weiteren Umfeld noch einen für alle Seiten gangbaren Kompromiss! Das wünsche ich "meinem" Fußballverein, den Bürgern der Stadt Monheim und nicht zuletzt auch den Verbänden und Bürgern die sich für den Natur- und Artenschutz einsetzen.

    :LEV2

    Bleibe dabei, dass man das so nicht pauschal sagen kann, weil es eben einen Rattenschwanz nach sich gezogen hätte.

    Sagte Rolfes ja auch:

    (...)

    Rolfes weiter: „Dann kam irgendwann der Punkt, wo wir gesagt haben: Okay, dann geht es nicht. Dann musst du das und das bringen und dann hast du auch die Möglichkeit zu gehen. Wir haben finanzielle Grenzen, aber auch Verträge, an die wir uns halten – und der Spieler auch. Sonst kommen zehn weitere Spieler, die auch etwas wollen.“

    Diesen "Punkt" hätte man eben überwinden müssen und dann wäre Xhaka hoch motiviert geblieben

    Ansonsten gibt es diese Begehrlichkeiten anderer Spieler ja immer, wenn es um Verhandlungen über neue Verträge geht. Das ist das übliche Gebahren nicht zuletzt auch der Spielerberater. Da braucht man als Manager halt einen kühlen Kopf und eine ruhige Hand.

    Ich bleibe dabei: Man ist hier einfach den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und hat lieber ein vielfaches der "Nachverhandlungskohle" für Xhaka für andere Spieler ausgegeben, die sich als totale Flops erwiesen haben.

    Nachher ist man ja immer schlauer, aber ich für meinen Teil habe das schon zu Anfang dieser Saison gesagt.

    Aber auf welcher Grundlage? Er hatte einen laufenden 5-Jahresvertrag. Sein zweites Jahr war zudem auch nicht mehr so stark wie die Meistersaison.

    Eines ist Fakt: Xhaka die Bezüge deutlich zu erhöhen, um ihm den Verbleib zu versüßen, wäre im Gegesatz zu so mancher überteuerten Neuverplichtung von "Graupen" das deutlich besser angelegte Geld gewesen! :LEV18

    Da bin ich mir absolut sicher! :LEV19

    (...)

    Aber das sieht nach einem mega Umbruch aus. Und ist es nicht das, was einige der Vereinsführung nach dem Double vorwerfen. :LEV9

    Niemand würde der Vereinführung diesen Megaumbruch vorwerfen, wäre er mit Augenmaß, den richtigen Personalentscheidungen, einer einer guten Saisonvorbereitung einher gegangen.

    Vorwerfen tun die Kritiker der Vereinführung, dass nach diesem gigantischen "Umbruch" vor der Saison, nun erneut ein solcher notwendig wird um die handwerklichen Fehler die begangen wurden, wieder zu korrigieren.

    Nix mit "Masterclass", eher "Master of Desaster" :LEV18

    Es sei denn, es gibt dort seltene Vögel...:LEV18

    Die gibt es dort tatsächlich! Zum Beispiel die streng geschützten Neuntöter, Dompfaff, Schwarzkehlchen und etliche Greifvogelarten und Falken, z. B. den recht seltenen Baumfalken. Alle genannten Arten habe ich dort schon fotografieren können.

    Ein Schwarzkehlchen (Mai 2026), von mir direkt am geplanten Bauort auf der Naturbrache am Kurtekotten fotografiert:

    Naturschutzverbände kritisieren die Baumaßnahme scharf:

    Umweltverbände kritisieren diverse Bauvorhaben in der Stadt scharf: Neubau kontra Naturschutz
    Sportinternat-Neubau am Kurtekotten, neue Feuerwache im Landschaftsschutzgebiet, Lichtsmog, Nachverdichtung: Die Naturschutzverbände schlagen in Leverkusen…
    rp-online.de

    Allerdings gilt hier in Leverkusen, anders als in Monheim: wenn Bayer ruft, schlägt der Stadtrat die Hacken zusammen und nickt ab. Daher wird der Bau planmäßig errichtet, daran gibt es überhaupt keinen Zweifel.

    Soweit der OT-Ausflug in den Naturschutz, der den meisten hier ja eh völlig am A. vorbeigeht. :LEV19

    Sorry für die Störung der Idylle. Darum schnell zurück zum Fußball. 8o8)

    Interessanter Bericht im "Kicker".

    Ich verstehe allerdings nicht, warum man gegen den erkennbar fehlenden Willen alles zu geben und die Mentalitätsprobleme im Team, nicht schon während der Saison klare Kante zeigt und Maßnahmen ergreift. Die Defizite sind ja schließlich schon für (fast) jeden seit langen sichtbar gewesen.

    Als Rainer Calmund noch das Sagen hatte, der wäre nach so manchem dargebotenen Lustlos-Auftritt nach dem Eintreten der Türe wütend in der Kabine erschienen und hätte die Truppe verbal kräftig durchgeschüttelt. 8)

    Weckruf! ;)