Beiträge von Mikar68

    Mikar wird Dir in wenigen Augenblicken erklären, dass selbstverständlich das Gegenteil richtig ist... :LEV14

    User Neuville muss ich das nicht erklären. Das weiß er selber und er weiß, dass Ursache seines Statements seine Enttäuschung über die Leistung der Mannschaft ist, nicht nur die von Demirbay. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das Spiel in der 2. Halbzeit ohne Demirbay wirklich besser lief. :levz1

    @user .:1288:.
    Das war das erste und gleichzeitig letzte Mal, dass ich auf deine geistreichen Beiträge regiert habe.

    Wer heutzutage in der absoluten Spitze des Fußballs was reißen will, braucht einen Trainer, der flexibel genug ist, um taktisch modern zu bleiben. Paar Sekundärtugenden - Menschenführung, Motivation - noch dazu, und du hast einen Spitzenmann wie Klopp, Nagelsmann, vielleicht Tuchel. Und nein, Mikar, C.D. oder R.H. zählen nicht zu dieser Liste. Jedenfalls nicht mehr.


    Klopp, Nagelsmann, Tuchel – meine Rede, seit vielen Jahren.
    Also nochmal, Bosz raus, Daum oder auch Hasenhüttl rein. Oder auch anders formuliert, Dilettantismus und Schlafmützigkeit raus, Feuer, Leidenschaft und Fachkompetenz rein! Ist eigentlich nicht schwer zu begreifen.

    Ich habe mich also klar positioniert. Wie siehts mit dir aus? Ich bin gespannt.

    Das einzige was hier dumm ist, ist, dass ich mich Woche für Woche vor den TV setze und mir diesen Mist anschaue, der mir (so weh es gleichzeitig tut) zunehmend gleichgültig wird. Spieler mit denen ich mich nicht identifizieren kann, Spieler die zu schlecht sind, Spieler die zu dumm sind, Spieler, denen alles egal ist und Niederlagen nicht interessiert. Verantwortliche, die so gut Führen wie ein Mülleimer. Das ist und wird immer Komfortzone bleiben. Ich nehme das hier alles emotionslos hin - und das macht mich traurig.

    Ach User Stubbi, im Grunde kann ich dich verstehen. Du leidest, ich leide. Problem sind aber nicht die Spieler. Entschuldige bitte meine Ausdrucksweise dir gegenüber.

    Nimm’s mir nicht übel, User Stubbi. Aber sei froh, dass Blödheit nicht wehtut.

    Eines muss man ganz klar festhalten. Ohne Demirbay läuft das Spiel eindeutig besser.
    Okay, Spaß beiseite. Im Grunde sind das alles drittklassige Spieler im Kader, die alle zum Teufel gejagt werden müssten. Wichtig ist, dass dieser geniale Trainer, der dermaßen brennt, dass die Flammen bis zum Himmel lodern, mit seiner genialen Mannschaftsführung und taktischen Raffinessen bleibt, um die Mannschaft der Zukunft zu bauen.


    Gut die Leute gehen davon aus, dass Grill klar besser ist als Lomb und man ihn deswegen natürlich auch für die EL hätte Nominieren müssen. Die Situation war halt dieses Jahr ohne wirkliche Testspiele in beiden Vorbereitungen schwierig und es ist durchaus möglich das der Eindruck im Training genau andersherum war.


    Kann ich mir ehrlich gesagt, wenn ich die bisherigen Einsätze von Grill und Lomb vergleiche, nicht vorstellen, dass Grill im Training einen schlechteren Eindruck als Lomb hinterlassen haben soll.
    Ich kann mich noch gut an die erste Saisonvorbereitung von Diaby bei uns erinnern. Da war Diaby bester Mann, landete aber erst mal auf der Bank, weil er sich als neuer Spieler erst mal an die neue Umgebung und die Bundesliga gewöhnen müsse. Diese Einstellung von Bosz hat uns damals auch viele Punkte gekostet. Also hat Bosz offensichtlich auch ein Problem, die Stärken des Kaders richtig einzuordnen und dementsprechend die Mannschaft auf- und einzustellen.

    Mikar kann sich gut artikulieren, es macht wirklich Spaß seine Beiträge durchzulesen, aber von Fußball hat er leider keine Ahnung.


    Wer hier wie viel Ahnung von Fußball hat, sei mal dahingestellt. Eines kann ich jedenfalls versichern. Demirbay, Paulinho, Diaby, Schick, Amiri, Tapsoba, usw. haben hier nicht unterschrieben, um regelmäßig Euro-League zu spielen. Würden die Trainer hier Klopp, Tuchel, Rangnick oder auch Hasenhüttl heißen, müssten die das auch nicht.
    Also noch einmal, Demirbay ist ein genialer Fußballer und Stratege, aber natürlich kein Literaturprofessor oder hochveranlagter Rhetoriker. Mit dem richtigen Konzept würde er zünden – meine unmaßgebliche Meinung.

    Das Dilemma bei Bayer 04 sind nicht einzelne Spieler wie Demirbay, sondern der aktuelle Cheftrainer, wie übrigens vor ihm auch schon.
    Unsere Fußball GmbH leistet sich einen Champions-League-Kader, der letzte Saison sogar noch stärker aufgestellt war, der aber von Durchschnittstrainern trainiert wird. Das passt einfach nicht und es ist eigentlich eine Schande, was aus den individuellen Möglichkeiten, die der Kader in der Amtszeit von Bosz hergibt, bisher gemacht worden ist. Hier wird Geld verbrannt.

    Wenn unser Gegner sich hinten reinstellt und Beton anrührt, funktioniert das Bosz'sche System nicht, weil wir weder die individuelle Klasse haben, nach vorne durch zu kommen, noch das richtige Konzept. Ich erinnere mich daran, dass Eigentore des Gegners zum System gehörten. Davon ist lange keine Rede mehr.

    Fehlende individuelle Klasse? User Hartmut, also ich bitte dich!
    Und als Trainer explizit zu behaupten, dass Eigentore Teil des Systems sein sollen, das halte ich schon für sehr fragwürdig und ziemlich naiv. Wenn ich im gegnerischen Strafraum Dominanz ausübe und klare Torchancen herausspiele, provoziere ich doch automatisch Eigentore. Wieder so ein Punkt, der mich an die Fähigkeiten von Bosz zweifeln lässt.

    Und zu aller Letzt hat Bosz bei mir tatsächlich noch etwas Kredit. Er hat es hinbekommen, dass die Mannschaft in der Hinrunde über sich hinaus gewachsen ist, jeder für das Team gekämpft und auch Spielglück erzwungen hat. Mit so einer Hinrunde hatte ich nach der Sommerpause und den Abgängen auf keinen Fall gerechnet.

    Es ist ja nicht so, dass wir in dieser Zeit alles in Grund und Boden und traumhaften Fußball gespielt haben, so wie es Völler den Medien weismachen wollte, weshalb auch er am Trainer festhalten will. Man hat meines Erachtens nur gesehen, was die Truppe im Stande wäre zu leisten, würde hier einer die Mannschaft trainieren, der Ordnung und Struktur ins Spiel der Mannschaft bringt, der in der Lage ist, während des Spiels brauchbare Lösungen für die unterschiedlichsten Spielsituationen zu vermitteln, wenn nötig korrigierend einzugreifen, der in der Lage ist, die Breite des Kaders sinnvoll auszunutzen, um Spieler so bei Laune zu halten und so etwas wie Feuer innerhalb der Mannschaft entfachen kann.
    Die Mannschaft ist weder über sich hinausgewachsen, noch hat sie über ihre Verhältnisse gespielt. Diese Mannschaft hat lediglich gezeigt, was für individuelle Klasse in ihr steckt. Wenn diese Klasse, diese individuelle Stärke gebündelt werden könnte, hier würden sich einige wundern, was für ein Fußball hier möglich wäre. Bosz ist jetzt zwei Jahre bei uns und hat gezeigt, dass die Bundesliga im Spitzenbereich, nicht nur wegen seines Engagements bei uns, mindestens eine Nummer zu groß für ihn ist.

    ...und die kommen dann nur nicht zu uns weil wir Sie nicht anfragen oder wie soll man dein Posting verstehen?!

    Die Frage als Fan zu beantworten, dürfte ziemlich schwierig sein. Aber so viele Vereine, nicht nur in Deutschland, mit diesen wirtschaftlichen und sportlichen Vorrausetzungen, wird es nicht geben. Aus Sicht eines Fußballlehrers ließe sich hier bestimmt einiges bewegen und wir wären für den ein- oder anderen sehr guten Trainer mit Sicherheit ein interessantes Projekt. Es ist ja nicht so, dass wir z. B. mit Tuchel nach seiner Entlassung in Dortmund nicht verhandelt hätten. Hätte Tuchel kein Interesse gehabt, hätte man sich nicht getroffen. Dass mit der Strahlkraft lassen wir mal dahingestellt und es kam ja auch nicht von ihm. Warum er dann letztlich nicht zu uns kam und an wem oder was diese Verpflichtung scheiterte, darüber kann man nur spekulieren. Was ja auch bekannt ist, dass ein Klopp höchstwahrscheinlich hier Trainer geworden wäre, hätte Calmund, anstatt Holzhäuser noch das Regiment geführt. Holzhäuser, so heißt es zumindest, hat damals gegen Jürgen Klopp sein Veto eingelegt und so diese Verpflichtung verhindert. Und dann gibt es ja auch noch den Gesellschafterausschuss der ein Wörtchen mitreden will und von dem Calmund einst behauptete, dass im Gesellschafterausschuss Leute säßen, die von vielem Ahnung hätten, nur nicht von Fußball. Aber die entscheiden halt auch mit, bzw. heben oder senken sogar den Daumen.
    Ich denke, wenn man wollte und sich einig wäre, dann wäre eine sogenannte große Lösung, gerade für so ein Projekt wie unseres, nicht unrealistisch.

    Wer bei unserer Fußball GmbH dominanten, erfolgreichen und sehenswerten Fußball nur über den Gewinn von Titeln definiert – und nichts Anderes machst du hier – der hat nichts, aber auch überhaupt nichts kapiert. Dominanter, erfolgreicher und bestenfalls auch noch sehenswerter Fußball ist die Basis, um überhaupt erstmal die Chance zu erhalten, irgendwann mal was in den Händen halten zu können. Vielleicht fehlt dann in der Tat, wenn man dann in dieser Situation ist, auch ein klein wenig die Mentalität, sich die Chance auf den Gewinn eines Titels in einem Finale nicht mehr nehmen zu lassen und ja, ein bisschen Glück gehört auch immer dazu.
    Geht aber die Basis verloren, und das ist sie in den vergangenen Jahren nicht nur unter Bosz, hat man nicht mal den Hauch einer Chance, um überhaupt in Titelnähe zu kommen oder, wenn man es glücklicherweise (Losglück usw.) doch in ein Finale schafft, einen Titel zu gewinnen.

    Ich sehe aktuell keinen vielversprechenden Trainer, der schon unter Beweis gestellt hat, auch gegen tiefstehende Mannschaften Ideen ins Team zu tragen (und wenn, dann sind diese eher unrealistisch).
    Somit bleibt für mich mal wieder nur: Bosz oder irgendein "Unbekannter" als Versuch.
    Die DNA vom Bayer, mittlerweile mehr oder minder ein reiner Ausbildungsverein zu sein, lässt für mich eigentlich aber zumindest auf der Trainerposition es nicht zu, dass wir neben dem Großteil der Spieler auch einen Trainer haben, der erst noch lernen muss, wie sich zum Beispiel Europa anfühlt.

    Diese Minderwertigkeitskomplexe, bzw. Behauptungen dieser Art, die ja nicht nur von dir kommen, lassen mich immer wieder schmunzeln.
    Die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH ist seit über 40 Jahren ununterbrochen Bestandteil in einer der stärksten Ligen der Welt. In dieser Liga leisten wir uns den zurzeit drittteuersten Kader mit wirklich hochveranlagten Spielern und sind deshalb mit Sicherheit auch interessant für ambitionierte und erfahrene Erfolgstrainer. Wären wir, wie du schreibst, ein mehr- oder minder reiner Ausbildungsverein, würden diese hochklassigen, sich noch am Anfang ihr vielversprechenden Karriere befindlichen Spieler, die mit Bayer Champions- League spielen wollen, gar nicht erst zu uns kommen.
    Die jetzige Entwicklung der Mannschaft ist weder von der Bayer AG, noch den Machern der Fußball GmbH gewollt, ganz im Gegenteil. Die größte Problematik ist also nicht die fehlende Qualität des kickenden Personals oder der fehlende Anspruch im Verein, sondern schlicht und ergreifend die ständigen Fehlgriffe bei der Verpflichtung neuer Cheftrainer in den letzten Jahren.

    Ich halte Bosz nach wie vor für einen hervorragenden Trainer, aber ein trudelndes Flugzeug wieder auf Kurs zu bringen, scheint ihm nicht zu liegen.

    Im Gegensatz zu dir, deine Meinung in allen Ehren, haben einige andere hier den Bosz nie für einen hervorragenden Trainer gehalten. Die aktuelle Entwicklung kommt für mich nicht überraschend. Kein System, keine Automatismen, kein Plan gegen tief stehende Gegner, heilloses Durcheinander innerhalb des Spiels unserer Mannschaft. Bosz lebte diese zwei Jahre ausschließlich von der individuellen Klasse des Kaders. Wenn hier ein Trainer aufschlagen würde, der wirklich etwas von seinem Geschäft versteht und Struktur in das Spiel unserer Mannschaft bekommt, dann könnte die Sache hier interessant werden - aber nur dann.

    Rudi Völler versagt auf ganzer Linie!!! Alle 2 Jahre einen neuen Trainer?! Ja, weil er nur Gurken wie Herlich und Korkut einstellt. Unsere Trainer Liste in den letzten 15 Jahren ist eine Frechheit!! Wer hat von denen Bundesliga Erfahrungen und Erfolge vorzuweisen??? Ich kann ja bei den jüngeren Fans verstehen, dass die gegen einen Trainerwechsel sind, da die einfach in den letzten 15 Jahren keinen vernünftigen hier gesehen haben und Durchschnitt als Maßstab nehmen. Ich kann nur sagen, dass Trainern wie Daum oder Topmöller in den letzten Jahren hier keiner das Wasser reichen konnte. An der Mannschaft liegt es nicht! Als wir damals in den 2000ern in das Championsleage finale eingezogen sind, war der Kader damals in der Breite nicht so gut wie heute, sondern nur in der Spitze ein wenig. Hier hat halt jeder auch voll performed, da der Trainer alles rausgeholt hat. Man hat diese Hinserie gesehen, wozu unsere Spieler in der Lage sind, wenn Sie Ihre maximale Leistung abrufen und dafür ist der Trainer für zuständig. Seit der Rückrunde hat selbst mit RWE und Schweizer Bern unser System entschlüsselt und unserem Trainer fällt NICHTS zur Verbesserung ein, was ein Armutszeugnis ist. Er gesteht seine Ratlosigkeit ja selber auf den Pressekonferenzen ein, unglaublich, da so viele Dinge offensichtlich auf der Hand liegen und die sieht der nicht, obwohl es sein Job wäre und ich hier mittlerweile jedem zweiten Fan bessere und kreativere taktische Umstellungen zutrauen würde! Wer soll übernehmen? Ralf Ragnick! Der hat nachweislich genug Erfolge und Erfahrungen. Wenn der es nicht bringt, können wir auf der Mannschaft rumhacken, die mit Sicherheit nicht absichtlich schlecht spielt. Nur so ein Experiment traut der Herr Völler sich ja nicht mit einem Trainer der nachweislich mehr Erfolg als er selber als Trainer vorzuweisen hat...

    :bayerapplaus :bayerapplaus :bayerapplaus :bayerapplaus :bayerapplaus

    Die älteren Fans werden wissen, dass es auch unter den großartigen Trainern Daum oder Toppmöller Durststrecken gab. Unter Daum gabs zwischen Ende September und Ende November mal eine Serie von 11 Spielen mit nur einem Sieg. Und da waren Gegner wie die 60iger, Maribor, Rostock oder Freiburg dabei. Shit happens...

    Da hast du recht, User Ansteff. Allerdings solltest du bei dieser Bewertung nicht vergessen, dass Daum auf diese kleine und einzige sportliche Krise, in den vier Jahren unter ihm, reagiert hat. Er hat damals wegen der fehlenden offensiven Durchschlagskraft sein taktisches Spielsystem umgekrempelt und ab diesem Zeitpunkt wurde wieder geliefert. Und eine Niederlagenserie, wie es sie unter Bosz des Öfteren schon gegeben hat, gab es unter Daum nie! Die Ära Daum mit den Durststrecken unter Bosz zu vergleichen, zeugt, bitte entschuldige, von kompletter Ahnungslosigkeit oder einer Wahrnehmungsstörung. Und komme jetzt nicht mit Unterhaching.

    Was Toppmöller anbetrifft, liegts du auch, wie immer, komplett daneben. Nach den drei Vizetiteln im Jahre 2002, wurde Toppmöllers Mannschaft in der darauffolgenden Saison das Rückgrat herausgerissen. Sprink und Holzhäuser bemühten sich damals redlich um die zweifelhafte Ehre, die Totengräber des Vereins zu werden. Damals haute Holzhäuser ja den dämlichen Spruch raus „Wir können auch mit viel weniger Geld nicht Deutscher Meister werden“. Dieser Typ verhinderte übrigens bei uns auch den Trainer Jürgen Klopp, aber das nur am Rande. Es gab damals zwei Lager, da waren Calmund und Toppmöller, die es nach dem Champions-League Finale wissen wollten, die Mannschaft zusammen halten und mit Kaka sogar noch verstärken wollten – Kaka war ja damals quasi schon bei uns. Und dann waren da Wenning, Nachfolger von Schneider an der Spitze der Bayer AG und heute im Gesellschafterausschuss, Holzhäuser und Sprink als Nachfolger von Jürgen von Einem. Und diese Herrschaften, sportlich - wie du - von absoluter Ahnungslosigkeit geprägt, zogen den von der Bayer AG verordneten Sparkurs knallhart durch. Ich will die Sache nicht bewerten, es gab sicherlich wirtschaftliche Argumente. Aber Toppmöller ist deshalb bei der sportlichen Bewertung der Saison 2002/2003 außen vor.

    Auch hier stellt sich die Frage, wer soll an seine Stelle treten. In einem internationalen Konzern, der nunmal die Mutter der Fußball GmbH ist, gibt es noch viele Köpfe oben drüber. Da stellt sich die Frage, ob Völler sich so lange hält, WEIL er so ist, wie er ist, oder OBWOHL er so ist. Rudi Völler hat einen hohen Bekanntheitsgrad und ein hohes Ansehen in der Fußballwelt. So jemanden abzusägen könnte in Zeiten von Monsanto und Corona auch nach hinten los gehen. Überdies kann er sehr unangenehm werden, wenn man ihm ans Futter geht.

    Da hast du recht. Diejenigen, die Völler am liebsten davonjagen würden, haben eines nicht bedacht. Bayer 04 ist kein klassischer Traditionsverein wie Gladbach, Schalke oder Dortmund. Um in der Öffentlichkeit im Gespräch zu bleiben, ist die Fußball GmbH nicht nur zum Erfolg verdammt, sondern unsere Fußball GmbH braucht eigentlich, mehr als die sogenannten Traditionsvereine, eine Galionsfigur als Gesicht des Fußballklubs. Wenn Völler nicht mehr präsent ist und weiter nur Durchschnitt, mit Ausschlägen nach oben und unten, präsentiert wird, dann wird mir um die öffentliche Wahrnehmung unserer Fußball GmbH angst und bange. Ein Rolfes oder Kiessling können diese für uns so wichtige Rolle niemals ausfüllen. Deshalb habe ich auch bis heute nicht verstanden, warum man sich nicht um Leute, wie Sammer oder Ballack, die eine gewisse Affinität zu unserem Klub haben, bemüht hat.

    Punkt 3 bzgl. der Umsetzung kommt nun auf Grund der von dir gewählten Prämissen nur zum Tragen, wenn die zuvor genannten Voraussetzungen bejaht werden. Bei Geringschätzung des Potenzials und Zuschreibung fehlender Ansprüche auf Seiten der Spieler, steht Prämisse 3 folglich nicht zur Debatte und deine Schlussfolgerung wäre korrekt...

    … würde allerdings den drittteuersten und von vielen Fußballexperten und aktuell tätigen Trainern als extrem hochtalentiert eingeschätzten Kader in einer der stärksten und finanzkräftigsten Fußball-Ligen der Welt ad absurdum führen.
    Aufwand und Ertrag stehen bei uns in einem extremen Missverhältnis und der Grund dafür, nicht nur aufgrund der zum großen Teil fußballerisch erbärmlichen Darbietungen der Mannschaft, Versagen bei der optimalen Ausnutzung des zur Verfügung gestellten Kaders, der einzigen Konstante, nämlich die Inkonstanz, usw., sondern auch in Bezug auf die verbale und nonverbale Kommunikation mit der Mannschaft und auch mit den Medien, liegt, wenn man nicht völlig weltfremd ist, ganz klar auf der Hand.

    Die Verantwortlichen haben sich mehr als einmal unmissverständlich gegenüber den Medien bezüglich der eigenen Ansprüche klar und deutlich artikuliert. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, würde sich garantiert nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn Er oder Sie behaupten würde, dass hinter den Kulissen an Lösungen gearbeitet wird, um zeitnah endlich mal was in den Händen halten zu können, auch im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten der Vermarktung. Und weil weder die Macher der Fußball GmbH, zu denen nicht nur Völler und Rolfes gehören, noch des Mutterkonzerns naive Menschen sind, wissen diese nur zu genau, dass bei so einem ambitionierten Projekt, um den sportlichen Erfolg nicht zu gefährden, nichts dem Zufall überlassen werden darf.
    Ich bin jetzt schon gespannt auf die kommende Saison und die Protagonisten rund um die Mannschaft. Ich bin mir sicher, dass spätestens im kommenden Sommer auf der Position des Cheftrainerpostens etwas passieren wird. Es muss etwas passieren, bei den formulierten Ansprüchen.