• Elfen übernehmen Tabellenführung

    Nach dem Horrortrip nach Russland dürfen die Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen nur einen Tag nach der Rückkehr die Tabellenführung in der Bundesliga feiern. Durch den 34:22 (15:11)-Sieg gegen Ketsch und den Patzern der Konkurrenz gelang der Sprung auf Platz 1.

    Mit den heftigen Reisestrapazen der EHF-Cup-Tour nach Russland in den Knochen mussten die Elfen nur 32 Stunden nach der Rückkehr wieder ran. Gegen die TSG Ketsch sollte die Revanche für die, bis jetzt einzige Niederlage der Bundesliga-Saison her. Die Gastgeberinnen starteten mit einigen Schwierigkeiten, konnten sich aber ab der zehnten Minute erstmals absetzen. Silke Meier und zweimal Michaela Seiffert sorgten für das 7:4. In der Folgezeit konnte Ketsch auf mindestens drei Tore Abstand gehalten werden und in die Pause ging es beim Stand von 15:11.

    Nach der Pause erwischten die Elfen eindeutig den besseren Start: Geburtstagskind Anne Krüger, Gesine Paulus und Sabrina Neukamp sorgten für eine beruhigende 18:11-Führung. Nach einem kleinen Durchhänger in der 40. Minute, den Ketsch nutzte um noch einmal auf 21:17 ranzukommen, setzen die Bayer-Damen zum Zwischenspurt an. Einen 6:0-Lauf schloss die starke Michaela Seiffert zum 27:17 ab. In den letzten neun Minuten gelangen den Gästen aus Ketsch zwar noch fünf Treffer, doch bei den Elfen hielt unter anderem Yvonne Fillgert mit vier Treffern dagegen und so gelang die Revanche mit einem 34:22-Erfolg.

    Schon ein paar Minuten vor dem Abpfiff sickerte das Endergebnis aus Nürnberg durch (34:34 gegen Frankfurt/Oder) und von den Rängen schallte es „Spitzenreiter, Spitzenreiter“. Am 12. Spieltag übernehmen die Elfen die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga. „Es war heute ein besonderes Spiel. Zum einen weil wir Revanche wollten und zum anderen weil wir gestern erst aus Russland zurückgekommen sind. Meine Mädels mussten den inneren Schweinehund überwinden und haben das in der zweiten Halbzeit zu meiner Zufriedenheit gemacht“, freute sich Renate Wolf über den Sieg.

    Als Belohnung haben die Elfen nun einen Tag trainingsfrei, bevor am Freitag die Vorbereitung auf das letzte Bundesliga-Spiel vor der WM in Frankreich beim TV Beyeröhde (Samstag, 18 Uhr) beginnt.

    Bayer 04: Woltering, Knipprath – Meier (2), Steinbach (2), Ahlgrimm (4), Seiffert (5), Müller (2), Weigelt (2), Byl, Glankovicova (2), Paulus (2), Neukamp (5), Fillgert (5), Krüger (3)

    Autor: Christian Schulze elfen.de


    „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ :bayerapplaus :bayerapplaus :LEV2 :LEV3

    [color=red]Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur

  • Tabelle:

    1. Bayer Leverkusen 12 10 1 1 378 : 294 +84 21
    2. 1. FC Nürnberg 12 10 1 1 397 : 335 +69 21
    3. HC Leipzig 12 8 2 2 413 : 344 +69 18
    4. DJK/MJC Trier 11 7 0 4 280 : 292 -12 14
    5. FHC Frankfurt/Oder 12 5 2 5 375 : 364 +11 12
    6. VfL Oldenburg 12 5 1 6 348 : 341 +7 11
    7. Buxtehuder SV 12 5 1 6 339 : 345 -6 11
    8. HSG Blomberg-Lippe 13 5 1 7 369 : 402 -33 11
    9. Thüringer HC 11 5 0 6 276 : 266 +10 10
    10. TSG Ketsch 12 3 1 8 312 : 380 -68 7
    11. HSG Sulzbach/Leidersb. 13 2 2 9 329 : 374 -45 6
    12. TV Beyeröhde 12 1 0 11 303 : 382 -79 2

    :LEV18

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  • Mit Wut im Bauch an die Spitze

    VON CLAUDIA BECKER

    (RP) Wenigstens ein bisschen Wiedergutmachung für die schrecklichen letzten Tage um den Europa-Pokal in Russland erlebten die Leverkusener Handball-Frauen beim Bundesliga-Spiel gegen die TSG Ketsch. Außer über ein absolut ungefährdetes 34:22 (15:11) durften sich die „Elfen“ besonders über die Ergebnisse der Konkurrenz freuen.
    Bereits vor dem Abpfiff hallte es schon „Spitzenreiter - Spitzenreiter“ durch die Halle. Und tatsächlich: Zumindest bis zum Wochenende ist Bayer Tabellenführer, da der bisherige Primus Nürnberg gegen Frankfurt nur ein Unentschieden erreichte. Auch Verfolger Leipzig patzte und musste in Buxtehude die zweite Saisonniederlage einstecken.

    Der Sieg gegen die TSG war für Bayer gleichzeitig die Revanche für die (bislang einzige) Niederlage am ersten Spieltag. „Es war sicherlich keine leichtes Spiel für meine Mädels, sie mussten erst einmal gegen ihren inneren Schweinehund kämpfen“, betonte Trainerin Renate Wolf. Die Beine noch sehr schwer von der Partie in Wolgograd und den Reisestrapazen, den Kopf leer nach dem sehr unglücklichen Ausscheiden und den Bauch wahrscheinlich immer noch voller Wut – so begann Bayer gegen Ketsch auch etwas schwerfällig.

    Es dauerte bis zur zweiten Halbzeit, bis der Knoten so richtig platzte und sich die Leverkusenerinnen eine deutliche Führung erarbeiteten. Trotzdem war Wolf unter diesen Vorbedingungen einverstanden mit der Leistung ihres Teams. „Besonders in den zweiten dreißig Minuten hat meine Mannschaft durchaus zufriedenstellend gespielt“, sagte sie.

    Zur Belohnung einerseits, aber sicherlich noch viel mehr zur weiteren psychischen und physischen Erholung gibt es nun erst einmal einen Tag frei, bevor die Mannschaft sich auf das nächste Bundesligaspiel am Samstag in Wuppertal gegen den TV Beyeröhde vorbereitet. Während ein Teil des Teams danach erst einmal spiel-, wenn auch nicht trainingsfrei hat, steht für die Nationalspielerinnen die Weltmeisterschaft in Frankreich an. Erst ab 30. Dezember wird es in der Bundesliga weitergehen.

    Bayer: Woltering, Knipprath – Meier (2), Steinbach (2), Ahlgrimm (4), Seiffert (5), Müller (2), Weigelt (2), Byl, Glankovicova (2), Paulus (2), Neukamp (5), Fillgert (5), Krüger (3)

    rp-online


    Der besondere Triumph

    VON FRANK GRAF, 16.11.07, 06:45h

    Das Team von Renate Wolf trifft am Samstag als Spitzenreiter auf den Tabellenletzten TV Beyeröhde.

    Leverkusen - Die Bundesliga-Handballdamen von Bayer 04 Leverkusen haben den Horrortrip aus Russland zurück in die Heimat gut weggesteckt. Seit Mittwochabend führt das Team von Renate Wolf sogar die Bundesliga-Tabelle an. Während Bayer locker mit 34:22 (15:11) gegen die TSG Ketsch siegte, kam der bisherige Primus 1. FC Nürnberg über ein Remis gegen Frankfurt / Oder nicht hinaus. „Es war heute ein besonderes Spiel. Zum Einen, weil wir Revanche wollten, und zum Anderen, weil wir erst einen Tag vorher aus Russland zurückgekommen sind. Meine Mädels mussten den inneren Schweinehund überwinden und haben das in der zweiten Halbzeit zu meiner Zufriedenheit gemacht“, freute sich Renate Wolf über den Sieg und die Verfassung ihrer Spielerinnen. Nur 32 Stunden blieben den Leverkusenerinnen als Regenerations- und Vorbereitungszeit auf Ketsch, das man unbedingt schlagen wollte, um sich für die bislang einzige Punktspiel-Niederlage zu rehabilitieren.

    Die Gastgeberinnen starteten holprig, setzten sich aber nach der zehnten Minute ab. Silke Meier und zweimal Michaela Seiffert sorgten für das zwischenzeitliche 7:4. In der Folgezeit wurde Ketsch auf mindestens drei Tore Abstand gehalten, und in die Pause ging es mit einem 15:11. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Bayer-Elfen eindeutig den besseren Start: Geburtstagskind Anne Krüger, Gesine Paulus und Sabrina Neukamp sorgten für eine beruhigende 18:11-Führung. Nach einem kleinen Durchhänger, den die Gäste nutzten, um noch einmal auf 21:17 heranzukommen, setzen die Leverkusenerinnen zu einem eindrucksvollen Zwischenspurt an. Einen 6:0-Lauf schloss die starke Michaela Seiffert zum 27:17 ab. In den letzten neun Minuten gelangen der TSG zwar noch fünf Treffer, doch beim neuen Spitzenreiter hielt vor allem Routinier Yvonne Fillgert mit vier Treffern dagegen. Schon ein paar Minuten vor dem Abpfiff sickerte das Endergebnis aus Nürnberg durch (34:34 gegen Frankfurt / Oder), und von den Rängen schallte es: „Spitzenreiter, Spitzenreiter!“ Als Belohnung bekamen die Leverkusenerinnen von ihrer Chefin einen Tag trainingsfrei, bevor erst am heutigen Freitag die Vorbereitung auf das letzte Bundesliga-Spiel vor der WM in Frankreich beim Tabellenletzten TV Beyeröhde (Samstag, 18 Uhr) aufgenommen wird. Im Hinspiel tat sich Bayer noch recht schwer, doch die Zeiten haben sich seitdem erheblich geändert.

    Bayer 04 Leverkusen: Woltering, Knipprath - Meier (2), Steinbach (2), Ahlgrimm (4), Seiffert (5), Müller (2), Weigelt (2), Byl, Glankovicova (2), Paulus (2), Neukamp (5), Fillgert (5), Krüger (3).

    http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1194960696473

    [color=red]Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur

  • Zitat

    Original von Grimaudino
    TV Beyeröhde - Bayer Leverkusen 16:35 (7:14) :bayerapplaus :bayerapplaus :LEV2

    auweia.....da sind die Wuppertalerinnen ja regelrecht abgeschlachtet worden....

    Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
    (Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr.)

    Wenn jemand zu Dir sagt: Die Zeit heilt alle Wunden. Hau ihm in die Fresse und sag: Warte, ist gleich wieder gut.

  • Leverkusen mit Kantersieg in Beyeröhde
    Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen hat sich der Pflichtaufgabe beim Schlusslicht TV Beyeröhde mit einem 16:35 (7:14) Sieg entledigt. Leverkusen sorgte schnell für klare Verhältnisse, nach elf Minuten führte die Wolf-Sieben mit 2:7. Beyeröhe war mit dem schnellen spiel der Leverkusenerinnen überfordert und konnte nur versuchen, die Niederlage im erträglichen Rahmen zu halten. Gäste-Trainerin Renate Wolf rotierte ihren Kader durch, so trugen sich auch alle Feldspielerinnen als Torschützinnen ein. Rechtsaußen Sabrina Neukamp traf siebenmal. Beim TVB traf Birute Stellbrink achtmal, dabei waren fünf Strafwürfe.

    Laura Steinbach sorgte bereits nach einer halben Minute für die erste Führung der favorisierten Gäste, doch Bianca Trumpf konnte diesen Rückstand ebenso ausgleichen, wie wenig später das 1:2 durch Sabrina Neukamp. Doch aber der fünften Spielminute übernahm der Vizemeister aus Leverkusen das Kommando. Während den Gastgeberinnen über acht Minuten kein eigener Treffer gelang, erzielten die "Werkselfen" fünf Tore in Folge und gingen so früh mit 7:2 in Front. Nach dem 7:2 durch Lyn Byl reichte TVB-Coach Dieter Trippen, er nahm seine Auszeit.

    Diese Auszeit sollte ihre Wirkung nicht verfehlen, denn nun stand die Beyeröhder Deckung sicher und Leverkusen gelang über acht Minuten kein Treffer. Doch Beyeröhde konnte das zwischenzeitliche Tief des Vizemeisters nicht nutzen, auch weil gleich mehrfach gute Einwurfgelegenheiten ausgelassen worden waren. Birute Stellbrink, die per Siebenmeter die Durststrecke der Gastgeberinnen beendet hatte, scheiterte unter anderem von der Siebenmeterlinie. Anna Disselhoff erzielte wenig später das 7:4 und nun reagierte Bayer-Coach Renate Wolf und griff nun ihrerseits zur Grünen Karte.

    Die Ansprache Wolfs wirkte, Neukamp, Seiffert und Byl erhöhten den Abstand auf 10:4 und nach dem 14:7 durch Sabrina Neukamp war die Distanz sogar auf sieben Tore angewachsen. Zu Beginn des zweiten Abschnitts fiel dann endgültig die Entscheidung, Stella Kramer war zwar zunächst ein Treffer für Beyeröhde gelungen, danach spielte aber nur noch Leverkusen. Zehn Minuten blieben die Gastgeberinnen ohne Treffer, zehn Minuten in denen Leverkusen derer elf erzielte und so vorentscheidend auf 25:8 davonzog.

    Birute Stellbrink beendete die Durststrecke der Beyeröhderinnen, doch obwohl Leverkusen einen Gang herunterschaltete, geriet die Führung nicht mehr in Gefahr. Beyeröhde mühte sich nach Kräften um ein freundlicheres Ergebnis, aber Leverkusen behauptete die Distanz und nach dem 33:13 durch Anna Loerper war diese sogar auf zwanzig Tore angewachsen. Den Schlußpunkt setzte dann Michaela Seiffert, die für das 35:16 sorgte.

    hbvf.de


    Als Tabellenführer in die WM-Pause

    In die Bundesliga-Pause aufgrund der WM in Frankreich gehen die Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen als Tabellenführer. Beim TV Beyeröhde gelang dem Team von Trainerin Renate Wolf ein überzeugender 35:16 (14:7)-Sieg.

    Erstmals ab der fünften Spielminute setzten sich die Gäste etwas ab und konnten von 2:2 auf 2:7 davonziehen. Nach dem Tor von Lyn Byl nahm Beyeröhde’s Trainer Dieter Trippen bereits seine Auszeit, was seine Wirkung zunächst auch nicht verfehlte. Nach zwei Toren der Gastgeberinnen sah sich dann Renate Wolf gezwungen, ihre Auszeit zunehmen, um ihr Team wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Die Treffer von Sabrina Neukamp, Michaela Seiffert und erneut Lyn Byl sorgten dafür, dass die Leverkusener Verantwortlichen wieder durchatmen konnten. Beim Stand von 7:14 ging es schließlich in die Halbzeit.

    Das erste Tor nach der Pausenansprache gehörte Beyeröhde, doch die nächsten zehn Minuten gehörten einzig und allein den Elfen. Trotz einer zwischenzeitlichen Auszeit kassierten die Gäste in dieser Zeit keinen Tor und warfen selbst zehn Treffer, womit das Spiel nach 41 Minuten beim Stand von 25:8 entschieden war. Danach ließen die Bayer-Mädels nichts mehr anbrennen und konnten das Spiel nach Hause schaukeln. Den Schlusspunkt setzte Michaela Seiffert anderthalb Minuten vor Spielende mit ihrem dritten Treffer zum 35:16-Endstand.

    Nun haben die Bayer-Handballdamen bis zum Pokalspiel beim TuS Weibern am 19. Dezember spielfrei und können sich über den ersten Tabellenplatz freuen. Eine Ausnahme bilden die Nationalspielerinnen Clara Woltering, Anne Müller, Anna Loerper und Silke Meier, die allesamt gute Chancen bei der WM in Frankreich dabei zu sein.

    TSV Bayer 04: Woltering, Knipprath – Byl (3), Krüger (1), Fillgert (1), Paulus (2), Müller (3), Loerper (5), Seiffert (3), Glankovicova (4), Neukamp (7), Ahlgrimm (2), Steinbach (2), Meier (2)

    Autor: Christian Schulze elfen.de

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    Einmal editiert, zuletzt von Grimaudino (19. November 2007 um 08:12)

  • Munteres Wechselspiel

    VON CLAUDIA BECKER

    (RP) Die Leverkusener Handball-Frauen zeigen sich gegen Beyeröhde unterfordert und bieten dem Publikum dennoch Unterhaltsames. Renate Wolf lobt die Effizienz beim 35:16-Erfolg.

    Zur Kategorie Pflichttermin mit zwei Punkten als Ertrag gehörte die Begegnung der Leverkusener Handball-Frauen mit dem Bundesliga-Tabellenletzten TV Beyeröhde in Wuppertal sicherlich schon vor dem Anpfiff. Bayer erfüllte während der 60 Minuten auch genau diese Erwartungen und setzte sich standesgemäß mit 35:16 (14:7) gegen den Aufsteiger durch.

    Bereits nach wenigen Minuten wurde die Überlegenheit der Leverkusenerinnen so deutlich, dass Bayer-Trainerin Renate Wolf ein munteres Wechselspiel in Gang setzen konnte und allen ihren Akteurinnen ausreichend Einsatzzeit gewähren durfte. Dennoch bekamen die Zuschauer in der Sporthalle der Universität Ansehnliches vorgeführt. „Es war trotz des klaren Ergebnisses ein gutes Spiel, meine Mannschaft hat das bestätigt, was in den ganzen vergangenen Wochen schon deutlich wurde“, meinte Wolf, die sich besonders darüber freute, „dass sie im Angriff endlich auch einmal konsequent ihre Chancen verwertete“.

    Auch wenn Beyeröhde bereits nach zehn Minuten merklich nachließ und auf keiner Ebene mit den Leverkusenerinnen mitzuhalten vermochte, entwickelte sich eine durchaus ansprechende Partie. Für die Wuppertalerinnen wurde schon sehr früh klar, dass es für sie nur darum gehen konnte, die Niederlage in einem erträglichen und vertretbaren Rahmen zu halten. Bayer bestach durch schöne Spielzüge, eine kompakte Abwehr und einen sehr effektiven Angriff. Nationaltorfrau Clara Woltering, die sich bereits seit Wochen in bestechender Form befindet, überzeugte kurz vor den Weltmeisterschaften wieder auf ganzer Linie. Aber auch zwei weitere Nationalspielerinnen, Anna Loerper und Sabrina Neukamp, bekamen ein Sonderlob ihrer Trainerin. Heike Ahlgrimm hielt wieder einmal souverän alle Fäden in der Hand und spielte vorne wie hinten klug viele Bälle. Für einen großen Teil der Mannschaft heißt es nun auf in die Vorbereitung zur WM, denn die fünf Nationalspielerinnen starteten bereits am Sonntag in den letzten zehntägigen Vorbereitungslehrgang. Für die verbleibenden Leverkusenerinnen ist zwar spiel-, aber nicht trainingsfrei. Auch Trainerin Wolf gönnt sich nach den mehr als anstrengenden letzten Wochen eine einwöchige Auszeit zum Relaxen in der Schweiz.

    rp-online

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  • Gemütlich in die Adventszeit

    VON FRANK GRAF, 19.11.07, 06:45h

    Ohne großen Aufwand absolviert das Team von Renate Wolf die Partie gegen das Tabellen-Schlusslicht.

    Leverkusen - Die Bundesliga-Handballdamen von Bayer 04 Leverkusen gehen als Tabellenführer in die WM-Pause. Beim völlig überforderten Schlusslicht TV Beyeröhde gelang dem Team von Trainerin Renate Wolf ein überaus deutlicher 35:16 (14:7)-Sieg. Dass nach all dem Spiel- und Reisestress der letzten Wochen noch genügend Lust und Motivation vorhanden war, zeigt schon allein die Tatsache, dass Bayer in der zweiten Hälfte bemerkenswerte 21 Tore erzielte. Nach einem holprigen Einstieg in die Partie setzten sich die Gäste ab der fünften Minute von 2:2 auf 2:7 ab. Nach dem Tor von Lyn Byl nahm Beyeröhdes Trainer Dieter Trippen bereits seine Auszeit, was seine Wirkung zunächst auch nicht verfehlte. Nach zwei Toren der Gastgeberinnen sah sich dann auch Bayer-Coach Renate Wolf gezwungen, ihre Auszeit zu nehmen, um ihr Team neu auf Spiel und Gegner einzustellen: „Danach war ich aber mit der Leistung der Mädels absolut einverstanden.“ Die Treffer von Sabrina Neukamp, Michaela Seiffert und erneut Lyn Byl sorgten dafür, dass die Leverkusener Verantwortlichen sich alsbald beruhigt zurücklehnen durften. Beim Stand von 7:14 ging es schließlich in die Halbzeit. Das erste Tor nach der gemäßigten Pausenansprache in der Bayer-Kabine gehörte Beyeröhde, doch die nächsten zehn Minuten wurden einzig und allein von den Bayer-Elfen bestimmt. Trotz einer zwischenzeitlichen Auszeit kassierten die Leverkusenerinnen in dieser Phase kein Tor und warfen selbst zehn Treffer, womit das Spiel nach 41 Minuten beim Stand von 25:8 längst entschieden war. Danach ließ Bayer nichts mehr anbrennen und schaukelte den planmäßigen Sieg zwar mit Biss aber ohne große Kraftanstrengung nach Hause. Den Schlusspunkt setzte Michaela Seiffert anderthalb Minuten vor Spielende mit ihrem dritten Treffer zum 35:16-Endstand.

    Nun hat Leverkusen bis zum Pokalspiel beim TuS Weibern am 19. Dezember spielfrei und wird die Adventszeit als Spitzenreiter genießen können. Eine „rastlose“ Ausnahme bilden die Nationalspielerinnen Clara Woltering, Anne Müller, Anna Loe rper und Silke Meier, die allesamt gute Chancen haben, bei der WM in Frankreich zum deutschen Kader zu gehören. Sabrina Neukamp muss sich auf Abruf bereithalten. „Ich bin froh, dass wir nun ein wenig Ruhe haben werden. Die Hände werden wir trotzdem nicht in den Schoß legen, aber alles ganz sachte angehen lassen“, erklärt Renate Wolf, die in der Zwischenzeit ein paar ruhige Tage zum Entspannen in den Bergen verbringen wird.

    Bayer 04: Woltering, Knipprath - Byl (3), Krüger (1), Fillgert (1), Paulus (2), Müller (3), Loerper (5), Seiffert (3), Glankovicova (4), Neukamp (7), Ahlgrimm (2), Steinbach (2), Meier (2).

    http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1195247791414

    Tabelle:

    [color=red]Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur

  • „sport inside“ am Montag mit Bericht über Elfen

    Wie soll es nach dem Ausstieg der Bayer AG in Leverkusen mit dem Sport weitergehen? Diese Frage hat sich auch die Redaktion der WDR-Fernsehsendung „sport inside“ gestellt und bei den Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen nach Antworten gesucht.

    Anfang November beim Heimspiel der Elfen gegen Blomberg verbrachte ein Kamerateam aus diesem Grund viele Stunden in der Ulrich-Haberland-Halle. Zunächst wurde Trainerin und Managerin Renate Wolf umfangreich interviewt und unter anderem gefragt, was die Abteilung macht, um die Zukunft zu sichern. Im Anschluss wartete das Team auf die Spielerinnen und befragte hier unter anderem Kapitän Clara Woltering und Anna Loerper sowie später auch Torwarttrainer Andreas Thiel. Während des Spiels gegen Blomberg ging der Kameramann dann auf Motivfang und sollte beim 36:28-Sieg der Elfen auch erfolgreich gewesen sein. Im Anschluss an die Partie besuchte das WDR-Team dann noch den Elfen Business Club im Lindner Hotel BayArena und machte sich ein Bild vom Austausch zwischen Sponsoren, Partnern und Spielerinnen.

    Am kommenden Montag (26. November, 22.45 Uhr, WDR-Fernsehen) kommt es nun zur Ausstrahlung, des aus diesem Material entstandenen Beitrags. Rund 10 Minuten werden die Handballdamen im Mittelpunkt der Sendung „sport inside“ stehen. Das Hintergrundmagazin hat es sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte hinter der Nachricht zu zeigen, den Sport zu durchleuchten und Skandale aufzudecken. In diesem Rahmen wird nun dann also auch hintergründig über die Handballdamen und den Ausstieg der Bayer AG berichtet.

    Autor: Christian Schulze elfen.de

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  • Grünes Band für Talentförderung

    ERSTELLT 23.11.07, 15:41h

    Auch in der WM-Pause gibt es Grund zum Jubeln bei den Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen. Die Dresdner Bank und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeichneten die Abteilung mit dem grünen Band für vorbildliche Talentförderung aus.

    Seit der Gründung des Wettbewerbs im Jahre 1986 wurden 1.340 Vereine mit dem „Grünen Band“ ausgezeichnet. Im zweiten Halbjahr 2007 fiel die Wahl der Jury dabei auch auf die Handballabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen.

    Neben sportlichen Erfolgen zählen unter anderem Kooperationen mit Schulen, die Nutzung von Verbandsmaßnahmen, die systematische Förderung von Talenten und die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Trainer. Die Auszeichnung ist einer Förderprämie von 5.000 Euro für die Jugendarbeit verbunden.

    „Ich freue mich riesig. Das ist das Ergebnis einer kontinuierlich guten Arbeit von unten nach oben“, nahm Bundesliga-Trainerin und Managerin Renate Wolf die Nachricht naturgemäß mit Freude auf. Ihr Lob gilt dabei vor allem der Jugendgeschäftsführerin Conny Krüger sowie der Jugendkoordinatorin Jutta Ehrmann. Aber natürlich auch die Trainer Tessa Wienstroer, Rene Brauer, Meike Neitsch und Sybille Gruner hätten großen Anteil an der Auszeichnung. (elfenpresse)

    http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/jrbo/artikel.jsp?id=1195799685119

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  • Drei Elfen fahren zur WM nach Frankreich

    Knapp eine Woche vor dem Start der Frauen-Handball Weltmeisterschaft in Frankreich hat Bundestrainer Armin Emrich seinen 18er-Kader bekanntgegeben. Darunter befinden sich mit Torhüterin Clara Woltering sowie Anne Müller und Anna Loerper drei Spielerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen.

    Vor dem ersten Spiel am Sonntag (16 Uhr, live bei Eurosport) gegen die Ukraine muss Emrich noch zwei Spielerinnen benennen, die vorerst auf der Tribüne Platz nehmen werden. Diese Duo sowie die Spielerinnen aus dem erweiterten 28er-Kader können dann nach der Vorrunde und vor Beginn der K.O-Spiele hoffen, noch nominiert zu werden. Zum erweiterten Kader gehören auch Sabrina Neukamp und Silke Meier aus Leverkusen.

    Nach dem Auftaktmatch gegen die Ukraine steht bereits am Montag (18.30 Uhr) das nächste Gruppenspiel gegen Paraguay an. Am Dienstag (18 Uhr) geht es dann gegen Südkorea. Die beiden Gruppenersten qualifizieren sich für die Hauptrunde, in der es in zwei Sechser-Gruppen weitergeht. Die ersten Vier der beiden Gruppen ziehen dann ins Viertelfinale ein.

    Autor: Christian Schulze elfen.de

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  • WM: Deutschland startet mit Sieg

    Die deutsche Frauenhandball-Nationalmannschaft ist mit einem Sieg in die WM in Frankreich gestartet. Beim 26:21-Erfolg gegen die Ukraine kam Anne Müller von Beginn an zum Einsatz, Clara Woltering und Anna Loerper wurden eingewechselt.

    Mit Lust, Laune und Leidenschaft starteten die deutschen Handballerin erfolgreich in die Weltmeisterschaft. Zum Auftakt schlug das DHB-Team am Sonntag in Nantes die Ukraine vor 4500 Zuschauern mit 26:21 (17:12). In einem von viel Nervosität geprägten Vergleich setzten sich Grit Jurack und ihre Mannschaft dank ihrer Routine und des herausragenden Rückhalts von Torfrau Sabine Englert durch.

    „Das war ein existenzieller Sieg in der Todesgruppe“, sagte Bundestrainer Armin Emrich. „Sabine Englert war überragend. Sie hat das Spiel in der Abwehr für die Mannschaft entschieden. Die Mädels wollen. Da steckt unglaubliche Leidenschaft in der Mannschaft.“ Gegner in den weiteren Partien werden Paraguay (Montag, 18.30 Uhr) und Südkorea (Dienstag, 18 Uhr) sein. Eurosport überträgt jeweils live.

    Emrich begann das Spiel mit Torfrau Sabine Englert sowie Stefanie Melbeck (RA), Grit Jurack (RR), Nina Wörz (RM), Nadine Krause (RL), Nadine Härdter (LA) und Anne Müller (K). Kapitän Grit Jurack erzielte sechs der ersten sieben Tore und rug maßgeblich zum guten Start bei. Nach 18 Minuten hatte sich das DHB-Team sogar mit sechs Toren abgesetzt, doch der Ukraine gelang binnen fünf Minuten der Anschluss. Mit Tempo und spielerischer Eleganz löste sich die deutsche Mannschaft jedoch noch in der ersten Halbzeit.

    Obwohl der Start in die zweite Hälfte gelang, geriet das Spiel wieder zu einem Krimi. In der 46. Minute verkürzte die Ukraine auf 18:20. Erst ein konsequenter Schlussspurt mit fünf Toren in Folge erlöste die deutsche Mannschaft. „Das war ein verdienter Sieg, der uns sehr gut getan hat“, sagte Emrich, vermied aber Prognosen: „Wir denken weiter nur von Tag zu Tag.“ Und da heißt die nächste Aufgabe Paraguay.

    Deutschland: Englert, Woltering; Härdter, Jurack (9/1), Wörz, Anne Müller (2), Reiche, Loerper (1), Nadine Krause (4/1), Blacha (1), Susann Müller, Brückmann, Baumbach (5), Melbeck (4)

    Autor: tok


    WM: Rekordsieg im zweiten Gruppenspiel

    Im zweiten Vorrundenspiel der WM in Frankreich gelang der deutschen Frauen-Nationalmannschaft ein Kantersieg. Anne Müller und Anna Loerper durften von Beginn an ran, Clara Woltering hielt einen Siebenmeter.

    Pflichtaufgabe gelöst, Südkorea im Blick: Die deutschen Handballerinnen haben in Nantes auch das zweite Vorrundenspiel der Weltmeisterschaft gewonnen. Gegen Panamerika-Vertreter Paraguay kam die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich am Montag zu einem 45:12 (25:6)-Erfolg. Der zweite Sieg nach dem 26:21 gegen die Ukraine reichte bereits zum Einzug in die Hauptrunde, da sich Südkorea im zweiten Spiel des Tages mit 26:25 gegen die Ukraine durchsetzte.

    Deutschland muss sich zum Abschluss der Vorrunde mit dem Olympia-Zweiten Südkorea messen. Eurosport überträgt die Partie am Dienstag ab 18 Uhr live. Die Punkte zählen auch für die Hauptrunde, die am 6. Dezember in Dijon beginnt. Weitere Gegner der deutschen Mannschaft werden der WM-Zweite Rumänien, Ungarn, Polen und Spanien sein.

    „Paraguay war für uns ein Pflichtsieg. Es war wichtig, dass wir konzentriert und mit dem nötigen Respekt in die Begegnung gegangen sind“, sagte Emrich. „Die Einstellung unserer Mannschaft hat gestimmt. Südkorea ist sehr, sehr stark und spielt sehr, sehr schnell. Das wird eine ganz andere Aufgabe.“

    Der Sieg gegen Paraguay besaß als höchster Erfolg einer deutschen Frauen-Nationalmannschaft einen besonderen statistischen Wert. Die alte Rekordmarke datiert vom 30. November 1999, als die damalige DHB-Auswahl während der WM-Vorrunde in Kolding (Dänemark) gegen Argentinien mit 34:9 gewann. Die torreichste Begegnung bleibt nach wie vor das 40:32 gegen Österreich am 21. Mai 2005 in Allensbach.

    Nach dem Kraftakt gegen die Ukraine nutzte Emrich den Vergleich mit Paraguay, um Spielführerin Grit Jurack eine Pause zu gönnen und unter anderem Susann Müller, Maike Brückmann und Mandy Hering während der WM erste Einsatzzeiten zu geben.


    Deutschland – Paraguay 45:12 (25:6)

    Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (5), Wörz, Anne Müller (3), Reiche (6/3), Loerper (4), Hering (6), Nadine Krause (5/2), Blacha (3), Susann Müller (2/1), Brückmann (6), Baumbach (3), Melbeck (2)

    Autor: tok

    http://elfen.punkt-a.de/news

    [color=red]Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur

  • WM: Deutschland schlägt Südkorea und wird Gruppensieger

    Nach den Siegen gegen die Ukraine und Paraquay hat die Frauen-Nationalmannschaft auch das dritte Spiel bei der WM in Frankreich gewonnen. Erneut kamen die drei Leverkusenerinnen Clara Woltering, Anne Müller und Anna Loerper zum Einsatz.

    Besser konnte die Weltmeisterschaft in Frankreich bisher nicht laufen: Zum Abschluss der Vorrunde schlugen die deutschen Handballerinnen am Dienstag in Nantes auch den Olympia-Zweiten Südkorea mit 32:26 (14:12) und ziehen nach den Erfolgen gegen die Ukraine (26:21) und Paraguay (45:12) ohne Verlustpunkt in die Hauptrunde ein. Auf dem Weg ins Viertelfinale wird am Donnerstag in Dijon Spanien der erste Gegner sein. Es folgen Ungarn (Samstag), Polen (Sonntag) und Rumänien (Dienstag).

    „Ich bin überaus glücklich, dass wir dieses wichtige Spiel gewonnen haben“, sagte Bundestrainer Armin Emrich nach dem beeindruckenden Erfolg gegen Südkorea. „Das ist das erste Mal, dass eine deutsche Mannschaft ohne Minuspunkt in eine Hauptrunde geht. Über dieses Resultat freuen wir uns unglaublich. Das Spiel hatte unglaubliche Höhen und Tiefen, aber wir haben uns mit unglaublicher Leidenschaft und positivem Teamgeist durchgesetzt. Ich muss der Mannschaft zu diesem Spiel gratulieren – und Sabine Englert zu einer Weltklasse-Leistung.“

    Torfrau Sabine Englert bot wie gegen die Ukraine ein brillante Partie, hielt vier Siebenmeter und trieb die Südkoreanerinnen mit zahlreichen weiteren Paraden zur Verzweifelung. Dass Clara Woltering zu Beginn der zweiten Halbzeit einen weiteren Strafwurf abwehrte, war ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Den Knockout versetzte Deutschland dem Olympia-Zweiten von Athen zwischen der 37. und 42. Minute mit sechs Toren in Folge.

    Am Mittwochmorgen wird der DHB-Tross Nantes um 8.30 Uhr verlassen und um 10.30 Uhr mit einer Sondermaschine nach Dijon fliegen. Dort ist für den Nachmittag noch eine Trainingseinheit im Palais des Sports Jena-Michel Geoffroy geplant. „Was in den nächsten Tagen an Gegnern kommt, ist absolute Weltklasse“, sagte Emrich. „In der Hauptrunde einer WM trifft sich die Elite der Welt. Wir werden uns Schritt für Schritt weiter auf die nächsten Gegner vorbereiten. Das hat sich bewährt. Da bleibt unsere Philosophie unverändert.“

    Deutschland – Südkorea 32:26 (14:12)

    Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (1), Jurack (11/2), Wörz (2), Anne Müller (1), Reiche (1), Loerper (1), Hering (2), Nadine Krause (3), Blacha (5), Susann Müller, Baumbach (2), Melbeck (3)

    Autor: tok

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  • DHB-Frauen träumen vom Titel

    ERSTELLT 06.12.07, 10:35h

    Großer Optimismus vor Beginn der Zwischenrunde bei der Handball-WM.

    Nantes / Dijon - Der großen Sause nach dem verlustpunktfreien Einzug in die Hauptrunde der Weltmeisterschaft in Frankreich ließen die deutschen Handball-Frauen eine klare Kampfansage folgen. „Jetzt ist das Selbstbewusstsein nach drei Siegen enorm angewachsen. Wir sind richtig heiß“, sagte Rekordtorschützin Grit Jurack, die elf Treffer zum überraschend deutlichen 32:26 gegen Südkorea beigesteuert hatte, vor Beginn der zweiten WM-Etappe. In der Hauptrunde warten nun größere Kaliber auf Jurack & Co. „Da ist nur noch die absolute Weltklasse am Start“, meinte Bundestrainer Armin Emrich.

    Zum Auftakt stehen die DHB-Frauen an diesem Donnerstag (18.30 Uhr) in Dijon gegen Spanien vor der vermeintlich leichtesten Aufgabe. Nach dem spielfreien Freitag geht es am Samstag (14.30 Uhr) mit der Begegnung gegen Ungarn weiter, am Sonntag (18.30 Uhr) kommt es dann zum Nachbarschaftsduell mit Polen. Der abschließende Gegner ist am Dienstag (18.30 Uhr) einer der große Favoriten auf den WM-Titel: Rumänien. Der WM-Zweite gewann seine Vorrundengruppe souverän. „Da haben wir natürlich ebenfalls noch eine Rechnung offen“, sagte Jurack, die mit ihrem Team 2005 bei der WM in St. Petersburg den Rumäninnen mit 26:37 unterlag. (dpa)

    http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/jrbo/artikel.jsp?id=1195816878292

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  • WM: Auch gegen Spanien gewinnt Deutschland

    Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mit den Leverkusenerinnen Clara Woltering, Anne Müller und Anna Loerper bleibt bei der WM auf Erfolgskurs. Auch im ersten Zwischenrundenspiel gegen Spanien konnte das Team einen Sieg feiern.

    Auch in einem neuen Umfeld verläuft die Weltmeisterschaft in Frankreich für die deutschen Handballerinnen perfekt. Zum Auftakt der Hauptrunde schlug die Mannschaft von Bundestrainer Armin am Donnerstag in Dijon Spanien mit 30:25 (14:8). Auf dem Weg ins Viertelfinale hat sich das DHB-Team vor den Spielen gegen Ungarn (Samstag, 14.30 Uhr), Polen (Sonntag, 18.30 Uhr) und Rumänien (Dienstag, 18.30 Uhr) mit 4:0 Punkten in eine glänzende Position gebracht. Eurosport überträgt auch die nächsten Auftritte der deutschen Mannschaft live.

    „Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte Emrich nach der Partie im Palais des Sports Jean-Michel Geoffroy. Bereits in der ersten Halbzeit hatten sich Grit Jurack & Co. deutlich gelöst, versäumten es aber, einen noch höheren Vorsprung herauszuwerfen. „Wir mussten dem hohen Tempo Tribut zollen“, sagte Emrich, der Unsicherheiten im Angriff erkannte. „Was jedoch für Konzentration und Moral der Mannschaft spricht, ist, dass sie in der Lage ist, ruhig weiterzuspielen und das entscheidende Tor zu erzielen.“

    Als Spanien auf 19:21 verkürzte, traf Nora Reiche über Rechtsaußen und stoppte die Aufholjagd des Gegners. Und auch Linksaußen Mandy Hering beruhigte die Nerven in der Stressphase mit spektakulären Toren. Wie souverän sich seine Mannschaft aus der zwischenzeitlich misslichen Lage befreite, imponierte Emrich: „Vor zwei Jahren hätten wir das noch nicht gekonnt.“

    Deutschland – Spanien 30:25 (14:8)

    Deutschland: Englert, Woltering; Härdter (1), Jurack (9), Wörz (2), Anne Müller (1), Reiche (1), Loerper, Hering (5), Nadine Krause (9/2), Blacha, Susann Müller, Baumbach (1), Melbeck (1)

    Von: tok http://www.dhb.de

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    Einmal editiert, zuletzt von Grimaudino (7. Dezember 2007 um 17:16)

  • WM: Zittersieg gegen Polen

    "Wir haben richtig Schwein gehabt", brachte es Elfe Anne Müller nach dem Spiel gegen Polen auf den Punkt. Beim 35:32-Sieg durfte Torhüterin Clara Woltering von Beginn an ran.

    Zwei grundverschiedene Halbzeiten zeigten heute die deutschen Frauen, die Polen nach einer Elf-Tore-Führung im zweiten Abschnitt wieder auf ein Tor herankommen ließen. Ein Treffer von Grit Jurack, eine Parade von Englert und ein gehaltener Siebenmeter von Woltering sorgten am Ende noch für den deutschen Zittersieg, unter den Maren Baumbach in ihrem 100. Länderspiel den Schlußpunkt zum 35:32 setzte. Vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Rumänien, in dem es um den Gruppensieg geht, ist die deutsche Auswahl so weiterhin ungeschlagen. Polen verpasste unterdessen die letzte Chance auf das Viertelfinale.

    Vor 3.500 Zuschauern in Dijon sorgte Grit Jurack für eine schnelle 1:0-Führung, danach aber tat sich die deutsche Auswahl zunächst schwer. Während das DHB-Team das Ticket für das Viertelfinaöe bereits vor dem Spiel sicher hatte, war ein Sieg gegen Deutschland die einzige Chance für die polnische Mannschaft, um die Hoffnung auf die K.O.-Spiele. Anne Müller und Maren Baumbach erhöhten nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Kinga Polenz zwar auf 3:1, Polen zeigte sich davon aber nur wenig beeindruckt. Für Maren Baumbach war die heutige Begegnung übrigens ein besonderes Spiel, bei ihrer ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft absolvierte sie heute ihr 100. Länderspiel und erhielt dabei zunächst auf der Spielmacherposition den Vorzug vor Nina Wörz.

    Emrich hatte zudem auf Außen Mandy Hering für Nadine Härdter heute eine Chance von Beginn an gegeben, zudem begann Clara Woltering zwischen den Pfosten für die unter einer leichten Magenverstimmung leidenden Sabine Englert, die allerdings im Spielverlauf eingewechselt wurde. Vor allem Dagmara Kowalska bereitete der deutschen Auswahl zunächst Kopfzerbrechen, die deutsche Deckung offenbarte dabei ungewohnte Lücken, in vielen Situationen erschienen die deutschen Spielerinnen nicht konsequent genug. So auch in der zwölften Spielminute, als Kinga Polenz den Außenseiter mit ihrem Treffer zum 6:7 erstmals in Führung warf, es sollte die einzige polnische Führung im heutigen Spiel bleiben.

    Die überragende Grit Jurack, die im ersten Abschnitt neun Treffer erzielte und mit ihren am Ende zwölf Toren ihre persönliche Bilanz bei dieser WM auf fünfzig Tore ausbaute, glich die polnische Führung umgehend aus und Mandy Hering warf die deutsche Auswahl umgehend wieder in Front. Doch insgesamt fehlten dem deutschen Spiel in der Anfangsphase die Überraschungsmomente, lediglich Jurack und ihre Anspiele an den Kreis sorgten für Torgefahr. Da die Deckung sich auch weiterhin noch nicht gefunden hatte, hielt Polen die Begegnung offen, Majerek gelang beim 12:11 in der 21. Minute der erneute Anschlußtreffer und auch nach dem 14:12 durch Duda sah es nicht nach einem einfachen deutschen Erfolg aus.

    Doch nun zeigte die deutsche Mannschaft, welches Potential in ihr steckt. In den letzten sechs Minuten des ersten Abschnitts steigerte sich die deutsche Deckung zu der Form der Spiele zuvor und die gute Clara Woltering glänzte gleich reihenweise mit sehenswerten Paraden. Nach einem Treffer von Nadine Krause und einem Doppelschlag von Steffi Melbeck, die auf der Außenbahn lange darauf warten musste, bevor sie in das deutsche Spiel einbezogen wurden, zeigten Wirkung bei den Polen. Die Mannschaft von Zenon Lakomy verlor vollends den Faden, daran änderte auch die Auszeit des polnischen Trainers nichts mehr. Die deutsche Auswahl baute seine Führung mit einfachen Treffern und einem 8:0-Lauf vor dem Seitenwechsel zum 22:12 Pausenstand aus.

    Ein Doppelschlag von Kinga Polenz zu Beginn des zweiten Abschnitts hätte eigentlich die deutschen Spielerinnen warnen sollen, dass Polen, trotz des Zehn-Tore-Rückstands, die letzte Chance auf das Viertelfinale noch nicht aufgegeben hatte. Und nach dem 22:15 durch Duran, weckte Nadine Krause ihre Mitspielerinnen dann auch mit einem Treffer nach einer guten Einzelaktion. Ein harter Wurf von Nina Wörz, Grit Jurack mit Anlauf und Steffi Melbeck im Gegenstoß, Deutschland führte in der 37. Minute beim 26:15 mit elf Toren. Der polnische Angriff schien abgewehrt, die deutsche Auswahl versuchte Kräfte zu sparen, so verschaffte Armin Emrich Grit Jurack eine Auszeit und gab Susann Müller weitere WM-Erfahrung. An Müller lag es aber nicht allein, dass im deutschen Spiel in der Folge sowohl in Abwehr wie in Angriff die nötige Konsequenz fehlte.

    Drei Treffer von Kreisläuferin Ewa Damiecka nährten die polnischen Hoffnungen wieder. Gerade das Zusammenspiel des polnischen Rückraums mit dem Kreis bereitete der deutschen Deckung nun große Probleme und die Polinnen nutzten die Freiräume und die Nachlässigkeiten im deutschen Angriff um die Distanz Tor um Tor zu verkürzen. Nach einem Doppelschlag der Leipzigerin Karolina Kudlacz war spätestens beim 28:23 eine Viertelstunde vor Spielende klar, dass der deutsche Sieg keineswegs so einfach ausfallen würde, wie zur Halbzeit erwartet. Ein Doppelschlag von Wolska ließ die Distanz beim 29:25 sogar auf vier Tore schrumpfen, doch ein Doppelschlag von Maren Baumbach zum 32:26 schien die deutsche Auswahl wieder auf Kurs zu bringen.

    Jurack war zehn Minuten vor Spielende auf das Parkett zurückgekehrt und hatte das 33:27 erzielt, danach aber konnte auch sie nicht verhindern, dass Polen noch einmal aufkam. Der Außenseiter zeigte eine beeindruckende Moral, Kowalska nutzte die Passivität der deutschen Deckung zu einem Doppelschlag, Polenz markierte im Gegenstoß das 33:30 und Emrich hatte genug gesehen. Er nahm eine Auszeit um das Spiel seiner Mannschaft zu beruhigen, dies gelang aber nicht. Jurack traf nur den Innenpfosten und auf der Gegenseite sorgte Duda für das 33:31. Ein weiterer deutscher Ballverlust und Damiecka konnte vom Kreis den Anschlußtreffer zum 33:32 markieren, Polen stand vor einem der beeindruckendsten Comebacks der WM-Geschichte. Doch die deutsche Mannschaft konnte den polnischen Angriff in letzter Minute doch noch abwehren.

    Mit der Halle im Rücken sorgte Jurack für das wichtige 34:32 und der nächste polnische Angriff blieb erfolglos, da die inzwischen eingewechselte Englert einen Heber von Damiecka herunterfangen konnte. Doch Polen hatte wenig später die Chance zum erneuten Anschluß, Dagmara Kowalska, die zuvor zwei Siebenmeter sicher verwandelt hatte, scheiterte aber an Woltering. Jurack verpasste die endgültige Entscheidung, als sie frei an Chemicz scheiterte, doch Polen gelang kein weiterer Treffer mehr, zunächst traf Kudlacz nur die Latte, danach stand Damiecka beim Wurfversuch im Kreis. So war es Maren Baumbach in ihrem Jubiläumsspiel vorbehalten mit ihrem sechsten Tor für den 35:32-Endstand zu sorgen.

    "Ich kann mir das nicht erklären", sagte Bundestrainer Armin Emrich ratlos. Und weiter: "Ich hatte in der Kabine extra erklärt, dass wir das Spiel weiter ernst nehmen müssen. Der Sieg war verdient, aber am Ende hatten wir verdammt viel Glück." Und Welthandballerin Nadine Krause gestand: "Sowas dürfen wir uns nie mehr leisten in diesem Turnier." Kreisläuferin Anne Müller bekannte: "Wir haben richtig Schwein gehabt."

    Torschützen: Jurack (12), Baumbach (6), Krause (6), Müller (3), Hering (3), Melbeck (3), Reiche (1), Wörz (1)

    Autor: Christian Ciemalla

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  • WM: Erste Niederlage und nun Angola im Viertelfinale

    Die Leverkusener Nationalspielerinnen Clara Woltering, Anne Müller und Anna Loerper mussten im letzten Zwischenrundenspiel die erste Niederlage hinnehmen. Gegen Rumänien verlor Deutschland mit 32:24.

    Im Spiel gegen Rumänien setzte es für die deutsche Auswahl heute die erste Turnierniederlage bei der Weltmeisterschaft in Frankreich. Gegen die engagierter zu Werke gehenden Rumäninnen tat sich die deutsche Auswahl von der ersten Minute an schwer, im zweiten Abschnitt nutzte Emrich dann die Chance und ließ seine Stammspielerinnen Kräfte für das Viertelfinale schonen, in dem es nun gegen Wunschgegner Angola geht. Rumänien ging durch den 32:24-Sieg Titelverteidiger Russland, der nun auf Ungarn trifft, aus dem Weg und trifft nun als Gruppensieger auf Gastgeber Frankreich.

    Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar, die rumänische Auswahl benötigte den Sieg wesentlich dringender als die deutsche Mannschaft, die nach der Niederlage Ungarns gegen Korea bereits einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe sicher hatte. Mit einem Sieg wäre die deutsche Auswahl im Viertelfinale auf Frankreich und im Halbfinale auf den Sieger aus Russland-Rumänien getroffen, bei einer Niederlage hätte mit Angola im Viertelfinale der vermeintlich schwächste aber vielleicht auch gefährlichste Gegner gewartet. Angola hat als Afrikameister als erste afrikanische Mannschaft den Einzug ins Viertelfinale geschafft und reitet auf einer Euphoriewelle, Frankreich hätte als Gastgeber die Fans im Rücken. Und hinter Angola würde im Halbfinale vermutlich Norwegen warten.

    Die deutsche Fraktion hatte zuvor erklärt, sich nicht auf taktische Spielereien einzulassen, dennoch war von der ersten Minute an deutlich, dass die Rumäninnen den Sieg einfach mehr wollten. Die erste Führung konnte die an den Kreis eingelaufene Nadine Härdter zwar ausgleichen und die zunächst von Emrich aufgebotene Stammformation konnte nach einem Doppelschlag von Melbeck in der achten Minute sogar in Führung gehen, das Spiel aber dominierten die Rumäninnen. Nach dem 4:3 von nadine Krause folgten vier Treffer der Rumäninnen in Folge, Deutschland geriet mit 4:7 in Rückstand, ein erneuter Ausgleich sollte nicht mehr gelingen.

    Vor allem der deutsche Angriff tat sich schwer, Rumänien spielte sehr aufmerksam in der Deckung, vor allem gegen die beiden Halbpositionen. Sowohl Jurack wie auch Krause konnten das deutsche Spiel so nur selten beleben und spätestens als Mairosu in der zwanzigsten Minute auf 11:6 erhöhte, schien die Begegnung bereits entschieden. Doch bei dieser WM zeigt die deutsche Auswahl eine neue Qualität, auch wenn es im eigenen Spiel nicht läuft, das Team bleibt im Spiel. Einige Treffer über die Außenposition und zwei Tore von Grit Jurack sorgten, zusammen mit einer guten Deckungsleistung und einer starken Sabine Englert im Tor beim 12:11 für den erneuten Anschluß.

    Bei einer konsequenteren Ausnutzung der Überzahlsituationen hätte die deutsche Auswahl auch wieder in Führung gehen können, doch insgesamt war das Aufbauspiel zu fehlerbehaftet und auch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig, so wurden zahlreiche freie Gegenstösse vergeben. Rumänien erspielte sich so zum Seitenwechsel wieder eine 16:12-Führung. Maike Brückmann hatte in der Schlußminute zwar zunächst den Abstand auf drei Treffer verkürzt, doch auf der Gegenseite reichten den Rumäninnen zwölf Sekunden, um noch einen Siebenmeter herauszuholen, den Vadineanu sicher zum Pausenstand verwandelte. Armin Emrich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits erkannt, dass seine Mannschaft nicht richtig ins Spiel fand und hatte mit einigen Wechseln geantwortet. So kam Maike Brückmann zu ihrem zweiten WM-Einsatz, den sie zu drei Toren nutzte.

    Im zweiten Abschnitt blieb Emrich der Linie aus den Schlußminuten des ersten Abschnitts treu, sowohl Grit Jurack wie auch Nadine Krause wurden nun geschont und die Spielerinnen aus der zweiten Reihe erhielten die Chance wertvolle WM-Erfahrung zu sammeln, während die Stammspielerinnen wichtige Kräfte für das Viertelfinale sparten. Dank einiger Paraden von Clara Woltering, der, wie auch Englert eine Halbzeit reichte, um auf eine zweistellige Anzahl von Paraden zu kommen, blieb die deutsche Auswahl bis zum 15:18 noch in Reichweite, dann aber setzten sich die Rumäninnen vorentscheidend ab, drei Tore in Folge sorgten für das 21:15. Nora Reiche und Maike Brückmann führten mit ihren Treffern die deutsche Auswahl noch einmal auf 22:18 heran, doch eine deutsche Aufholjagd fand nicht mehr statt.

    Die Rumäninnen nutzten unterdessen die Chance sich gegen die nicht immer konsequente deutsche Deckung weiter einzuspielen, insbesondere das Zusammenspiel des Rückraums mit Kreisläuferin Ionela Stanca-Galca war dabei beeindruckend. Dem Vizeweltmeister gelangen so mehrfach sehenswerte Kombinationen und Treffer. Das deutsche Team hatte dem nicht mehr viel entgegenzusetzen, die Spielerinnen mühten sich, doch Rumänien diktierte das Geschehen auf dem Parkett. Zwei Minuten vor Spielende hielt sich die Distanz nach dem 24:29 durch Blacha dennoch noch in Grenzen, bevor ein Doppelschlag von Maier und der erste und letzte Treffer von Bradeanu für den 24:32-Endstand sorgten, der auch in der Deutlichkeit den Spielverlauf korrekt wiedergibt.

    "Die Niederlage tut uns wahrlich nicht weh. Jetzt konzentrieren wir uns ganz auf Angola. Das ist ein ernstzunehmender Gegner, vor dem man Respekt haben muss. In einem K.o.-Spiel gibt es keine Favoritenrolle", sagte Bundestrainer Armin Emrich. Grit Jurack, die mit 247 Länderspielen in der DHB-Rekordliste nun allein auf Rang fünf steht, erzielte drei Tore und hat damit bereits 50 Turniertreffer auf dem Konto. "Wir wollten das Spiel ordentlich über die Bühne bringen und hatten natürlich eine optimale Ausgangsposition. Jetzt beginnt die Vorbereitung auf Angola. Ich kann nicht sagen, ob wir Favorit sind oder nicht", meinte der deutsche Rückraum-Star. Am Mittwochmorgen reist die DHB-Auswahl mit dem Zug nach Paris.

    Torschützen: Stanca (8), Meirosu (6), Maier (5), Neagu (4), Olteanu-Nechita (4), Vadineanu (2), Luca (1), Lecusanu (1), Bradeanu (1) - Melbeck (6), Reiche (4), Härdter (3), Jurack (3), Brückmann (3), Blacha (3), Wörz (1), Krause (1)
    Siebenmeter: 5/5 - 3/3
    Zeitstrafen: 7/5

    Autor: Christian Ciemalla

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    Einmal editiert, zuletzt von Grimaudino (12. Dezember 2007 um 08:46)

  • WM: Deutschland schlägt Angola und zittert sich ins Halbfinale

    Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht bei der WM in Frankreich im Halbfinale. Beim 36:33-Viertelfinalerfolg gegen Angola stand die Leverkusenerin Clara Woltering in der zweiten Halbzeit im Tor und Anne Müller steuerte drei Treffer bei.

    Als der erwartet unangenehme Gegner erwies sich heute Afrikameister Angola. Die deutsche Auswahl hatte schwere Arbeit zu verrichten, auch eine 35:29-Führung bedeutete noch nicht die Entscheidung. Am Ende zitterte sich das DHB-Team zu einem 36:33-Erfolg, der den Einzug in das Halbfinale bedeutet, wo nun der Sieger aus der Begegnung Norwegen gegen Korea wartet. Beste Spielerinnen der deutschen Auswahl waren die elffache Torschützin Grit Jurack sowie die Torhüterinnen Sabine Englert, in der Anfangsphase dem deutschen Team zur Führung verhalf, und Clara Woltering, die in der zweiten Halbzeit den deutschen Sieg festhielt.

    Die deutsche Auswahl erwischte einen glänzenden Start in das Viertelfinale gegen Angola. Nina Wörz setzte eine Sperre für Grit Jurack und diese zeigte gleich im ersten Angriff ihre Torgefahr und brachte Deutschland mit 1:0 in Führung. Nadine Krause legte, weit abgedrängt, das 2:0 nach und auch der zwischenzeitliche Anschlußtreffer durch Marcelina Kiala schien die deutsche Auswahl nicht zu beeindrucken. Die deutsche Deckung trat früh und aggressiv auf den Rückraum des Afrikameisters heraus und ohne den entsprechenden Druck aus dem Rückraum fehlten Angola die Alternativen, auf den Außenbahnen und am Kreis fehlen Trainer Jeronimo Neto entsprechend hochklassige Spielerinnen.

    Die deutsche Auswahl schien das vorgegebene Konzept perfekt umsetzen zu können, die Abwehr stand sicher, zudem zeigte Sabine Englert einige beeindruckende Paraden, die auch bei den angolanischen Angreiferinnen Wirkung zeigten. In der Offensive prägte Grit Jurack das deutsche Spiel und zeigte dabei erneut eine mehr als nur überzeugende Leistung. Jurack war der Kopf des deutschen Angriffs, beim 3:1 setzte sie die an den Kreis eingelaufene Nadine Krause ein, danach erzielte sie selbst einen lupenreinen Hattrick. Mit ihrer unnachahmlichen Art führte die Linkshänderin ihre Mannschaft über 6:1 bis zu einer 8:2-Führung. Die deutsche Auswahl schien die Begegnung im Griff zu haben, doch Angola legte in der Folge seinen Respekt ab.

    Ein Doppelschlag von Trinidad und Marcelina Kiala brachte Angola auf 8:4 heran, langsam aber sicher fand der Rückraum der Angolanerinnen ins Spiel. Zudem konnte Maria Tavares im Tor des Afrikameisters nun die ersten Würfe der deutschen Spielerinnen parieren und so fand Angola zu Selbstsicherheit und gestaltete die Begegnung fortan ausgeglichen. Das DHB-Team verteidigte seinen Vorsprung, der zwischen drei und fünf Toren pendelte, konnte sich aber nicht weiter absetzen. Zwar wartete Jurack weiterhin mit sehenswerten Aktionen auf, doch in der Abwehr tat sich die Mannschaft von Armin Emrich schwer. Zudem fehlten der deutschen Mannschaft nun die schnellen und einfachen Treffer, durch die in der Anfangsphase der Vorsprung entstanden war. In den Schlußminuten des ersten Abschnitts mussten beide Teams dem hohen Tempo etwas Tribut zollen, es schlichen sich vermehrt Fehler in das Aufbauspiel beider Teams. Maren Baumbach sorgte mit dem 18:14 wieder für einen Vier-Tore-Abstand, doch ein von Krause verworfener Siebenmeter und ein von Baumbach vergebener Gegenstoß verhinderten dann eine noch deutlichere deutsche Führung.

    Vergebene Chancen gab es auch im zweiten Abschnitt auf deutscher Seite viele. Jurack hatte per Siebenmeter zwar schnell auf 19:15 erhöht, aber spätestens als Luisa Kiala zum 19:17 traf, war klar, dass der deutschen Auswahl noch ein hartes Stück Arbeit bevorstand. Angola wehrte sich nach Kräften und Deutschland stand sich oftmals selbst im Wege, so wurden weiterhin Siebenmeter und gute Einwurfchancen vergeben und während Angola seine Überzahlsituation konsequent nutzte, schien es für die deutsche Auswahl eher ein Handicap zu sein, mit einer Spielerin mehr auf dem Feld zu stehen. Mehrfach wurden Überzahlsituationen verloren, weil Angola traf und Deutschland nicht.

    Da aber auch den Angolanerinnen Fehler unterliefen und Deutschland auch ab und an sehenswerte Spielzüge gelangen, behauptete das DHB-Team die Führung in dieser unterhaltsamen und kurzweiligen Partie. Ab der vierzigsten Minute fand dann auch Clara Woltering im deutschen Tor immer besser ins Spiel, die vielen flachen Würfen der Angolanerinnen entschärfte sie nun gleich reihenweise und wurde so zum Rückhalt der deutschen Auswahl. Die deutsche Auswahl fand in der Offensive zudem wieder zu ihrem Tempospiel und als Melbeck mit einem Durchbruch und Hering mit einem Gegenstoß auf 29:24 erhöhte, schien die deutsche Auswahl auf dem besten Wege ins Halbfinale. Jurack legte das 30:24 nach und zwang damit Jeronimo Neto früh seine Auszeit zu nehmen. Angola gelangen danach zwar zwei Treffer in Folge, doch als Krause sieben Minuten vor Spielende auf 33:26 erhöhte, schien die Begegnung entschieden.

    Die deutschen Fans atmeten spätestens in dem Moment durch, als Deutschland auch in Überzahl traf, Krause hatte Melbeck freigespielt und diese zum 35:28 getroffen. Aber Angola wollte trotz eines Rückstands von sieben Toren und nur noch fünf Minuten Spielzeit nichts von einer Entscheidung wissen. Der Afrikameister deckte nun noch offensiver und die deutsche Auswahl wurde nervös. Steffi Melbeck kassierte eine Zeitstrafe und Angola zeigte erneut, wie eine Überzahlsituation genutzt werden kann: Vier Treffer gelangen dem Afrikameister in Folge, bevor Deutschland wieder komplettieren konnte. Armin Emrich nahm seine Auszeit und versuchte wieder Ruhe in das Spiel seiner Mannschaft zu bekommen.

    Das DHB-Team spielte den nächsten Angriff aus, doch Hering verwarf aus spitzem Winkel. Auf der Gegenseite dann eine Schrecksekunde, Nadine Krause knickte bei einer Abwehraktion um und musste vom Feld. Marcelina Kiala nutzte den Angriff um zum 35:33 zu treffen, doch Angola lief die Zeit davon. Keine Minute war mehr zu spielen, Jurack scheiterte zwar mit ihrem Wurf, doch Nina Wörz bremste auf der Gegenseite den angolanischen Angriff taktisch klug, allerdings auf Kosten einer Zeitstrafe. Angola blieben keine dreißig Sekunden mehr für zwei Tore, die Afrikanerinnen versuchten es mit Gewalt und dies führte zu einem Stürmerfoul. Mandy Hering hatte sich Spielmacherin Luisa Kiala geschickt in den Weg gestellt. Angola versuchte es mit einer Pressdeckung über das gesamte Feld, doch nun spielte Grit Jurack ihre Erfahrung aus, sie setzte Steffi Melbeck in Szene, die den 36:33-Endstand markierte und damit den deutschen Jubel startete.

    Getrübt wurde die Freude durch eine Fußverletzung von Nadine Krause. Die Welthandballerin war kurz vor Schluss mit dem rechten Fuß umgeknickt und musste vom Parkett geführt werden. "Ich sehe mich nicht als Matchwinnerin. Für das Halbfinale müssen wir sehen, was mit Nadine Krause ist. Wenn sie ausfällt, trifft es uns hart", sagte Clara Woltering. Ein Ausfall wäre besonders bitter, da ihr Ersatz Maike Brückmann (Ketsch) wegen einer Rückenverletzung passen musste. Für sie war Ulrike Stange vom HC Leipzig in den WM-Kader nachgerückt. Da Emrich noch einen Platz im Kader freigelassen hatte, könnte nun auch eine Spielerin aus dem 28er-Kader nachnominiert werden, zum Beispiel die Leipzigerin Ingrida Radzeviciute.

    "Es war absolut klar, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Wir mussten 60 Minuten alles geben, um ins Halbfinale einzuziehen. In einigen Situationen haben wir zu wenig mit kühlem Kopf gespielt", sagte Bundestrainer Armin Emrich. Und Abwehrspezialistin Stefanie Melbeck ergänzte: "Es ist eine Mischung aus Freude und Erleichterung, die wir spüren. Wir haben zwischendurch zu viele Chancen vergeben, das hätte sich fast noch gerächt."

    Autor: Christian Ciemalla http://elfen.punkt-a.de

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