FAZ: "Bayer Leverkusen und Corona - Ohne Risiken und Nebenwirkungen"

  • Verluste, die die Fußballtochter der Bayer AG macht, übernimmt der Mutterkonzern – das gibt dem Verein in Zeiten wie diesen große Sicherheit. Doch das gefällt längst nicht jedem in der Bundesliga.


    Auf den ersten Blick sehen die Ergebnisse der Arbeit von Simon Rolfes als Sportdirektor von Bayer Leverkusen eher bescheiden aus. Seit fast eineinhalb Jahren arbeitet der ehemalige Kapitän nun in der Transferzentrale des rheinischen Fußball-Bundesligavereins, und in dieser langen Zeit hat er lediglich zwei Verträge mit Profis der hochklassigen Mannschaft von Trainer Peter Bosz verlängert. Die in Leverkusen fest etablierte Tradition, Kontrakte mit wichtigen Profis spätestens eineinhalb Jahre vor ihrem Ablauf zu erneuern, hat Rolfes also nicht fortgesetzt. Das könnte sich nun allerdings als hübscher Vorteil entpuppen.


    Weil die Klubs auf der ganzen Welt mit deutlichen Umsatzeinbußen kalkulieren, gehen alle Experten davon aus, dass die Gehälter für neue Verträge erst mal deutlich sinken werden. Das dürfte die Position der Leverkusener in den Gesprächen mit Spielern wie Karim Bellarabi, Wendell, den Bender-Brüdern oder Kevin Volland, die nur bis Sommer 2021 an Bayer 04 gebunden sind, eher verbessern als verschlechtern. [...]



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