Neue BayArena: Krise schreckt Fans ab
Von LARS WERNER
Leverkusen – Die gewaltigen Dimensionen der neuen BayArena werden derzeit für die Anwohner in Leverkusen immer deutlicher. Dienstag wird der dritte Dachring geschlossen.
„Das alte Stadion war schon schön, das neue wird ein Schmuckkästchen, ein Star“, stellt sich bei Marketing-Chef Meinolf Sprink Vorfreude ein.
„Es läuft. Bei den Außenarbeiten holen wir nach dem strengen Winter extrem auf, bei den Innenarbeiten sind wir dem Zeitplan voraus.“
Dem Plan voraus – das wären auch gerne die Bayer-Profis. Doch das Team, das in der Vorrunde begeisterte, befindet sich in einer großen Krise. Und die macht auch Leuten wie Sprink zu schaffen, die die Arena ab dem 31. März an den Fan bringen müssen.
„Jeder Niederlage wirkt sich da aus. Auch wenn ich ins Phrasenschwein einzahle: Entscheidend ist nun mal auf dem Platz.“
Die neue BayArena bietet 30.000 Zuschauern Platz. „Unser Ziel soll es schon sein, dass das neue Stadion annähernd oder ausverkauft ist“, sagt Sprink und rechnet vor: Mit 20.000 Dauerkarten-Inhabern (jetzt: 16.000), 2.000 VIP‘s (jetzt „nur“ 812) und rund 3.000 Gäste-Fans kalkuliert der Klub in der neuen Saison. 5.000 Karten kämen in den freien Verkauf.
Nach dem erneut schwachen Frankfurt-Spiel (1:1) sprachen Sprink besorgte Business-Kunden an. Bei weiter ausbleibenden Erfolgen überlegen sich diese (oder neue) den Erwerb eines Business-Seat (bei Bayer von 2.700 bis 3.900 Euro pro Saison) oder einer Loge (60.000 – 115.000 Euro).
Erst Recht, wenn die Werkself die Teilnahme am Europapokal verpasst. Sprink: „Das würde uns die Arbeit nachhaltig erschweren. Aber noch können wir Europa ja schaffen.“ Noch.
(express.de)